Hallo Leute,
da ich sehr gerne Rennrad fahre und immer mit einem Kumpel trainiere, er
mich
aber immer abhengt, ist mir eine Idee gekommen.
Man könnte doch zwei GPS empfänger bauen die den Abstand unter einander
erfassen.
Die Geschwindigkeit von dem jenigen wird wie bei einem Tacho erfasst
das Ganze verrechnet und in Sekunden ausgegeben.
So weiß jeder wie weit der andere weg ist und ob man z.B. Berg hoch
aufhollt
oder Zeit verliert.
Ist das möglich wie ich mir das denke?
Ist es Überhaupt realisierbar? Wie genau ist GPS?
Wie Kostenintensiv wird das?
Lösungsansätze sind erwünscht
Ist mit erheblichem Aufwand und Kosten verbunden.
Ich würd da keinen weiteren Gedanken dran verschwenden.Zumal die
Einheiten ja auch noch kommunizieren müssten...
Das ist ein Mammutprojekt.
Also die GPS Variante würde ich verwerfen.
Wenn ihr euch gegenseitig mit Handy anruft wo ihr seid , ist das
einfacher. Der , der hinten liegt muss dann nur die Stoppuhr starten ;
Wieviel Elektronik-/Programmiervorwissen hast du?
Gruß
CaH
> da ich sehr gerne Rennrad fahre und immer mit einem Kumpel trainiere, er
Rennrad aus Carbon und dann 'n Kilogramm GPS dran ;-)
> Man könnte doch zwei GPS empfänger bauen die den Abstand unter einander> erfassen.
Nen GPS-Empfänger würde ich bei dem Plan schon mal nicht bauen,
bestenfalls ein fertiges Gerät integrieren.
> Die Geschwindigkeit von dem jenigen wird wie bei einem Tacho erfasst> das Ganze verrechnet und in Sekunden ausgegeben.
Naja, aus zwei Positionen kannst du (angenommen sie werden zwischen den
Rädern übertragen) erstmal nur den Abstand Luftlinie bestimmen. Alles
andere setzt doch eine Art "Navi" voraus, genaues Kartenmaterial u.s.w.
Dazu müsste man schon ein HansHans programmieren.
> Ist das möglich wie ich mir das denke?> Ist es Überhaupt realisierbar?
... schon relativ komplex, behaupte ich mal.
> Wie genau ist GPS?
Handelsübliches Wanderer-GPS 6..12 m Unsicherheitskreis, ggf. mehr bei
schlechtem Empfang. Also daran würde es nicht scheitern. Bei 6 m siehst
du den anderen schliesslich noch ;-)
Die Idee ist gut, nur realisieren lässt es sich schwierig.
Viele GPS-Geräte haben jedoch eine Art V24 Ausgang, wo sie die
Positionsdaten permanent rausgeben können. Die könnte man relativ
einfach per Microcontroller erfassen und dann irgendwie weiterfunken.
Für's funken gibt es ja auch schon irgendwelche fertigen Module, die das
übernehmen können. Wenn es im Umkreis von 200 Metern geht mit einer
Genauigkeit von +-10 Meter, ist das noch überschaubar im Aufwand.
Vielleicht wird ein künftiger Garmin Edge so eine Funktionalität mal
haben. Aber ich denke, 5 Jahre werden mindestens noch ins Land gehen.
Statt dem GPS könntest Du doch das Signal des warscheinlich ohnehin
vorhandenen Tachos benutzen. Das wäre sehr einfach und du würdest auch
nicht nur die Entfernung Luftlinie damit errechnen können sondern
wirklich den Wegvorsprung des anderen (ihr werdet ja relativ genau den
gleichen Weg fahren). Das größte Problem wird wohl aber die
Kommunikation zwischen den Rädern sein, denn scheinbar seid Ihr dabei ja
schon ausser Sicht.
Gruß Philipp
Die relative Position zweier GPS-Empfänger ist genauer zu bestimmen
sein als die absolute. Der Fehler entspricht dann etwa dem des
Differential GPS und könnte durchaus bei nur wenigen Metern oder
vielleicht sogar unter einem Meter liegen, wäre mal ein Versuch wert.
Um den tatsächlichen Vorsprung des ersten Fahrers (also nicht
Luftlinie, sondern entlang des Straßenverlaufs) zu bestimmen, könnte
man die zuletzt gefahrene Wegstrecke (z. B. 1 km) in Form von
Einzelpositionen aufzeichnen. Das Gerät des nachfolgenden Fahrers
teilt dem vorausfahrenden in regelmäßigen Zeitsbatänden per Funk seine
Position mit, das vorausfahrende sucht diese Position in seinem
aufgezeichneten Streckenverlauf und kann so den tatsächlich gefahrenen
Vorsprung bestimmen. Dieser wird dann zum nachfolgenden Fahrer
zurückgefunkt und dort angezeigt. Wenn nur der Nachfolger an dem
Abstand interessiert ist, kann die Auswertung auch komplett auf seinem
Gerät erfolgen, dann genügt eine unidirektionale Funkverbindung (der
Schnelle bekommt den Sender, der Langsame den Empfänger).
