Xilinx vs. Altera

Gast #555248
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@ Acies

>Ich benötige dringend hilfe für ein referat. Ich habe als aufgabe
>bekommen über altera und Xilinx zu sprechen doch ich sehe bei den beiden
>firmen und ihren CPLDs und FPGAs keine grafierend aufzuzeigenden
>Unterschiede auser bauteilspezifikationen.

Wirklich GRAVIERENDE Unterschiede gibt es auch nicht. Ist wie BMW und 
Mercedes ;-)
Aber umm denoch ein paar Unterschiede rauszuarbeiten, hier ein paar 
Stichpunkte

Xilinx - Altera

DLL - PLL
Mircroblaze/Power-PC - NIOS
90nm FPGAs- 65nm FPGAs
Routingstruktur

MfG
Falk
#555401
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> Xilinx hat den FPGA erfunden. Altera und co. bauen diese nur nach.

Sehr witzig. Jeder Hersteller hat sein Know-How um die Herstellung der 
FPGAs entweder selbst erarbeiter oder hinzugekauft. Xilinx ist zwar der 
erste gewesen, hat aber nichts zu verschenken. Das hat schon jeder 
festgestellt, der mal etwas genauere Infos über das Innenleben der 
Xilinx-FPGAs gesucht hat.

Die Hardwarefeatures der Xilinx und der Altera FPGAs sind sehr ähnlich. 
Dabei ist für den Entwurf für die FPGAs das eine oder andere 
Hardware-Feature nicht so wichtig, wie die Kleinigkeiten außerhalb der 
FPGAs, die den Gesamteindruck trüben und die Arbeit unnötig erschweren. 
Im folgenden liste ich die Pros(+) und Kontras(-), die den jeweiligen 
Hersteller besonders hervorheben oder auch nicht:

Altera:
(+) Bei den Cyclone-FPGAs nur zwei Versorgungsspannungen (VccIO und 
VccCore) notwendig. Das ermöglicht und erleichtert Layout mit weniger 
Lagen,
(+) Software macht einen sehr ausgereiften Eindruck. Sehr logisches und 
gut strukturiertes Gesamtkonzept.
(+) Ein in Quartus eingebauter Logik Analyzer "Signal Tap II",
(+) Kleine Blockspeicher erzeugen wenig Verschnitt bei großer Anzahl von 
kleinen Speicherblöcken,
(+) Die einzelnen Cores des SOPC-Builders, wie SDRAM-Kontroller, können 
auch ohne NIOS II-Prozessor in Verbindung mit einem eigenem 
Avalon-Master benutzt werden.
(+) Das Wissen um den Avalon-Bus ist sehr schnell zu erlernen und eigene 
Komponenten können innerhalb kürzester Zeit implementiert werden,
(+) Ein preiswerter Nachbau des USB-Blasters für 50$ verfügbar,
(-) Kaum Bezugsquellen für die FPGAs in Einzelstückzahlen in 
Deutschland,
(-) Ein internes Signal kann die Taktbäume nur über den Umweg einer PLL 
treiben.

Xilinx:
(+) Sehr gute Verfügbarkeit der FPGAs und der Entwicklungskits,
(+) Mit PowerPC ein leistungsfähiger Hard IP-Prozessor im Programm,
(+) In die I/Os eingebaute LVDS-Terminierungswiderstände,
(+) Mit PlanAhead ein leistungsfähiger Flächenplaner verfügbar,
(-) Bei Xilinx muss der Logik Analyzer (ChipScope) extra gekauft werden,
(-) Bei den Spartan3(E)-Bausteinen sehr viele Pins nur als reine 
Eingänge nutzbar,
(-) In Vergangenheit waren FPGAs (Spartan3) teilweise bis zu einem Jahr 
nach der Markteinführung kaum lieferbar.

Gast #556373
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Daniel R. wrote:
> Xilinx hat den FPGA erfunden. Altera und co. bauen diese nur nach.

Aber Altera hat aus der geschwätzigen Sprache VHDL eine einfach zu 
erlernende Sprache AHDL gemacht.

Mir konnte bis heute keiner sagen, warum man Signale und Variablen 
doppelt deklarieren muss. Einmal durch Namen und einmal durch "<=" bzw 
":".
#556449
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Mich interessiert zur Zeit, was die beiden Hersteller unter 
"5V-tolerant" verstehen. Es geht allerdings nur um CPLDs, nicht FPGAs.

Alteras MAX-II-Familie wird so angepriesen, aber wenn man genauer 
hinschaut stimmt das nur mit vielen Einschränkungen. Eine einschaltbare 
Klemmdiode existiert erst ab dem EPM1270 für ein Viertel der I/Os, und 
die wirkt nicht, solange die Betriebsspannung fehlt. Es müssen externe 
Widerstände eingebaut werden, was für einen bidirektionalen Pin 
kompliziert ist.

Xilinx nennt seine CoolrunnerII auch 5V-tolerant, in der xapp311 wird 
das genauer beschrieben. Ich fürchte nur, das die auch bald wieder 
aussterben, wie die vorherige 5V-Coolrunner-Reihe, da sie schon wieder 
ein paar Jahre auf dem Markt sind.
Gast #556871
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Johannes S. wrote:
> @Steven
>
> Nur erkauft man sich den großen Nachteil, das man absolut nichtvmehr
> Plattformunabhängig ist. Gerade das ist aber ein oft gewünschtes Ziel.

Ja, ist auch wieder war. Ich habe nur etwas gegen diese furchtbar 
geschwätzige Sprache. Aber SystemC ist ja auch schon da. Mal sehen, wann 
es Einzug ins ISE hält.
Gast #559681
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@Christoph:
5-Volt tolerant heisst, dass an den Eingang ein 5-Volt CMOS Signal 
gelegt werden kann. 5-Volt tolerant bedingt, dass keine Klemmdiode von 
Eingang zur positiven Betriebsspannung gehen darf, oder die Diode 
abschaltbar ist. Xilinx Coolrunner II ist nicht 5-Volt tolerant! 
Xapp311 redet von Coolrunner I !
#560677
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@Uwe
Stimmt, ich hatte mich falsch ausgedrückt, meinte die XPLA3-Familie, die 
anscheinend noch produziert wird, im Unterschied zur ersten 
5V-Coolrunner-Generation, die nur ca 4 Jahre lang produziert wurde, von 
1997 bis 2001. Die letzten Restbestände dieser ersten Generation werden 
mittlerweile zu Phantasiepreisen gehandelt. 70 oder sogar 100 Euro pro 
Stück.
Persönliche Seite #934932
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Little Chip wrote:
> Xilinx:
> (+) Es gibt mit dem Xilinx System Generator ein Tool, mit dem man
> DSP-Algorithmen sehr schnell aus Matlab heraus in realer Hardware
> testen/implementieren kann.
>
> Altera, Latice und Co.:
> (-) Haben da leider nichts vergleichbares im Angebot.

Unsinn, MATLAB erzeugt mit der richtigen Toolbox eine native 
Beschreibung in VHDL oder Verilog. Das kannst du überall einbinden.
Gast #954210
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Altera:
(-) schlechte Dokumentationen zu der Software und zu dem FPGA (Stratix 
II)
(-) in den Handbüchern werden Themen ständig wiederholt
(+-) gutes Videotutorial, wobei nervig, dass alles dreimal durchlaufen 
wird, sollt Option zum Ändern haben

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