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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Trafo wickeln, umbau Trenntrafo


Autor: dennis (Gast)
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Hi,

ich habe hier noch eine ganze rolle 1,5quadrat und 2,5quadrat 
kupferlackdraht....

zudem habe ich einen alten hochspannungstrafo aus einer mikrowelle...

ich frage mich, ob es möglich wäre das ganze so zu kombinieren das ich 
daraus eine trenntrafo basteln könnte...

vom gefühl her, würde ich aber sagen, das die drahtstärken viel zu groß 
sind...
um den passenden widerstand  zu erreichen müsste ich höchstwarscheinlich 
die ganze rolle auf ein stück metall wickeln...

wünschenswert wäre eine leistung zwischen 500 und 1500 watt...

hat jemand von euch erfahrungen auf dem gebiet!?

dank euch,
d.

Autor: ??? (Gast)
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Einen Trenntrafo sollte man lieber kaufen! Da hängt nähmlich das Leben 
dran!
Der Trafo aus der Mikrowelle lässt sich sicher umwickeln. Nur wenn es 
ein richtiger Trenntrafo werden soll, dann ist der Nicht geeignet.

Autor: Andreas Haimberger (Gast)
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> vom gefühl her, würde ich aber sagen, das die drahtstärken viel zu groß
> sind...
> um den passenden widerstand  zu erreichen müsste ich höchstwarscheinlich
> die ganze rolle auf ein stück metall wickeln...

Seit wann hat das Übersetzungsverhältnis von Trafowicklungen etwas mit 
dem Wicklungswiderstand zu tun?

Bei deinen Kenntnissen würde ich auf alle Fälle die Finger davon lassen 
und einen Trenntrafo fertig kaufen.

Andy

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Naja, 1500 W,
selbst wickeln

- Brummen: wenn die Wicklung nicht fest sitzt
- 230V => <7A, => dicker Draht, sonst:
- Wärmeentwicklung = ?
- Drahtlänge => Wickelmaschine

Ggf. eher eine Gebrauchten im Internet?
Man kann Trafos wickeln lassen: Kosten = ?.

Die mikrowellentrafos sollen nicht besonders sein - mehr kann ich dazu 
nicht
schreiben, ;-(.

Lass doch eine Mikro. 60 Min. laufen, dann "Wärme" des Trafos messen.
(falls die Mikrowelle soweit ok ist)
Durchmessen mit Last geht ggf. auch.

Gruss, c.

Autor: Weisnix (Gast)
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@Andreas: Wo steht da was von Übersetzungsverhältnis?

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Streufelder <-> wicklungsabstand,
aber darum ging es vermutl. nicht.

Einflussordnung ist aber nicht so groß (bei normalen Trafos)

Autor: Andreas Haimberger (Gast)
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@weisnix:

Das ist ja genau das Problem, dass Dennis da nirgends was von 
Übersetzungsverhältnis schreibt. Er will einen Trafo umwickeln und 
überlegt, wie viel Draht er braucht, um einen bestimmten Widerstand 
(!) zu erreichen. Anscheinend glaubt er, dass die Spannung in der 
Sekundärwicklung eines Trafos vom Widerstand derselben abhängt. Das 
zeigt doch eindeutig, dass er von der Materie so gut wie gar nichts 
versteht.

Andy

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Und da er einen Mikrowellentrafo als Trenntrafo nutzen will bestätigt 
das nur noch: Ein Mikrowellentrafo ist so ziemlich das miserabelste was 
man an Trafo bauen kann: Im Leerlauf verheizt der Trafo manchmal >100W 
!!! Außerdem hat ein Mikrowellenntrafo eine künstliche Streuinduktivität 
eingebaut, was ihn  kurzzeitig kurzschlussfest macht. Dafür ist der 
Innenwiderstand extrem hoch, die Ausgangsspannung also stark 
lastabhängig

Autor: Arno H. (Gast)
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Hallo,
(Standard-)Trenntrafos haben nach meinem Verständnis ein ü von 1:1, 
sonst ist die Bezeichnung falsch gewählt.
Mikrowellentrafos sind auch meiner Meinung nach dafür wirklich nicht 
geeignet, weil durch zweikammerige Wicklung viel zu "weich" und für 
einen völlig anderen Zweck ausgelegt.
Arno

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Arno H. wrote:
> Mikrowellentrafos sind auch meiner Meinung nach dafür wirklich nicht
> geeignet, weil durch zweikammerige Wicklung viel zu "weich" und für
> einen völlig anderen Zweck ausgelegt.