Was du an Hardware pro Fahhrad brauchst, ist also ein GPS-Empfänger,
ein Funkmodul, ein Display, eine oder zwei Tasten zur Bedienung und
einen µC der das alles steuert. Als Stromversorgung dient ein Akku
oder der Dynamo, den ihr doch sicher an euren Fahrrädern habt ;-)
Ich halte das Vorhaben für einen mäßig begabten µC-Bastler und
-Programmierer durchaus für realisierbar.
> Statt dem GPS könntest Du doch das Signal des warscheinlich ohnehin> vorhandenen Tachos benutzen.
Oder so, das spart natürlich eine Menge Geld. Allerdings müssen die
beiden Tachos ziemlich genau kalibriert sein, um ein Weglaufen des
Ergebnisses zu vermeiden.
Wenn es an beiden Fahrrädern die gleichen Raddimensionen sind könnte man
direkt die Anzahl der Radumdrehungen vergleichen, das sollte ja relativ
genau stimmen. Wenn man dann erst diese Differenz wieder in eine Strecke
umrechnet integrieren sich die Fehler von "Radumdrehen"->"Strecke in m"
nicht.
Gruß Philipp
Das NMEA-Protokoll wird von so ziemlich jeder GPS-Maus ausgegeben.
Dieses kann man per µC auswerten und die Positionen der beiden Radler
ermitteln. Kommunikation zwischen den Radlern per PMR-Funk.
Soviel zur Machbarkeit, durchaus in einem kleinen Rucksäckchen
unterzubringen.
Dagegen spricht, dass nur die Luftlinien-Strecke ermittelt werden kann,
Kurven werden gar nicht und die Höhe extrem ungenau erfasst.
Kommunikatin per Funk ist nicht so einfach, da Datenfunk nicht ohne
Genehmigung betrieben werden darf. Von Störungen und einem
Halbduplex-Protokoll mal abgesehen.
Ich würde PMR-Funkgeräte nehmen, jedes gibt DCF77-genau alle 10s einen
Ton mit unterschiedlicher Frequenz aus, diese Differenz kann bei einem
Radler oder Begleitfahrzeug ausgewertet werden.
Ist evtl. machbar und relativ bezahlbar (<200€).
Wozu den GPS-Kram, wenn man einen Tacho hat?
Der loggt doch meist sowieso die gefahrene Strecke mit.
Wenn man jetzt noch einen Datenaustausch zwischen beiden Fahrern
realsiert, dann hat man doch das gewünschte Ergebnis.
Da beide zur gleichen Zeit gestartet sind, kann man auch die jeweilige
Geschwindigkeit bestimmen (selbst wenn man zu unterschiedlichen Zeiten
gestartet ist, kann man die Durchschnittsgeschwindigkeit berechenen...).
Die einfachste Methode dürften 2 PMR-Funken sein, über die sich die
Fahrer unterhalten (sofern genug Luft vorhanden ist).
Elektronisch ist es dann etwas aufwändiger, aber auch machbar.
GPS braucht man nicht, wenn beide diegleiche Strecke fahren, was man bei
einem "Rennen" wohl vorraussetzen kann.
PS: Ich möchten den typischen Pessimisten / Schlechtredern gratulieren,
dass sie mal ihr Ziel erreicht haben, und scheinbar jemanden von seinem
Vorhaben, etwas neues zu euntwickeln abgebracht haben. Danke!
Von solchen Leuten brauchen mehr!
Wauh, hier wurde ja noch so viel geschrieben.
Danke erstmal für die Vorschläge bzw Meinungen.
Der Vorschlag mit den RPM-Funkgeräten und der Übermittlung von Strecke
gefällt
mir sehr gut.
Mir macht nur die Kommunikation bzw die Übergabe, der Strecke an den µC,
sorgen.
Da muß ich mich wohl einlesen wie die Kommunikation funktioniert oder
kann mir
das einer verraten?
Wie könnte man die Übergabe hin bekommen?
>Der Vorschlag mit den RPM-Funkgeräten und der Übermittlung von Strecke>gefällt mir sehr gut.
In erster Linie war wohl eine orale Kommunikation bzgl. der
PMR-Funkgeräte gemeint: Jeder Fahrer erzählt dem anderen per Funk seinen
aktuellen Kilometerstand.
ELV hat Bausätze im Programm, die PMRs zur Übertragung von
Steuerbefehlen benutzen. Die Schaltung ist sogar relativ einfach, so
dass man sie auch modifizieren könnte.
Entweder besorgt man sich dafür einen Tacho mit Datenausgang,
modifiziert einen ohne oder baut sich selber einen.
Das Problem ist auf jeden Fall lösbar...
Und wegen des zusätzlichen Gewichtes: Da muß der Fahrer halt das eine
oder andere Kilo abspecken ;)
Wenn man die Kommunikation super einfach halten will, dann könnte man
einfach jeden Radimpuls einfach kurz senden. Dann kann man den Empfänger
direkt an einen 2. Baugleichen Fahrradtacho klemmen und neben seinen
eigenen setzen. So kann man direkt die Geschwindigkeiten und Strecken
vergleichen (auch Durchschnitt und was diese 12eur Teile alles können)
und der Aufwand wäre minimal. Setzt allerdings den verlässlichen Empfang
des Radimpuls des anderen Fahrers vorraus. Ein Protokoll für die
Verbindung kann man dann auch sparen, warscheinlich kommt man sogar ohen
µC aus (aber will man das? ;) )
Gruß Philipp