Genlock wie empfangen

#588164
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Es gab mal den LM1881 (auch von anderen Firmen als National 
Semiconductors). Es kann sein, dass es den wegen ROHS nicht mehr gibt.
Bei diesem Baustein handelt es sich um einen Signalstripper, der die 
diversen Sync-Signale aus einem (F)BAS-Signal (PAL oder NTSC) 
herausfiltert.

Für alle anderen Video-Systeme verwendet man vermutlich inzwischen DSP 
oder sowas.
#588270
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>und wenn man das genlock-signal eines bildmischers etc. zu einer
>led-wand synchronisieren möchte - geht das dann ohne eines solchen ICs?

Sehe ich es richtig, dass du das Videobild einer Leinwand abfilmen 
willst?

Dazu müsste es reichen, wenn du dem Bildmischer das Videosignal, das zur 
Leinwand geht, zur am Genlock-Eingang zur Verfügung stellst.

Vielleicht solltest du einfach mal schreiben, was du vorhast.
Gast #588488
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>Sehe ich es richtig, dass du das Videobild einer Leinwand abfilmen
> willst?

nein, das videobild wird weder abgefilmt noch ist es das gleiche signal 
wie auf der led-wand. Es sind zwei verschiedene Videoquellen (einmal für 
die led-wand und einmal für die leinwand) die synchron zueinander 
ablaufen können müssen... das wollte ich über einen genlock realisieren; 
für sämtliche videonormen (pal, ntsc, hdtv etc.)

Paul
#588823
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>die synchron zueinander ablaufen können müssen..

Wenn du die Videoquellen synchonisieren kannst (eine von beiden besitzt 
einen GENLOCK-Eingang), dann sollte das gehen.
Wenn du ein Bild mit einem PIC o.dergl. erzeugen willst, brauchst du die 
mondo-Schaltung, wenn du zwei (andere) Videoquellen synchronisieren 
willst, brauchst du einen TBC (Timebasecorrector; auch 
(Halb-)Bildspeicher genannt), der wiederum auf die andere Quelle per 
Genlock synchronisiert wird.
Gast #589164
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im prinzip hab ich ein Gerät welches den Genlock erzeugt und mit diesem 
möchte ich mein gerät synchronisieren - gleichzeitig ist ein Thru-Output 
auch sehr schön, damit man nicht zwei lange leitungen ziehen muss.

--> d.h. bei diesem vorhaben würde die schaltung ausreichen, die auf 
http://mondo-technology.com/ gezeigt wird?

den sync-impuls aus dem Pin Q führe ich dann an meinen µC und an den 
Ausgang weiter - oder nimm ich für den Thru-Port gleich den Sync-Puls 
vor dem 74HC74 dafür her? Und die bedeutung des RC-Glieds ist mir noch 
nicht ganz schlüssig?

Paul
Gast #589177
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Hallo,

wenn das ein übliches Black-Burst-Signal ist 2 75 Ohm BNC-Buchsen 
einbauen, miteinander verbinden und an die Verbindung einen LM1881 
hängen. Wenn es das letzte Gerät der Kette ist, 75 Ohm Abschlußstecker 
auf die 2. Buchse, sonst eben weiter und den Abschluß am letzten Gerät.

Bei langen Kabeln paß auf die Längen auf, Video und Genlock sollten 
gleiche längen haben, wenn kein TBC im Spiel ist. Laufzeiten im 
ns-Bereich können schon sichtbare Verschiebungen der Bildlage ergeben, 
bei analog RGB oder Y/C gibt es schon vermeidbare Unschärfen. Hat mir 
ein alter Ton-/Bild-Ing in einem kleinen Studio mal ganz praktisch 
gezeigt...

Gruß aus Berlin
Michael
#589432
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Um zwei völlig unabhängig erzeugte PAL-Farbsignale zu synchronisieren 
müssen beide Synchronfrequenzen, also 15625 Hz und 50/25 Hz gerastet 
werden, für die Farbe aber auch die Farbträgerfrequenz, und was gern 
vergessen wird, bei PAL noch die halbe Zeilenfrequenz 7,8125 kHz. Wie 
Rahul schon schrieb geht das nur mit Bildspeicher. LM1881 rastet nur die 
15625Hz und trennt die 50Hz ab aber ohne eigenen 50Hz-Oszillator. Für 
die Farbe ist der nicht gedacht.
Gast #589493
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wenn ich den 74LVC2G74 verwende: muss ich dann an CP den Genlock von der 
BNC--Buchse anschließen, D auf VCC ziehen, damit ich bei jedem 
Sync-Impuls eine 1 an den µC über den Output Q schicken kann.

aber was hat es mit RD und SD auf sich?
Und wie kann ich den externen Sync deaktivieren? Verwende ich hierfür 
den Datainput -> wenn von µC an diesen Input eine 1 geschickt wird, wird 
extern mit dem Genlock synchronisiert und wenn eine 0 geschickt wird, 
nicht?

