Das gelöste Kupfer macht in Bezug auf die HF-Strahlung gar nichts, denn
es ist 1. kein metallisches Kupfer mehr und 2. machen auch metallische
Objekte in der Mikrowelle nichts, solange sie einige
Mindestanforderungen bezüglich Geometrie und Materialstärke erfüllen.
Dass die Ätzlösung Strom leitet, ist ebenfalls nicht von Bedeutung,
Esswaren leiten auch!
Der berühmte Goldrand auf dem Teller brennt nur ab, weil er hauchdünn
ist und auf Grund seiner Geometrie auch noch als Antenne wirkt, so dass
darin grosse Ströme zu fliessen beginnen. In meiner Mikrowelle ist z.B.
ein Grill-Heizstab sichtbar unter der Decke montiert und damit das Essen
auch nahe genug an den Grill kommt, wurde ein grosser, aus Stahldraht
gefertigter Metallständer mitgeliefert...geht alles prima!
Ich habe übrigens mal versucht, Tomatensauce in einem Tetrapak zu
erhitzen. Erst nach einigem Kopfkratzen ist mir plötzlich klar gweorden,
warum die Sauce auch nach 10min voll Power immer noch kalt war. ;-)
Die Alufolie in der Verpackung hat wunderbar abgeschirmt. Die Packung
wurde kein bisschen warm! Von spektakulären Effekten keine Spur!
Bei den heutigen Preisen kann man sich durchaus überlegen, das Ätzbad
mit einer Werkstatt-Mikrowelle zu erhitzen. Pizza würde ich darin auch
keine machen, denn das in der Brühe gelöste Kupfer ist ein sehr starkes
Zellgift und damit für alle Lebewesen - inklusive den zweibeinigen -
extrem schädlich!
Gruss
rayelec