Problem beim Löten

Gast #544133
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Hi Leute,

ich muss zugeben, dass ich meinen Lötkolben eher seltener raushole, aber 
gerade habe ich da so ein Problem. Ich habe hier eine leere Platine, die 
ich gerne bestücken möchte. Aber das funktioniert nicht wirklich. Das 
Lötzinn haftet nicht an den imho überdimensionierten Lötpads der 
Platine. Kommt man mit etwas Kraft gegen einen aufrecht stehenden 
Widerstand, so löst sich das Lötzinn wieder ab. So etwas hatte ich 
bisher noch nie. Die Platine sieht auch irgendwie selbstgeätzt aus, hat 
keinen Stopplack, etc.

Tipps?
Gast #544146
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Hmm.... leider habe ich keine Lötstation, sondern einen Ersa Lötkolben. 
Wäre evtl. Zeit sich eine zu kaufen. Da ich eigentlich auch mit dem SMD 
Löten anfangen wollte. Was könnte man denn so empfehlen?
Gast #544166
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Bearbeite mal die Platine mit Wasser und Scheuerpulver und einer 
Handbürste. So, wie ich das lese, ist die Platine oxydiert wie ein 
Ochse. :-) Da hilt Dir auch kein neuer, stärkerer Blödkolben.

Wenn die Platine nach der Prozedur trocken ist, leihst Du Dir von Deiner 
Frau/Freundin das Haarspray und sprühst die Platine dünn ein. Das ist
genau so gut, wie handelsüblicher Lötlack und bei Weitem nicht so teuer.

Gruß Erwin
Gast #544262
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Oh je, mit solchen Aussagen mutmaßt du, dass alle Haarsprays der Welt so 
eine Zusammensetzung haben, dass die zum löten geeignet wären. Und 
selbst wenn es mit deinem konkreten Haarspray funktioniert hat, hast du 
dann auch eine Untersuchung der Schadstoffe machen lassen, die beim 
Löten entstehen?

Kolophonium aufgelöst in Spiritus hat sich als Lötlack seit vielen 
Jahren bestens bewährt.

Deine Platine sollte spiegelblank sein, sonst kann löten ein echtesn 
Problem werden. Neben Scheuerpulver geht auch sehr feines 
Nass-Schleifpapier, z.B. 600-1000 er Körnung. Aber nicht zu lange drauf 
rumschleifen, sonst bist du durch :-)
Gast #544339
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@Winfried

".....hast Du dann auch eine Untersuchung der Schadstoffe machen 
lassen?"

Nein, habe ich nicht! Aber dafür habe ich eine Untersuchung der 
Gegenstände/ Haushaltssachen gemacht, die sich hobbymäßig gut zu etwas 
Anderem verwenden lassen.

Ich betreibe das nicht im industriellem Maßstab und auch nicht jeden 
Tag,
so daß mich die Schadstoffe wohl nicht auf der Stelle umbringen 
werden;-)

Gruß Erwin
Gast #544347
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....und noch eins: Kolophonium klebt im Gegensatz zu Haarspray wie blöde
auf seiner Oberfläche, wenn der Alkohol verdunstet ist. Das läßt den 
Staub aus der Umgebung prima haften und erzeugt mit der Zeit 
Feinschlüsse, die
besonders beim Einsatz von CMOS-Schaltkreisen zu großer "Freude" führen.

Erwin
Gast #544349
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Ganz leichte Salzsäurelösung eignet sich gut um Oxid zu entfernen. 
Alternativ kann man sich auch aus der Küche Essigessenz holen (normaler 
Essig ist ein wenig schwach) und damit die Platine kurz baden oder 
abwischen.
Gast #545005
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Kolophoniumlösung: Ich mache das seit 30 Jahren so und hatte nie 
Probleme damit. Da klebt auch nichts, wenn der Alkohol verdunstet ist. 
Es klebt halt genausowenig, wie Kolophonium in harten Zustand klebt. 
Bleibt ja auch nichts anderes übrig, wenn der Alkohol weg ist.
Gast #545008
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Winfried wrote:
> Kolophoniumlösung: Ich mache das seit 30 Jahren so und hatte nie
> Probleme damit. Da klebt auch nichts, wenn der Alkohol verdunstet ist.
> Es klebt halt genausowenig, wie Kolophonium in harten Zustand klebt.
> Bleibt ja auch nichts anderes übrig, wenn der Alkohol weg ist.

eben, wollte ich vorhin schon sagen. Wollte bloß nicht der erste sein 
:))

Stimmt aber. das Zeuchs wird hart und wenn man zB. mitm Schraubendreher 
drann kratzt, platzen kleine Krümel und Staub ab. das ist dann extrem 
stumpf auf dem Finger (wenn man drauffasst) und etwas unangenehm aber 
nunja...

Viel Spass noch

AxelR.
Gast #545012
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@sophs
Beschaff dir einen Seno Polibloc. Es gibt nix besseres zur Reinigung von 
oxidierten Oberflächen. Ist einfacher handhabbar als Scheuerpulver, 
vermeidet unangenehme Gerüche von aggressiven Flüssigkeiten und ist 
nicht so rau wie Schleifpapier. Danach SOFORT eine lötaktive Substanz 
drauf. Am schnellsten geht ein Fluxerstift (einfach drüber malen), ist 
aber etwas teurer und eher für kleine Flächen optimal (SMD). Lötlack aus 
der Sprühdose lötet sich wunderbar aber bleibt nach dem Auftragen etwas 
klebrig. Kolophonium aufgelöst in Lösungsmittel geht auch, klebt auch 
hinterher weniger bis gar nicht (kommt auf die Temperatur an), ist aber 
für das Löten nicht so rückstandsfrei wie ein No-Clean Fluxer. Am besten 
lötet es sich bei möglichst konstanter (nicht zu hoher) Temperatur, also 
mit einer geregelten Lötstation.

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