Das Problem ist nicht die Zweikammerwicklung, sondern der Metallkern 
zwischen Primär und Sekundärwickung.

Autor: Arno H. (Gast)
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Hallo Benedikt,
ich habe noch keinen zerlegt, ist mir noch nicht aufgefallen.
Arno

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ich habe mal schnell ein Bild gesucht:
http://elektronik.webz.cz/img/mot.jpg

Zwischen den beiden Wicklungen erkennt man die Blechpakete die die große 
Streuinduktivität erzeugen.
Vielleicht kann man diese entfernen, ich habe es bisher leider noch 
nicht geschafft.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Streuind. - na, ggf. lenken die ein Teil den Flusses um, ;-)
Sinn: ?
bei schlechtem Eisen wäre der ggf. weicher:
Oszi dran & messen.
Die Hysterese müßte zu erkennen sein, u.a. in Wärme, s.o.
(die hängt ja von H/B ab und nicht
 so von der Aufteilung/Übersetzung)

Wenn wenig auf Sek. geht, dann
 sek. Spannung ist nicht ü (unab. von der Last)
Sinn = ?

Da eine Spg. erreicht werxden  muss für den Magnetron,
ist Streuung schlecht: da mehr wicklung, = mehr kosten.
Ich vermute, dass der Aufbau einer
preispolitik entspricht:
billig wickeln mit Verlust ist besser als
gute Wicklung und hoher preis
(danke von der Umwelt - falls richtig vermutet, ;-(.


Man sollte so einen mal zerlegen und schauen, ob das nicht einfach ein
"Billig-zusammen-Schiebe-Trafo"
ist.

Die Wicklung sieht "teuer" aus, wenn die um den Kern gewickelt worden
wäre (ohne reinschieben).

Wicklung extern und reingeschoben wäre billiger & würde die Verluste
erklären, ,-).


NUR VERMUTUNGEN !!!!!!

Gruß
c.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Christian (Guest) wrote:
> Streuind. - na, ggf. lenken die ein Teil den Flusses um, ;-)
> Sinn: ?

Ein Magnetron verhält sich in etwa wie eine Z-Diode: Unterhalb einer 
bestimmten Spannung fließt kein Strom, ab etwa 4kV steigt der Strom 
steil an. Vielleicht dient das als Strombegrenzung ? Ist aber nur eine 
Vermutung.

> Ich vermute, dass der Aufbau einer
> preispolitik entspricht:
> billig wickeln mit Verlust ist besser als
> gute Wicklung und hoher preis

Ja, vermute ich auch. Die Primärwicklung ist sehr dünn für 5A 
Dauerstrom.

> Man sollte so einen mal zerlegen und schauen, ob das nicht einfach ein
> "Billig-zusammen-Schiebe-Trafo"
> ist.

Es ist ein E-I Kern (ich glaube so heißt das), also auf einer Seite ein 
E förmiges Blech, auf der anderen ein I förmiges. Und dann immer 
abwechselnd gedreht.

Autor: Andreas Haimberger (Gast)
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Bevor hier noch mehr ohne echte Sachkenntnis wild drauflosgeraten wird, 
schaut euch bitte diese Seite an: 
http://de.wikipedia.org/wiki/Streufeldtransformator
dort wird erklärt, was das ist und wie dieser funktioniert.

