Hallo, ich hätte da eine Frage: Warum kommt es bei einem Transformator
zu einem hohen Einschaltstrom? Ich dacht, eine Induktivität würde für
hohe Frequenzen einen hohen Widerstand haben und für tiefe Requenzen
einen niederen?
Meist kommt es zu einem hohen Einschaltstrom, weil der Trafo sekundar
kurzzeitig sehr hohen Strom liefern muss - bis die Elkos vom
Gleichrichter aufgeladen sind.
Beim einschalten ist nur der (Gleichstrom-) Widerstand relevant, der je
nach Trafo sehr klein sein kann. Der kleinere Strom beim Betrieb hängt
vom E- und B-Feld ab.
>Beim einschalten ist nur der (Gleichstrom-) Widerstand relevant, der je>nach Trafo sehr klein sein kann. Der kleinere Strom beim Betrieb hängt>vom E- und B-Feld ab.
Das Einschalten ist ein transienter Vorgang und hat nichts mit dem
Gleichstromwiderstand zu tun. Da du noch weniger Ahnung als Elko hast
und noch dazu versuchst, Fachbegriffe loszuwerden, die du nicht kennst,
hättest du besser gar nichts geschrieben.
Achims Link ist sehr interessant, ich dachte bisher, mit
Nulldurchgangsschalter ließe sich der Stromstoß vermeiden, aber nach dem
Text ist das sogar ein besonders ungünstiger Fall.
Ist diese Beschreibung wissenschaftlich anerkannt, oder nur das
Verkaufsgeschwätz eines Einzelnen, der seine Vorschaltgeräte verkaufen
will?
Wieso muß ein Trafo eigentlich aus magnetisch hartem Material mit
Remanenz bestehen?
> Achims Link ist sehr interessant, ich dachte bisher, mit> Nulldurchgangsschalter ließe sich der Stromstoß vermeiden, aber nach dem
Nicht das ich es gelesen haette, aber die Problematik ist nichts
besonders und auch sehr leicht zu verstehen wenn man ueberlegt was
passiert wenn
ein Kern in die Saettigung geht.
> Ist diese Beschreibung wissenschaftlich anerkannt, oder nur das> Verkaufsgeschwätz eines Einzelnen, der seine Vorschaltgeräte verkaufen> will?
Der Typ der die Dinger verkauft hat ein Patent da drauf. Daher ist er
wohl
in der lage nicht unnoetig viel schwatzen zu muessen. Entweder du kaufst
oder es knallt.
> Wieso muß ein Trafo eigentlich aus magnetisch hartem Material mit> Remanenz bestehen?
Das muss er garnicht, aber es kommt halt auf den Anwendungsfall drauf
an. Ich meine Schweisstrafos sind ein Gegenbeispiel.
Olaf
Hallo!
habe einen 4 kVA-Schweißtrafo, der schwer einzuschalten ist, während der
16A-Automat auch bei Dauerschweißbetrieb nicht ausschaltet.
Die Erklärung mit der Remanenz des Kerns ist für mich sehr plausibel.
Wenn man sicher gehen möchte, muß man das nachmessen:
Mit einem Gleichstromstoß gibt man die Remanenz des Kerns vor. Dann
schaltet man aus und wieder an, mit willkürlicher Polarität. Je nach
Wahl der Polung sollte dann die Selbstinduktionsspannung der Spule
unterschiedlich schnell zusammenbrechen, was man mit einem Speicheroszi
sehen kann (wenn man eins hat...)
Christoph wrote:
> ich dachte bisher, mit Nulldurchgangsschalter ließe sich der Stromstoß> vermeiden, aber nach dem Text ist das sogar ein besonders ungünstiger Fall.
Lt. Erklärung nur in der Hälfte aller Fälle, nämlich dann, wenn die
Remanenzmagentisierung parallel zur erwartenden Magnetisierung durch die
1. Halbwelle ist.
die erklärung mit der remanenz ist schon richtig.
am einfachsten vermeidet man das problem durch vorschalten eines
widerstd.
optimal: zb 30 ohm ntc, der nach 2 sec von einem relais überbrückt wird.
Das mit der Remanenz ist aber doch nur die halbe Wahrheit. Meines
Wissens nach geht der Trafo zu weit in die Sättigung wenn er in der Nähe
des Nulldurchganges eingeschaltet wird (weil eine größere
Spannungszeitfläche an der Trafoinduktivität entsteht) und dadurch
entsteht der hohe Strom. Dieser Effekt ist also völlig unabhängig von
der Remanenz.
>> Wieso muß ein Trafo eigentlich aus magnetisch hartem Material mit>> Remanenz bestehen?>>Das muss er garnicht, aber es kommt halt auf den Anwendungsfall drauf>an. Ich meine Schweisstrafos sind ein Gegenbeispiel.
Und gerade bei einem Schweißtrafo kann man diesen Effekt beim
Einschalten besonders gut beobachten finde ich.
> Das mit der Remanenz ist aber doch nur die halbe Wahrheit. Meines> Wissens nach geht der Trafo zu weit in die Sättigung wenn er in der Nähe> des Nulldurchganges eingeschaltet wird (weil eine größere
Klar, wenn er vorher schon falsch vormagnetisiert war, wirkt er dann
laenger als ohmscher Widerstand und es rumst. War die Vormagnetisierung
anders rum ist es aber egal.
> Und gerade bei einem Schweißtrafo kann man diesen Effekt beim> Einschalten besonders gut beobachten finde ich.
Das Problem ist bloss das ein Schweisstrafo ja der groesste Trafo ist
mit dem Leute zuhause zutun haben koennen.
Ich hab in der Firma einen normalen Trafo der macht 1400VA. Damit kann
man Sicherungen sehr zuverlaessig abwerfen. Bloss hat sowas natuerlich
niemand zuhause.
Olaf
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