Hallo Leutz!
Ich hab gehört, dass anstelle eines Caps eine Hochstrombatterie besser
sei.
- kleinerer Innenwiederstand
- kein Elektrolyt, welches trocknen kann
- längere lebensdauer
- mehr power(was ja wieder am innenwiederstand hängen bleibt)
- ich hab von 500A gehört, was so ne batterie liefern kann
usw.
Meiner Meinung nach hört sich das plausibel an. Aber sicher bin ich mir
da nicht gerade.
Was meint denn ihr dazu?
Gruß SteVe
Welche Technologie sich für deine Zwecke besser eignet, kommt auf deine
Ansprüche an. Beide haben ihre Vor- und Nachteile. Sicher hat eine gute
Batterie einen geringen Innenwiderstand, ein guter (also wirklich ein
guter, und kein Elektroschrott!) Kondensator hat auch nur einen
Innenwiderstand von etwa 2mOhm. Bei der Batterie musst du außerdem
bedenken, dass du sie entweder im Motorraum unterbringen musst (da
vermiesen die Leitungswiderstände die Bilanz schneller als man denken
mag) oder im Kofferraum, wobei die Batterie dann unbedingt gasdicht sein
sollte. Diese Typen sind in aller Regel Gel-Akkus und können durchaus
auch austrocknen. Einen oder 2 Kondensatoren bekommst du locker in den
Kofferraum, ohne dir da Sorgen machen zu müssen.
Ferner solltest du auch die Preise betrachten. Für knappe 300€ für die
oben gezeigte Batterie bekommst du auch Kondensatoren der Spitzenklasse.
Sicher ist die Kapazität geringer, dafür ist dann allerdings die
entnommene Ladung auch in allerkürzester Zeit ersetzt und der
Kondensator zum Puffern bereit.
Als Beispiel: Mein Kondensator hat 1F +-20%, einen theoretischen
Innenwiderstand von ca 1-2mOhm und kann einen "Dauer"strom von knapp
400A liefern. Den Kurzschlussstrom kann man sich da leicht berechnen,
wer allerdings Batterien oder Kondensatoren kurzschließt, gehört
geschlagen. Den Wert halte ich also für nicht sehr aussagekräftig.
Mir stellt sich auch immer öfter die Frage, welche Anlagen bei manchen
Leuten betrieben werden sollen. Das ist jenseits jeder Vernunft und oft
abseits des guten Geschmacks....
Zum Thema Lebensdauer kann ich dir wieder nur raten, Qualität zu kaufen.
Gute Kondensatoren haben oft nach 10 Jahren Einsatz noch 80% ihrer
Nennkapazität.
Soweit mein Senf zum Thema. Ich hoffe, geholfen zu haben.
was bringt eigentlich so ein Kondensator, ich hab noch kein Argument
gefunden was FÜR solche Kondensatoren spricht da meistens eh die
Impendanz der Leitungslänge gegenüber der Lautsprecher Impendanz
unbedeutend ist ...
und bitte kommt jetzt nicht mit Baumarkt Weissheiten, ich bin
Hauptberuflicher Messtechniker ...
Der Unterschied zwischen den Beiden ist der Frequenzgang. Waehrend die
Batterie DC bringt und sich dann auf den Strom bezogen wie ein Tiefpass
verhaelt (ich denke, oberhalb 10Hz kommt nicht mehr viel), bringt der
Kondensator eben keine DC, dafuer geht der je nach Ausfuehrung(Elko) in
die 100kHz. Dh die beiden ergaenzen sich optimal.
Hallo Jankey,
zum Thema Car-HiFi kann ich eigentlich nur ablästern. HiFi ist sowieso
schon mal ein verbrauchtes Wort, welches mir wie "Idiot" klingt und
Audiophile sind so eine Art "Schwule". Mir allerdings (ich bin zufällig
nicht schwul) gefällt ein Fostex FE103E im 5-6 Liter Bassreflexgehäuse
immer wieder mit Gänsehaut. Eine derart authentische Reproduktion,
hauptsächlich fürs TV findet man selten. Obwohl es nur maximal 5 Watt
sind dringt der Ton sogar über mehrere Räume, dafür fehlen meines
Wissens die physikalischen Grundlagen also alles jenseits von
Thiele-Small.
