Hallo,
zum Klonen von SIM-Karten müssen die Codes Ki, IMSI, und ICCID bekannt
sein.
Üblicherweise werden diese Daten aufwendig mit Softwaretools über
Challenge-Response Versuche ermittelt. Abgesehen davon funktioniert das
SW Verfahren auch nur mit älteren SIM-Karten, die Comp128v1 benutzen.
Bei v2 und v3 gehts wohl schon nicht mehr.
Wäre es nicht viel einfacher, man klemmt einen Logikanalysator an eine
im Hany befindliche SIM und belauscht den Datenaustausch der Karte mit
dem Handy z.B. beim Einschalten des Handys? Könnte man aus dem
Datenverkehr auf Ki, IMSI und ICCID schließen? Wenn das grundsätzlich
möglich ist, dann dürfte es auch keine Rolle mehr spielen, welche
Comp128 Version die SIM benutzt?
Was meint ihr?
Hallo!
Ist schon ewig her das ich mich damit beschaftigt habe, aber in der
zwischenzeit hat sich einiges getan.
Die Komunikation laesst sich einfach mit nem MAX3232 und nem Hexterminel
Programm belauschen. Die Programme die die KI ermitteln konnten, liefen
schon zu dem Zeitpunkt nicht mehr, da die Karte nur eine gewisse Anzahl
Schlüsselanfragen zuließ. Die von mir getesteten Karten haben nach ca.
10000 Anfragen für immer ihre Funktion eingestellt, das war selbst fuer
den Fehlerhaften COMP128 Algo zu wenig.
Welche verfahren mittlerweile eingesetzt werden, keine Ahnung.
Es gibt aber ein Verfahren bei dem die Stromaufname der Karte und die
EMV Emission der Karte gemessen wird und so weitaus weniger
Schlüsselanfragen nötig sind um aufs Ergebniss zu kommen, mit fällt nur
nicht mehr ein wie das Verfahren hieß.
zu dem:
Wenn das grundsätzlich
möglich ist, dann dürfte es auch keine Rolle mehr spielen, welche
Comp128 Version die SIM benutzt?
Wenn Du die Karte klonen willst musst Du 1. Wissen welcher Algo verwand
wird, da Du ihn nunmal nachbilden musst und Du musst die nötigen
Schlüssel kennen, um den Algo zu füttern.
gruß,
Bjoern
@Handyman: Nein, ein Logikanalyser nützt nichts. Du würdest nur das
Challenge-Response-Verfahren (zwischen Netz und SIM) belauschen, das Du
viel besser selber initiieren kannst. Ki verlässt die Karte nie, auch
nicht, wenn diese im Handy eingelegt ist. Nur durch eine Schwachstelle
im ersten COMP128-Algo konnte man nach vielen Challanges und Responses
Rückschlüsse auf Ki ziehen.
IMSI und ICCID lassen sich mit jedem Kartenleser auslesen. (EFs 6F07
bzw. 2FE2).
Hallo,
danke für die Antworten!
Ich würde gern eine simyo Prepaidkarte von 2005 klonen (ohne sie zu
zerstören natürlich...).
Wie kann ich erfahren welchen Algo sie benutzt?
Woher weiß ich, wieviele Challenge-Rsponse Versuche die Karte zuläßt?
Speichert die Karte die Anzahl der Versuche dauerhaft ab oder kann z.B.
man nach 9999 Versuchen aufhören, die Karte stromlos machen, wieder
einschalten und dann die nächsten 9999 Versuche starten?
Einen Kartenleser zum Auslesen von Telefonbuch, SMS, etc habe ich.
Wie komme ich an die Adressen (EFs 6F07 bzw. 2FE2)?
Danke schonmal!
> Ich würde gern eine simyo Prepaidkarte von 2005 klonen (ohne sie zu> zerstören natürlich...).
Vergiss es. 2005 wird wohl kein Netzbetreiber mehr den anfälligen
Algorithmus eingesetzt haben. Bei den neueren Algorithmen gibt es keinen
(bekannten) Weg, Ki zu ermitteln.
> Wie kann ich erfahren welchen Algo sie benutzt?> Woher weiß ich, wieviele Challenge-Rsponse Versuche die Karte zuläßt?
Das dürfte wohl beides ein Geheimnis des Netzbetreibers respektive des
Kartenherstellers sein.
> Einen Kartenleser zum Auslesen von Telefonbuch, SMS, etc habe ich.> Wie komme ich an die Adressen (EFs 6F07 bzw. 2FE2)?
EF heißt "Elementary File", Datei im Dateisystem der SIM-Karte. Wenn Du
Dir GSM 11.11 (bzw. ETSI TS 100 977) durchliest, erfährst Du die
Kommandos, die Du an eine SIM-Karte schicken kannst und den Aufbau des
Dateisystems.
