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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Angebot Arbeitsvertrag 1J vor Studienende: Gehaltsforderung


Autor: Horst (Gast)
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Hallo.

Ich (20 Jahre jung g) bin Student der Elektrotechnik (Automatisierung) 
mit weit überdurchschnittlichen Leistungen an einer FH. Werde nächstes 
Jahr im Sommer fertig.

Hab heute das Angebot einer Firma bekommen (über den Abteilungsleiter 
der Fachabteilung, für die ich während des Studiums schon oft gearbeitet 
habe), ob ich nach meinem Studium fest für die arbeiten möchte und 
bereit wäre auch jetzt schon einen Arbeitsvertrag abzuschließen, also 
ein Jahr vorher.

Hat jemand ähnliche Situationen erlebt? Die haben zwar erst ein paar 
neue Elektoingenieure eingestellt, aber scheinbar echt Probleme die 
weiteren offenen Stellen zu besetzten (Auftragslage sehr gut).
Ist nen regionales, mittelständiges Unternehmen mit ca. 1300 
Mitarbeitern weltweit (ca 500 MA am betreffenden Standort).

Ich könnte mir gut vorstellen, die Stelle anzunehmen, die Arbeit hört 
sich gut an, die Arbeitsstelle ist wohnortnah und das Betriebsklima ist 
auch sehr gut.
Habe nur Bedenken durch einen vorzeitigen Vertragsabschluss mit einem zu 
geringen Gehalt einzusteigen. Was meint Ihr, was man so fordern kann als 
Berufseinsteiger? Meine Verhandlungsposition ist ja dadurch geschwächt, 
da ich mich noch nicht auf andere Stellen bewerben kann und somit keine 
"Vergleichsangebote" habe. Meine Position ist gestärkt dadurch, dass 
mich die betreffende Fachabteilung gerne haben möchte.

Das Unternehmen hat übrigens das Entgeldrahmenabkommen (ERA, Osthessen) 
umgesetzt.
Was meint ihr, was ich wert bin? ;-)

Autor: Horst (Gast)
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Jetzt hätte dich doch fast vergessen die Branche anzugeben:

Das Unternehmen ist im (überwiegend internationalen) Anlagenbau tätig.

Autor: Andy (Gast)
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Naja da is mal wieder einer neidisch...

Aber zu dir: Sag deine Bedenken doch einfach deinem Abteilungsleiter und 
sag ihm dass wenn du dann festangestellt deine -sagen wir mal- 45000 
haben willst. Oder vielleicht auch 48000 wenn du gut bist und du ja dann 
schon fuer die gearbeitet hast. Aber was fuer ein Gehalt du jetzt 
fordern sollst kann ich dir auch nicht sagen. Stundenlohn wohl weil du 
ja keine 40 Stunden/Woche arbeiten wirst, oder? Dann wuerd ich einfach 
mal ein jahresgehalt von 40000 auf die Stunde runterrechnen und das 
verlangen. Kenne auch jemand der als zu Studentenzeiten 33 Euro/ Stunde 
bekommen hat.

Aber ich wuerd einfach das was du uns geschrieben hast mit deinem Chef 
ganz offen und erlich absprechen. Das kommt bestimmt nicht bloed an 
sonder eher positiv!

Viel Glueck!

Autor: Dirk (Gast)
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>Hab heute das Angebot einer Firma bekommen (über den Abteilungsleiter
>der Fachabteilung, für die ich während des Studiums schon oft gearbeitet
>habe), ob ich nach meinem Studium fest für die arbeiten möchte und
>bereit wäre auch jetzt schon einen Arbeitsvertrag abzuschließen, also
>ein Jahr vorher.

Durch den starken Dipl. Ing. mangel gibt es diverse Headhunter die 
versuchen jemanden abzuwerben und Firmen versuchen direkt vor dem Diplom 
Leute untervertrag zu nehmen.

