Hallo,
ich bin relativ neu im Gebiet der Elektronik und habe auch schon eine
kleien Uhr gebaut.
Aber ich denke mein Lötkolben hat eine zu dicke Spitze, jedenfalls
könnte ich mir eine geeignetere besser vorstellen.
Was für Lötspitzen verwendet man am Besten?
Welchen Lötkolben?
Grüße Jochen
Ich nehme noch Lötzinn mit Blei - für's Hobby ist es meiner Meinung nach
unbedenklich.
Ich persönlich benutze einen ERSA Multitip C15 - preiswert und die
Dauerlötspitze macht ihrem Namen alle Ehre.
Am Anfang ist man meist der Meinung, die Lötspitze sei viel zu dick,
aber mit wachsender Löterfahrung stellt man fest, daß man auch damit
winzige Stellen löten kann.
Meine Meinung zu ultra-feinen Lötspitzen: die haben oft das Problem, daß
das Lötzinn die Spitze hochwandert - im besten Fall ist das nur
gewöhnungsbedürftig.
Wo wir gerade beim Lötkolben sind.
Kann mir jemand sagen wo man nen möglichst günstige aber brauchbaren
Lötstation(Set) bekommt?
Im mom schlepp ich immer die von Arbeit mit Heim. :D
ERSA MS250 - gibts bei den üblichen Verdächtigen, war mal viel billiger
ist aber so auch jeden Cent Wert. Wird mit Multitip 25 und einem 6W
Feinlötkolben ausgeliefert.
Gruss,
Edson
Apropos bleiernes Lötzin: Gibts das noch ?? Is ja seit 2006 verboten
.... (zumindest das neu in den Verkehr bringen)
Ich denke sehr dünne Lötspitzen bei den Billichlötern taugen net viel
und glühen auch mal schnell oder verbiegen ....
Ich habe so ne Konradlöte mit Displayx, kostet IMHO aktuell irgendwas um
die 60€ und funzt perfekt. So nen Weller für knappe 300€ ist natürlich
was feines aber IMHO nur, wenn man kein anderes Leben neben dem Löten
hat ....
Gruß
Der Hubert
@Tippgeber
Ich bin bereit nötige Geld für ne brauchbare Station hinzulegen.
Auch wenns weh tut.
Ich bin allerdings nicht bereit wenig Geld für irgend einen Schrott
auszugeben.
Mit ERSA und Weller bin ich vertraut und weiß das man auch was
anständiges für sein Geld bekommt.
Die frage ist aber ob z.B. diese Lötstation
http://www.reichelt.de/?SID=20W7OXfKwQARQAABhHHeI91603b20fa65355875d12da2e00b89e3;ACTION=3;LA=2;GROUPID=555;ARTICLE=55440
die nur 50 EUR kostet ihr Geld nicht auch Wert ist?
Hallo,
ich finde auch das man mit großen spitzen Teilweise besser lötet als mit
den ganz kleinen. Zum anderen verbiegen sich du ultrafeine vorne
teilweise ganz leicht was dann etwas blöd ist wenn man den Lötkolben
dann am schwamm abputzt weil die dann hängen bleibt. Zum anderen hat man
teilweise einfach nicht genug wärme an der Lötstelle. (z.B.
Masseflächen)
Gruß
Peter
@sajuuk
Man beachte den Preisunterschied nicht nur für die Station sondern auch
das Zubehör. Die Ersatz-Spitzen der verlinkten Station sind auffallend
billig gegenüber den bekannten Marken. Das lässt auf Materialien von
geringerer Qualität schliessen. Auf mich macht das ganze Teil keinen
guten Eindruck.
Ich bin der Meinung, eine analog-Station bietet im Vergleich zu einer
digitalen in dem Preissegment die solidere Technik.
Gruss,
Edson
>Apropos bleiernes Lötzin: Gibts das noch ?? Is ja seit 2006 verboten>.... (zumindest das neu in den Verkehr bringen)
Weder wurde bleiernes Lötzinn verboten (kannst du beim Conrad kaufen)
noch wurde das Inverkehrbringen von bleiernen Lötzinn, d.h. der Verkauf
von Lötzinn mit Bleianteil verboten (deswegen kannst du es ja beim ..
naja du weißt schon .. weiterhin kaufen) :)
Ich weiß natürlich was du meinst, aber wir sollten da schon genau sein,
sonst bilden sich in Bastelkreisen schnell Legenden wie "du darfst kein
Bleilötzinn mehr nehmen"
Richtig es gibt kein Verbot von Blei im Lötzinn.
