Normales Kopierpapier zum belichten geht auch

OP #538898
Lesenswert?

Nachdem ich endlich meinen Belichter fertig habe möchte ich Euch
natürlich
das Ergebnis nicht vorenthalten...

Im Bild sind Leiterbahnen der Stärke 15mil, 10mil und 5mil in doppeltem
oder einfachem Abstand zu sehen.

Die 5mil Bahnen mit 5mil Abstand schafft mein Drucker fast nicht mehr.
Ich würde sagen das ich hier mit 10 mil auf der sicheren Seite bin.
Die Via-Ringe haben 10mil

Hier mal der Test wie die Auflösung mit meinen Hausmitteln so ist.

Layout: mit Eagle
Drucker: HPLaserjet 4 Plus
Papier: Kopierpapier 80g, 1 mal gedruckt mit Einstellung RET=Dunkel
Toner: Orginal von HP

Belichtung:
umgebauter Scanner mit 4 Stück Philips CLEO 15W Röhren (Gesichtsbräuner)
Belichtungszeit 11 Minuten, Abstand der Röhren zur Vorlage ca 3 cm.
Abstand der Röhren untereinander ca 5 cm.

Entwickler: 5 Gramm Ätznatron auf 0.5 Liter Wasser ca 20 Grad C warm
Entwicklungszeit ca 60 Sekunden

Platinenmaterial: Bungard, haltbar bis 11/2007
Ätzlösung: 50 Gramm Natriumpersulfat auf 0,25 Liter Wasser bei 60 Grad C
Anfangstemperatur
Ätzzeit ca 6 Minuten


Ich denke daß dieses Ergebnis für einfaches Kopierpapier schon in
Ordnung ist.
Beim meinem Drucker ist es sehr wichtig, daß der originale Toner benutzt
wird. Ich hatte auch schonmal
Refilltoner und der wird nichtmal im Ansatz so schwarz wie der orginale.

Grüße
Björn
Angehängte Dateien:
Gast #538925
Lesenswert?

Sieht für den Anfang ja schon mal sehr gut aus.

Ich würde einen Versuch mit Overhead-Folie vorschlagen, diese verwende 
ich schon seit meinen ersten Ätzungen und ich war mit dem Ergebnis immer 
sehr zufrieden. Natürlich solltest du die Belichtungszeit etwas 
verringern, wenn du Overhead-Folie verwendest.

Ich kenne mich mit den UV-Röhren leider nicht so gut aus, da ich UV-LEDs 
verwende, jedoch hat mir ein Freund einmal erklärt, das der Abstand der 
Röhren untereinander in etwa dem Abstand zur Platine entsprechen sollte, 
um eine besser und gleichmäßigere Ausleuchtung zu erhalten.

Dies sollten jetzt keine Kritiken sein, sondern einfach ein paar Tipps.

Aus jeden Fall kannst du mit deinem ersten Versuch schon mal zufrieden 
sein.

Grüße
Alex
OP #538966
Lesenswert?

Alex wrote:

> verwende, jedoch hat mir ein Freund einmal erklärt, das der Abstand der
> Röhren untereinander in etwa dem Abstand zur Platine entsprechen sollte,
> um eine besser und gleichmäßigere Ausleuchtung zu erhalten.

Hallo Alex,
das ist auch generell richtig, leider hat mein Scannergehäuse nicht soo 
viel Platz gelassen das ich die ideale Kombination zwischen 
Röhrenabstand und
Glasscheibe nehmen konnte.
Im Foto siehst Du den Belichter in Aktion mit einem Blatt Kopierpapier 
drauf.

Man kann noch erkennen das da mehrere Röhren sind. Dem Bungardmaterial 
hat das allerdings nicht gestört, die Platine von eben hat beim 
Belichten quer draufgelegen.

Grüße
Björn
Angehängte Dateien:
Gast #539100
Lesenswert?

>Leider wollen etliche Tinten (auch Original) nicht mit
>Transparentpapier, sondern verlaufen sofort.

Das stimmt. Einzig HP-Tine kommt damit gut klar, Canon und Lexmark 
funktioniert überhaupt nicht.
OP #539523
Lesenswert?

Schorsch wrote:

> Das stimmt. Einzig HP-Tine kommt damit gut klar, Canon und Lexmark
> funktioniert überhaupt nicht.

gabs da nicht mal von Canon einen Tintendrucker der vor der eigentlichen 
Tinte
eine Fixierlösung auf das Medium gesprüht hat ?
Ich glaube mit dem Ding konnte man alles bedrucken was in denEinzug 
gepasst hat. Da gab es auch eine Rahmen für CD´s dazu, Die CDs mussten 
nicht extra Injet-geeignet sein...
Ist aber schon länger her..

Grüße
Björn
Gast #539643
Lesenswert?

Hi,

deshalb auch "wenn der Drucker das packt".
Mein Canon Tintenspritzer hat damit auch Probleme. Bei einem 
Laserdrucker hat man aber teilweise mit Transparentpapier sogar bessere 
Ergebnisse wie mit Folie.

CU

Antwort schreiben

Bitte melde dich an, um einen Beitrag zu schreiben.

oder

Mit Google-Account einloggen

Die Registrierung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.

Jetzt registrieren