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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Wiegen


Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo!

Hat jemand von Euch schonmal eine Waage gebaut? Ich müsste Gewichte bis
3,5kg wiegen.
Weiß jemand, wo ich eine solche Wiegezelle herbekomme?

In der Suchmaschine habe ich darüber nichts gefunden!

Matthias

Autor: Ratber (Gast)
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Da gibt es einige Möglichkeiten.

Klassisch.

Über eine Übersetzung oder auch dirrekt wird ne Feder betätigt.
Der Weg wird über ein Poti mit seilzut gemessen.

Ist Altbacken und mit einigem Mechanischem Aufwand behaftet.


Noch einer:

Die Wage ist als Wippe mit Feder aufgebaut und ein Poti mißt das
Gewicht da die Wage Kippt.

Relativ großer Kippwinkel und präzises Poti erforderlich.

Auch nicht der brüller.


Modern:

Dehnmesstreifen verändern ihren Widerstand bei Biegebeanspruchung.
Das kann man leicht meßen.
Der Controller erhält dann noch die Korrekturtabelle und das wars dann
im groben schon.

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo!

Ja, ich denke das letzte ist dann was für mich! Wo bekomme ich diese
Dehnmessstreifen her?
Gibt's evtl. irgendwo einen kleinen Einweisungstext dazu zu finden?

Matthias

Autor: Ratber (Gast)
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Is ne Gute Frage aber so direkt hab ich da auch keinen an der Hand.

Bei Conrad gibt es Drucksensoren die zitat: "Ein Fingerdruck von 10g
bis 10kg ...bewirkt das der Widerstand von ca. 2 Mohm auf ca. 3 Kohm
abfällt..." vieleicht dafür nutzbar sind wenn man sich mit einem
unteren Bereich von einigen 10g zufrieden gibt.
Jedenfalls sind die mit Preisen ab 8 Euro erschwinglich.

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Danke schonmal für Eure Beiträge.

Jetzt habe ich noch eine Frage zum Controller selber. Welchen sollte
ich nehmen? Ich dachte eigentlich mal an den ATMega8. aber ich weiß
nicht ob die 8kb Speicherplatz ausreichen. Ich habe leider keine
Ahnung, wieviel kb so ein Programm verschlingt!

Oder sollte ich den ATMega16 nehmen?

Matthias

Autor: Matthias (Gast)
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Hi

wenn die Anzeige später nur auf ein LCD soll reicht der Mega8 locker.
8kB sind viel. Da passt ne Menge rein.

Matthias

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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OK, weiter im Text:

Zu den Dehnmessstreifen: Da könnte es Probleme auf Grund von
unterschiedlicher Umgebungstemperatur geben. Das Material, an dem der
DMS hängt, längt sich ja unterschiedlich. Im geplanten Einsatz gibt es
zwar nur geringe Temperaturschwankungen, aber so 10 - 15° sind da schon
drin (Tag-Nacht). Es müsste also vor jedem Wägevorgang neu tariert
werden.

Oder was meint ihr? Ist das eher zu vernachlässigen?

Matthias

Autor: Fritz7 (Gast)
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das sollte kein problem sein...
du definierst ja denn nullpunkt immer neu beim start, und inerhalb
eines messvorgangs wird sich die tempereratur wohl nicht ändern.

Fritz7

Autor: Frankl (Gast)
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Das befestigen der DMS ist nicht so einfach. Ich habe da reinigen mit
MAC (was immer auch das war) und aufkleben mit einem speziellen Kleber
im Hinterkopf.

Autor: Ratber (Gast)
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Nö,das Befestigen is nicht so wild.

Bei Dehnmesstreifen wird es so genacht das se auf nem Träger (Je nach
Gewichtsklasse geht das vom Streifen bis zum Klotz) aufgebracht werden
(Also geklebt) der dann Fixiert wird.

Die Wägeplatte,Schale oder sonstwas wird am anderen Ende befestigt oder
liegt dort auf (Je nach dem).

Das Gewicht "biegt" den Träger und der Messtreifen wird gestreckt.

Beim Drucksensor ist es einfacher.
Er kommt auf eine Ebene Fläche (zv. Kleiner Metallwürfel mit genüfender
Dicke) die weig bis garnichtz (theorie) nachgibt.

Das gewicht lagert über einen definierten Stempel (Flächenausnutzung
des Sensors) auf dem Sensor.

Wie gesagt muß man sich die Meßwerte natürlich erst erarbeiten (Mit
geeichten Gewichten messen) und in eine Tabelle umrechnen.

Wie oben schon geschildert kann man das bei verschiedenen Temperaturen
machen um unter hilfenahme eines Tempsensors Schwankungen
auszugleichen.

Die Drucksensoren sind aber normalerweise recht Temperaturstabil
solange keine Extreme auftreten.
Also im Bereich von 15-30° sollte man ne genügende Gebnauigkeit
erreichen.

Autor: Bernd Schmidt (Gast)
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Hallo,

beim suchen "Wägezelle" eingeben, eventuell mit DMS dazu liefert ne
Menge Links.
z.B. http://www.me-systeme.de/dms_kd.html

Neben dem eigentlichen Sensor würde ich aber auch den Verstärker für
die DMS nicht vergessen.