Was du meinst ist die sogenannte RoHS Richtlinie (engl. Restriction of
the use of certain hazardous substances in electrical and electronic
equipment: „Beschränkung der Verwendung bestimmter gefährlicher Stoffe
in Elektro- und Elektronikgeräten“)
Wie du richtig liest steht da "Beschränkung der Verwendung bestimmter
gefährlicher Stoffe in Elektro- und Elektronikgeräten"
Das bedeutet das in allen Elektronikgeräten die in Serie gefertigt
werden
nur noch ein Gwichtsanteil von 0,1 Gewichtsprozent Blei, Quecksilber,
sechswertiges Chrom, PBB und PBDE enthalten sein dürfen.
Und selbst für diese Beschränkungen gibt es einige Ausnahmen.
Unteranderem das Reparaturen von Menschenhand weiterhin mit bleihaltigem
Lötzinn ausgeführt werden dürfen.
Und den gemeinen Privatbastler brauch RoHS gar nicht stören, solang er
seine Geräte nicht in Serie fertigt und verkauft.
@ jochen
Blei ist giftig und der ganze Elektroschrott, der auf unseren Müllhalden
liegt, enthält jede Menge Blei das wird vom Regen ausgespült und kommt
so ins Grundwasser, was dann früher oder später in unseren Wasserhänen
oder Essen landet.
Also wenn du Umweltbewusst sein möchtest nimmst Bleifreies Lötzinn.
Wenn du auf bleifrei pfeifst, so wie die meisten Bastler, dann nicht am
Lötzinn lutschen. ;D
also ich löte schon seit 2 Jahren mit einer ähnlichen Station
(aber gleicher Lötkolben) wie der hier:
http://www.shop.display3000.com/pi21/pd75.html
Und ich löte viel damit und die sieht mittlerweile aus wie Sau; u.a.
Farbspritzer, natürlich nicht vom löten ;-).
Ich habe zwischenzeitlich noch diverse andere Lötstationen getestet auch
Markenstationen: ich war IMMER unzufrieden und habe sie wieder bei ebay
verscherbelt und und bin bei meiner alten Station geblieben. Daher habe
ich mir gerade schnell für den Angebotspreis von 35 Euro bei Display
3000 eine neue bestellt.
Wenn jemand meine alte Station haben möchte: bitte melden. Mit 20 Euro
plus Versand bist du dabei.
Vorteil: schnelle Energiezufuhr und schmale/spitze Lötspitzen, mit denen
man auch vernünftig löten kann. Meine letzte Station war eine 120 Euro
80 Watt RDS80 von Ersa. Mit einer richtig dicken Spitze war sie OK (so
richtig dick, zum Bleche löten etc.), aber mit einer spitzen Lötspitze
war sie echter Schrott, denn sie schafft die Energie nicht so schnell
ran wie sie müsste (weil die Lötspitze dermaßen lang ist, dass der
Energietransport zu lange dauert), trotz angeblich 80 Watt. Profis haben
ja eine Vorheizplatte für Platinen, da geht das dann sicher auch mit der
Ersa gut, aber das wäre für mich etwas übertrieben.
Die Lötspitzen von der Station oben halten zudem ewig und drei Tage. Zum
Vergleich: Die erste Ersa Spitze war bei mir nach 2 Wochen hin und
Ersatz kostet dann direkt über 10 Euro.
Allerdings: Ein Lötkolben (Heizkörper) ist mir zwischenzeitlich schon
durchgebrannt, aber ein kompletter Ersatzkolben kostet so um die 10 Euro
und da war das zu verschmerzen.
Na denn ein schönes Wochenende
Olli
Ich nutze normal auch diverse Weller-Lötstationen und bin sehr
zufrieden. Trotzdem: Macht mal nicht so einen großen Zauber um die
Sache. Habe gerade mal testweise mit einem Weller 15 Watt 220V Lötkolben
für 17 Euro gelötet, auch das geht sehr gut. Noch ein 30 Watt für etwas
größere Lötstellen und dann kommt man damit auch sehr weit, wenn man
kein Geld hat, um sich was teureres zu kaufen.
Ich habe während meiner ganzen Lehrzeit als Elektroniker mit normalen
220 V Billiglötkolben gearbeitet. Und man hat so diverse Tricks gelernt,
wie man damit vorzüglich arbeiten kann. Lötspitzen haben wir uns aus 4mm
Kupferdraht selbst geschmiedet. Eine Diode in der Zuleitung, um ggf. auf
Halbwellenbetrieb umzuschalten und die Spitze zu schonen, ist z.B. eine
sinnvolle Sache. Oder einen Dimmer aus dem Baumarkt davorschalten.