Wie bei einer Gasentladung (z.B. Neonreklame oder Leuchtstofflampe) 
braucht man auch bei einem Magnetron eine Strombegrenzung, deshalb wird 
in Mikrowellen ein Streufeldtrafo eingebaut. Elektrisch verhält sich 
dieser so ähnlich wie eine Reihenschaltung von Trafo und Drossel.

Den Streufeldtrafo nimmt man deshalb, weil man eben keine unnötigen 
Verluste haben will. Die Verluste hätte man dann, wenn man die 
Strombegrenzung über einen Vorwiderstand realisieren würde, dann wird 
nämlich ein Teil der Leistung sinnlos verheizt.

Andy

Autor: Daniel R. (daniel_r)
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Hallo,

wenn man einen MOT umwickeln will muss man die Schweißnähte am Joch 
durchtrennen(Eisensäge), damit man an die Wicklungen rankommt. Die 
Primärspule kannst und sollst Du am besten drauf lassen. Wenn Du Glück 
hast ist die SEK oben, sodass diese beim Umwickeln drin bleiben kann(das 
erspart eine Menge Arbeit).

>>Man sollte so einen mal zerlegen und schauen, ob das nicht einfach ein
>>"Billig-zusammen-Schiebe-Trafo" ist.

Von wegen...Um das Joch wegzusägen geht mindestens ne halbe Stunde 
drauf. Dann meint man, man hat das Meiste. Falsch: Die Spulen sind in 
den Kern eingepresst. Ich habe 2,5 Stunden gebraucht, bis beide Spulen 
draußen waren. Ich habe fast 2 Stunden ununterbrochen mit einem 1kG 
Hammer auf die Spulen draufgeschlagen(Sek war blöderweise unten). Auf 
den ersten Blick bewegen sich die keinen µm. Nach 50 Schlägen sind es 
dann mal 500µm.
Die Metallkerne zwischen den Wicklungen lassen sich relativ gut 
entfernen. Diese sind nur wenig eingepresst und mit Epoxyd-Harz 
vergossen. Im Vergleich zum Entfernen der Spulen sollte das ein 
Kinderspiel sein. Ohne Streuinduktivität kann man gut 3kW aus nem MOT 
rausholen(natürlich nur kurzzeitig...1 min oder so).

Ich würde das Ganze nur empfehlen, wenn Du was mit viel Power brauchst, 
bei dem es auf ein paar Watt Verlust nicht ankommt. Ich verwende meinen 
umgewickelten MOT zur Versorgung von Kohlebogenlampen, Induction-Heater 
und Schaltungen, die Hochspannung erzeugen(ZVS...zieht schon mal 
1kW...). Manchmal muss er auch zum Schweißen herhalten ;) Taugt für 
alles, was mit Kilowatt zu tun hat.

Wünsche Dir schon mal viel Spaß und Erfolg bei den 2 bis 3 Stunden 
Arbeit.
:)

Daniel

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Daniel R. wrote:
> Hallo,
>
> wenn man einen MOT umwickeln will muss man die Schweißnähte am Joch
> durchtrennen(Eisensäge), damit man an die Wicklungen rankommt.

Nicht unbedingt:
Ich habe die Sekundärsicklung einfach in der mitte mit einem Meisel 
durchgehauen und die Reste mit viel Gewalt rausgeschlagen. Man muss dazu 
nichts am Kern verändern, es erspart also einige an Arbeit.
Allerdings ist dann das neue Bewicheln etwas aufwendiger, daher ist 
diese Lösung nur bei kleinen Ausgangsspannungen sinnvoll.
Ich habe etwa 5Windungen Starthilfekabel draufbekommten und nutze das 
zum Punktschweißen. Der Kurzschlusstrom liegt bei >1kA, die 
Leerlaufspannung bei einigen Volt.

> Ohne Streuinduktivität kann man gut 3kW aus nem MOT
> rausholen(natürlich nur kurzzeitig...1 min oder so).

Das geht auch mit Streuinduktivität. Mein Amperemeter zeigt bis zu 20A 
an, wenn ich mit einem MOT einen Lichtbogen ziehe.

