Natriumsulfat in Mikrowelle aufwärmen?

Gast #540308
Hallo,

ich ätze immer mal wieder was, aber bis das Ätz bad warm ist dauert es 
immer relativ lange.

Hat schonmal jemand seine Säure in der Mikrowelle vorgewärmt?

Ich bewahre die Säure in einer PET Flasche auf, ich hatte mir gedacht 
einfach ein wenig Luft herauszudrücken (Damit mir nichts um die Ohren 
fliegt), Deckel wieder drauf und ab in die Mikrowelle.

Spricht irgend etwas dagegen?
Gast
Wie sieht das mit dem gelösten Kupfer in der Säure aus, man sollte ja 
kein Metall in die Mikrowelle tun.
Gilt das auch für gelöstes Kupfer (da reflektiert ja schließlich nichts 
mehr)?
Gast
Ich ätze ofters mal so. Würde aber kein geschlossenes Gefäß in die 
Mikrowelle tun (wegen dem Knalleffekt) :-).
Bisher gab es noch keine Probleme mit dem gelöstem Kupfer in der Lösung
Wenn du ne alte Mikrowelle hast dann mach es in dieser mit geöffnetem 
Deckel, bei Bedarf wieder Wasser nachfüllen.

In einer Mikrowelle, in der noch Lebensmittel erhitzt werden, würde ich 
niemals eine Chemikalie erhitzen!

Die beste Lösung wird sein, wenn du dich nach einer effizienteren 
Heizung umsiehst (Halogenlampen im Chemieröhrchen, ect.)
mark wrote:
> Hallo,
>
> ich ätze immer mal wieder was, aber bis das Ätz bad warm ist dauert es
> immer relativ lange.

Kauf dir eine Glaskanne mit Deckel für Tee im Supermarkt.
Die kannst Du direkt auf den Herd stellen.

Das mit der Mikrowelle würde ich bleiben lassen...
Vorallen wenn da schon Kupfer in dem Ätzmittel gelöst ist.
Und schon garnicht wenn du Salzsäure und Wasserstoffperoxyd zum ätzen 
benutzt
Die Dämpfe sind dermassen Aggressiv das es dir in kürzester Zeit die 
Mikrowelle schrottet.

Grüße
Björn
Gast
> Ich bewahre die Säure in einer PET Flasche auf

Puh, da wünsche ich dir, dass da niemand aus Versehen draus trinkt! Das 
wird teuer, denn bekanntermaßen dürfen Chemikalien etc. nicht in 
Behältern aufbewahrt werden, die für Lebensmittel gedacht sind.
Gast
Das gelöste Kupfer macht in Bezug auf die HF-Strahlung gar nichts, denn 
es ist 1. kein metallisches Kupfer mehr und 2. machen auch metallische 
Objekte in der Mikrowelle nichts, solange sie einige 
Mindestanforderungen bezüglich Geometrie und Materialstärke erfüllen. 
Dass die Ätzlösung Strom leitet, ist ebenfalls nicht von Bedeutung, 
Esswaren leiten auch!

Der berühmte Goldrand auf dem Teller brennt nur ab, weil er hauchdünn 
ist und auf Grund seiner Geometrie auch noch als Antenne wirkt, so dass 
darin grosse Ströme zu fliessen beginnen. In meiner Mikrowelle ist z.B. 
ein Grill-Heizstab sichtbar unter der Decke montiert und damit das Essen 
auch nahe genug an den Grill kommt, wurde ein grosser, aus Stahldraht 
gefertigter Metallständer mitgeliefert...geht alles prima!
Ich habe übrigens mal versucht, Tomatensauce in einem Tetrapak zu 
erhitzen. Erst nach einigem Kopfkratzen ist mir plötzlich klar gweorden, 
warum die Sauce auch nach 10min voll Power immer noch kalt war. ;-)
Die Alufolie in der Verpackung hat wunderbar abgeschirmt. Die Packung 
wurde kein bisschen warm! Von spektakulären Effekten keine Spur!
Bei den heutigen Preisen kann man sich durchaus überlegen, das Ätzbad 
mit einer Werkstatt-Mikrowelle zu erhitzen. Pizza würde ich darin auch 
keine machen, denn das in der Brühe gelöste Kupfer ist ein sehr starkes 
Zellgift und damit für alle Lebewesen - inklusive den zweibeinigen - 
extrem schädlich!

Gruss
rayelec

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