PS: Was versprichst Du Dir von einem Klonen der Karte? Reine Neugier?
Und mal angenommen, Du könntest Ki usw. ermitteln, woher hast Du die
Blankokarte, in die Du diese Daten laden kannst, um einen Klon der
ursprünglichen Karte zu haben.
@Christian
>> Ich würde gern eine simyo Prepaidkarte von 2005 klonen (ohne sie zu>> zerstören natürlich...).
Und wozu? Um kostenlos zu telephonieren? Kannst du vergessen. Das "Geld"
ist nicht auf der Karte, sondern auf dem Zentralcomputer. Die Karte
enthält lediglich eine Seriennummer + diversen Karm wie Telephonbuch.
MFG
Falk
OK, ich versuche mir die Doku mal zu ziehen.
>>Was versprichst Du Dir von einem Klonen der Karte?
Ich kann abwechselnd zwei Handys benutzen ohne lästiges Wechseln der
SIM.
>>woher hast Du die Blankokarte
aus dem Internetauktionshaus, schätze ich...
>>Um kostenlos zu telephonieren?
Ein Schelm wer Böses dabei denkt! Natürlich nicht! Wie denn auch?
Erstens ist das Guthaben ja nicht auf der Karte, wie schon richtig
bemerkt. Zweitens will ich meine eigene Karte klonen und keine fremde,
was ja gar nicht legal wäre.
@Handyman
>>Um kostenlos zu telephonieren?>Ein Schelm wer Böses dabei denkt! Natürlich nicht! Wie denn auch?>Erstens ist das Guthaben ja nicht auf der Karte, wie schon richtig>bemerkt. Zweitens will ich meine eigene Karte klonen und keine fremde,>was ja gar nicht legal wäre.
Ja warum willst du das dann machen? Auf der Karte ist ausser ggf.
gespeicherten Telephonnummern nix gescheits drauf. Wenn du mit
Chipkarten basteln willst kauf dir lieber normale Chipkarten, die sind
volldokumentiert und mit keinerlei Schutz versehen. Da kannst du ganz
einfach Daten draufspielen und wieder lesen.
MfG
Falk
> OK, ich versuche mir die Doku mal zu ziehen.
Zumindest die ETSI-Version des Standards ist frei verfügbar. Nützt Dir
zum Klonen aber nichts, denn 1.) sind die Krypto-Algorithmen (A3, A5,
A8) darin nicht beschrieben und 2.) wenn die Algorithmen fehlerfrei
sind, hilft auch ihre Beschreibung nicht dabei, aus Ein- und
Ausgangsdaten den geheimen Schlüssel zu rekonstruieren.
>> woher hast Du die Blankokarte> aus dem Internetauktionshaus
Faszinierend. Da wird sowas angeboten? Hast Du mal eine Auktionsnummer
oder ein Stichwort für die Suche? Ich hatte sowas mal für eine
Demonstration (nicht des Klonens sondern von etwas anderem) gesucht und
war nirgendwo fündig geworden.
> Hast Du mal eine Auktionsnummer oder ein Stichwort für die Suche?
Hat sich erledigt. Mittlerweile gibt es in der Kategorie "Sim Card
Lesegeräte" etliche entsprechende Angebote.
Also, ein Paket aus freier Karte plus Doku zur Einarbeitung würde mich
generell auch interessieren. Wo bekommt man das?
Nochmal der Grund, warum ich gern zwei SIM-Karten mit der GLEICHEN
Rufnummer hätte: ich habe im Auto ein älteres Handy mit kompletter
Freisprecheinrichtung verbaut. Sonst nutze ich ein moderneres. Mir ist
die kartenwechselei einfach zu lästig. Um die auf der Karte
gespeicherten Telefonbücher geht es mir nicht. Die verwalte ich eh am
Rechner.
Bei ebay gibts eine Kombination aus Kartenleser/-programmer Hardware
plus Kloningsoftware plus freie SIM-Karte für 15 Euro.
Nochmal eine Frage zu den Algos:
>wenn die Algorithmen fehlerfrei sind, hilft auch ihre Beschreibung nicht>dabei, aus Ein- und Ausgangsdaten den geheimen Schlüssel zu rekonstruieren
Auch nicht, wenn ich genügend Challenge-Response-Paare gesammelt hätte?
Wieviele gültige Paare bräuchte man theoretisch, um dem Algo auf die
Schliche zu kommen? Könnte man das mit einem neuronalen Netz knacken?
Gruß
@Handyman
>Nochmal der Grund, warum ich gern zwei SIM-Karten mit der GLEICHEN>Rufnummer hätte: ich habe im Auto ein älteres Handy mit kompletter>Freisprecheinrichtung verbaut. Sonst nutze ich ein moderneres. Mir ist
Ist dafür nicht die Rufumleitung erfunden worden? Oder einfach ne neue
Freisprecheinrichtung fürs neue Handy?
