mikrocontroller.net

Forum: Offtopic Glühbirene <--> LED-Strahler


Autor: Nullblicker (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hallo Leute,

hat von euch schon jemand Erfahrung mit LED-Stahlern als Ersatz für 
"normale" Glühbirnen. Wie sieht es mit der Helligkeit und Farbton aus?

http://cgi.ebay.de/ws/eBayISAPI.dll?ViewItem&ih=01...

Autor: Thomas (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Solche Dinger hatte ich mal vom Conrad bestellt, um HV-Halogenlampen zu 
ersetzen. Von der Helligkeit her sind die unter aller Sau (kreisrunder, 
eher dunkler Lichtfleck auf der Wand, keine Streuung des Lichtes 
->Spot), auf den Farbton hab ich nicht mehr so geachtet :D
Schade eigentlich, aber so gehts eben nicht.

Autor: anonymous (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Hi Nullblicker,

der prinzipielle Nachteil ist die hohe Farbtemperatur und die 
Stromabhängigkeit.

Schlag bei wikipedia nach wie das Licht weißer Leds zustande kommt. Es 
ist eigentlich nur eine blaue Led, die eine Phosphorschicht anregt durch 
die dann die anderen Spektren erzeugt werden. Dadurch ist die 
Farbtemperatur (bei hoher Effizienz) > 6500K. Der Wirkungsgrad ist dabei 
(im Moment) noch geringer als der einer ESL, die ihr Licht ähnlich 
erzeugt. Außerdem ist der rot-anteil seeehr gering.

Zusätzlich brauchst du ein Vorschaltgerät welches den Strom begrenzt. 
Das ist im Einfachsten Fall ein Widerstand, welcher natürlich viel heizt 
und den Wirkungsgrad unter den einer Halogenlampe zieht.

Ein Vor/Nachteil ist  mit sicherheit die Kühlung: Einerseits wird sie 
benötigt, anderseits ist sie recht einfach von so einem Chip abzuführen.

Zur Lebensdauer: Normale leds halten 50k Stunden. Bei high-power leds, 
die luxeon 5W z.B. sind es nur noch 1000 Stunden bei der angegebenen 
Kühlung. Also auch nicht so toll... prinzipiell bedingt kommt es nach 
einiger Zeit zu einer Eintrübung der Linse.

Das was du dort gefunden hast, ist schrott. Viele Einzelleds mit 
niedrigem Wirkungsgrad, ungekühlt, wahrscheinlich mit Vorwiderstand oder 
parallel geschaltet.

UND: Lern Googlen! Deine Frage ist total unnötig! Die Antwort findest 
du:
- in wikipedia (deutsch!)
- in diesem Forum
- mit google!

Autor: Martin (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Der Wirkungsgrad von modernen LEDs (z.B. Cree) ist höher als der von 
Leuchtstofflampen.
Allerdings wirst du bei Ebay nur Ramsch finden.

Autor: Steven Wetzel (steven)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Nullblicker wrote:
> Hallo Leute,
>
> hat von euch schon jemand Erfahrung mit LED-Stahlern als Ersatz für
> "normale" Glühbirnen. Wie sieht es mit der Helligkeit und Farbton aus?

Helligkeit und Farbort lassen sich mittlerweile einstellen. Dazu nimmt 
man keine weiße LED mehr, sondern 2 Grüne, eine Blaue und eine Rote. 
Über Fernbedienung mit simpler DALI-Steuerung lässt sich jede LED 
separat steuern.

Autor: nemon (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
@anonymous:

ich denke mal, dass kein vorwiderstand verwendet wird, sondern ein 
kondensator in reihe mit einem gleichrichter und den leds. durch den 
blindwiderstand fungiert der kondenstor als quasi verlustfreien 
vorwiderstand für die schaltung

Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Zur Frage am Anfang:

Helligkeit - LEDs können auch nicht zaubern. Mit ein paar Watt 
Leistungsaufnahme der LEDs kann man nicht mit einer 50 Watt Halogen 
konkurrieren. Am besten, Du guckst Dir im gutsoertierten Baumarkt mal 
ein paar LED-Lampen an.
Ungefähre Werte:
Glühlampe 10 lm/Watt
Halogen 15 lm/Watt
Energiesparlampen 60 lm/Watt
normale LEDs 20-40 lm/Watt
teure "Rekord-LEDs" bis zu 100 lm/Watt

Farbton:
RBG-Mischung ist unüblich. Entweder UV auf weissleuchtenden Phosphor 
oder neuerdings blau auf gelbleuchtenden Phosphor. Farbton lässt sich 
über die Phosphorsorte einstellen, daher gibt es auch "warmweisse" LEDs.