Zu Unterschreiben ist kein Fehler, solange die gesetzlichen 
Kündigungsfristen eingehalten werden. Du kennst die Firma und die Firma 
kennt dich und scheinen von deiner Arbeit ueberzeugt zu sein. Das 
Betriebsklima sagt Dir laut Posting auch zu und wenn die Lohnverhandlung 
von deiner Seite ein akzeptables Ergebnis erzielt hat sollte dich nicht 
viel hindern. Falls keine Tarifvertraege in der Firma gelten waere nach 
Beendigung der Probezeit eine Verhandlung über ein verbessertes Gehalt 
möglich. Das sollte im Arbeitsvertrag festgehalten werden. Falls andere 
Firmen in Frage kommen muesstest Du natuerlich hoffen das Sie auf dich 
ein bischen warten, weil die gesetzliche Kündigungsfrist im Wege steht, 
aber die Kündigungsfrist ist nach einem Jahr nicht so hoch.

Autor: schäuble (Gast)
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>Kenne auch jemand der als zu Studentenzeiten 33 Euro/ Stunde
>bekommen hat.

Als Student bei einem Stundenaufkommen von <20h/Woche wahrscheinlich. 
Das hat er nach dem Abschluss als Einstieg vermutlich nicht beibehalten 
können. In der Regel liegt der Stundenlohn dann doch etwas niedriger.

@horst
>Ich (20 Jahre jung g) bin Student der Elektrotechnik (Automatisierung)
>mit weit überdurchschnittlichen Leistungen an einer FH.

Dazu fällt mir nur ein dass Du in dem Alter (sehr jung) ohne jegliche 
Berufserfahrung (wann auch?) mit dieser Selbsteinschätzung (weit 
überdurchschnittlich - warum schreibst Du nicht gleich 
'hyperfantastisch' oder so) kaum Leistung in dem Umfang erbringen wirst 
in dem Du gerne Dein Einstiegsgehalt hättest. Woher die Angst, später 
nichts mehr 'aufholen' zu können? Fehlende Bereitschaft zur 
Leistungssteigerung?

Autor: Jupp M. (juppp)
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Ich hätte Bedenken, mich bereits ein Jahr vor Abschluß fest zu binden. 
Schließlich kann man nie wissen, was noch alles kommt.

Autor: Axel (Gast)
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Wenn das nicht im Arbeitsvertrag ausdrücklich ausgeschlossen wird, kann 
man auch vor Antritt der Stelle mit der normalen Kündigungsfrist 
kündigen.

Allerdings haben die meisten Firmen für soolche Fälle eine Klausel, die 
eine Vertragsstrafe von 1 Monatsgehalt in solchen Fällen vorsieht.

Man vergibt sich also nichts, wenn man unterschreibt.

Wenn man dann allerdings vor Antritt kündigt, kann man da wohl später 
nicht mehr arbeiten.

Gruss
Axel

Autor: Henrik J. (henrikj)
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Binden ist sicherlich nicht schlecht. Aber bedenke, dass die dich dann 
auch unwahrscheinlich einspannen können. Und neben 40h/Woche noch n 
Studium zu machen ist echt Mist.

Im "schlimmsten" Fall brichst du das Studium ab und arbeitest nur noch 
für die Firma. Da kenne ich auch so einen Fall. Der verdient zwar nicht 
schlecht, aber hat halt (für die nächste Stelle) keinen akademischen 
Titel. Darauf würde ich nicht verzichten wollen.

Autor: Timo (Gast)
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Es gibt ja auch immer noch die Probezeit. Da kann man innerhalb einer 
Frist von zwei Wochen ohne Angabe von Gründen kündigen. Im Zweifelsfall 
könnte man also zwei Wochen nach offiziellem Arbeitsbeginn bei einer 
anderen Firma anfangen.

Autor: Horst (Gast)
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Danke schonmal für die vielen Antworten!

