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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Computernetzteil umbauen


Autor: Hoffmann Markus (Gast)
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Hallo allerseits!

Ich habe jetzt schon 2 Tage gegoogelt, bzw einige Foren durchgeackert,..
Soweit zu denen, die jetzt schreiben wollen, was will er hatten wir 
schon.

Nein ich möchte ein PC Netzteil umbauen, dass ich eine regelbare 
ausgangsspannung von +-12V bekomme, bzw diese mittels schalter auf 0-30V 
schalten kann,..

zu erreichen wollende Eckdaten:

+-12V regelbar /500mA
0-30V Regelbar /500mA I deswegen so klein, weil der I im -12V begrenzt 
ist
0-12V regelbar /20A
0-5V fix /5A

Traut sich wer mit mir drüber?
bzw, gibts irgendwo einen link wo schon mal wer ein netzteil so umgebaut 
hat??

lg max

Autor: Sebastian Eckert (Gast)
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Finde den Link nicht, das hat aber schon mal jemand gemacht und 
dokumentiert. Allerdings mit dem Hinweis, daß, obwohl es einige 
baugleiche gibt, prinzipiell jedes Netzteil anders ist und die 
Umbauanleitung nicht verallgemeinert werden kann. Zudem involvierte die 
Aktion das Neu-Wickeln eines Übertragers, wenn ich mich richtig 
erinnere. Und das Resultat war trotzdem kein regelbares Netzteil, nur 
ein Labornetzteil mit geänderter Ausgangsspannung. Umbau zwerks Regelung 
scheint mir bei einem auf Wirkungsgrad optimierten Festspannungsnetzteil 
etwas fraglich.

Autor: jonny (Gast)
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also ich habe mal sowas heir im Forum gesehen.
Da hat jemand sowas gebaut. Mit LC Anzeige usw.

musste mal suchen

Autor: Currywurst (Gast)
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Das mit den 30 Volt wird nicht gehen, Bzw. den Wandler umzuwickeln ist 
viel zu viel Aufwand. Ein befreundeter Analogiker und Funker hat das mal 
15 Volt gemacht und sich das nächste mal ein fertiges gekauft weils zu 
viel fummelei ist. Schon rein aus Sicherheitsgründen sind Spielereien am 
Wandler nur für Experten. Es ist das einzige Teil das die Sekundärseite 
vom Netz trennt. Macht man die Lagenisolation mit Papier oder PVC 
Isoband hat man schon verloren.

Die regelbaren Spannungen kann man einfach durch nachschalten von guten, 
einstellbaren Schaltreglern realisieren. Eventuell eine Step Up für die 
regelbaren 30? Ist zwar doppelt gemopplet aber für den Hobbyisten 
weniger Aufwand.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Möglich ist das alles. Man kann aus dem Netzteil sogar +/-15V 10A 
bekommen.
Im Prinzip liefert der Trafo etwa 50Vss im Leerlauf für die 12V Leitung 
und 22Vss für die 5V. Wenn man an die Leitungen einen 
Brückengleichrichter hängt, erhält man eine positive und eine negative 
Spannung mit gleichgroßer Belastbarkeit. In einem normalen PC Netzteil 
ist die negative Seite meist nur für 1A oder weniger ausgelegt.

Der Bereich bis runter zu 0V funktioniert meist nicht richtig, da dann 
die Grundlast fehlt. So ab 3-5V sollte es aber funktionieren. Bei ATX 
Netzteilen funktioniert das ein wenig besser als bei AT Netzteilen, 
dafür sind ATX Netzteile meit ein wenig komplizierter in der Regelelung 
und etwas kompakter aufgebaut.

Hier sind ein paar Infos zu finden:
http://www.qrp4u.de/

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Weiß nicht in wie weit du dich mit AVRs auskennt. Bei Atmel gibt ein 
Apllication Note eines Batterieladers da wird mit einem Tiny ein 100kHz 
Schaltregeler aufgebaut. Das könnte man auch als Netzteil erweitern. 
Strommessung wird da über die Differnzmessung des A/D gemacht, und 
Spannungsmessung ist ja mittels Spannungsteilers eh kein Problem. Glaube 
der Quelltext ist aber nur in C geschrieben, falls jemand ASM bevorzugt. 
Und den Großteil der Bauteile wenn nicht alle kann man aus dem 
PC-Netzteil verwenden.

Autor: Mandrake (Gast)
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Diese Schaltnetzteile sind alle Abwärtswandler und die Ausgangsspannung 
wird nur durch das Tastverhältnis eingestellt. Zudem sind es meist auch 
Sperrwandler, was theoretisch auch höhere Ausgangsspannungen als die 
Eingangsspannung erlaubt. Und das unabhängig vom Wandler.
Fazit:
30V und mehr sind kein Problem. Die Leistung (U x I) bleibt allerdings 
konstant.

Es muss also am Tastverhältnis der Reglers manipuliert werden um andere 
Spannungen zu generieren.
Die Regler-ICs haben in der Regel einen Feedback-Eingang für die 
Ausgangsspannung. Über eine Optokopplerschaltung mit Referenzspannung 
(oft TL431) wird ein zur Ausgangsspannung proportionales Signal auf die 
Primärseite übertragen und mit einer Referenzspannung im Regler (z.B. 
5V) verglichen.