> Ich verwende meinen
> umgewickelten MOT zur Versorgung von Kohlebogenlampen, Induction-Heater
> und Schaltungen, die Hochspannung erzeugen(ZVS...zieht schon mal
> 1kW...). Manchmal muss er auch zum Schweißen herhalten ;) Taugt für
> alles, was mit Kilowatt zu tun hat.

Auf was für eine Spannung hast du den umgewickelt ? Den Schaltungen nach 
würde ich etwa 50V vermuten.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Zitat (wiki.):

Der Streufeldtransformator vereint die Funktion eines Transformators 
(Spannungstransformation und galvanische Trennung) und einer 
strombegrenzenden Drossel in einem Bauteil.

Geht nicht jeder Trafo irgendwann in die Sättigung?
DANKE für den Hinweis auf Wiki. !
Das kannte ich so nicht!


Zum Thema Effektivität ein Zitat (wiki..):

Wirkungsgrad

Ein Elektroherd setzt 100 % der elektrischen Energie in Wärme um. Ein 
Mikrowellenherd verwandelt nur 50 bis 60 % der aufgenommenen 
elektrischen Energie in Mikrowellenstrahlung, der Rest wird zu Abwärme. 
Andererseits heizen die Mikrowellen gezielt lediglich das Kochgut, nicht 
aber den Garraum und dessen Umgebung, weshalb der Mikrowellenherd bei 
kleineren Portionen energetisch günstiger ist: Als Richtwert gelten ca. 
250 ml Flüssigsubstanz: Es ist hiernach günstiger, 250 ml Flüssigkeit 
bzw. 250 Gramm einer wasserhaltigen Speise im Mikrowellenherd zu 
erhitzen, statt in einem Topf auf dem Elektroherd, möglicherweise 
zusammen mit zusätzlich erforderlichem Wasser.
Das Erwärmen von Wasser ist allerdings im elektrischen Wasserkocher am 
effektivsten - er hat aufgrund der geringen Wärmekapazität seiner 
Heizspirale eine sehr viel höhere Effizienz als ein Magnetron oder eine 
Kochplatte.




In Summa:
trotzdem eine billiglösung, weil da ordentl. Leistung verbraten wird.
Hat aber einen Vorteil:
  Trafos sind rel. unempfindlich gegen äußere Störungen

Nicht nur im Trafo wird Wärme erzeugt +
nur so:
Trafos sind bei E-Vers. mit das effektivste
(so bis (fast) 98% Wirkungsgrad)



Die Schweißnaht ist auf obigem Bild ist gut zu erkennen, ;-)


Anm.:
Die dünne Spule ist die Sekundärspule
Magnetron braucht n kV  (so <5 kV)
=> sek. muss ´viele wicklungen haben => dünn
hohe Spannung = kleiner Strom

=> diese Spule muss komplett ersetzt werden, um durch eine
andere, der primären entspr. Spule erstzt zu werden, falls das
als Trenntrafo (1:1)
herhalten soll.

Nachteil:
der Nebenschluß führt zu einem weichen Trafo
=> keine hohe Last möglich, da dann die oben bereits von
anderen beschriebene Begrenzung einsetzt:
siehe hierzu den von anderen angegebenen Wiki.-Beitrag (link)

einiges gelernt - DANK
Gruss, c.



Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Christian (Guest) wrote:
> Zitat (wiki.):
>
> Der Streufeldtransformator vereint die Funktion eines Transformators
> (Spannungstransformation und galvanische Trennung) und einer
> strombegrenzenden Drossel in einem Bauteil.
>
> Geht nicht jeder Trafo irgendwann in die Sättigung?