Wer löten kann, kommt mit nahezu jedem Eisen irgendwie zurecht. Und es
geht ja darum, vernünftig löten zu lernen.
Bleifrei würde ich als Anfänger auch erstmal meiden.
ich finde eine beschichtete Lötspitze und ein Kolben mit etwas Leistung
ist ausreichend. Habe mehrere Jahre mit einem Ersa MULTITIP C-25 (25W)
Lötkolben gearbeitet der eine sehr hohe Lötspitzentemperatur hatte ca.
450° und auch sehr schnell aufheizt (60 Sek). Dadurch konnte man sehr
schnell löten so das die Bauteile nicht beschädigt wurden. Ein nachteil
war aber das die Lötspitze durch die hohe temperatur immer dunkel wurde,
man musste nach einer Lötpause also immer die Spitze am Schwann
saubermachen, was aber bei der Ersadur-Beschichtung kein Problem war.
Inzwischen hab ich mir eine Analog 80 geholt.
Bei einem Freund konnte ich mal eine MULTITIP C-15 ausprobieren, damit
war ich aber nicht so zufrieden, gerade wenn man mehrere vormontierte
Bauteile nacheinander lötete merkte man das die Leistung zu gering war,
da die Temp arg absank.
Ganz am Anfang hatte ich nen Lötkolben vom Conrad so ein graues Teil das
sie inzwischen auch nicht mehr im Programm haben damit war es schwer zu
löten, die Spitze war ständig oxidiert und erlaubte keinen richtigen
Wärmeübergang auf das Bauteil, ohne Löthonig ging da fast garnichts.
Och, ich weiß nicht: "Bleifrei als Anfänger erstmal meiden."
Hallo: Das Zeug ist giftig und krebserregend - hier geht es nicht nur um
die Umwelt im allgemeinen sondern um die eigene Gesundheit (nicht heute
aber in 30 Jahren). Dein Vorschlag kling so wie: "Neu in der Stadt? Geh
mal in paar Kneipen, aber fang vorher besser mit dem Rauchen an, dann
ist es leichter Menschen kennenzulernen" oder "nimm Arsen, dann klappts
auch mit den Frauen besser ....". Gift bleibt Gift und die
Bleikonzentration in den Dämpfen ist nicht zu vernachlässigen und wer
des öfteren Lötet und dann auch mal vergisst, sich sofort danach die
Hände zu waschen, der dürfte schon ein nettes Bleipolster in seiner
Leber angesammelt haben. Gift bleibt Gift und das gilt es zu vermeiden.
Punkt.
Gerade umgekehrt wird ein Schuh draus. Mir fällt gerade als Beispiel das
Tauchen ein: Wer hier in Deutschland in einem See lernt (Sichtweite je
nach Jahreszeit so 2-10 Meter), der wird immer und unter allen Umständen
tauchen können. Lernt er/sie es im Urlaub im warmen Meer mit 100m
Sichtweite, wird er schneller Probleme bekommen, wenn man plötzlich mal
nichts sieht weil jemand was aufgewirbelt hat.
Meine Meinung: Wer direkt bleifrei beginnt, wird nach den ersten
anfänglichen Schwierigkeiten (die man auch mit bleihaltigem Zinn hat)
besser Löten als umgekehrt. Und noch eines sollte man unbedingt
beachten: es muss GUTES bleifreies Lötzinn sein, dann sieht auch ein
Anfänger, ob die Lötstelle OK ist, oder nicht. Mein Favorit ist z.Zt.
Stannol KS 115
Flowtin TSC (NICHT TC!! sondern TSC) - ist allerdings ziemlich teuer und
schwer zu bekommen.
O.
@Thomas O.: 450°C - oje: da wird ja dann das Flussmittel spritzen und
qualmen wie Sau und du hast ständig das verbrannte Flussmittel an der
Lötspitze. Eine mikroprozessorgeregelte Station dagegen regelt immer
nach und powert nicht einfach wild in den Lötkolben rein egal, ob die
Energie gerade abgerufen wird oder nicht. Das ist dann nämlich der Grund
für einen schnellen Defekt bei den Lötspitzen und außerdem für einen
hohen Stromverbrauch. Eine geregelte Station verbraucht eben auch
weniger Strom und macht sich dann irgendwann auch selbst bezahlt.
Ich denke du wirst den Unterschied mit der Analog 80 gegenüber den
normalen Kolben schon festgestellt haben - ich glaube auch kaum, dass du
die Analog 80 auf 450! stehen hast, oder?