Bernd

Autor: edi (Gast)
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hi,

bei RS-components kannst du dehnungsmessstreifen kaufen.
stelle dir das aber nicht so einfach vor.du brauchst abgesehen von
einem vernuenftigen parallelogramm (aus AL-legierung)einen sehr
empfindlichen brueckenverstaerker...
'''metall ist nicht so tot wie es aussieht'''
die temperatur verursacht einen bedeutenden einfluss auf die mechanik
und damit auch auf den messwert,der normalerweise (im MC) kompensiert
werden muss......alles nicht ganz so einfach.

der oben genannte drucksensor scheint eine praktische loesung zu sein
wobei auf jeden fall ein minimum an mechanik anfaellt: die kraft muss
moeglichst reibungsfrei und (moeglichst) vertikal wirken um ein minimum
an wiederholgenauigkeit zu erreichen.wie sich der sensor mit der
temperatur verhaelt...keine ahnung
wermisstmisstmist
viel spass dabei
ed

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo!

OK, ich muß zugeben das mit den DMS hatte ich mir anders (leichter)
vorgestellt. Die Seite von ME-Systeme hatte ich auch schon gefunden.
Daher kam mir das auch recht gelegen, die Teile sind ja recht günstig.
Aber ich denke der Verstärker wird den Preis dann wieder ausgleichen
:-(
Also werde ich mich mal nach Drucksensoren umschauen!

Matthias

Autor: Peter Löschnig (Gast)
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hallo

ich denke, die drucksensoren von conrad sind nicht für messaufgaben
geeignet da sie nur für´s grobe zu verwenden sind (z.b.: um zu erkennen
ob jemand auf einem autositz sitzt oder nicht..)
man kann sich diesen sensor wie ein altes kohlemikrofon vorstellen,
wenn man darauf drückt, sinkt der widerstand


peter

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo!

Die Drucksensoren von Conrad kenne ich jetzt gerade nicht. Habe aber
einen Reichelt- Katalog hier vorliegen. Da habe ich mir mal
Drucksensoren rausgesucht. Kennt die jemand? Taugen die mehr?

Matthias

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Ach noch was: Ich muß ja mehrere Waagen bauen. Eine, die so bis 3,5kg
messen kann. Da wäre dann eine Genauigkeit auf 5gr genau akzeptabel.
Dann brauche ich noch eine Waage, die bis 1kg messen kann, dort aber
dann Gramm-genau!

Ich hoffe das hilft, den passenden Drucksensor zu finden.

Matthias

Autor: edi (Gast)
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matthias,

bitte schaue dir Conrad  bestell nr 182397 an und lese alles durch.
meiner meinung nach doch nicht geeignet fuer die genauigkeiten,die du
anstrebst.
google mal  strain gage   Vishay ne menge information.....

sorry
ed

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo edi

Conrad habe ich mir gerade mal angeschaut. Scheint wirklich nicht so
gut zu sein? Hast Du Dir die bei Reichelt mal angeschaut?

Googeln tu ich jetzt dann mal!

Matthias

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Jetzt habe ich mal eine Umrechnungsfrage!
Ich habe gelesen, daß 1kPa= 980,665 kg/cm² ist.

Bei den Drucksensoren von Reichelt stehen jeweils die Messgrenzen
dabei. Bei dem Kleinsten z.B. 0-10 kPa.
Das wären ja dann max. ca. 9800 kg/cm² !?! Ist das nicht etwas zu
viel??? oder bin ich gerade blind und habe einen Fehler gemacht!

Matthias

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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OK! Kommando zurück!
Tabelle falsch gelesen!
Es ist wohl doch zu spät heute abend! Vielleicht hilft auch Brille
putzen :-)

Matthias

Autor: Werner (Gast)
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Ich halte es für sehr schwierig bei 1000 g auf 1 g genau zu messen.
Das ist 1 Promill. Man sagt das der Sensor wenigstens um Faktor 5 - 10
genauer als das gewünschte Ergebnis sein soll.
Dann braucht man noch einen sehr guten Messverstärker und einen richtig
guten AD-Wandler. Ob das mit "Hobby-Lösungen" von Conrad oder
Reichelt zu erreichen ist, möchte ich bezweifeln.
Ein weiteres Problem bei den DMS ist, dass Du damit rechnen musst, das
das Gewicht an einer anderen Stelle liegt. Mechanisch ist es nicht
ohne, trotzdem immer dieselbe Kraft zu messen.

OK, jetzt aber noch ein Lösungsansatz
Wir setzen für solche Messaufgaben eher fertige Sensoren von HBM
(http://www.hbm.de) oder Burster (http://www.burster.de) ein. Dazu
kommt dann ein fertiger Messverstärker von z.B. Burster.

Wir hatten bisher erst einmal die Anforderung ein System auf 0,1%
Genauigkeit auszulegen und haben dabei gemerkt, das es deutlich
aufwendiger als eine Lösung für 2%.
Trotzdem viel Spass
Werner

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo!

Kann mir jemand noch einen Messverstärker und einen AD- Wandler
empfehlen? Was nehmt ihr da so?

Matthias

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