Solche Dinger hatte ich mal vom Conrad bestellt, um HV-Halogenlampen zu
ersetzen. Von der Helligkeit her sind die unter aller Sau (kreisrunder,
eher dunkler Lichtfleck auf der Wand, keine Streuung des Lichtes
->Spot), auf den Farbton hab ich nicht mehr so geachtet :D
Schade eigentlich, aber so gehts eben nicht.
Hi Nullblicker,
der prinzipielle Nachteil ist die hohe Farbtemperatur und die
Stromabhängigkeit.
Schlag bei wikipedia nach wie das Licht weißer Leds zustande kommt. Es
ist eigentlich nur eine blaue Led, die eine Phosphorschicht anregt durch
die dann die anderen Spektren erzeugt werden. Dadurch ist die
Farbtemperatur (bei hoher Effizienz) > 6500K. Der Wirkungsgrad ist dabei
(im Moment) noch geringer als der einer ESL, die ihr Licht ähnlich
erzeugt. Außerdem ist der rot-anteil seeehr gering.
Zusätzlich brauchst du ein Vorschaltgerät welches den Strom begrenzt.
Das ist im Einfachsten Fall ein Widerstand, welcher natürlich viel heizt
und den Wirkungsgrad unter den einer Halogenlampe zieht.
Ein Vor/Nachteil ist mit sicherheit die Kühlung: Einerseits wird sie
benötigt, anderseits ist sie recht einfach von so einem Chip abzuführen.
Zur Lebensdauer: Normale leds halten 50k Stunden. Bei high-power leds,
die luxeon 5W z.B. sind es nur noch 1000 Stunden bei der angegebenen
Kühlung. Also auch nicht so toll... prinzipiell bedingt kommt es nach
einiger Zeit zu einer Eintrübung der Linse.
Das was du dort gefunden hast, ist schrott. Viele Einzelleds mit
niedrigem Wirkungsgrad, ungekühlt, wahrscheinlich mit Vorwiderstand oder
parallel geschaltet.
UND: Lern Googlen! Deine Frage ist total unnötig! Die Antwort findest
du:
- in wikipedia (deutsch!)
- in diesem Forum
- mit google!
Nullblicker wrote:
> Hallo Leute,>> hat von euch schon jemand Erfahrung mit LED-Stahlern als Ersatz für> "normale" Glühbirnen. Wie sieht es mit der Helligkeit und Farbton aus?
Helligkeit und Farbort lassen sich mittlerweile einstellen. Dazu nimmt
man keine weiße LED mehr, sondern 2 Grüne, eine Blaue und eine Rote.
Über Fernbedienung mit simpler DALI-Steuerung lässt sich jede LED
separat steuern.
@anonymous:
ich denke mal, dass kein vorwiderstand verwendet wird, sondern ein
kondensator in reihe mit einem gleichrichter und den leds. durch den
blindwiderstand fungiert der kondenstor als quasi verlustfreien
vorwiderstand für die schaltung
Zur Frage am Anfang:
Helligkeit - LEDs können auch nicht zaubern. Mit ein paar Watt
Leistungsaufnahme der LEDs kann man nicht mit einer 50 Watt Halogen
konkurrieren. Am besten, Du guckst Dir im gutsoertierten Baumarkt mal
ein paar LED-Lampen an.
Ungefähre Werte:
Glühlampe 10 lm/Watt
Halogen 15 lm/Watt
Energiesparlampen 60 lm/Watt
normale LEDs 20-40 lm/Watt
teure "Rekord-LEDs" bis zu 100 lm/Watt
Farbton:
RBG-Mischung ist unüblich. Entweder UV auf weissleuchtenden Phosphor
oder neuerdings blau auf gelbleuchtenden Phosphor. Farbton lässt sich
über die Phosphorsorte einstellen, daher gibt es auch "warmweisse" LEDs.
>>Farbton:>>RBG-Mischung ist unüblich. Entweder UV auf weissleuchtenden Phosphor>>oder neuerdings blau auf gelbleuchtenden Phosphor. Farbton lässt sich>>über die Phosphorsorte einstellen, daher gibt es auch "warmweisse" LEDs.> Darf man erfahren, woher dieses Wissen stammt?
Guck Dir mal das Spektrum einer weissen LED an: Ein scharfer Peak bei
Blau und ein breiter bei Gelb.
>Warmweiße LEDs werden nur durch dickere Phosphorschicht erzeugt,>rot-Anteile fehlen trotzdem noch. Zudem geht die Helligkeit zurück.
Stimmt.
>Dagegen setzt man für Beleuchtungen entweder auf die 3-Farbtechnik (RGB)>oder mittlerweile auch auf 4-Farben (RGBW).
Nee. Das sehen auch die Leute von Osram so. Museen, Werbung, Kunst,
Beamer und was für exotische Anwendungen für ihre RGB-LEDs. Die große
Masse der weissen LEDs ist mit Phosphor. Und ehrlich - welche Lampe
braucht eine einstellbare Farbtemperatur - oder gar jeden Ort im
Farbdiagramm...
Ich wollte wissen, woher das Wissen stammt, dass RGB-Mischung unüblich
sei.
>>Dagegen setzt man für Beleuchtungen entweder auf die 3-Farbtechnik (RGB)>>oder mittlerweile auch auf 4-Farben (RGBW).>> Nee. Das sehen auch die Leute von Osram so.
Woher hast du diese Information? Ich habe dir schon ein paar Beispiele
über RGB-Anwendungen mitgeteilt, die du aber alle ignorierst und sogar
leugnest. Der Hauptmarkt ist nicht die Alltagsleuchte, sondern
dekorative Beleuchtung. Das hat Cree erkannt, das hat Philips erkannt,
das hat GelCore erkannt und OSRAM weiß es schon lange.
Architektonische Beleuchtung ist ohne RGB nicht sinnvoll machbar.
Besonders in Schaufenstern werden die Halogenlampen in Zukunft durch
RGB-Leuchten abgelöst werden, da hier durch gezielte Farbtemperatur
einzelne Farben stärker hervorgehoben werden können.
Für dekorative Beleuchtung setzt sich immer mehr das Colomix durch, eben
weil beliebige Farben einstellbar sind.
http://www.osram.de/osram_de/Professionals/Opto-Halbleiter_&_LED/LED_Systeme/Lichtloesungen/LINEARlight_Colormix.html
Möchte man das Problem des Binnings umgehen, wird dies nur mit RGB
funktionieren.
Eine eigene Frage?
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