Beim PC-Netzteil liegen am Feedbackeingang 5V an wenn die 
Ausgangsspannung 12V beträgt.

Oft wird die Ausgangsspannung auch über einen Spannungsteiler auf die 
Referenzspannung runtergeteilt. Hier würde eine Änderung des 
Spannungsteilers die Ausgangsspannung ändern (z.B. Poti).

VORSICHT:
Die anderen Spannung die ein PC-Netzteil liefert kommen oft aus dem 
selben Wandler und ändern sich ebenfalls sobald die Regelung auf eine 
andere Spannung eingestellt wird. Es verschiebt sich also meist alles, 
da nur auf eine Ausgangsspannung geregelt wird. Die anderen ändern sich 
dem Übersetzungsverhältnis des Wandlers entsprechend.

Zudem muss die sekundärseitige Beschaltung JEDER AUSGANGSSPANNUNG für 
die neue höhere Spannung ausgelegt sein sonst raucht das Teil ab.

Benötigt:
Es wird unbedingt ein Schaltplan des zu modifizierenden Netzteils 
benötigt, da in der Regel die gesamte Sekundärseite an die neue 
Maximalspannung angepasst werden muss.

Kenntnisse im Bereich Schaltwandler (Sperrwandler) und deren Regelung.


Sparen kann man hierbei nichts, nur eine Menge dazulernen.
Der Aufwand ist meist recht groß, so dass ein gekauftes Netzteil 
preiswerter ist.

Autor: Sepp (Gast)
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Ich habe auch schon einwenig an AT-Netzteilen herumgebastelt.

Die, die ich umgebaut haben, haben die Ausgangsspannunggen +5V und +12V 
mittels gewichteten Spannungsteiler überwacht.
-5V und -12V wurden nicht für die Regelung hergenommen.
Dieser Spannungsteiler hat die Ausgangsspannung (in meinem Fall waren es 
immer ca. 2,4V) dierekt an den Regler IC (Meißt KA7500 bzw. TL494 oder 
Pinnkompatibel) zurückgeleitet.
(Bei der Gewichtung hat der +5V Zweig Vorrang wodurch die +5V etwas 
genauer als die +12V geregelt werden.)

Und genau bei diesem Spannungsteiler habe ich Hand angelegt.
Ich habe den Spannungsteiler herrausgelötet und durch einen 
Spannungsteiler mit den gewünsten Widerstandswerten ersetzt.

Ich habe bis jetzt ein 3 Netzteile umgebaut.
Das 1. Netzteil habe ich so umgebaut dass nur der +5V Zweig für die 
Regelung verwendet wird.
Beim 2. wird nur der 12V Zweig zur Regelung hergenommen und beim 3. habe 
ich den Spannungsteiler so umgebaut dass der 5V Zweig 3,3V liefert.

Aktuell bin ich dabei ein AT-Netztei so umzubauen dass die Spannung 
einstellbar ist.

Ich gehe dabei so vor:
Als erstes habe ich die Kondensatoren durch spannungsfestere Typen 
ausgetauscht.
(Die originalen Kondensatoren sind so ausgelegt, dass sie die 
normalerweise  anliegende Spannung gerade aushalten und würden eine 
höhere Spannung nach dem Umbau nicht verkraften.)

Die Spannung werde ich wie bei den anderen Netzteilen über das 
Widerstandsverhältnis an der Rückkopplung (Istwert) einstellen.
Dabei werde ich kein Poti verwenden, da ich Angst davor habe dass das 
Netzteil die Ausgänge voll ausregelt wenn das Poti kratzt, bzw. aufgrund 
Alterungserscheinungen die Mittelabzapfung des Potis keinen bzw. nur in 
bestimmten Stellungen Kontakt hat.

Daher werde ich eine Art 8 Bit D/A-Wandler selbstbasteln.
Zur Ansteuerung werde ich einen Mikrocontroller verwenden der 
gleichzeitig die Aufgabe der Anzeige der Spannungswerte übernimmt.
Eventuell werde ich auch noch eine RS232 Schnittstelle einbauen um 
Parameter wie softwaremäßige Spannungsbegrenzung einstellen zu können.

Zur Zeit bin ich noch bei der Suche der passenden FET.
(Zum Schalten der Widerstände und zum Wechseln des zu regelnden 
Spannungszweiges.)

Weiters wird ein 78L12 Spannungsregler dazu verwendet um die Spannung 
für den Lüfter und den restlichen Schaltungsteil der 12V benötigt 
bereitzustellen.
Mit einem 78L05 stelle ich die 5V für die Schalung bereit die ansonsten 
vom 5V Ausgang geliefert worden währen.

Ich hoffe dass ich darum herum komme an den Induktivitäten und den 
Wandlern  herumzufummeln, wenn ich ein ordentliches Stück unterhalb der 
Nennleistung der einzelnen Sekondär-Zweige bleibe.

mfg Sepp

Autor: Burkart (Gast)
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