Ich glaube ich habe mich teilweise missverständlich ausgedrückt:
Es geht nicht um eine vorzeitige Arbeitsaufnahme während dem Studium, 
sondern lediglich einen Vertrag für den Arbeitsantritt nach (!) dem 
Studium (Quasi eine Verpflichtung bei der Firma nach dem Studium zu 
arbeiten).


@schäuble:
"weit überdurchschnittlich" ist eine objektive Beurteilung an Hand der 
Prüfungsergenisse im Vergleich zu meinen Kommilitonen, es soll keine 
Selbsteinschätzung darstellen. Das mit dem keine Praxiserfahrung kann 
ich so auch nicht stehen lassen, habe ein halbes Jahr Praxissemester 
gemacht und jedes Jahr ca 3 Monate (in den Ferien) in der entsprechenden 
Abteilung gearbeitet, würde mich also nicht als "Fachidiot" einschätzen.

Autor: Horst (Gast)
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>Woher die Angst, später nichts mehr 'aufholen' zu können? Fehlende Bereitschaft 
zur Leistungssteigerung?

Selbstverständlich nicht. Ich erkenne nur nicht so die Möglichkeiten der 
Gehaltserhöhung. Weiß nicht wie bzw. ob das wegen den Tarifverträgen 
funktioniert.

Autor: Henrik J. (henrikj)
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Sich als überdurchschnittlich zu bezeichen und lediglich mit den 
Leistungen der Kommis messen, ist dünnes Eis. Absolute Ergebnisse 
zählen. Keine relativen. Aber ich denke mal, dass du das gemeint 
hast....

Wenns um danach anfangen geht, musst du natürlich das Einstiegsgehalt 
rausholen. Das Mittel beläuft sich da, meiner Erfahrung nach, bei ca. 
42k. Und da sie dich schon vorher haben wollen, kannst ruhig bissel 
frech werden. Bist ja quasi auch schon eingearbeitet. Entsprechend ist 
auch mehr drin.

Autor: Timo (Gast)
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Wie sieht es denn eigentlich bei einem Unternehmen aus, dass an 
Tarifverträge gebunden ist. Kann man einige Jahre nach dem Einstieg mit 
tariflicher Zahlung was außertarifliches aushandeln? Oder muss man dazu 
in eine andere Firma, die zwar auch an Tarifverträge gebunden ist, aber 
man da gleich außertariflich anfängt? Oder kann man grundsätzlich in 
einer Firma mit Tarifvertrag nicht seine eigenen Verträge aushandeln? 
(Alles als normaler Arbeitnehmer ohne Personalverantwortung, denn für 
die gelten die Tarifverträge häufig ja sowieso nicht.)

Autor: schäuble (Gast)
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Hallo Horst,

es ist ja gut dass Du von Dir überzeugt bist und das auch im Studium mit 
guten Leistungen (was ist denn überdurchschnittlich?) bestätigst. 
Allerdings haben ein Praxissemester gepaart mit Ferienjobs nicht viel 
mit Berufserfahrung zu tun. (Was nicht heissen soll, dass Du keine 
Ahnung hast) Du stehst dort in keinem Moment in der Verantwortung und 
kannst auch nicht besonders gut unter Druck gesetzt werden um Deine 
Arbeitsleistung zu erhöhen (sowas passiert halt wenn man angestellt ist, 
egal ob Akademiker oder Facharbeiter). Diese Erfahrung kann man erst 
nach dem Abschluss machen und dabei Entwickeln sich auch die Argumente 
die man braucht um Gehaltserhöhungen durchsetzen zu können.

>würde mich also nicht als "Fachidiot" einschätzen.

Nur weils in der Ansprache an mich gerichtet ist: Diese unsägliche 
Bezeichnung  wurde und wird von mir nicht verwendet. Soviel Respekt muss 
sein.

Autor: Alibi (Gast)
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Ich würde erstmal nix unterschreiben. Vielleicht bekommst du während der 
Diplomarbeit noch Lust, einen Doktor dranzuhängen? Das wissenschaftliche 
Arbeiten kann ganz lustig sein...