http://www.standardics.nxp.com/products/lvc/pdf/74lvc2g74.pdf

Paul
#589512
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Conrad hat solche digitalen Bildspeicher zur gleichzeitigen Darstellung 
von vier Videosignalen auf einem Schirm:
http://www1.conrad.de/scripts/wgate/zcop_b2c/~flN0YXRlPTMyMzc5MTAyMTI=?direkt_aufriss_area=SHOP_B2C_Home&~template=PCAT_AREA_S_browse&p_page_to_display=&catalogs_sub_id=sub7&aktiv=7&navi=oben_1

COLOR QUAD PROZESSOR Art.-Nr.: 750740 - 62 149,00 EUR
FARB QUAD PROCESSOR (BNC VERSION) Art.-Nr.: 750935 - 62 152,85 EUR
FARB-QUAD-PROZ.M.VIDEO-&RGB-AUSGANG Art.-Nr.: 750828 - 62 204,15 EUR
#589551
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Diese Color-Quad-Prozessoren sind die einzigen preiswerten 
Genlock-Bildspeicher, die ich kenne, alles andere aus der 
professionellen Videotechnik dürfte noch wesentlich teurer sein.
Such mal nach "TBC time base" wie oben schon genannt, da gibts einen 
ausführlichen Wikipedia-Artikel und viele Händler
http://de.wikipedia.org/wiki/Time_Base_Corrector
Gast #589566
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also so wie ich das jetzt verstanden habe, brauche ich ein Gerät, 
welches entweder einen Timecode erzeugt und an alle Geräte verschickt -> 
also so einen TBC... von dem bekommt mein Gerät dann ein Timecode-Signal 
(Genlock) zugeschickt...

und jetzt bleibt bei mir noch die frage, wie ich den 0.3V Pegel Burst 
auf TTL bekomme und meinen µC drauf synchronisiere..

Paul
Gast #589589
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danke Matthias für deine Mühe...

also mein Gerät soll mit Hilfe des Genlocks eine LED-Wand bespielen. Man 
kann sihc das so vorstellen, in der Mitte befindet sich eine 
Videoleinwand, welche von mehreren Kameras (live-signalen) bespielt wird 
(über einen TBC kann man diese dann zueinander auch synchronisieren 
etc.) die LED-Wand befindet sich aussenherum.

Diese LED-Wand soll im gleichen Takt bespielt werden wie die 
Videoleinwand, um z.B. LED-Wand und Video gleichzeitig anhalten zu 
können etc. oder auch bei jedem Schnitt auf eine andere Kamera, z.b. ein 
anderes muster zeigen zu können.


--> ich benötige einfach ein Synchronsignal welches mir das ermöglicht. 
Das Bildsignal von der LED-Wand kommt von keiner Kamera, sondern von 
einem eigenen System (hat damit erstmal nichts zu tun)...

Paul.
Gast #589608
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Hallo,

da wird Dir ein Genlock-Signal aber dann nicht viel helfen. Das liefert 
die Syncron-Signale usw. damit alle Videoquelllen bild- und 
zeilensyncron zueinander laufen und somit ein Schnitt oder eine 
Überblendung zwischen den Quellen fehlerfrei möglich ist.

Informtionen darüber, was da läuft enthält es natürlich nicht.

Informationen über Schnitte, Kamerawechsel usw, kannst Du ja nur vom 
Bildmischer bekommen, an dem das ausgelöst wird...

Gruß aus Berlin
Michael


Gast #589626
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dann hab ich mich falsch ausgedrückt:

wie du schon sagst, enthält der Genlock ja die Information über den 
Bildaufbau; d.h. das bei einem Schnitt durch einen Genlock beide 
Videosignale zur gleichen zeit geschnitten werden (also synchron) 
können... und genau das möchte ich haben...

natürlich wird die steuerung immer von zwei oder mehreren geräten 
ausgehen (wie Bildmischer oder Ansteuerungs-Gerät von der LED-Wand) - 
aber z.B. kann ich dann ja erlauben oder sagen, dass nur wenn ein Impuls 
vom Genlock ankommt, geschnitten werden soll...

Paul
Gast #589648
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im prinzip möchte ich genau sowas wie hier beschrieben wird:
http://www.slazenger.de/pb/detail/Neue_SyncPulsGeneratoren_von_Tektronix_stellen_die_VideoSignalKontinuitaet_sicher.html

-> mein Gerät ist somit ein weiteres, welches von so einem 
TimecodeGenerator angesprochen werden soll - und zwar über Genlock

--> gibt es für die Umwandlung in TTL-Pegel von so einem Genlock Burst 
bestimmte ICs bzw. welche ICs verwendet man dafür.... gibt es auch eine 
möglichkeit über die kurze zeit, in der der burst übertragen wird, das 
immer 1 an den µC gesendet wird?

Paul
Gast #589688
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Hallo,

Du schreibst:
>wie du schon sagst, enthält der Genlock ja die Information über den
>Bildaufbau; d.h. das bei einem Schnitt durch einen Genlock beide
>Videosignale zur gleichen zeit geschnitten werden (also synchron)
>können... und genau das möchte ich haben...

Falsch.

im Genlocksignal sind H-Sync, VSync, PAL-Burst und Schwarzwert 
enthalten.

