Hausklingel

OP #568359
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Hi,

ich bin vor Kurzem umgezogen und da mir die alte Klingel immer viel zu 
leise war, wollte ich mal eine neue anklemmen bzw. selbst bauen. Leider 
kapier ich die Verdrahtung hier nicht.

Ich kenne Klingeln so:


                        o--------------/ o--------------o
Trafo im Hauptverteiler      Klingelknopf/Schließer       Klingel
      6 oder 12VAC      o-------------------------------o


Hier habe ich beim ersten Versuch am Klingelkabel ohne gedrückten Knopf 
45VAC 50 Hz Sinus gemessen. Ich dachte mir nicht viel dabei und legte 
meinen Optokopplereingang auf diese Spannung aus, Kabel dran -> nix 
passiert. Nochmal nachgemessen: Nur noch 3,5VAC, die sofort 
zusammenbrechen, wenn man nur mit dem Finger dran kommt.
Dann habe ich mal unten an der Haustür die Platte mit der Klingel 
entfernt, um nachzuschauen, was da so an Kabeln ankommt und wie das 
verdrahtet ist. Die Kabel sind leider nicht die gleichen wie oben, sind 
also wohl in irgendeiner Verteilung zusammengeklemmt. Der Klingelknopf 
sitzt nicht in Reihe, sondern parallel. Er schließt also die 
Klingelspannung kurz, wenn man drückt.
Als ich wieder hochkam, lagen wieder 40VAC an. Die brechen aber auch bei 
geringer Belastung sofort zusammen.

Dazu muss man sagen, dass die gesamte Elektrik hier im Haus, soweit ich 
sie bis jetzt zu Gesicht bekommen habe, nicht sonderlich 
vertrauenswürdig aussieht.

Frage: Gibt es so eine Verschaltung als Standardschaltung? Falls ja, wie 
ist die normalerweise ausgelegt?
Gast #568415
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Hallo Jens,

>Er schließt also die Klingelspannung kurz, wenn man drückt.

Vermutlich ist nur der Taster nach oben verdrahtet,
damit jeder "seinen" Klingeltrafo anschließt.

>45VAC 50 Hz Sinus gemessen

Die von Dir gemessene Spannung könnte nur parasitärer
Natur sein.

Schließe (um sicher zu gehen) eine kleine Glühlampe
und eine Spannungsquelle (Batterie) in Reihe an und
betätige erst mal den Taster an der Wohnungstür.

Gruß Otto
OP #568543
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Hi,

an eine parasitäre Einkopplung hab ich auch schon gedacht. Aber die ist 
immerhin so stark, dass sie den Elektromagneten der alten Klingel bewegt 
hat, wenn auch zu schwach. Außerdem wundert es mich, dass sie manchmal 
stark ist und manchmal schwach. Macht aber auch Sinn. Wenn man die 
Anordnung 230V - Klingelleitung direkt nebeneinander als Trafo mit 1/2 
Windung ansieht, wird natürlich nur magnetisch gekoppelt, wenn auch 
Strom fließt. Vielleicht war da grade der Wäschetrockner an oder so.
Ich probier das gleich mal aus. Werde berichten..
OP #569444
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Sorry, hatte gar nicht gemerkt, dass da noch jemand geschrieben hat. 
Also jetzt sieht es so aus:

                 /\
                 |        /\
                | |       |
                | |      /
   o--~~--o      |    |<'
   |      |      o----|
   o      -    |/     |\
  \       A    |        \
   |      |    |>       | |Last
   ~      |      \      | |
   ~      |       |      |
   |      |   /\ ---    ---
   |      |   |
   o--||--o---o
   |   _   12V DC
   o--|___|---o
              |
             ---

Ich hoffe, man kann es halbwegs erkennen..
Die Last ist für's erste eine Piezo-Alarmsirene, die ich schon seit 
Jahren nutzlos rumliegen habe. Der C am Eingang nimmt die eingestreuten 
AC-Anteile raus. Vielleicht sollte ich dem PNP noch nen Basiswiderstand 
spendieren..
Gast #569508
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Hallo,

ich frage mich gerade: warum hast Du nicht einfach Deinen Klingelknopf 
mit der Sirene in Reihe an Deine 12V geschaltet und fertig?

Wenn der Piezo auf die Störungen auf der Leitung reagieren sollte, einen 
1k Widerstand parallel zum Piezo und ein 100n parallel zur 
Klingeknopleitung.

Gruß aus Berlin
Michael

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