Und mal ehrlich...wenn sich einer von der FH mit weit 
überdurchschnittlichen Leistungen bei mir bewirbt, dann frage ich mich 
doch, warum der nicht an die Uni gewechselt ist, oder wenigstens einen 
Master, besser noch einen Doktor drangehängt hat. Das soll jetzt das 
FH-Diplom nicht abwerten, ich habe selber einen FH-Abschluss!

Autor: Timo (Gast)
Datum:

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Naja, Master und Doktor dienen mehr dem wissenschaftlichen Arbeiten. Man 
braucht aber auch top Praktiker und die versucht eine FH auszubilden. 
Wenn ich deiner Logik folge, gibt es nur mittelmäßige Praktiker, denn 
alle sehr guten haben sich mehr auf die Wissenschaft konzentriert.

Autor: Jupp M. (juppp)
Datum:

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>Und mal ehrlich...wenn sich einer von der FH mit weit
>überdurchschnittlichen Leistungen bei mir bewirbt, dann frage ich mich
>doch, warum der nicht an die Uni gewechselt ist, oder wenigstens einen
>Master, besser noch einen Doktor drangehängt hat.

Vielleicht weil er direkt in den Beruf einsteigen möchte? Wozu soll der 
Wechsel an die Uni gut sein, wenn jemand weis, dass der später definitiv 
nicht in die Forschung gehen will? Die Gehaltsunterschiede relativieren 
sich später recht schnell.

So ist es gesparte Zeit, Gewinn an Erfahrungen und verdientes Geld.

Autor: Alibi (Gast)
Datum:

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@Timo
Ja, du hast recht. Ich setze aber "weit überdurchschnittliche 
Leistungen" nicht mit einem guten FHler, sondern mit einem absoluten 
Überflieger gleich (den die Firma erkannt hat, und ihm deshalb früh 
einen Arbeitsvertrag anbietet). Um solche Leistungen zu erbringen, muss 
man neben guten Erbanlagen auch ein sehr großes Interesse and dem Stoff 
des Studiums besitzen. Und in diesem Fall würde ich mir doch überlegen, 
ob ich mein Interesse nicht durch weiterstudieren untermauere.

Autor: Alibi (Gast)
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@juppp
Ja, was er macht ist seine Entscheidung. Nur oft erkennt man den Spaß am 
wissenschaftlichen Arbeiten erst bei der Diplomarbeit, und wenn man da 
schon unterschrieben hat...

Autor: Timo (Gast)
Datum:

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@Alibi

Ich zitiere dich nochmal:

>Und mal ehrlich...wenn sich einer von der FH mit weit
>überdurchschnittlichen Leistungen bei mir bewirbt, dann frage ich mich
>doch, warum der nicht an die Uni gewechselt ist, oder wenigstens einen
>Master, besser noch einen Doktor drangehängt hat.

und ich antworte nochmal darauf, dass es durchaus auch Überflieger geben 
kann, die keine Lust auf Wissenschaft haben sondern etwas "machen" 
wollen.

Autor: Freezer (Gast)
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>Timo schrieb:
>Wie sieht es denn eigentlich bei einem Unternehmen aus, dass an Tarifverträge
>gebunden ist. Kann man einige Jahre nach dem Einstieg mit tariflicher Zahlung
>was außertarifliches aushandeln?

Das würde mich auch interessieren, kennt sich da wer aus? Allgein hab 
ich so das Gefühl, dass es über Tarifverträge und Gehalt net so die 
besten Infos zu bekommen sind.

Autor: Horst (Gast)
Datum:

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Ich meinte weit überdurchschnittlich sowohl relativ (unter den besten 
10%),  als auch absolut (Durchschnitt ca 1,3 bis 1,5). Und jetzt ist es 
dazu auch genug.


