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Forum: FPGA, VHDL & Co. FPGA based Graphics Card (Open Source, under GPL !!!)


Autor: psihodelia (Gast)
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nicht schlecht, ja?
http://en.wikipedia.org/wiki/Open_Graphics_Project

das will ich auch

Autor: Gast (Gast)
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Ich seh nicht ganz den Vorteil dieses Boards - was kann das Ding denn 
mehr als eine 50EUR Grafikkarte?

Mfg
Gast

Autor: Stefan Hanke (stefanhanke)
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Das Board und der Treiber dazu werden quelloffen sein -- im Gegensatz zu 
den proprietären Treibern "diverser" Hersteller für GNU/Linux, die mal 
besser, mal auch wesentlich schlechter sind ;-)

 -- stefan

Autor: netbandit (Gast)
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>Ich seh nicht ganz den Vorteil dieses Boards - was kann das Ding denn
>mehr als eine 50EUR Grafikkarte?

>Mfg
>Gast

Ich seh nicht ganz den Vorteil in einem selbstgebauten MP3 Player - was 
können die Dinger denn mehr als einer für 5EUR den man bei E-Bay kauft?


Autor: Gast (Gast)
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Ich muss zugeben, ich hab auch schon diverse MP3-Player gebaut. Primäres 
Ziel war immer die eigene "Toolbox" zu erweitern. Mit dem selben Grund 
kann man natürlich auch die Entwicklung der Grafikkarte rechtfertigen.

Aber wie es bei mir immer ist bau ich keine Sachen nach, sondern 
entwickle immer selber. Ich würde mir daher so eine Grafikkarte niemals 
nachbauen - das mach ich bei MP3-Playern übrigends auch nicht. Und von 
"brauchen" kann garkeine Rede sein - dann gibts ja 50EUR Karten :-)

Aber was das Nievau des Projektes angeht: Ich bin natürlich extrem 
beeindruckt!

Mfg
Gast

Autor: netbandit (Gast)
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Ja ok, ob man lieber nachbaut oder selbstentwickelt ist natürlich 
Geschmacksfrage. Außerdem lässt sich ein simpel aufgebauter MP3 Player 
noch gut selbst entwerfen (hab ich auch schon hinter mir) aber um solch 
eine GraKa zu entwickeln gehört schon einiges mehr dazu. Viele Bastler 
haben gar nicht die Zeit, das Geld oder das Hintergrundwissen um soetwas 
zu realisieren. Aber viele Bastler könnten soetwas nachbauen und durch 
den nachbau und das stückweise anpassen der Hardware auf ihre eignen 
Bedürfnisse dadurch dazulernen, Wissen, welches sie bei anderen 
Projekten sicher gut gebrauchen können.

Ich finde diese GraKa auch sehr beeindrucken und obwohl ich die gleiche 
Philosophie wie du vertrete, dass man lieber alles selbst macht anstatt 
einfach nur nachzubauen, könnte ich mir vorstellen irgendwann auch mal 
solch eine GraKa nachzubauen und meinen Bedürfnissen anzupassen. 
Letztendlich leben ja "offene" Projekte wie Linux oder eben auch diese 
GraKa davon, dass man es "nachbaut", anpasst und ständig verbessert.
Sicher wird diese GraKa niemals eine moderne Spiele GraKa ersetzen 
können, doch könnte ich mir vorstellen, dass sie vielleicht durch ihren 
"offenen" Charakter andere Vorzüge haben wird. Zum Beispiel könnte sie 
auf die Bedürfnisse einzelner Programme angepasst werden, könnte 
speziell für den Dienst unter Linux entworfen werden und damit in einer 
Sparte, welche von keiner kommerziellen Firma abgedeckt wird, eine 
wirkliche Daseinsberechtigung zu haben.

Darüber hinaus ist ein weiterer interessanter Aspekt, dass offene 
Hardware und Software immer eine Art Unabhängigkeitserklärung der User 
gegenüber der Computerindustrie ist. Für mich verkörpern solche Projekte 
einfach den Pioniergeist der ersten Computertage :)

Autor: mr.chip (Gast)
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> Darüber hinaus ist ein weiterer interessanter Aspekt, dass offene
> Hardware und Software immer eine Art Unabhängigkeitserklärung der User
> gegenüber der Computerindustrie ist. Für mich verkörpern solche Projekte
> einfach den Pioniergeist der ersten Computertage :)

Ich könnte mir vorstellen, dass sowas in Zukunft noch weiter an 
Bedeutung gewinnt. Einerseits wird freie Software immer besser, 
andererseits werden die Computerkonzerne immer mühsamer und frecher. 
Wenn sich zu freier Software noch freie Hardware gesellt, dann könnte 
sich eine richtiggehende "freie Industrie" entwickeln und die Grossen 
unter Druck setzen und so vielleicht wieder etwas zur Vernunft bringen.

