Um ein Sinussignal mit 100 MHz mit unverfälschter Amplitude anzeigen zu
können, muss das Oszilloskop eine Bandbreite von (mindestens) 100 MHz
haben. Um ein Rechtsignal mit 100 MHz noch als Rechteck erkennen zu
können, muss das Oszilloskop ein mehrfaches dieser Bandbreite haben
(Oberschwingungen).
Abgesehen von der Bandbreite muss auch die Horizontalablenkung
ausreichend sein; bei 50ns/div wird man ein 100 MHz-Signal nicht
wirklich detailliert untersuchen können.
Mit Deinem 60 MHz-Oszilloskop kannst Du jedenfalls keine qualitativen
Messungen im Frequenzbereich um 100 MHz anstellen. Zwar wird der 100
MHz-Sinus noch zu erkennen sein, aber die Amplitude dürfte bereits
erheblich verfälscht sein, auch dürfte die Horizontalablenkung Deines
Oszilloskopes auch nicht ausreichend schnell sein, um Details
aufzulösen.
Was aber ist das für ein µC, der mit so einer Taktfrequenz betrieben
wird?