MFG
Falk
Bei O2 kann man auch einfach eine 2te Karte bekommen und die beiden
immer abwechselnd benutzen. nennt isch Multicard und kostet glaube ich
nur einmalig 25€.
> Auch nicht, wenn ich genügend Challenge-Response-Paare gesammelt hätte?> Wieviele gültige Paare bräuchte man theoretisch, um dem Algo auf die> Schliche zu kommen?
Ein guter Verschlüsselungsalgorithmus lässt sich nur durch Brute-Force
knacken, also durch das Ausprobieren aller möglichen Schlüssel. Da Ki
128 Bits hat, bist Du durchschnittlich nach 2^127 (= 1,7 * 10^38)
Schlüsseln, spätestens jedoch nach 2^128 Schlüsseln am Ziel. Theoretisch
müsstest Du etliche Challenge-Response-Paare sammeln und dann mit einem
sehr schnellen Rechner die Schlüssel darauf abklopfen, welcher zu den
Paaren passt. Allerdings bräuchte selbst ein Rechner, der eine Milliarde
Schlüssel pro Sekunde prüft, dafür durchschnittlich 5,4 * 10^21 (5,4
Trilliarden) Jahre.
Das setzt natürlich auch noch voraus, dass Du weißt, welchen Algorithmus
Deine SIM-Karte verwendet und wie dieser implementiert ist - einige sind
geheim.
Fazit: Der einzige sinnvolle Weg wäre es, eine Schwachstelle im
Algorithmus zu finden, wie es bei COMP128v1 gelungen ist.
@Christian:
Meinst du die 12in1 SIM Karte bei eBay, wo der Leser angeblich eine
bestehende Karte mit Ki kopieren kann? Würde mich echt mal
interessieren, wie das gehen soll...
>Ein guter Verschlüsselungsalgorithmus lässt sich nur durch Brute-Force knacken
Ich verstehe, daß man schlechte Karten hat, wenn man erstens 10^38
Schlüssel abklopfen muß und zweitens, den Algo gar nicht kennt. Könnte
man von einem grundsätzlich ähnlichen Aufbau der neuen Algos ausgehen?
Dann hätte man wenigstens einen Anhaltspunkt.
Wie kann es sein, daß bis jetzt noch gar nichts über die neuen Algos
durchgesickert ist? Wissen nicht mal russische Hacker bescheid??? Hat
noch keiner eine neue SIM-Karte aufgemacht und mal unter das
Elektronenmikroskop gelegt?
Ich habe gestern nochmal bei ibääh unter "sim" "karte" "programm*"
gesucht. Es gab ein Angebot wie oben beschrieben. Der Preis Stand da
gerade bei 5,50 Euro.
@Axel:
Mehr oder weniger verklausuliert steht bei diesen Angeboten immer dabei,
dass das nur mit SIM-Karten funktioniert, die COMP128 V1 als Algorithmus
für A3/A8 verwenden. Dieser Algorithmus ist gebrochen
(http://www.ccc.de/gsm/), es ist also möglich, in akzeptabler Zeit
(vielleicht einen Tag) Ki zu ermitteln. Der Zugriff auf die anderen
Daten zum Klonen einer SIM-Karte ist sowieso nur durch die PIN
geschützt.
@Handyman:
> Wie kann es sein, daß bis jetzt noch gar nichts über die neuen Algos> durchgesickert ist? Wissen nicht mal russische Hacker bescheid??? Hat> noch keiner eine neue SIM-Karte aufgemacht und mal unter das> Elektronenmikroskop gelegt?
Die GSM Association hat da den Daumen drauf und sie sind wohl recht
effektiv. Einfach durch einem Blick durch das Elektronenmikroskop wird
man den Algorithmus auch nicht ermitteln können.
Außerdem schrieb ich ja schon: Wenn man aus der V1 gelernt hat und der
Algorithmus jetzt gut ist, nützt Dir auch dessen Kenntnis nicht
wirklich. Du musst immer noch alle Schlüssel durchprobieren.
@Christian
Mit "Blick durchs Elektronenmikroskop" meinte ich die Möglichkeit, den
ROM-Inhalt des PIC 18f7xx zu rekonstruieren und den Maschinencode zu
deassemblieren. Wenn das gelänge, dann hätte man doch die Algorithmen
oder liege ich da falsch?
Kennt man die Algos, dann könnte man mit einer "handvoll"
Challenge-Response Pärchen den Ki herausbekommen, sofern er nicht schon
aus dem ROM-Code hervorgeht. Oder wäre das auch zu aufwendig?
