Erschütterndes Testergebnis mit TLE 5206-2

Gast #571822
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Guten Abend.
Ich bin auf der Suche nach einer Erklärung auf dieses Forum gestossen 
und würde mich freuen, wenn mir jemand helfen könnte.

Ich habe mir einen TLE5206-2 gekauft und habe ihn testweise an 24V 
angeschlossen. Das vorgeschaltete Netzteil war auf 3 Ampere begrenzt. Zu 
dem 24V Gleichstommotor der als Last angeschlossen war, ist noch eine 
2,2uH Ferrit-Doppelinduktivität als Filter in Reihe geschaltet und ein 
100nF - Kondensator parallel. Der Motor lief leer und dürfte um die 
800mA Stromaufnahme gehabt haben. Beim Einschalten blinkte Kurz die am 
EF-Ausgang mit einem 330 Ohm Widerstand angeschlossene LED was auch 
normal ist, weil der Anlaufstrom kurzzeitig hoch sein kann. Beim zweiten 
abschalten brach dann die Spannung ein und die Strombegrenzung des 
Netzteils sprach an.
Der TLE 5206-2 ist kaputt. Ich bin sehr ernüchtert, weil sich das 
Datenblatt so vielversprechend las. Ich verstehe nicht, was ich falsch 
gemacht habe. Die gleiche Last funktioniert an einer von mir diskret 
aufgebauten H-Brücke vollkommen problemlos.
Möglicher Weise kennt sich jemand von Ihnen mit dem Problem aus und kann 
mir einen Rat geben, was ich verändern muss.
Ich danke Ihnen für Ihre Aufmerksamkeit und wünsche Ihnen einen 
angenehmen Abend.
Mit freundlichen Grüssen
Jan Fischer
Gast #571836
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Hallo Herr Fischer,

wie war die genaue Beschaltung bzw. gibt es einen Schaltplan
(auch wenn diese erstmal trivial zu sein scheint).

Wichtig sind sowohl der Elko als auch der Kerko.

Evtl. war Ihre Vorsicht (Labornetzteil auf 3A begrenzt) auch
Ihr Verhängnis:

Der Motor zieht kurz seinen Blockstrom und das Netzteil
regelt herunter - die Spannung und damit der Strom sinkt
und somit regelt das Netzteil wieder hoch.

Und das mit einer evtl. recht hohen Frequenz.

Auf diese Art und Weise habe ich auch mal ein ähnliches
IC gekillt.

Zum Testen sollte besser ein Widerstand in die Motorleitung
eingefügt werden.

MfG Otto
Gast #572009
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Guten Morgen.
Vielen Dank für Ihre Erklärung.
Am wochenende kommt mein Enkel zu Besuch, der kann mir vieleicht den 
Schaltplan in den Computer zeichnen.
Das mein Netztteil den Schaden verursacht haben könnte, glaube ich 
nicht. Das wäre das Erste Mal in 50 Jahren.
Ich habe mir überlegt, das es vieleicht die Induktionsspannung war. Bei 
diesen fertigen Brückenschaltungen kann ich keine schnellen 
Freilaufdioden über die Transistoren schalten. Ich hatte erwartet, das 
sie in dem Baustein enthalten sind, weil es in der Beschreibung so 
niedergeschrieben war.
Bestimmt sind sie wieder viel zu schwach ausgelegt.
Ich werde huete Nachmittag noch einmal bei dem Elektroladen vorbei 
fahren und den Verkäufer fragen. Ich habe mich genau an das Schaltbild 
in der Beschreibung gehalten, da darf sowas doch nicht passieren.
Mit freundlichen Grüssen
Jan Fischer
Gast #572011
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Bei einem zu kleinen (100nF) Kondensator wird sich die Induktivität des 
Motors in der H Brücke austoben, wenn das Teil abgeschaltet wird. Dann 
sind schnell die max. 40V erreicht und das wars dann. Die Freilaufdioden 
reichen im Normalfall völlig aus. Es sollten schon mal 100..1000 uF 
parallel zur Versorgung liegen. evtl. noch eine Suppressordiode dazu. 
Strommäßig dürfte das Teil kaum zu zerstören sein.
Gast #574133
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Guten Abend.
Wie ich es schon dachte war die Beschaltung des TLE 5206-2 richtig und 
auch die Induktivität und der Kondensator waren richtig ausgerechnet. 
Die Internen Schutzdioden des TLE5206-2 sind aber zu schwach um die 
Induktionsspannug grosser Induktivitäten ableiten zu können. Ich musste 
daher noch eine Bipolare Schutzdiode dem Motor parallel schalten um ein 
zu starkes ansteigen der Induktionsspannung zu vermeiden.
Ich danke aber den Herren trotzdem für Ihre selbslosen Bemühungen und 
wünsche Ihnen allen ein schönes Wochenende.
Mit freundlichen Grüßen
Jan Fischer

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