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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Entstörung eines ADC-Eingangs am AVR


Autor: Christoph Budelmann (Firma: Budelmann Elektronik GmbH) (christophbudelmann) Benutzerseite
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Hallo,

muss mit einem Atmega8 die Spannung an einem Elko messen, der über einen 
Step-Up-Regler auf 230V aufgeladen wird. Leider funktioniert ein 
einfacher Spannungsteiler nicht, sondern sobald ich das Signal an den 
Pin lege, wird es 0. Mein Oszilloskop zeigt Transienten von etwa 1,5V 
auf dem Signal, was beim Atmega wohl zu ziemlichen Problemen führt. 
Verschiedene Entstörmaßnahmen (Kondensatoren gegen Masse vor den Pin, 
Entstörinduktivitäten vor den Pin, Schottky-Dioden gegen VCC und Masse) 
haben bislang nichts gebracht. Einzig ein OP als Spannungsfolger davor 
würde mir jetzt noch einfallen. Hat jemand noch andere Vorschläge?

Gruß
Christoph

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

ich verstehe im Moment mehr Bahnhof...

"sondern sobald ich das Signal an den
Pin lege, wird es 0."

wer wird wie "0"?
Welche Werte hat Dein Spannungsteiler?
Falsche oder schwankende Werte durch Störungen könnte ich mir ja noch 
erklären, allerdings keine "0".

Wenn es die Spannung über einem Elko ist, sollte passender 
Spannungsteiler und zusätzlich ein paar nF von ADC-Eingang nach GND 
schon reichen.

Mein "Multimeter" mit Mega8 läßt sich mit Teiler 220k / 20k mit 10n 
parallel zu den 20k jedenfalls nicht sonderlich aus der Ruhe bringen.

Gruß aus Berlin
Michael


Autor: Willi Wacker (williwacker)
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Der Eingangswiderstand des ADC ist recht klein, ich denke so um die 
50kOhm. Damit könnte ein Spannungsfolger eine Alternative sein. Ich gehe 
hierbei davon aus, dass Du die Spannung am ADC-Eingang meinst.

Ciao

Autor: Εrnst B✶ (ernst)
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Der Pin ist auch sicher als Analog-Eingang Konfiguriert, und nicht etwa 
als Digital-Ausgang auf LOW-Pegel?
Weil auch mit 50kOhm eingangswiderstand sollte die Spannung nach dem 
Spannungsteiler nicht 0V werden, vorallem nicht mit zusätzlichem 
Kondensator am Pin. (Muss ja nur reichen, um die Sample&Hold unit vom 
ADC aufzuladen)

/Ernst

Autor: Düsentrieb (Gast)
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ahem, willi : adc input hat 50 Mohm ,  MEGA nich kilo !!!

wenn der pin natürlich als output definiert ist, kommt etwa 0 "rein" :-)

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

der Eingangswiderstand des ADC ist sehr hoch, weit im Megaohm-Bereich!
Der Pin muß Eingang ohne PullUp sein.

Es wird von Atmel eine relativ niederohmmige Quelle gefordert, weil die 
Sample&Hold-Schaltung sonst Fehler erzeugt, weil das interne C aus einer 
hochohmigen Quelle nicht innerhalb der 2 Takte auf den echten Wert 
aufgeladen wird.

Ganz praktisch reicht es bei meinem AVR (Exemplaabhängig!) auch mit 
220k/20k || 10n aus, um den Fehler unter 1% zu halten.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Werner (Gast)
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Stimmt.

Ich hatte Probleme mit (schnell) veränderlichen Spannungen.
Einen externen Kondensator braucht es nicht unbedingt, das Problem ist 
der Mega-Interne Kondensator der Sample-And-Hold Schaltung.

Die Impedanz der Quelle zum AtMeaga sollte < 10 kOhm sein.

mfg werner

http://www.razyboard.com/system/morethread-wrdug1u...

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

zu sich schnell verändernden Spannung hat sich Atmel deshalb ja auch 
geäußert, sie sollten innerhalb des Bereiches der ersten 2 Takte einer 
Wandlung möglichst stabil bleiben, solange wird der S&H-C geladen.

Bei langsam genug ändernden Spannungen hilft der C am ADC-Eingang recht 
wirksam gegen Störspikes genau innerhalb dieser 2 Takte. Die Anzeige 
zuckt dann nicht so unmotiviert.

Gruß aus Berlin
Michael

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