Was da an One-Note-Bass Maschinen auf den Strassen mit offenen Fenstern
rumfährt... Mit Tonqualität hat das nix zum tun. Je kleiner der Wagen
desto grösser der Sub. Ich denke mir eine 200Gramm Subwoofermembran kann
eigentlich keinen "guten" Bass.
Also die Verstärker fürs Auto haben natürlich einen Spannungswandler
intern sonst geht nix mit 300 Watt. Dort könntest du gewinnbringend
sekundär einige fette Elkos reintun. Pro Ampere rechnet man 4700mcF, in
deinem Fall also eine separate Box mit 2 x 20000 mcF am besten aus 2 mal
4 mal 4700mcF via Parallelschaltung, dadurch sinkt das ESR.
Auf der Batterieseite müsste man ein vielfaches investieren und mit
weniger Erfolg, weil das den Innenwiderstand sekundär doch relativ wenig
beeinflusst.
>bringt der Kondensator eben keine DC,
???
Das heißt, wenn ich oben beschriebenen voll geladenen Kondensator mit
einer Einweggleichrichtung kurzschließe fließt da kein Strom?
Das Experiment würde ich gerne mal als Video sehen! (Möchte lieber nicht
live dabei sein!)
DC hat was mit Zeit zu tun, sagen wir in uns gebraeuchlichen Einheiten.
DC bedeutet hinreichend lange konstant. Der Kondensator ist nach einigen
Sekunden spaetestens entladen, dann kommt nichts mehr, waehrend eine
Batterie zumindest einige Minuten durchhaelt. Daher bringt ein
Kondensator je nach Last bis 1Hz aber nicht tiefer.
Hallo,
deshalb klingen also die Bässe unter 1Hz bei mir so komisch...
Dabei habe ich schon 1 Farad im Kofferraum. Oder ist es doch nur 1
Fahrrad??? ;)
Gruß aus Berlin
Michael
@Eric
> Als Beispiel: Mein Kondensator hat 1F +-20%, einen theoretischen> Innenwiderstand von ca 1-2mOhm und kann einen "Dauer"strom von knapp> 400A liefern. Den Kurzschlussstrom kann man sich da leicht berechnen.
Wieso sprichst du von Dauer- und Kurzschlussstrom? Was ist das für ein
Dauerstrom?
Tom geht in die richtige Richtung. Die 400A kann ein Kondensator fuer
eine Dauer einer Mikrosekunde bis Millisekunde liefern, nicht laenger.
Waehrend eine Batterie keinen Impulssrom fuer eine Mikro- bis
Millisekunde bringt. Eine Batterie ist viel langsamer.
@Tom:
man achte auf das "k" in meinem Namen ;)
Die Sache ist die, dass ich meinen Kondensator aus Platzgründen aus
einer Reihe parallel verschalteter Elkos aufgebaut habe. Im Datenblatt
ist ein dauerhaft erlaubter Ripplestrom angegeben, den ich momentan
leider nicht im Kopf habe. Der Kurzschlussstrom ist aber bedeutend höher
als der zulässige Betriebsstrom.
Zur Wirksamkeit der Kondensatoren im Auto lässt sich in jedem Fall
sagen, dass bei Kleinwagen oftmals kein Platz für größere Batterien
vorhanden ist und die Lichtmaschinen die schnellen Stromspitzen nicht
abfangen können. Dazu braucht man nicht einmal übertriebene Tieftonpegel
fahren. Dass ein Kondensator da helfen kann, zeigt oft genug folgendes
Verhalten:
kein Kondensator: Scheinwerfer werden im Rythmus gedimmt
mit Kondensator: kein mit bloßem Auge wahrnehmbarer
Helligkeitsunterschied
(So bei einem Bekannten gesehen. Zugegebenermaßen ein Freund eher
basslastiger Musik)
Zur Batterie...