Wissenschaftliches Arbeiten habe ich ja während dem Studium schon oft 
genug bei Ausarbeitungen machen können und habe es nicht unbedingt als 
besonders spannend empfunden. Auch das ausarbeiten des BPS-Berichtes 
fand ich nicht sonderlich spannend. Wenn man nur am Papier sieht was man 
gemacht hat ist das nix für mich ;-)


>Henrik J. schrieb:
>Wenns um danach anfangen geht, musst du natürlich das Einstiegsgehalt
>rausholen. Das Mittel beläuft sich da, meiner Erfahrung nach, bei ca.
>42k. Und da sie dich schon vorher haben wollen, kannst ruhig bissel
>frech werden. Bist ja quasi auch schon eingearbeitet. Entsprechend ist
>auch mehr drin.

Das sehe ich auch so. Kann mich der Frage von Freezer aber nur 
anschließen, hat man überhaupt Verhandlungsmöglichkeiten, wenn die Firma 
einem Tarifvertrag unterliegt.
Das Grundentgeld in Gruppe e9 liegt in Hessen ja bei 39408€ p.a. 
(Quelle: IG Metall-Bezirk Frankfurt, www.igmetall-bezirk-frankfurt.de). 
Ob dann jedoch noch irgendwelche verhandelbaren festen Beträge 
hinzukommen können, habe ich noch nicht herausfinden können. Wenn nein, 
wär man bei Gehaltsverhandlungen ja eh ziemlich eingeschränkt.

Autor: Peter (Gast)
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Hallo,
Die Tarifverträge Gelten in der Regel nur wenn beide parteien als AG und 
AN dem Tarifvertrag unterliegen. Zudem kann für den Arbeitnehmer immer 
etwas besseres rausspringen. Also wenn der Tarifvertrag z.B. 2500€ 
vorschreibt dann darf man 3000€ Verdienen aber nicht 2400€.
Gruß
Peter

Autor: Axel (Gast)
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Mehr als im Tarifvertrag steht, kann die immer zahlen. Die darf nur 
nicht weniger zahlen. Wobei das, genau genommen, auch nur für 
Gewerkschaftsmitglieder gilt. Ausnahmen bestätigen die Regel.

Bei einer Firma mit 1300 MA würde ich allerdings davon ausgehen, dass es 
bei Neueinstellungen eines Anfängers keinen signifikanten Spielraum 
gibt. Das muss vom Endgehalt auch gar nicht so schlecht sein, wenn 
Überstunden bezahlt werden, was aussertariflich i. d. R. nicht der Fall 
ist. So mancher hat sich nach seiner ersten aussertariflichen 
Gehaltsabrechnung kräftig in den Hintern gebissen.

Wobei die Firmen häufig interne Haustarife haben, die weit über den 
tariflichen Werten liegen (aber auch keine Überstundenbezahlung 
vorsehen). Aber da ist dann eben auch kein Verhandlungsspielraum.

Nach meiner Erfahrung gibt es aber richtiges Geld erst, wenn man nach 
mindestens drei Jahren wechselt und dann als erfahrener Ingenieur eine 
richtige Steigerung bekommt. Von daher würde ich beim ersten Job nicht 
so auf das Geld schauen, sondern, dass man was lernt, was sich später 
gut verkaufen lässt.

Gruss
Axel

Autor: Der Hubert (Gast)
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Wenn ich mir so die Angebote trotz Aufschwung so ansehe (die ich aktuell 
bekomme), dann überlege ich ernsthaft, mich von der ganzen Technikwelt 
zu verabschieden und ins Bankgewerbe zu gehen.

Ok, die verdienen ohne entspr. Ausbildung auch net so dolle aber wenn 
ich mir mein letztes Projekt bei denen so ansehe, habe ich für 
wesentlich weniger Streß das gleiche verdient, wie die meisten Techniker 
hier ....

