Mast statt Blitzableiter

OP #568462
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An die Experten für Hochspannung und Blitzschutz:

Die Wohnungsgemeinschaft des Hauses (3-Fam-Haus), in dem ich wohne, 
möchte im Prinzip gerne einen Blitzschutz in Form einer 
Blitzableiteranlage haben, aber da kein Erdungsband bzw. starker Draht 
um das Haus herum verlegt ist und das Einschlagen von Potentialerdern am 
Haus wegen Wegplatten schwierig wäre, kamen wir auf die Idee, statt 
eines echten Blitzableiters in einiger Nähe des Hauses einen Masten zu 
installieren, der dann einen guten Potentialerder bekommen könnte und 
sozusagen den Blitz vom Haus "wegziehen" sollte. Das Haus liegt in 
Hanglage, und nicht weit weg davon beginnt ein Wald, sodaß man den 
Masten ggf. etwas im Gebüsch bzw. zwischen den Bäumen verstecken könnte, 
um die Optik zu wahren.

Was haltet ihr von einer solchen Idee? Ist es wohl möglich, ein Haus mit 
einem hohen Masten (wie so eine Art "Opferanode") zu schützen? Wirkt 
soetwas?

Günter
Gast #568501
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Ja sollte gehen, allerdings wirst du mehr als einen Masten brauchen und 
die müssen um einiges höher als das Gebäude sein, Google mal nach 
Blitzkugel.

Viel Spass bei der Baugenehmigung,
Christian
Gast #568506
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Nun ja, wenn Dein Haus, sagen wir mal 20m vom Mast weg steht, und 
schätzen wir mal, 12m hoch ist, muss der Mast ja nur schätzungsweise 30 
m hoch sein, um das Haus in den 45Grad Schutzwinkel zu stellen. Gut, 
dass das bei 20m nicht mehr hinhaut mag nun der Eine oder Andere 
bemängeln und dass auch die Schutzwinkel in der neuen Blitzschutznorm 
nicht mehr die gleichen sind, aber wer will hier schon Haare spalten? Am 
Mastende eine Antenne angebunden, schon hält es jeder für die 
Gemeinschaftsantenne. ;-)
#568728
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Überrede alle Deine Nachbarn, besonders die mit höheren Häusern, sich 
einen gut geerdeten Blitzableiter zuzulegen. Dort haut dann der Blitz 
rein und Du bist aus dem Schneider.

Ein anderes Problem ist das starke Magnetfeld, das der Blitz erzeugt, 
das wäre dann auch etwas weiter weg.

Ciao
#569044
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...und wenn Du am Gooogeln bist wegen der Blitzkugel, dann schau auch 
gleich mal nach dem Begriff Schrittspannung. Ich möchte nicht (mit 
geöffneten Beinen) in der Umgebung eines Mastes stehen, während dort der 
Blitz einschlägt. Ist das Erd-/Kellergeschoss bewohnt? ;-)

Das mit dem Erdungsband rund um's Haus macht man nicht (nur) wegen dem 
Erdungswiderstand, sondern um das Hausinnere feldfrei zu halten. Ein 
einzelner Einschlagerder ist für den Blitzschutz z.B. keine gute Idee.
Gast #569079
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Genau, die meisten Blitzschäden entstehen nicht, weil der Blitz direkt 
ins Haus einschlägt, sondern im Umkreis bis zu 1Km wg. Einkopplungen. So 
könnte es z.B. sein, dass das Erdpotenzial des Hauses um einige tausend 
Volt gegenüber dem Sternpunkt des Stromnetzes angehoben wird. Das 
Stromnetz koppelt niederohmig aber der Rest des Hauses ist hochohmig 
angekoppelt und der Blitz macht dann damit, was er will.
Gast #572393
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blitzschutz ansich ist sicher von vorteil betreffend der 
versicherungsprämie. aber bedenke auch der blitz ist ein naturphänomen 
und der schlägt meistens dort ein wo es ihm passt und nicht wo man es 
will.

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