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Forum: Offtopic Rostumwandler wandelt um und dann?


Autor: Boardgeist (Gast)
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Hi, habe mir Rostumwandler gekauft. Da meine Felgen und ein paar andere 
Teile am Auto anfangen zu blühen. Was ich verstanden habe ist das der 
Chemische Prozess den Rost in eine Grundierung umwandelt.

Wie lange hält sowas, muss diese Grundierung Lackiert werden und hält es 
länger wenn ich Lackiere?

Ich bin sicher, Schwachstromer sind auch nur Autofahrer :)

Autor: walterflink (Gast)
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habe ich auch mal auf felgen geschmiert, das resultat waren rubbelnde 
bremsscheiben.

Autor: Andreas Paulin (Gast)
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Der rote Rost Fe2O3 - allgemein eben 'Rost' genannt - wird in schwarzes 
Fe3O4 umgewandelt. Dieser schwarze 'Rost' wird auch Eisenhammerschlag 
genannt und ist die glasharte, dunkle Schicht z.B. auf roh gewalzten 
Profilen: Im Gegensatz zum roten Rost sehr hart, sehr beständig und 
schützt vor weiterer Korrosion.

So, Morgenklugscheißerle abgegeben gg

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Ich habe Rostumwandler von Loctite aus dem KFZ-Zubehör Handel benutzt, 
um einen Heckscheibenwischer zu behandeln. Das funktionierte prima und 
es bildete sich eine schwarze, feste aber rauhe Schicht. Darauf habe ich
Füller gespritzt und mit Naßschleifpapier geschliffen. Danach lackiert
und es sieht aus wie neu.

MfG Paul

Autor: Sonic (Gast)
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Da die Schicht sehr hart wird ist es nicht empfehlenswert, das Zeug 
unterm Auto anzuwenden. Durch Steinschlag bilden sich Haarrisse, das 
Wasser kriecht hinter die Schicht und es rostet noch schlimmer als 
vorher. Unterm Auto deshalb nur entrosten und Unterbodenschutz drauf.
Habe auch den Spray 'Brunox', macht gleich 'ne Epoxid-Grundierung drauf. 
Funktioniert prima!

Autor: Boardgeist (Gast)
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Wenn ich den Unterboden erst mit Rostumwandler behandele und dann mit 
Unterbodenschutz versiegele? Müsste ja dann den doppelten effekt bringen 
oder ist in Unterbodenschutz schon so etwas wie "Hammerit" drinnen?

Autor: Sonic (Gast)
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Weiß nicht, ob's welchen mit 'Hammerit' drin gibt, die Vorgehensweise 
ergibt aber durchaus einen Sinn.

Autor: -Marco- (Gast)
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Die meisten Rostumwandler funktionieren nicht besonders gut.
Ich empfehle dir Fertan, gibts z.B. bei ATU.
Der funktioniert richtig. Muß aber bei diesem Wetter auch 48h einwirken.

Autor: Paul Baumann (Gast)
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Etwas Feines war auch das sogenannte Penetriermittel aus DDR-Zeiten. Das 
war eine gelbe Flüssigkeit, die ewig zum Trocken brauchte, aber danach 
hatte man keine Sorgen mehr mit Rost. Ich weiß nicht, aus was diese 
Substanz bestand und ob es heute noch etwas Vergleichbares zu kaufen 
gibt.

MfG Paul

Autor: Board Geist (boardgeist)
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Alles klar, danke euch.
Hatte letztes mal schönen Rostumwandler aus ATU, der war aber teuer.
Habe jetzt welchen aus Baumarkt, Conor oder so, der zersetzt sich in der 
Flasche in 2 Substanzen wenn man ihn stehen lässt... .
Ich teste ihn am besten erst mal kleinflächig.

Jetzt bei dem Schnee mach ich das Zeug eh nicht drauf und zu spät ist es 
auch teilweise, weil mein Auspuff ist hinterm Mittelschalldämpfer 
abgegammelt. Mal sehn.

MfG

Autor: Mueller (Gast)
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Ok habt ihr schon beendet aber vieleich interessiert es doch jemanden.
"Normaler" Rostumwandler ist nichts weiter als ( Wirkstoff) 
Phosphorsäure. Da ich sehr gute Verbindungen zur Chemie habe nehme
ich die Säure immer gleich so wie sie ist als Reduktionsmittel.
Nicht auf Lack kommen lassen. Ansonsten sehr gute Ergebnisse wenn  einen 
Tag später mit klaren Wasser abgewaschen wird und dann (schnell) 
getrocknet wird und normale Grundierung und dann (nach Trocknung) Farbe 
drauf  Hammerit ist teuer und nur das alles in einem Arbeitsgang und 
nicht so gut da unter dem Hammerit es weiterrostet wenn man irgendwo 
eine Kante nicht erwischt. Was mit dem dicken Zeug fast immer der Fall 
ist. Aber generell, immer vorher mit Drahtbüste entrosten. Sage ich mal 
mit 19 Jahre altem Auto und HU ohne Mängel.

Autor: Stefan Salewski (Gast)
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>Rostumwandler ist nichts weiter als ( Wirkstoff) Phosphorsäure.

Ja, sieht so aus ...

http://de.wikipedia.org/wiki/Rostumwandler

Autor: Dieter Werner (Gast)
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In Fertan scheint wohl Gerbsäure drin zu sein, das ...tan stammt 
offenbar von Tannin.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Wenn's Phosphorsäure ist, dann dürfte das Resultat Phosphat sein.
Das wird in der Metallverarbeitung gern als Rostschutz-Grundierung
genommen.  Das sieht (im Gegensatz zu Fe3O4) nicht schwarz sondern
dunkelgrau aus.

Hab' mal in einer Schreibmaschinenbude in einer Phosphatiererei
gearbeitet als Student... dort wurden die Teile aber zuvor mit
HCl entrostet, bevor sie phosphatiert wurden.

Es gibt Gerüchte, dass irgendwelche Metallverarbeiter zum Entrosten/
Phosphatieren heiße Coca-Cola nehmen würden. ;-)

Autor: Karl-j. B. (_matrixman_)
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Naja wieso nicht. Da ist auch Phosphorsäure drin. Funktioniert 
anscheinden schon. Nur ist das Teil danach sicher klebrig durch den 
Zucker :/

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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Mit Wasser spülen musst du's sowieso.  Sonst rostet der Krempel
(beim normalen ,,nassen'' Phosphatieren) ratz-batz bereits durch
das noch vorhandene Wasser.  Das passierte uns immer dann, wenn
die Maschine kaputt ging: die bereits phosphatierten Teile, die
aber noch nicht durch den Trockner gelaufen waren, konnte man
dann vorn gleich nochmal reinschicken.

Autor: zweiäugig (Gast)
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Relativ günstige Soße hab ich mal vor 6 Monaten bei Obi gefunden, in der 
Autoabteilung, grob geschätzt 200ml für 4 Euro.

Autor: Der Hubert (Gast)
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>> Etwas Feines war auch das sogenannte Penetriermittel aus DDR-Zeiten.

Hö ??

Seit wann rostet Plastik ??

Autor: Thilo M. (Gast)
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Ich hab' mir mal bei Pollin so Zeugs bestellt, Fa. WENKO, nennt sich 
Rostkiller.
Macht blanke Metallstellen (rostige weniger) schön Schwarz (oder 
anthrazit). Ist kein Rostschutz, aber 'ne prima Grundierung zum 
weiterbehandeln. Jedenfalls rostet es drunter nicht weiter.

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