Leider war es nur ein zeitliches Projekt aber eine Dauerbeschäftigung 
wird angestrebt .... gg

Gruß
Der Hubert

Autor: Oli (Gast)
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Wie kann man denn mit 20 kurz vor dem FH Abschluss stehen? Wann hast du 
dennangefangen ?

Autor: Claus Kühnel (ckuehnel)
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Die Frage nach dem Wert ist relativ und nicht so einfach zu beantworten.
Der Vorschlag, mit dem Chef der betreffenden Firma die Thematik offen zu 
besprechen, ist sehr gut.

Dann gibt es irgendwann ein Übereinkommen, also den Vertrag, wo man auch 
genau hinschauen sollte, wie man ihn beenden kann.

Ein heutiger Berufseinsteiger wird kaum mehr als drei bis vier Jahre bei 
der ersten Fa. bleiben. Also gilt es diesen Punkt anzuschauen, aber auch 
eine Kündigung in der Probezeit, wenn man merkt, dass die Vorgaben nicht 
(mehr) stimmen. Ein Jahr bis zum Vertragsantritt ist eine lange Zeit für 
den Bewerber, aber auch für das Unternehmen.

Wenn ich Bewerber einstelle, die Ihren Marktwert falsch einschätzen, 
dann mache ich von einem solchen "Schnäppchen" keinen Gebrauch, sondern 
passe das Salär dem Team u.a. Gesichtspunkten an. Unterlässt man das, 
dann hat man an dem Schnäppchen nicht lange Freude, denn es kehrt einem 
folgerichtig sehr schnell den Rücken. Es gibt also immer mindestens zwei 
Seiten.

Ein klärendes Gespräch in aller Offenheit ist also der beste Weg 
Unklarheiten zu beseitigen. Das Gefühl danach bestärkt einen in den 
meisten Fällen.

Viel Erfolg
Ciao Claus

Autor: Horst (Gast)
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>Oli schrieb:
>Wie kann man denn mit 20 kurz vor dem FH Abschluss stehen? Wann hast du
>dennangefangen ?

Kurz nach dem 18. Geburtstag.

>Claus Kühnel schrieb:
>Wenn ich Bewerber einstelle, die Ihren Marktwert falsch einschätzen,
>dann mache ich von einem solchen "Schnäppchen" keinen Gebrauch, sondern
>passe das Salär dem Team u.a. Gesichtspunkten an. Unterlässt man das,
>dann hat man an dem Schnäppchen nicht lange Freude, denn es kehrt einem
>folgerichtig sehr schnell den Rücken. Es gibt also immer mindestens zwei
>Seiten.

Aus dem Gesichtspunkt habe ich das noch gar nicht betrachtet, ist aber 
völlig nachvollziehbar.



Habe jetzt vereinbart mich Anfang Juli, nachdem die diessemestrigen 
Klausuren durch sind, mal mit dem Abteilungsleiter zu sprechen. Wollen 
eh noch ein paar Details klären, bezüglich Aufgabengebiert etc und da 
werd ich das Thema Gehalt dann auch mal anschneiden.

Autor: A. N. (netbandit)
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@Horst:

Wie sieht es mit dem Bund/Zivildienst aus? Hast du von denen schon eine 
definitive Absage? (Ausgemustert etc.) Nicht, dass die dich kurz vorm 
23. Lebensjahr ziehen... Zwar bleibt dein Job weiterhin bestehen, aber 
das ist schon eine gewisse Umstellung in der Lebensplanung, eventuell 
wäre es besser, das gleich nach dem Studium ranzusetzen und erst danach 
anzufangen zu arbeiten.

Autor: Tippgeber (Gast)
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Wenn das so wietergeht, dann werden die Firmen es machen, wie die 
Bundeswehr: Studium finanzieren und Knebelvertrag. In einigen Jahren 
werden dann Eltern während der Auszucht ihres Nachwuches finanziell 
untersützt und müssen im Gegenzug ihren Sprössling mit 16 der Firma 
überlassen.

