Hat Elektrotechnik eine längerfristige Zukunft ?

Gast #565591
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Hallo zusammen,

mich würde interessieren ob man trotz der auftretenden Probleme bei der 
Transistorverkleinerung(<15nm) im Bereich der Elektrotechnik und 
Informationstechnologie längerfristig, als in ca 20 Jahren noch einen 
sicheren Arbeitsplatz hat. Trägt hierzu die breitgefächerte Ausbildung 
bei ? Und kann eine neue Technologie - wie z.b. Quantencomputer - die 
E-Branche lahmlegen ?

SG
#565603
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Hallo Hans,

wenn Du meinst, Du könntest Deinen zukünftigen Berufsweg so langfristig 
planen, dann bist Du auf dem Irrweg.
Ich habe vor langer Zeit mal Elektromechaniker gelernt.
Damals hiess das im Klartext, Mechaniker mit elektrischen Kenntnissen.
Ich musste in meinem Berufsleben x-mal umlernen von Elektrik bis zur 
Mikroelektronik und so wird es Dir auch ergehen.
Der gewaltigste Schritt war von der Bundeswehr (4 Jahre) zurück ins 
Berufsleben.
Als ich ging war noch Elektrik in allen Gebieten vorrangig, sogar 
automatische Auswuchtmaschinen für Kurbelwellen basierten weitgehend auf 
Relaistechnik und ein wenig Röhrentechnik.
Als ich vom Bund kam, gab es TTL-Technik und ich musste komplett 
umlernen und das innerhalb kürzester Zeit um überhaupt im Berufsleben 
Erfolg zu haben.
Heute kann man überhaupt nichts mehr langfristig planen.
Die Zeit und Entwicklung in allen Branchen rast nur noch im Eiltempo an 
einem vorbei.
Nimm den SPD-Beck der lernte auch mal Elektromechaniker und heute?
Gast #565646
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Der Bedarf an Fachkräften im Elektrotechnik-  Elektronik-  IT-Bereich 
wird wohl weiter zunehmen. Eine fundierte Grundausbildung und 
lebenslanges lernen sollten es unter normalen Umständen ermöglichen, 
auch noch in 20 Jahren noch einen Arbeitsplatz zu haben. Es sei denn, 
wir haben uns selbst weggebombt oder die Börsenheinis haben alles ins 
Verderben gestürzt (Stichwort: Weltwirtschaftskrise).

Und immer dran denken: Wer nicht mit der Zeit geht geht mit der Zeit.
Gast #565687
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Wenn man keinen Elektrotechniker mehr braucht,
ist wohl Viehzucht und Ackerbau angesagt.
Irgendwas zum beißen braucht der Mensch immer.

Es sei denn, der Planet Erde ist so verseucht,
dass alles Grünzeug radioaktiv verstrahlt ist.
Dann ist eh alles egal.
Gast #565705
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>Als ich vom Bund kam, gab es TTL-Technik und ich musste
>komplett umlernen

Häääähhh????? Was gab es denn aus Deiner Sicht VOR dem Bund? Und was 
gibt es dort komplett umzulernen? WIe lange warst Du denn beim Bund? 
Undwas hast Du inzwischen gemacht? Haben sie Dich dort nicht 
rausgelassen?

Das hört sich fast so an, als habe da jemand 20 JAhre im (Sauf-) koma 
gelegen.

Ach ja, die TTL-Technik ist mittlerweis tot, weisst Du das schon ?

Wir bauen hier schon seit 20 Jahren in ECL
Gast #565721
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Sicher wird es das auch in 20 Jahren noch! So schnell wird die ganze 
Elektronik, nicht abgelöst werden (wenn überhaupt) - schau nur, wo sie 
überall drinsteckt und wie 'einfach' man sie dort auswechseln könnte 
bzw. wie gross der Anreiz dazu ist. Und selbst wenn das ganze dereinst 
von Quanten- oder Biocomputern abgelöst würde, so werden wir es sein, 
die diese Technologie entwickeln werden! Eine 'Umschulung' stellt sich 
dann von selbst ein.
Gast #565837
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In der Tat läuft meine Postbox voll mit Angeboten irgenwo leitend tätig 
zu werden. Da sage ich dann Leuten wie euch, wo es lang geht.

An den falschen Torsten: Du hättest nicht auf TTl umlernen müssen: In 
der Audiotechnik wird das ganze schöne alte Röhrenknowhow doch dringend 
benötigt. Da sind so viele ewig Gestrige, die nicht mit den Ohren, 
sondern mit den Augen hören und esotherische Theorien über die 
Notwendigkeit hochwertiger Audiokomponenten fröhnen - dass es dort noch 
auf Jahre hinaus genug Arbeit für altbackene Elektrofozzis gibt.
Gast #565875
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Naja, irgendwann wird die Nachfrage abflachen, weil nun probleme 
eleganter und guenstiger mit was anderem geloest werden. Siehe auch den 
Uebergang von der Mechanik zur Elektronik. Die Mechanik im ersten 
Drittel des letzten Jahrhunderts war derart gut und genial, das sie 
eigentlich fast alles konnte. Heute nimmt man trotzdem fuer vieles 
Prozessoren, was damals mechanisch war. Da ist aber noch nichts an 
Horizont, was elektronik abloesen koennte.
Gast #565905
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Komisch das ich in supermodernen Fertigungsmaschinen für Mikrochips noch 
Kurvenscheiben und Hebelmechaniken angetroffen habe. Obwohl DSPs sowas 
doch viel besser können?  Der beste Power PC ersetzt kein einfaches 
Kugellager oder einen O-Ring. Neue Technologie hilft dabei die Dinge 
besser zu machen. Das heißt aber noch lange nicht das altes komplett 
ersetzt wird.
Das Stichwort ist "apropriate Technology". Ein guter Ingenieur weiß wann 
es einfach und wann es kompliziert zu sein hat. Altes mit neuem zu 
verbinden war schon immer mein Credo. Wer sich genau umsieht findet nur 
altes das mit etwas neuem nur ein bisschen erweitert wurde.
Gast #566749
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>Wer sich genau umsieht findet nur altes das mit etwas
>neuem nur ein bisschen erweitert wurde.

Siehe Klingeltöne. Mit dem Unterschied, daß vor 20 Jahren keine Sua auf 
die Idde kam jeden Tag eine neue Fahradglocke an seinem Bonanzarda zu 
haben und dafür auch noch ein 19,99 - JUMBO-Abo auszugeben. Wir hatten 
damals als 10jÄhrige gerade umgerechnet 40,- MArk Taschengeld im Jahr!
Gast #566805
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>>Schäuble wird die Elektrotechnik verbieten - wegen Terrorgefahr. Dann
>>kann man nämlich keine bomben mehr bauen.

Na da hat der aber die Chemie und und Mechanik vergessen.
Also wenn verbieten dann richtig. Es geht ja schließlich um unser aller 
Sicherheit. Das wird zwar wichtige Wirtschaftszweige wie 
Spezialmaschinenbau vernichten, aber was kann man da schon machen? Sowas 
ist nun mal veraltet und viel zu gefährlich.
Genau wie diese völlig überkommene Elektronentechnologie. ;P

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