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

kenne das Projekt schon länger, es kann mich allerdnigs wenig 
begeistern. Ums genau zu nehmen find ichs schwachsinnig.
Das Ding soll irgendwie alles können, wird aber aus meiner Sicht eher 
nichts können. Die Specs widersprechen sich aus meiner Sicht an jeder 
Ecke.
ZB. das PCI Interface, sowas hat doch selten eine aktuelle Grafikkarte. 
und PCI-X schon garnicht. Dann die 256MB DDR Speicher. 256MB ist erstmal 
ne ganze Menge. DDR1 hat aber bei weitem nicht die Bandbreite der 
aktuellen Speichermodule auf Grafikkarten. Dafür dann wieder 2x Dual 
Link DVI. Und wieviel Grafik-hardware passt denn in so ein FPGA? Der 
Webseite nach sollen 2 Renderpipelines reinkommen. Diese wären wohl auch 
vermutlich nicht programmierbar, sondern fixed-function-pipelines. Ich 
würde vermuten das Ding rennt so schnell wie ne Voodoo2 oder ne Riva 
TNT, nur  mit mehr Speicher ;)
Man muss natürlich zugestehen, dass schon ein ziemlich großes FPGA 
ausgesucht wurde, und man im FPGA nie die Leistungsfähigkeit eines ASICS 
erreichen wird.
Aber mal sehen obs denn überhaupt fertig wird, die Infos auf der Seite 
haben irgendwie eher ab als zugenommen gegenüber dem letzten mal als 
ichs angeschaut hab.

Ich denke ein "sinnvolles" Projekt sollte sich erstmal an einer 2D Karte 
versuchen, als eine eierlegende Wollmilchsau mit vielen Funktion zu 
bauen.
PCB könnte auch wesentlich einfacher sein. Zb. PCI-Express x1 direkt an 
das FPGA (wenns geht, sonst über Phy), ein einzelner DVI-I Ausgang und n 
bissl Ram. Da kann man schonmal einiges an Grafikhardware implementieren 
und Open Source Treiber dafür schreiben. Preislich finde ich sowohl die 
600Eur und die 1500Eur sowieso für weit übertrieben, immerhin ist die 
Zielgruppe meines Verständnisses nach Privatleute, die an einem Open 
Source projekt teilhaben wollen.

Wer nur etwas mit eigener Grafikhardware experimentieren will, ist imho 
besser damit beraten sich ein günstiges Devboard zu kaufen. Das Terasic 
DE1 zB. oder eins der Digilent Boards, die aber für mehr Farbe nochn 
externen DAC brauchen.
Ich hab auf dem Spartan 3 Board zB. mal nen Ramdac implementiert für ne 
feste Auflösung. Hat man auch schon einige Späße betreffend 
Speicherbandbreite und Timings.

Natürlcih bringt man damit die "Open Source Grafikkarte" nicht weiter, 
aber ob die auf der vorgestellten Basis etwas wird, ist sowieso 
fraglich.

Autor: Jolli (Gast)
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Warum nehmt ihr denn nicht die hier und macht ein open-source Project 
draus ?

Autor: psihodelia (Gast)
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Anfang ist immer schwer und komisch. Was waren Linux, Firefox, Blender, 
OpenOffice, KDE, Mplayer am Anfang????

Glaube mir, Open Cores Konzept(harware open source) wird bald sehr 
erfolgreich. FPGA und Open Cores werden dieser Welt aendern.

Herzlich willkommen:
http://www.opencores.org/browse.cgi/by_category

Autor: Stefan Hanke (stefanhanke)
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Jolli wrote:
> Warum nehmt ihr denn nicht die hier und macht ein open-source Project
> draus ?

Was ist das für eine Karte? :^)

 -- stefan

Autor: psihodelia (Gast)
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das ist kein GraKa, sondern FPGA Development Board,
und du kannst Nvidia oder ATI oder was anderes darauf implementieren

Autor: Thomas Pototschnig (pototschnig)
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> Anfang ist immer schwer und komisch. Was waren Linux, Firefox, Blender,
> OpenOffice, KDE, Mplayer am Anfang????

Der Preis hat gesiegt. Warum glaubst du hat die Stadt München auf 20000 
Linux PCs umgerüstet? Weil Linux soviel besser ist? Doch eher weil der 
Preis überzeugt. Den Vergleich finde ich daher nicht besonders gut.