Eine pikante Möglichkeit, wie auch Siemens und Bosch in Zukunft noch an 
Nachwuchs kommen.

Autor: Horst (Gast)
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>A. N.
>Wie sieht es mit dem Bund/Zivildienst aus? Hast du von denen schon eine
>definitive Absage?

Das Thema ist glücklicherweise direkt nach der Musterung abgehakt 
worden. Muss ich nicht!

Autor: Andy (Gast)
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Frage an Horst: Bachelor od. Diplom? Wenn Diplom dann musst du aber ne 
Klasse ubersprungen haben, oder?

Autor: Timo (Gast)
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Und 1,3-1,5 würde ich auch nicht als WEIT überdurchschnittlich 
bezeichnen. Das hab ich auch, würde mich aber wenn überhaupt als 
überdurchschnittlich bezeichnen.

Autor: Alibi (Gast)
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@Timo
>und ich antworte nochmal darauf, dass es durchaus auch Überflieger geben
>kann, die keine Lust auf Wissenschaft haben sondern etwas "machen"
>wollen.

Ich habe auch nie das Gegenteil behauptet! Bei mir hat die Diplomarbeit 
erst das Interesse am wissenschaftlichen Arbeiten geweckt, und ich kann 
deshalb Horst nur empfehlen, deshalb mit dem Unterschreiben zu warten. 
Dass Horst den BPS-Bericht als "wissenschaftliche Arbeit" deklariert 
zeigt ja auch, dass er wenig Erfahrung oder eine andere Vorstellung von 
wissenschaftlichem Arbeiten hat.

Also zusammengefasst:
Wenn Diplomarbeit Lust weckt =>weitere Ausbildung dranhängen
Wenn nicht =>Keulen gehen

Autor: Timo (Gast)
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Das glaube ich dir ja auch. Wollte nur erwidern, dass man auch mit einem 
sehr guten Abschluss von der FH abgehen und anfangen zu arbeiten kann, 
ohne dass einem vorgehalten wird, dass man nicht auf die Uni gewechselt 
ist. Das hat deine Aussage suggeriert.

Autor: Horst (Gast)
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>Andy schrieb:
>Frage an Horst: Bachelor od. Diplom? Wenn Diplom dann musst du aber ne
>Klasse ubersprungen haben, oder?

Ich gehöre noch zu dem vorletzten Diplom-Jahrgang unserer Hochschule.
Nein, hab keine Klasse übersprungen. Mit (gerade so) sechs Jahren 
eingeschult worden und dann zwölf Jahre Schule.


>Timo schrieb:
>Und 1,3-1,5 würde ich auch nicht als WEIT überdurchschnittlich
>bezeichnen. Das hab ich auch, würde mich aber wenn überhaupt als
>überdurchschnittlich bezeichnen.

Deswegen meine ich ja auch eher man sollte seine Ergebnisse mit denen 
seiner Kommilitonen vergleichen, jede FH setzt die Bewertungsmaßstäbe 
anders an.
Um an unserer Hochschule einen Schnitt über 2 zu haben muss man sich 
schon ganz ordentlich reinhängen.
Für den durchschnittlichen Studenten ist es bei uns schon schwierig das 
Studium überhaupt in der Regelstudienzeit abzuschließen. In meinem 
Semester sind nur noch 8, die mit mir angefangen haben (von insgesamt 
40). Und 4 davon sind froh überhaupt alle Klausuren bestanden zu haben, 
da kann man sich denken wie deren Ergebnisse aussehen.

Autor: Timo (Gast)
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Okay, wenn du meinst. Bei uns werden auch nur 10 von über 60 fertig. Und 
das sieht nirgendwo wirklich anders aus.

Ich glaube dir würde es mal ganz gut tun etwas kleinere Brötchen zu 
backen, sonst läufst du eventuell bald mal Gefahr auf die Nase zu 
fallen.

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