Ist das so ? (Ich weiß es nicht). Ich habe schon viele Diskussionen zu 
diesem Thema geführt, ob ein überlasteter Trafo in die Sättigung geht, 
und keiner konnte es mir wirklich eindeutig erklären.
Meiner Meinung nach, kann man einen Trafo nur durch eine zu hohe 
Spannung bzw. Gleichspannung in die Sättigung bekommen.
Fließt dagegen mehr Strom, sinkt der magnetische Fluß aufgrund von dem 
Wicklungswiderstand an der Primärwicklung (die Spannung an dem 
induktiven Anteil der Spule wird kleine). Also wirkt das einer Sättigung 
entgegen.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Sättigung:
http://www.energie.ch/at/trafo/messung.htm

Ggf. reicht diese Info


Das ist zwar keine Z-Diode, aber der Verlauf
ist doch eindeutig - auch im Zusammenhang mit
dem Magnetron (?)


Ich finde die Entwicklung der
Mirkowellenherde ist fast vergleichbar mit dem der PCs
(naja, ;-)

Billig, 50-60 Euro
Leistung statt 800 nun over 1 kW

War mal so groß wie ein Kühlschrank - und jetzt


gerade die B-H-Kennlinie mit Hysterese zeit ein s-förmigen
verlauf - ich kenne keinen Verlauf der da geradlinig ist,
habe ich da etwas verpaßT ?

Gruss
c.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Christian (Guest) wrote:
>
> Sättigung:
> http://www.energie.ch/at/trafo/messung.htm
>
> Ggf. reicht diese Info

Dieses Diagramm zeigt die Sättigung in Abhängigkeit von der Spannung, 
nicht aber von der Leistung.
Irgendwo hatte mal jemand geschrieben, man könne die Trafoleistung 
anhand der Sättigung herausfinden: Ich habe einen Trafo auf das 3 fache 
der Nennleistung überlastet, und der Strom war immer noch genauso 
sinusförmig wie bei nahezu keiner Last.


Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Zur 3fachen Überlastung , .. hmm:

Nur Anm./Bekanntes:
Trafos werden der Leistung entsprechend gebaut:
   Großes P, VA angabe = großer Trafo

http://www.energie.ch/at/trafo/index.htm :
Transformatorverluste    Pv    ~    l 3    Je grösser ein Transformator 
ist, desto besser wird sein Wirkungsgrad (bis 99,8%)


Trafodim., da wird ein BSP angegeben:
http://www.energie.ch/at/trafo/dimensionierung.htm

ZITAT:
Die Dimensionierung von Transformatoren erfolgt über die magnetische 
Flussdichte B [T]  im Eisen und die elektrische Stromdichte J [A/m²] im 
Leiter. Die dauernd übertragbare Scheinleistung S [VA] ist Nennspannung 
U [V] mal Nennstrom I [A]. Die Spannung und Frequenz f [Hz] ergibt die 
Anzahl Primärwindungen w1 [-] und den Eisenquerschnitt AFe [m²].

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Irgendwie ist das ganze vom logischen Verständnis her einfach: Mehr 
Leistung -> mehr Eisen.

Nur diese Aussage mit Formeln zu belegen ist mir noch nicht gelungen. 
Überall findet man nur diese Aussage:

"Bei gegebener Flussdichte und Frequenz nimmt mit zunehmendem 
Eisenquerschnitt die erforderliche Anzahl Primärwindungen ab, was sich 
gut auf die Stromdichte in den elektrischen Leitern auswirkt. Je höher 
die Frequenz ist, desto kleiner wird der Transformator, je grösser die 
Spannung ist, desto mehr Windungen sind erforderlich."

Die Flussdichte ist konstant (nahe der Sättigungsgrenze), die Frequenz 
ebenfalls. Daraus erhält man U ~ n*A
Also nur Abhängigkeiten von Spannung, Windungszahl und Kernquerschnitt. 
Nirgends steht was von der Leistung.

So wie ich das verstanden habe, dient der größere Kern nur dazu, dass 
man weniger Wicklungen braucht um so den Kupferwiderstand klein zu 
machen, was wiederum mehr Leistung zu lässt. Die Kerngröße ist also der 
optimale Punkt an dem sich aus Kupferverbrauch, Gewicht und Wirkungsgrad 
ein günstiger Mittelweg ergibt.
Oder ist das komplett Schwachsinn ?