Die ist ursprünglich für USV Anlagen gedacht, dürfte also auch mit
getakteten Anwendungen klar kommen.
Wenn man es also richtig machen will, beides.
Die Batterie in den Kofferaum (oder wo auch immer die Endstufe sitzt)
dicht zum Verstärker packen, großzügig verkabeln und direkt vor der
Endstufe noch eine mittelschwere Elko-Batterie. Dann hat man beides.
Ich hatte die Batterie für einen Versuchsaufbau verwendet und selbst bei
200A Dauerstrom, ist die Spannung nicht merklich eingebrochen.
>Ich hatte die Batterie für einen Versuchsaufbau verwendet und selbst bei>200A Dauerstrom, ist die Spannung nicht merklich eingebrochen.
Wohin gingen denn die 12V*200A = 2400W ?
Bzw.: Was hatte denn 12V/200A = 60 mOhm ?
Also erstmal ist DC eine "Stromart"
"Direct Current" übersetzt bedeutet Gleichstrom
Wobei wir ja im Auto sowieso Gleichstrom haben.
Dann frag ich mich warum ihr bei einem Cap von Dauerstrom redet!
Ein Cap liefert nur für kurze Zeit einen Strom den Rest muss die
Batterie wieder ausbaden, was wohl in der Zeit geschieht, in der gerade
mal kein Brummen aus dem Sub kommt o.ä..
Trotz allem weiteren seltsamen Antworten bin ich mit manchen sehr zu
frieden Danke!
MfG SteVe
Wird ein Kondensator im Auto üblicherweise über eine Diode ans Bordnetz
angeschlossen oder stützt der für alle Verbraucher? Wären ja schon
mächtige Verlust an der Diode.
Ein cap ohne diode. Da bringt die nähe zum verbraucher den effekt. Also
ein cap im motorraum bringt herzlich wenig (ausßer bei bmw)
batterie bringt dir den vorteil, dass meistens beiausgeschalteter
zündung, und anlassen des autos! ein relais diese vom boardnetz trennt
damit machst du im notfall nur die zusatzbatterie leer.
naja der Cap bringt nur wirklich vorteil , wenn er in der nähe des
Prozessors, bzw der endtufen verbaut ist. Ne zusatzbatterie kann auch im
Motorraum verbaut werden. Dort Bringt sie zwar keine Stabilisierung des
Stromes, allerdings schützt sie vor entladen der eigentlichen Batterie
Aha danke.
Wobei ich nicht ganz glauben kann, dass ein Cap vor dem Endladen der
Batterie Schützt. Eher trägt der Cap durch seinen Innenwiederstand dazu
bei. Aber trotzdem danke.
HDL gosst
PS: lol!!!
Also ich sag mal ich versteh ziemlich viel von Elektrotechnik^^
und hab mich jetzt schon öfters mit 12 V Anlagen beschäftigt im
Kfz-Bereich.
1.
Akkumulatoren parallel zu betreiben das ist immer so ne sache für den
Alltagsgebrauch würd ich abraten!!!!
-Nachteil:
-Gute Batterien haben nach 4 Jahren einen deutlichen Verlust
ihrer Kapazität
-Schnelle Selbstentladung (durch die Leitung vom Motorraum
zum Kofferaum, entsteht ein potentialunterschied dadurch entladen sich
beide akkumulatoren .....achso im motorraum ist es länger warm als im
kofferraum ;-) durch große Temperatur unterschiede nimmt die
Selbstentladung zu da der Innenwiderstand eines Akkumulators sich mit
der Temperatur ändert..... usw usw )
"Wenn mann Akkumulatoren parallel schaltet dann sind sehr sehr kurze
distanzen zu empfehlen abstand<1m!!!!"
> ich versteh ziemlich viel von Elektrotechnik
und:
> durch die Leitung vom Motorraum zum Kofferaum, entsteht ein> potentialunterschied dadurch entladen sich beide akkumulatoren
Na dann ist es für Dich kein Problem, das uns mal vorzurechnen, was da
passieren soll...