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Forum: Digitale Signalverarbeitung / DSP VHS recorder als Massenspeicher


Autor: K. A. (flashbanger)
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Hallo. ich hab mal drüber nachgedacht ob man einen alten VHS-stereo 
recodrder nicht als Bandspeichergerät nutzen könnte.

Mann müsste lediglich ein schreibe und leseinterface für pc basteln.

auf 240min vhs dürfte etwa so 8 GB drauf passen. mit 1,50 pro kassette 
sind diese billiger als 2 DVD-RW

außerdem hat man ja meistens noch ein paar alte mit irgendwekchen alten 
spielfilemen, die eh schon auf DVD-gebrannt wurden. Hat jemand ne art 
bauanleitung für so was mal gesehen.

MfG Flashbanger

Autor: katzeklo (Gast)
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>Hat jemand ne art bauanleitung für so was mal gesehen.

Leider nicht, doch wenn ich mir ansehe, wie schnell Videofilme auf 
VHS-Kasette an Qualität verlieren, dann dürfte ein ordentliches Maß an 
Datenredundanz zwecks Fehlerkorrektur erforderlich sein.

Autor: Frank (Gast)
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Huiuiu, sowas gabs doch in den 90ern schon mal. Geschwindigkeit 
unterirdisch, Kapazität mangelhaft, nur sequentieller Zugriff.
Wie bitte kommst du auf 8GB? Ach, egal. Diese Lösung wurde schon früher 
für untauglich befunden. Vergiss es und kauf ne DVD.

Autor: Thomas O. (kosmos)
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Der Qualitätsverlust liegt aber eher am analogen Signal. Digital könnte 
man es als Schwarz und Weiß Infos in ein Bild setzen, pro Sekunde hat 
man 25 Bilder und ein Bild hat die Auflösung von 575 x 314 = 180550 da 
die Kantenglätte bei VHS eh nicht so gut ist muss man zwischen seinen 
Infos z.B. Linien auch etwas Abstand einplanen. Denke das man um die 10 
kByte in ein Bild unterbekommt mal 25 Bilder/Sek. wären dann um die 250 
kByte/Sek*(240*60)=3,4 GB

Da brenn ich doch lieber ne DVD und kann auf jede Datei innerhalb von 
mSek zugreifen brauche kein mechanisch anfälliges Band ständig zu spulen 
usw.

Autor: Kest (Gast)
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Wenn nur alles so einfach wäre :-)

vor Jahren (10-15) habe ich so eine Lösung gesehen/ daran mitgewirkt. 
Eigentlich war es ein "Proof of concept". Eine Capture-Carte diente als 
Datenkanal. Die AVIs, die aufgenommen wurden, mussten dann "encodet" 
werden. Das ganze hat leider nicht in Echtzeit funktioniert, sondern die 
ganze AVI musste auf der Festplatte vorhanden sein (also erst VHS 
abspielen, mit der Capturekarte aufnehmen, AVI encoden und mann hatte 
eine zip-Datei gehabt)

Da es damals nicht so große Festplatten gab, haben wir schon 
Schwierigkeiten mit der Datenmenge gehabt (AVIs mussten ja unkomprimiert 
vorliegen).

Aber egal. Fazit: untauglich, sogar, wenn alles in Echzeit passieren 
würde. Ich kann mich jetzt nicht an die Rechnung erinnern was und wie, 
aber ich glaube es waren nicht mal 150 MB pro Stunde, wenn nicht 
schlechter.

Die ganze analoge Sache macht alles kaputt, da kann man nichts dagegen 
machen. Ok, wir haben schwarz weis gemacht, also einfach punkte im Bild. 
Die Kantenlänge war so um die 100 Punkte (also 100x100 x 25 fps x 60 sec 
x 60 min = ca 100 MB (Stimmt die Rechnung?) Aber soweit ich mich 
errinnern kann, war sogar 100 Punkte Kantenlänge zu viel :-(

So viel dazu,


Gruß
Kest

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Ein TV Bild hat 50 Halbbilder und jedes Halbbild hat 288 Zeilen. Daher 
sollten sich eigentlich 50 x 100 x 288 Pixel pro Sekunde nutzen lassen. 
Das wäre fast ein CD pro Stunde.