O.
nein die Analog 80 läuft mit niedrigerer Temp, nach dem man den
Multitip25 am nassen Schwamm saubergestreift hat war es kein Problem mit
dem Flussmittel auch wenn man schnell nacheinander löten war das auch
kein Problem, schätze mal das die Temp nicht unter 350° absank.
>Och, ich weiß nicht: "Bleifrei als Anfänger erstmal meiden.">Hallo: Das Zeug ist giftig und krebserregend
Soweit ich weiß, liegt der Siedepunkt von Blei bei über 1700°C.
Hauptsächlich müßte es bei den Dämpfen um das Flußmittel gehen - und
da man beim bleifreien Löten mit höheren Temperaturen arbeiten muß,
verdampft mehr Flußmittel - und es wird mehr davon verbrannt.
Blei ist in bestimmten Verbindungen gefährlich, und dann, wenn es in
meterlangen Rohren ins Trinkwasser gelangt.
...ich verbleibe somit skeptisch und bleibe beim alten Pb-Lötzinn (ja,
ich fasse es sogar an - buh)...
aha, Wasser verdunstet auch ohne dass es kocht !
Es kommt nicht auf den Siedepunkt sondern den Dampfdruck an. Mal sehen,
ob ich da was finde über Blei .......
>aha, Wasser verdunstet auch ohne dass es kocht !
Wasser hat auch ganz viele andere komische Eigenschaften:
- Die Anomalie des Wassers (es hat bei +4 °C die höchste Dichte, so dass
Eis schwimmt)
- die größte Verdampfungsenthalpie aller Flüssigkeiten (40,7 kJ/mol
entsprechend 2256 kJ/kg; daher der kühlende Effekt bei der
Transpiration) sowie eine hohe Schmelzenthalpie (6,01 kJ/mol
entsprechend 333 kJ/kg)
(Quelle ist Wikepedia - ich find die gut)
Noch ein Gedanke:
Bei der ROHS-Geschichte geht es um die Abfälle, die die Stoffe enthalten
und möglicherweise an die Umwelt abgeben (ins Grundwasser diffundierend
und so).
Das Wohl des lötenden Heimbastlers und seine "tägliche Schnupfdosis
Lötzinn" stand da wohl eher nicht im Vordergrund.
Wer weiß, ob nicht gerade das neue Lötzinn fiese Langzeitschäden
hervorruft...
@antworter,
beim Siedepunkt ist der Dampfdruck der Flüssigkeit egal ob Wasser,
geschmolzenes Blei oder sonstwas gleich dem äußeren Druck. Bei
Temperaturen unter dem Siedepunkt hat jede Substanz einen bestimmten,
natürlich kleineren Dampfdruck, d.h. es befindet sich immer Substanz in
der Gasphase.
Daß Wasser unterhalb seines Siedepunktes verdunstet, hat nichts mit
dessen Anomalien zu tun, sondern gilt für alle anderen Subtanzen
genauso.
Trotzdem: Ich halte ja viel von Umweltschutz und ökologisch sinnvolle
Ausrichtung. Man sollte aber nicht anfangen, irgendwo Gefahren
hineinzudichten, wo sie nicht sind. Wir haben heutzutage
Langzeiterfahrungen damit, wie sich bleihaltiges Löten auf die
Gesundheit auswirkt. Und ich habe bisher kaum etwas davon gehört, dass
Leute, die 40 Jahre handgelötet haben, eine erhöhte Dosis Blei in der
Leber hatten. Wenn es um die konkrete Gefahr des Löters beim
bleihaltigen Löten geht, so glaube ich, ist das völlig unkritisch.
Wer andere Erkenntnisse dazu hat, ich lasse mich gerne überzeugen.
Viel kritischer halte ich die Flussmitteldämpfe. Bei Kollophonium haben
wir Langzeiterfahrungen, bei vielen neueren Flussmitteln weiß man da
noch nicht so viel drüber. Insofern bleibe ich lieber bei
Kollophonium-Flussmittel.
nop(); wrote:
> Leute, die 40 Jahre geloetet haben, haben eine erhoehte> Wahrscheinlichkeit fuer Uebergewicht, wuerd ich mal sagen. Zuviel Blei> im Organismus ? :-)
Aha... - Endlich habe ich die Erklärung für mein üBÄRgewicht, nach der
ich schon seit Langem suche. Ich werde versuchen, dass mal meiner Ärztin
zu verklickern. Mal sehen, was sie dazu sagt.
...