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Da steht bei dir etwas von Stromdichte im Leiter, =>
        (I = i*Leiterquerschnitt)
I*U = P

Du hast es selbst zitiert, ;-)

Letztenendes muss der Trafo durch das Magnetfeld die Leistung
von Spule zu Spule bringen.
Das geht nur im Rahmen sein max. Möglichkeiten,
Limit Sättigung.
Das entspricht einer max. Leistungsdichte.

Daneben ist die Spannung abhängig von der Änderung des B-Feldes,
nicht seiner Größe (gut "integral" over 20 msec bei 50 Hz)

Gruß
c.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Christian (Guest) wrote:
> Da steht bei dir etwas von Stromdichte im Leiter, =>
>         (I = i*Leiterquerschnitt)

Könntest du erklären, warum das so ist ?
Wenn ich den Drahtdurchmesser konstant halte, ebenso den Strom, wieso 
ändert sich dann die Stromdichte wenn ich den Kern größer macher ?

Autor: dennis (Gast)
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Hallo,

wenn ich wissen würde ob es geht, dann würde ich hier ja nicht fragen.

in der tat bin ich, was trafos angeht, eher anfänger.

mein ziel ist es, einen trenntrafo selber zu bauen.

ich habe dazu draht, von 1,5mm^2 stärke.

ich will ihn dazu nutzen, messungen mit sem oszilloskop durchführen zu 
können...standard anwendung..

letztendlich steht das übersetzungsverhältnis für mich fest, bei 1:1.

ganz einfach 230V rein, 230V raus. bei einem strom vom 2 bis 6 ampere.

ich hatte mir das etwas einfacher vorgestellt. theoretisch muss ich doch 
nur ermitteln, wie lang ein draht sein muss um den widerstand zu 
erreichen den ich benötige.
des weiteren muss der eisenkern die energie übertragen können, so stelle 
ich mir das zumindest vor....

trafo gewickelt habe ich schon, nur halt nicht berechnet...

ich weiß nicht in wie fern man von den abmessungen des kerns 
rückschlüsse auf sein übertraguns und streuverhalten schließen kann, das 
wäre ja das interessante an der sache..

ich habe ein trafo der dem des eingestellten bildes hier, 1 zu 1 ähnelt.
leider ist er an den rändern  - wie auch im bild zu sehen - nicht 
klassisch verschraubt, sondern ebenfalls verschweißt...

ich habe jetzt aber gerade einen stromstarken trafo im schrott aufgetan, 
der verschraubt und handgefertigt ist, seine abmessungen übertreffen 
noch ein wenig die des trafos aus der mikrowelle...er hat auch kein 
streufelderzeugendes metall im übertragungsbereich...

mir ist klar, was es heißt einen 1,5mm starken draht auf eine spule mit 
hand zu wickeln, dies ist aber in einer einmaligen aktion auch per hand 
durchaus machbar...

die frage ist nur, wie groß muss mein eisenkern im querschnitt sein, wie 
lang der draht, für jede der beiden spulen bei einer stärke von 1,5mm, 
und: passen dann beide wicklungen auf den hier vorliegenden eisenkern, 
ist sein leistungsübertragungsverhalten aussreichend, von der 
wärmeentwicklung her...

d.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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sollte klar sein:
"Bei gegebener Flussdichte und Frequenz nimmt mit zunehmendem
Eisenquerschnitt die erforderliche Anzahl Primärwindungen ab,


Das ist wegen der Leistung, der Verluste:
was sich
gut auf die Stromdichte in den elektrischen Leitern auswirkt.
siehe:
http://www.oe5.oevsv.at/basteln_js/technik/helfer/...
  seite 1 unten




Sollte klar sein:
Je höher
die Frequenz ist, desto kleiner wird der Transformator,



Sollte klar sein:
je grösser die
Spannung ist, desto mehr Windungen sind erforderlich"

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Zu:
Autor:  dennis (Gast)

einige der links, die ich angegeben hatte,
sollten Dir helfen:

Trafodim., da wird ein BSP angegeben:
http://www.energie.ch/at/trafo/dimensionierung.htm

Tipp:
die Spule müssen fest sitzen, sonst brummt es.
Gibt es da nicht so einen speziellen trafolack?