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

Video-Backup gab es Anfang der 90er für den Amiga.
Manchmal konnte man das Backup sogar fehlerfrei zurücklesen. Manchmal...

Der Amiga hatte den Vorteil, daß BAS-typische H- und V-Impulse schon an 
der Monitorbuchse parat lagen, zum Rest habe ich nichts mehr.
Nötig ist zumindest eine sehr gute Fehlerkorrektur, VHS-Bänder haben 
viele Drop-Outs, selbst wenn sie neu sind. Dem Videosignal stört das 
recht wenig, den Daten schon.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Christoph Kessler (db1uq) (christoph_kessler)
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Elektor Februar 1976, Rubrik "Selektor": Mehrere Seiten Bericht über 
einen Videorecorder als PCM-Audiorecorder mit 8 Audiokanälen. Samplerate 
42 kHz 13 Bit (die CD mit 44 kHz / 16 Bit wurde erst 1982 eingeführt). 
Die Apparatur besteht laut Foto aus mehreren "Reisekoffern" auf einem 
Laborwagen, präsentiert von einer Japanerin. Die Daten werden als 
Videosignal verpackt.
Also die Idee ist nicht mehr ganz neu.

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Aus http://de.wikipedia.org/wiki/Audio-CD

Die „krumme“ Abtastrate von 44,1 kHz kam durch einen interessanten 
Umstand zustande. Die digitalen Audiodaten benötigten ein 
Speichermedium, das zuverlässig und verfügbar sein musste. Hierfür wurde 
von Sony ein Videorekorder vom System U-Matic – das zur damaligen Zeit 
im Studiobereich weit verbreitet war – verwendet, da dieser in der Lage 
war, entsprechend hochfrequente digitale Signale dauerhaft auf 
Magnetband zu speichern. Es existierten spezielle Konverter (PCM-1610 
und PCM-1630), die Audiodaten mit 16 Bit digitalisierten und ein 
„Video"-Signal erzeugten, das von dem U-Matic-Videorekorder 
aufgezeichnet werden konnte. Pro Videobildzeile konnten 96 Bit kodiert 
werden. Bei 294 nutzbaren Zeilen und 50 Bildern pro Sekunde (die 
Halbbilder des PAL-Videosignals) konnten so 96  294  50 = 1.411.200 
Bit pro Sekunde gespeichert werden. Bei 2x16 Bit pro Sample ergab sich 
so eine Abtastrate von 44.100 Werten pro Sekunde.

Autor: Kest (Gast)
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Danke, sehr interessant :-)

Gruß,

Kest

Autor: Nichtmehrwitzig (Gast)
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Also Leute, diese Seite war ja bisher recht unterhaltsam, wenn auch 
nicht sehr informativ, da sich dank des massenhaft vorhandenen 
Halbwissens immer mehr Anfänger noch mehr Viertelwissen aneigneten, von 
dem sie ein Achtelwissen an noch Begriffsstutzigere weitergaben, usw. So 
verteilte sich das gesamte Unwissen mit exponentiell steigender 
Geschwindigkeit.

Aber warum, bitteschön muss man jeden Scheiß, der einem durch den 
Hohlraum wabert, der bei anderen Menschen fürs Gehirn vorgesehen ist, 
auf dieser Seite abladen? Und warum müssen Db1uqs und Konsorten zu jedem 
noch so hirnlosen Mist ihren Senf abgeben?

Inzwischen überwiegt der Horror, wenn ich mir vorstelle, dass die hier 
zur Schau gestellte Dummheit repräsentativ für vielleicht 1ppm unserer 
Bevölkerung ist, meine Lachanfälle zur Zeit als es losging, daß sich 
hier jeder Depp für den Superentwickler hielt.

Ich werde mich also aus diesem Forum verabscheiden. Auch wenn ihr mich 
noch so sehr bittet: ich werde euch nicht mehr mit hilfreichen Tips 
unterstützen. Ihr habt mir den Rest gegeben.

Autor: Frank (Gast)
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Jeder der Beiträge vor deinem hatte mehr Informationen zum Thema in 
weniger Worten. Ein schönes Leben noch :)

Autor: Jupp (Gast)
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>Ich werde mich also aus diesem Forum verabscheiden.

Na Gott sei Dank und lasse dich bitte nicht davon abhalten, von noch 
mehr Dingen Abschied zu nehmen.

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