Verstehe ich nicht, wieso das Teil dann sinnlos ist. Die Störleistung
ist doch was einen hauptsächlich interessiert?!
Erklär doch mal deine gedachte Anwendung, bei der du direkt die
Störspannung angezeigt bekommen musst.
Vielleicht erzählst du uns ja zuerst einmal, was für dich genau
"Störspannung bzw. -strom" ist. Was bitte willst du denn messen?
Bei HF ist immer die Leistung interessant, bzw. der Teil der Leistung,
der in ein bestimmtes Objekt eingekoppelt wird.
Lustiger Wertebereich:
> Durch den großen Dynamikbereich von -63 dBM bis +20 dBM...
Das große M bezieht sich ja wohl auf Megawatt, also kann man
Leistungen im Bereich von 0,5 W bis 100 MW messen. Alle Achtung, das
hätte ich dem kleinen Kistchen gar nicht zugetraut. :-o
Ganz davon abgesehen, -63 dBm ist nicht wirklich toll, um nicht zu
sagen miserabel. Damit misst du nur ganz dicke Signale. Die maximal
mögliche Eingangs- (und damit Mess-)Empfindlichkeit hängt von der
benutzten Bandbreite ab (da mehr Bandbreite mehr thermisches Rauschen
einfängt, das ist die natürliche Grenze), aber um mal so 'ne
Hausnummer zu nennen, was selbst bei Billig-Endkunden-Elektronik
machbar ist: eine PMR466-Handfunke (das Paar für weniger als 50
Fragezeichen) bringt es bei 10 kHz Bandbreite auf ca. -120 dBm an
Empfindlichkeit. Amateurfunkgeräte bringen es auf -130 dBm, die
physikalische Grenze beträgt -134 dBm. Bei 1 MHz Bandbreite wären die
Zahlen entsprechend -100 dBm als sinnvoll erfüllbare Forderung und
-114 dBm als theoretische Grenze. Die -63 dBm entsprechen also dem
thermischen Rauschen von mehr als 100 GHz Bandbreite...
Naja, dafür kann die PMR-Handfunke keine Leistung messen.
Das Ding ist wohl eher dazu da Störausstrahlungen oder Sendeleistungen
direkt am Gerät zu messen oder die Einhaltung von Grenzwerten zu prüfen;
dafür sollten -63 dBm doch locker reichen.
Hallo,
vielen Dank für die vielen Antworten, ich habe mitlerweile mit jemandem
von einem EMV- Labor telefoniert.
Der sagte, daß dieses Gerät für meine Zwecke nichts taugen würde.
Diese Gerät taugt wohl nur dazu um "richtige" HF-Sender zu messen.
Aber ich gebe die Hoffnung noch nicht auf.
Meine Zwecke wären: Die Emissionen unserer elektronischen Geräte
(Störspannung bis 1 GHz) damit zu messen.
Wenn auch nur grob um im Vorfeld bevor wir zu so einem teuren EMV Labor
fahren schon mal die kritischen Freuquenzen erkennen und eventuell
entstören können.
Vielen Dank
noppsing
Für Angebote falls ich es doch noch loswerden möchte:
nhnhnh@web.de
Mit einer kalibrierten Meßantenne lassen sich genau mit dem
Leistungsmesser quantitative Aussagen treffen. Von elv oder Hameg gibt
es solche EMV-Messkoffer, in der CQ-DL waren auch mal zwei
Bauanleitungen für Messantennen, eine "E-Feld"- und eine
"H-Feld"-Antenne.
Leistung und Spannung sind nicht linear sondern quadratisch voneinander
abhängig. P=U^2/R vorausgesetzt, R bleibt konstant, z.B. 50 Ohm
Her zum Beispiel die "Nahfeldsonden" von Hameg:
http://www.hameg.com/210.0.html?&L=1
HZ530 Nahfeld-Mess-Sonden im Set
Der HZ530 Sondensatz besteht aus 3 aktiven Breitbandsonden für die
EMV-Diagnose. Die Sonden sind zum Anschluss an einen HAMEG
Spektrumanalysator vorgesehen und besitzen am koaxialen Ausgang eine
Impedanz von 50 Ω.
HZ540 Nahfeldsondensatz
Die HAMEG Nahfeld-Sondensätze für die EMVPrecompliance- Messtechnik
bestehen aus verschiedenen Breitbandsonden mit unterschiedlicher
Empfangscharacteristik. Die Sonden werden in Verbindung mit
Spektrumanalysatoren, Messempfängern oder Oszilloskopen zur qualitativen
Erfassung elektromagnetischer Strahlung eingesetzt. Sie dienen vor allem
zur Diagnose von Störemissionen auf Leiterplatten, von integrierten
Schaltungen, Kabeln, Leckstellen in Schirmungen und ähnlichen
Störstrahlungsquellen. Die HAMEG Sondensätze HZ540 und HZ550 sind
entsprechend der gewünschten Aufgabenstellung unterschiedlich
zusammengestellt.
Andreas Schwarz wrote:
> Das Ding ist wohl eher dazu da Störausstrahlungen oder Sendeleistungen> direkt am Gerät zu messen oder die Einhaltung von Grenzwerten zu prüfen;> dafür sollten -63 dBm doch locker reichen.
Naja, für die Störstrahlung willst du aber auch eine Spektralanalyse
machen, eine breitbandige Aussage nützt dir doch letztlich gar nichts.
Dann wohl eher Aaronia (nicht von der URL abschrecken lassen, das
war wohl deren ursprünglicher Zielkundenkreis):
http://www.elektrosmog.de/
@Christoph
Okay, war eine etwas peinliche (denn die Berechnung der Spannung aus der
Leistung ist mir wohl bekannt) und unglückliche Formulierung. Das linear
meinte ich nicht wirklich mathematisch, sondern eher frei übersetzt mit
"eindeutig".
Also, "scheiß" Formulierung, aber ich schwöre, dass ich es richtig
wusste ;-)
Hallo,
vielen Dank für die vielen Antworten !
In zwei EMV - Laboren wurde mir mitlerweile auch bestätigt, daß ich mit
dem Gerät keine Störabsrahlung bei unseren Produkten messen kann.
Da ich einen sehr netten Chef habe darf ich es jetzt bei EBAY verkaufen.
Wer interesse hat kann ja dann die nächste Woche mal dort vorbeischauen.
Drückt mir die Daumen !
Herzlichen Dank !!
Noppsing