>Mehr oder weniger verklausuliert steht bei diesen Angeboten immer dabei,>dass das nur mit SIM-Karten funktioniert, die COMP128 V1 als Algorithmus>für A3/A8 verwenden.
Genau das ist der Grund, warum ich das noch nicht gekauft habe, bzw.
mich hier vorher nach den technischen Grundlagen erkundige. Es bringt
nichts, sich das Zeug zu holen, festzustellen, daß es wegen COMP128V3 eh
nicht geht und daß sich zudem die original SIM-Karte wegen zu vieler
Challenge-Response-Anfragen für immer gesperrt hat. Dann kann man das
gleich ganz in die Tonne treten....
Übrigens auf meiner SIM-Karte steht vor der Seriennummer "3V".
Falls das nicht "3 Volt" heißt, ist es wohl ein Hinweis auf COMP128V3???
> Mit "Blick durchs Elektronenmikroskop" meinte ich die Möglichkeit, den> ROM-Inhalt des PIC 18f7xx zu rekonstruieren und den Maschinencode zu> deassemblieren.
Naja, in einer SIM-Karte wird mit Sicherheit kein PIC 18Fxxx eingesetzt.
Theoretisch wäre das vielleicht möglich, auch wenn bei den in Smart
Cards eingesetzten ICs normalerweise Vorkehrungen getroffen werden, um
solch eine Attacke zu erschweren.
Allerdings: Warum sollte jemand die Arbeit und das Geld aufwenden?
> Kennt man die Algos, dann könnte man mit einer "handvoll"> Challenge-Response Pärchen den Ki herausbekommen
Zum dritten Mal: NEIN! Ein guter Algorithmus ist nicht schneller als
durch Brute-Force knackbar, selbst wenn der Algorithmus an sich bekannt
ist. Das ist ja gerade das tolle an einem fehlerfrei entwickelten
Kryptoalgorithmus.
> Übrigens auf meiner SIM-Karte steht vor der Seriennummer "3V".
Das wird 3 Volt heißen. Es gibt SIM-Karten mit 3V und mit 5V.
Allerdings glaube ich weiterhin, dass 2005 keine Karten mehr mit
COMP128V1 eingesetzt wurden. Zumal E-Plus (Simyo) afaik schon immer
einen anderen Algorithmus verwendet hat. In Deutschland verwendeten nur
sehr alte D2-Karten COMP128V1.
@TOM: Du hast den Thread nicht gelesen, stimmt's?
Nochmal zusammengefasst: Bei manchen sehr alten SIM-Karte (das ist im
Angebot mit "V1" gemeint) war es durch einen Bug möglich, den an sich
geheimen Schlüssel Ki in akzeptabler Zeit (mehrere Stunden bis wenige
Tage) auszulesen. Zusammen mit den deutlich einfacher auslesbaren Daten
ICCID (Kartennummer) und IMSI (Nutzernummer) lässt sich dann ein Klon
der SIM-Karte erstellen, der sich gegenüber dem Netz wie das Original
verhält.
Diese 6-in-1-SIM speichert nun die Datensätze (= Klone) von 6 derart
kopierten Karten. Modernere Karten sind allerdings allesamt nicht mehr
auslesbar.
Um nochmal zum Betreff des Threads zurückzukommen: Die Kommunikation
zwischen SIM und Mobiltelefon zu belauschen, ist nicht schwer. Ich habe
es gerade ausprobiert.
Man greift an der eingelegten SIM-Karte das Signal von Kontakt I/O und
die Masse ab, und verbindet das mit der TTL-Pegel-Seite eines MAX232.
Die RS232-Seite kommt an den Empfangspin einer seriellen Schnittstelle
am PC.
Dann stellt man das Terminalprogramm auf 8 Datenbits, "even parity" und
2 Stopbits. Nun muss man nur noch die Baudrate herausbekommen. Einfach
ist das, wenn das Mobiltelefon kein PPS (dynamische
Baudrateneinstellung) beherrscht. Dann ist die Rate grundsätzlich
1/372stel der Taktfrequenz der Karte (zu finden am Clock-Kontakt). Wer
keinen Frequenzzähler hat, muss die Baudrate durch Probieren
herausfinden. Werte zwischen 8000 und 10000 bit/s sind bei einem Telefon
ohne PPS vielversprechend.
Damit kann man das T=0-Protokoll zwischen Telefon und Karte belauschen.
Das nützt zwar nichts beim Klonen der Karte, kann in bestimmten Fällen
(und sei es nur Neugier) dennoch interessant sein.
Och es würde den russischen hackern schon was bringen wen nsie den
algorythmuss knacken würden dann könnten sie nämlich mit schon
vergebenen nummern auf kosten anderer telefonieren.