470V Gleichspannung schalten

Gast #562267
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Hallo,

ich möchte für einen Röhrenverstärker 470 Volt Gleichspannung schalten, 
mit einem Mikrocontroller (Atmega32), Max. ~1Amp.

Das Problem: ein Mosfet verträgt max +- 20V Gate-Source Spannung, ich 
möchte aber mit 5 oder weniger Volt schalten, die vom Mikrocontroller 
kommen (über Optokoppler).

Kann ich das mit einem Transistor/Mosfet überhaupt realisieren?
Kann was schreckliches passieren?
Gast #562467
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Es gibt Mosfets, die schlaten mit Logik-Spannung (5V).
Schau eingach mal auf der Seite von International Rectifier.
Die haben Mosfets. Dort findest Du bestimmt einen passenden N-Kanal 
Mosfet.
Die Spannungsfestigkeit von Drain Source...also wo Du Deine 450V 
durchschalten möchtest würde ich aber mind. 1 1/2 mal so hoch wählen.

Ich weiß eben nur nicht, ob das erlaubt ist, wenn Du die 450V an die 
Röhre knipperst, und die "Röhrenmasse" an den Drain des N-Kanal-Mosfets 
und den Source auf die Masse (ähnlich Emitterschaltung beim Transistor). 
Geschaltete Massen sind immer etwas heikel.
Gast #562835
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Ich würde einfach ein IC anwenden das normalerweise für 600V H-brücken 
benutzt wird. Den Anschluss für den FET an der Lowside kann man ja 
offenlassen. Reichelt hat, so glaube ich, einige passende ICs von 
Internatinal Rectifier im Lieferprogramm.
Gast #562842
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hallo

Das mit dem TreiberIC wird so nicht funktionieren da im allgemeinen die 
Highside über eine Bootsrapschaltung angesteuert wird und die braucht 
ein sich periodisch änderndes Signal um zu arbeiten (bei PWM Signalen 
ist das ja gegeben). Der statische Betrieb klappt nur mit der Lowside 
(kann sein das es IC's gibt die sebst Takten und so auch die Higside 
geht - kenne aber keinen.)

Aber es geht recht leicht mit dem Photovoltaik Koppler AVP1122 von 
Panasonic (gibts zb bei Farnell), da wird keine extra Spannung für die 
Gateansteuerung gebraucht die erzeugt der IC per Photoeffekt. 
Isospannung bis 500V dürfte ja reichen.
Gast #562855
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Hallo,

Masseseite in einem Röhrengerät schalten sollte man vermeiden, Heizung 
liegt üblicherweise niederohmig an Masse und je nach Schaltung wird 
schnell die zulässige Faden-Kathodenspannung der Röhren überschritten 
(meist nur 30...50V).

Die Frage ist auch, ob es nicht ein geeigneter Transistor tun würde, der 
zusätzliche Spannungsabfall ist unbedeutend, die Ströme und damit die 
Verlustleistung auch. Entweder als npn, dann Emitterfolger, Basis über 
Widerstand gegen Kollektor und über Widerstand und weiteren npn gegen 
GND, oder als pnp (gibt es da was mit 600V Uce?) Widerstand zwischen 
Basis und Emitter zum sicheren Sperren und Widerstand - npn - GNG zum 
Öffen.

Wenn ein pnp-Darlinton mit passender Uce zu finden ist, kann auch 
Basiswiderstand hochohmig genug sein, um nicht zusehr zu heizen.
Obwohl das in einer Röhrenkiste keine so große Rolle spielen würde...

Sind 5 Bauteile und sollten unproblematisch sein (von der 
Spannungsfestigkeit mal abgesehen).

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #562866
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Wenn Du den Röhren die Anodenspannung abschaltest, dann achte drauf, 
dass auch die Schirmgitterspannung abgeschaltet wird. Sonst glühen die 
Schirmgitter blitzartig weg.

Alle Lösungen ohne Optokoppler sind kriminell.

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