Im obigen Beitrag kannst Du eine andere Berechnung zum
vgl. ranziehen.

Wickeln und abwickeln würde ich nicht allein, das
gibt ggf. eine "wellige" Wicklung (keinen den zustand deines Drahtes
nicht) eher im großen Radien durchziehen: zu zweit.


Vermutl. mußt du wegen des Nebenschlusses eh ein paar mehr windungen
aufwickeln, Motto:
ein paar mehr + mehr Anzapfungen.

Wie gesagt, berechnung findest du in meinen (obigen) links


VIEL ERFOLG!!!


Autor: Daniel R. (daniel_r)
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@Benedikt:
Mein MOT ist ein ziemlich alter, aber großer Trafo. Der hat in meiner TC 
wohl eine HF-Spitze auf der SEK abbekommen, sodass die SEK durchgebrannt 
ist. Daraufhin habe ich ihn umgewickelt. Das Gute daran ist, dass ich 
das Joch nicht wieder angeschweißt, sondern verschraubt habe. D.h. ich 
kann das Joch jederzeit abnehmen und eine andere Spule auf den Kern 
wickeln. Momentan bringt er 25V AC. Das ergibt vollgleichgerichtet etwa 
40V DC, was Deinen vermuteten 50V ziemlich nahe kommt ;)
Ich hatte auch schon 3 Windungen 16mm² drauf. Dabei brachte er 3V AC und 
mehrere Kiloampere....


@All:
Wichtig ist eine Einschaltstrombegrenzung. Bei 50% der „Einschaltungen“ 
wird die Sicherung fliegen. Kommt immer drauf an, ob die Remanenz 
mitspielt. Und die ist mal so, mal anders. Deshalb sollte man eine 
induktive oder kapazitive Strombegrenzung vorschalten(evtl. einen 
zweiten, sekundärseitig kurzgeschlossenen MOT primärseitig in Reihe zum 
umgewickelten oder einen großen MP-Kondensator in Reihe zur Prim). 
Kapazitive Strombegrenzung sollte man nur in Erwägung ziehen, wenn man 
sich gut damit auskennt. Das kann nämlich ganz schnell zu bösen 
Überraschungen führen. Dann hat man sekundärseitig auf einmal die 
doppelte Spannung bzw. der Kondensator kann Schaden nehmen. Man muss 
alles gut berechnen und aufeinander abstimmen.


@Dennis
Die Spannung hat nichts mit der Drahtlänge und dessen Widerstand zu tun. 
Du musst genau gleich viele Windungen sekundär anbringen wie primär 
vorhanden sind. Das ist alles... Um den Rest kümmern sich die 
Naturgesetzte.

Daniel

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Nur Randbemerkungen (größenordnung, naja) :

1:1 <=> n:n <=> U1 = U2   bei Streuung ?

siehe:
http://www.uni-koeln.de/ew-fak/physik/Fortgeschrit...


& wenn I fließt geht die sek. Spg runter:
 innerer Widerstand.
Bei nA kann das relevant sein,
+ Cu wird warm =>
Drahtdicke hat einen Einfluß
& R steigt bei höherer temp., ..... Ordnung = ?

Alles eine Frage der Genauigkeit.
da "230V" eh eine Tol. haben, würde ich etwas höher gehen.

Ist aber vermutl. eh egal, denn so 210 - 240 V sollte
unkritisch sein.

Autor: dennis (Gast)
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@ daniel r:

dann mache ich eine wndg prim und eine sec mit 1,5mm^2 :-)

d.

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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OH,  ....