Autor: Kola (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Eine starke LED-Lampe als Vergleich:

www.lupine.de
->Lupine Wilma
(oder unter Technik->LED nachlesen)

Autor: Steven Wetzel (steven)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
> Farbton:
> RBG-Mischung ist unüblich. Entweder UV auf weissleuchtenden Phosphor
> oder neuerdings blau auf gelbleuchtenden Phosphor. Farbton lässt sich
> über die Phosphorsorte einstellen, daher gibt es auch "warmweisse" LEDs.

Darf man erfahren, woher dieses Wissen stammt?
Warmweiße LEDs werden nur durch dickere Phosphorschicht erzeugt, 
rot-Anteile fehlen trotzdem noch. Zudem geht die Helligkeit zurück.

Dagegen setzt man für Beleuchtungen entweder auf die 3-Farbtechnik (RGB) 
oder mittlerweile auch auf 4-Farben (RGBW).

Natürlich kann man das alles als Spinnerei abtun und behaupten, das sei 
alles Lüge und die Produkte existieren gar nicht. Glaubhaft ist das 
jedoch nicht.

Hier eine kleine Übersicht.
http://www.osram.de/_global/pdf/osram_de/service_c...
http://www.osram.de/_global/pdf/osram_de/evg_spot1...

Sharp-TV mit RGB-Hintergrundbeleuchtung.
http://business.thgweb.de/2006/09/07/ifa_2006_pc-t...
Samsung ebenfalls:
http://www.samsung.com/at/presscenter/cebit07/cebit07_3.htm
oder NEC:
http://www.eu.necel.com/news/07_news_archive_2005/...

Es ist also unpassend zu behaupten, dass RGB-Mischung unüblich sei. 
Vielmehr wird das di Zukunft sein, da individuell jeder Ort im 
CIE-Diagramm erreicht werden kann.




Autor: Tom (Gast)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
>>Farbton:
>>RBG-Mischung ist unüblich. Entweder UV auf weissleuchtenden Phosphor
>>oder neuerdings blau auf gelbleuchtenden Phosphor. Farbton lässt sich
>>über die Phosphorsorte einstellen, daher gibt es auch "warmweisse" LEDs.

> Darf man erfahren, woher dieses Wissen stammt?

Guck Dir mal das Spektrum einer weissen LED an: Ein scharfer Peak bei 
Blau und ein breiter bei Gelb.

>Warmweiße LEDs werden nur durch dickere Phosphorschicht erzeugt,
>rot-Anteile fehlen trotzdem noch. Zudem geht die Helligkeit zurück.

Stimmt.

>Dagegen setzt man für Beleuchtungen entweder auf die 3-Farbtechnik (RGB)
>oder mittlerweile auch auf 4-Farben (RGBW).

Nee. Das sehen auch die Leute von Osram so. Museen, Werbung, Kunst, 
Beamer und was für exotische Anwendungen für ihre RGB-LEDs. Die große 
Masse der weissen LEDs ist mit Phosphor. Und ehrlich - welche Lampe 
braucht eine einstellbare Farbtemperatur - oder gar jeden Ort im 
Farbdiagramm...

Autor: Steven Wetzel (steven)
Datum:

Bewertung
0 lesenswert
nicht lesenswert
Ich wollte wissen, woher das Wissen stammt, dass RGB-Mischung unüblich 
sei.

>>Dagegen setzt man für Beleuchtungen entweder auf die 3-Farbtechnik (RGB)
>>oder mittlerweile auch auf 4-Farben (RGBW).
>
> Nee. Das sehen auch die Leute von Osram so.

Woher hast du diese Information? Ich habe dir schon ein paar Beispiele 
über RGB-Anwendungen mitgeteilt, die du aber alle ignorierst und sogar 
leugnest. Der Hauptmarkt ist nicht die Alltagsleuchte, sondern 
dekorative Beleuchtung. Das hat Cree erkannt, das hat Philips erkannt, 
das hat GelCore erkannt und OSRAM weiß es schon lange.

Architektonische Beleuchtung ist ohne RGB nicht sinnvoll machbar. 
Besonders in Schaufenstern werden die Halogenlampen in Zukunft durch 
RGB-Leuchten abgelöst werden, da hier durch gezielte Farbtemperatur 
einzelne Farben stärker hervorgehoben werden können.

Für dekorative Beleuchtung setzt sich immer mehr das Colomix durch, eben 
weil   beliebige Farben einstellbar sind.

http://www.osram.de/osram_de/Professionals/Opto-Ha...

Möchte man das Problem des Binnings umgehen, wird dies nur mit RGB 
funktionieren.

Bitte melde dich an um einen Beitrag zu schreiben. Anmeldung ist kostenlos und dauert nur eine Minute.
Bestehender Account
Schon ein Account bei Google/GoogleMail, Yahoo oder Facebook? Keine Anmeldung erforderlich!
Mit Google-Account einloggen | Mit Facebook-Account einloggen
Noch kein Account? Hier anmelden.