Die sind darin immer und konstant und unverändert, sonst wäre es 
nutzlos.

Jede Bildquelle (Kamera, Zuspieler usw.) bekommt dieses Signal und 
syncronisiert damit ihren Bildaufbau, also beginn einer Zeile, Beginn 
eines Halbbildes, Farbträger.

Ein Schnitt irgendwo muß genau dieses Timing absolut unverändert lassen, 
er verändert nur den Bildinhalt, indem er z.B. vom Bild der Kamera 1 auf 
das der Kamera 2 umschaltet oder überblendet. Damit man genau das machen 
kann, müssen alle Geräte per Genlock absolut syncron laufen, weil es 
sonst Bildfehler geben würden, wenn z.b. Kamera 1 gerade in Zeile 17 
wäre und Kamera 2 in Zeile 214...

Wenn man Quellen hat, die sich nicht syncronisieren lassen (das aktuelle 
TV-Programm vom Sender als Beispiel), dann muß ein TBC ran, der liest 
das ankommende TV-Signal in einen Bildspeicher und gibt es syncron 
gesteuert durch das Genlock-Signal wieder aus. Nicht mehr und nicht 
weniger.

Gruß aus Berlin
Michael
#589708
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Einen Genlock-Imuls zu erzeugen ist nicht schwer, die Auswertung ist die 
eigentlich komplizierte Schaltung.
Alle Frequenzen der Bildquelle müssen von außen verändert werden können. 
Eine Videokamera enthält normalerweise einen Quarzoszillator, von dem 
alle Frequenzen für das Videosignal gewonnen werden. Das Genlock-Signal 
muß diesen Quarz in der Frequenz ändern, sowie weitere Signale 
synchronisieren.
Gast #589758
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Hallo,

LM1881, zuverlässiger und billiger geht es wohl kaum.

Es hilft Dir aber (wenn ich Deine Beschreibung richtig verstanden 
habe...) genau nichts. Du hast dann einen Bild-Sync, einen H-Sync, die 
Halbbildkennung (und wenn Du zusätzlich was ranbaust) noch die Frequenz 
und Phase des PAL-Trägers, mit dem alle am Genlock angeschlossenen 
Geräte laufen. Nur, was willst Du damit anfangen???

du schreibst:

>und was muss ich machen, damit meine bildquelle diesen synchron-impuls
>auch bekommt? Welchen speziellen Baustein benötige ich dafür?

Welche Bildquelle denn nun wieder??? Bildquelle ist irgendwas, was ein 
Videosignal erzeugen soll...

Gruß aus Berlin
Michael
Gast #589767
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der LM1881 erwartet doch aber ein Bildsignal, oder?? Ich will aber nur 
ein Genlock-Signal schicken und kein Bildsignal.... weil ein Bildsignal 
benötige ich ja nicht zum synchronisieren...

ein Genlock-Signal sieht so aus (siehe Bild) - da ist kein Videobild und 
nichts vorhanden...

-> ich brauch eigentlich nur eine Möglichkeit, die Flanke des H-Syncs 
mit einem FlipFlop oder ähnlichem zu erkennen, so dass ich einen 
Synchronpunkt habe... oder einen verstärker damit ich den pegel vom 
Burst als Synchronpunkt nehmen kann.

Mit Bildquelle meine ich die LED-Wand...

Paul
Angehängte Dateien:
Gast #589976
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Hallo,

der LM1881 kann mit 5V betrieben werden und liefert dann auch 
TTL/CMOS-kompatible Pegel.

Ob Bildinhalt drauf ist oder nicht, ist dem LM1881 völlig egal. Dein 
Bild oben ist ja soweit ok, nur gehören dazu noch VSync-Impulse, die von 
den H-Sync dann sozusagen unterbrochen werden, und Vor- und 
Nachtrabanten, die für den sauberen Halbbildwechsel sorgen. Das kann man 
zwar mit RC-Filtern, Monoflops, Schmitt-Trigger oder/und ähnlicher 
Handarbeit auch erledigen, mann kann auch einen µC damit beschäftigen 
(Comperator mit TTL-Ausgang und Schaltschwelle bei ca. 0,15...0,2V und 
dann an einen Pin), allerdings mußt Du dann doch ein wenig 
programmieren, nur um die H- oder V-Syncpunkte zu haben. Ein LM1881 ist 
da einfach sparsamer.

Gruß aus Berlin
Michael

Gast #589980
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ok... meine Schaltung läuft mit 3.3V -> aber das ist schön, wenn man 
nach dem LMH1981 nichts mehr dazuschalten muss...


Noch eine kleine Frage: der Abschlusswiderstand von BNC ist ja 75Ohm: 
muss dieser Widerstand vor oder nach der Abgabelung zum Thru parallel 
geschaltet werden und macht ein Thru (wie bei DMX) eigentlich Sinn, oder 
wird der Genlock-Impuls wie bei Ethernet (Switch) sternförmig an seine 
teilnehmer gesendet, damit alle gleichzeitig das signal dahaben 
(wahrscheinlich wirds so sein)?

Olaf

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