Die Karte entspricht zwar dem OpenSource Gedanken und das ist wirklich 
sehr lobenswert, dass der Entwickler alles freigegeben hat, aber eine 
konkurrenzfähige Alternative zu heutigen Karten ist sie sicher nicht. 
Ich kann mir auch vorstellen, dass sie nicht erst gestern entwickelt 
wurde, sondern zu einer Zeit zu der PCI-X noch unbekannt war und es da 
wohl in der Leistungsklasse noch kaum was gab.

Zusätzlich kommt dazu, dass extrem schwierig ist die Karte nachzubauen. 
Ich zähle mich selber schon zu den fortgeschritteneren Bastlern, hab 
aber selber noch überhaupt keine Ahnung wie ich zukünftig meine BGAs auf 
die Platinen löten soll. Dank bleifrei ist der Elektor-Reflow-Pizza-Ofen 
auch keine Lösung mehr.

> Glaube mir, Open Cores Konzept(harware open source) wird bald sehr
> erfolgreich. FPGA und Open Cores werden dieser Welt aendern.

Ja - das stimmt auf jeden Fall! Gerade FPGAs haben ein so großes 
Potential!

Aber dass es wirklich immer mehr und mehr OpenSource PC-Komponenten 
geben wird, die kommerzielle aus dem heimischen PC verdrängen werden 
halt ich für quatsch.

Viel eher werden solche Projekte in Richtung Embedded Linux auf 
Mikroblaze oder sonstwas Basis gehen. In die Richtung bewegen sich meine 
Privatprojekte übrigens auch.

edit
> Herzlich willkommen:
> http://www.opencores.org/browse.cgi/by_category

Ich hab auch schon einen kleinen Teil dazu beigetragen:
http://www.opencores.org/projects.cgi/web/graphiti/overview

Mfg
Thomas Pototschnig

Autor: Tom Nachdenk (tom-nachdenk)
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psihodelia wrote:
> Anfang ist immer schwer und komisch. Was waren Linux, Firefox, Blender,
> OpenOffice, KDE, Mplayer am Anfang????

Firefox, Blender, OpenOffice waren kommerzielle Programme, der Rest wird 
meines Erachtens auch überwiegend von Leuten programmiert die man 
getrost als Profis bezeichnen kann.

> Glaube mir, Open Cores Konzept(harware open source) wird bald sehr
> erfolgreich. FPGA und Open Cores werden dieser Welt aendern.

Werden sie das? Immerhin sind einige der Cores 'nur' Demoversionen 
leistungsmässig optimierter Cores die es dann gegen Bares gibt. und ob 
man die dann so einfach - es ist ja Open Source - offenlegen darf ist 
noch die Frage. Zudem die Macher dieser Seite - zumindest klang das in 
einer Diskussion zum SR1 an darauf bestehen das opencores.org der 
exclusive Veröffentlichungsort sein soll.
Auch die Idee einer Open-Source-FPGA Architektur ist mittlerweile 
wieder beerdigt worden ...

Vielleicht kehren wir wieder ein wenig in den Zustand zurück wo Software 
oft nur eine Zugabe zur verkauften Hardware war. Wobei die 
Synthesesoftware für 'ganz große' FPGA und Board Level Simulation 
(noch?) fehlen.

Autor: Kest (Gast)
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Zum Openn-GraKa-Projekt:

die Sache habe ich am Anfang mit Interesse verfolgt. Aber leider wissen 
die selber nicht, was sie wollen.
Dazu kommt noch, dass nicht alle Quelle Open Source sind :-o Die Firma, 
die da mitmischt, will alles selber "vermarkten" bzw. die "Technologie" 
in eigenen Produkten verwenden. Sie argumentieren damit, dass sie ja 
selber viel Zeit und Geld reinstecken, was auch stimmt. Aber so richtig 
OpenSource ist es meiner Meinung nach, nicht. So eine "Karte" als 
DevBoard ist schnell "entworfen". Die Frimware des FPGAs aber ist nicht 
so einfach.

Na ja. Liest da ein Paar Posts und ihr werden verstehen, dass diese 
spezielle Geschichte nicht funktionieren wird.


Kest

Autor: mr.chip (Gast)
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> Viel eher werden solche Projekte in Richtung Embedded Linux auf
> Mikroblaze oder sonstwas Basis gehen. In die Richtung bewegen sich meine
> Privatprojekte übrigens auch.

Na eben. Immerhin ist heute mit kräftigen, sogar Hobby-verarbeitbaren 
Controllern und FPGAs schon sehr viel drin. Dass früher oder später ein 
kompletter PC entstehen kann, ist nur eine logische Folge.

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