1:1 Wdg,
bin mal gespannt, wie die sek. Spg. ist.
Ob dann 230 V auf dauer dran sollten ?
:-(.


1:1 sollte andeutet, dass bei einem
n:n Verhältnis vermutlich nicht Uprim. = Usek. ist.

Die Streuung wirkt da wie ein L im ESB.

Hinter 1:1 fehlt: "Wicklungsverhältnis" o.ä.

Autor: dennis (Gast)
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HI,

ich habe mal ein wenig gerechnet.

geht man mal davon aus das das material ein B von 1,2 bis 1,5T hat.
weiterhin habe ich einen effektiven magnetischen Querschnitt von 2,5 x 
2,5 cm.
die frequenz beträgt 50hz.
u eff liegt bei 230V

dann komme ich auf rund 1380 wicklungen. das ganze nat 2mal, da 1:1.
bei einem draht von 1,5mm^2 querschnittfläche komme ich auf jeden fall 
an die grenzen des platzes beim wickeln.

zusätzliche bedinung, gute isolation zwischen sec und prim spule 
(prüfspannung 4,5Kv sollte funktionieren), gute kapazitive entkopplung.

spulen werde ich übereinander wickeln. eine halbe sec innen, dann die 
ganze prim gefolgt von der anderen halben sec, um die streuung geringer 
zu halten.

nur der kern macht mir noch sorgen,.....

schöne ostertage...
d.

Autor: dennis (Gast)
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Formel:

N= Ueff / (4,44  B  f * Afe)

2PI/Wurzel 2 = 4,44

B=1,2T

Afe = 2,5 * 2,5cm^2 = 0,000625m^2


N=1381 Wdg

d.

Autor: Dieter Werner (Gast)
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> spulen werde ich übereinander wickeln. eine halbe sec innen, dann
> die ganze prim gefolgt von der anderen halben sec, um die streuung
> geringer zu halten.

Das ergibt aber wegen der großen gegenüberstehenden Flächen leider eine 
starke kapazitive Kopplung.

Autor: Andreas Haimberger (Gast)
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> spulen werde ich übereinander wickeln. eine halbe sec innen, dann die
> ganze prim gefolgt von der anderen halben sec, um die streuung geringer
> zu halten.

Und das soll ein Trenntrafo werden? Lieber Dennis, ich sag's noch mal:
du hast leider zu wenig Ahnung von der Sache, lass' es bleiben und kauf' 
dir was fertiges. Dann hast du wenigstens die Garantie, dass dein 
Trenntrafo wirklich trennt und dich nicht wegen mangelnder Isolation ins 
Elektromurkserjenseits befördert.

Andy

Autor: Christian (Guest) (Gast)
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Vorschlag:
trafo wickeln - und Erfahrung sammeln,
Trenntrafo kaufen (sicherheit, es ist dein leben)


Frohe Ostern

p.s.:
Warum muss es gerade dieser kern sein, ggf.
ein neues Paket kaufen:
wegen Maße, etc.

Ringkern, ... stichwort (aber Wickelaufwand)

Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Hi,
ganz blöde Idee
zwei "fette" Ringkerntrafos hintereinander schalten.
220V->12V--o--12V->220V.
Oder 40V, was es gerade günstig zu kaufen gibt.

Gruß
AxelR.

Autor: smox (Gast)
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hallo zusammen,
Kann mir jemand hier genau den unterschied zwischen kleiner und großer 
Struung beim Ein.Trafo erklären (bei ohmsch, induktiv und kapazitive 
Belastung?) wie kann man das anhand von Zeigerdiagramme erkennen?

Autor: Alexander Schwemler (Gast)
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es ist immer effektiv einen mot umzuwickeln, da er mit einem anderem mot 
mit kurzgeschlossener sec als strombegrenzung auch auf dauerbetrieb 
genutzt werden könnte andernfalls könnte ohne strombegrenzung die 
Isolierung der primärspule schmilzen un d dir würde die Sicherung mit 
einem lauten knall um die ohren fliegen

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