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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Lötstation im eigenbau


Autor: Thomas (Gast)
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Hy Leute!
Ich gehe noch zur schule und heute haben wir erfahren das wir eine
lötstation bauen müssen. wir sollen das program für den mikrokontroller
in c schreiben aber wie??
wie bekomm ich einen PID regler oder sowas für c??
hat wer eine idee oder vieleicht sogar das ganze program??
thx
thomas

Autor: Peter Dannegger (peda)
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"wie bekomm ich einen PID regler oder sowas für c??"

Warum denn immer gleich das komplizierteste ?
Nimm doch nen stinknormalen Zweipunktregler:

main()
{
  for(;;)
    if( t < 350)
      lötkolben = an;
    else
      lötkolben = aus;
}


Peter

Autor: Thomas (Gast)
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dann bräucht ich doch keinen mikrocontroller da könnt ich doch glei ein
bimetal auch nehmen.
hab überlegt das man sollwert/istwert rechnet.
je nach der größe des faktor soll der lötkolben z.b. 5sek heizen 2sek
nicht.
und je weier sich die temperatur dem sollwert nähert desto größer
werden die heizpausen

Autor: Steffen (Gast)
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Da könntet Ihr evtl. mal etwas rumprobieren aber eine komplette
Systemanalyse (des Lötkolbens) als Schüler?????

Die spinnen doch die Röhmer (Lehrer). Wie Obelix zu sagen pflegte.

Mit so etwas hat man uns eigentlich erst im Hauptstudium belastet
(Sprungantwort aufnehmen, daraus Systemparameter ableiten, Regler mit
max. x% Überschwingen und Regelzeit max. y[s] berechnen).

Mach es so, wie es schon Peter geschrieben hat. Generell würde ich den
Lötkolben über PWM (ich denke mal das ist es was ihr machen sollt)
ansteuern. Kurz bevor die Solltemperatur erreicht ist könnte man die
Ein-Zeit etwas herunternehmen (wie Du es schon angedacht hast) um das
Überschwingen zu minnimieren. Aber mehr würde ich einem "normalen"
Schüler nie zumuten.

Steffen

Autor: Stefan may (Gast)
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@Thomas: Das schaut mir nach einem klassischen P-Regler aus. Nur daß du
eine Division ausführst. :-)

Wenn Dir der Zweipunkt-Regler zu "billig" erscheint, dann bedenke,
daß ein Mikrocontroller in einer Lötstation eine Menge mehr erledigen
kann. Zu Beispiel:

 - Temperatur-Anzeige
 - Grad-genaue Regelung
 - Steuerung durch Tasten
 - schnelles Aufheizen beim Starten

Ich glaube, das leistet Dein Bimetall nicht. :-)

mfg, Stefan.

Autor: Malte (Gast)
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...und eventuell eine "Parktemperatur" die etwas um die 100° ist, wenn
der Kolben längere Zeit nicht aus der Halterung genommen wurde... Wäre
doch auch was. <g>

Autor: Stefan May (Gast)
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Cool,

Ich weiß aber nicht, ob das so sinnvoll ist. Immerhin brauchst Du dann
eine ganze Weile, bis der wieder auf Löttemperatur ist. Eine
Abschaltung ist da glaube ich sinnvoller. Wenn Du 1 Stunde den Löter
nicht anfaßt, dann hat man meist vergessen ihn auszuschalten. :-)

Eigentlich sollte die Ansteuerung des Lötkolbens doch simpel sein.
Einen dicken FET, dann mit PWM steuern. Wo bekommt man eigentlich
Lötkolben mit 12V und eingebautem Temperatursensor? Gibt es sowas
einzeln?

mfg, Stefan.

Autor: Lars (Gast)
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Here is a PID controller for AVR written in C:
http://hubbard.engr.scu.edu/embedded/avr/code/index.html

Autor: Gerfried Oltmanns (Gast)
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Sorry, das ich den Thread noch mal wieder hochhole, aber gibt es da
schon etwas neues?

MfG.
Gerfried Oltmanns

Autor: gast666 (Gast)
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ich hole den thread mal hoch, da meine Frage zum Thema passt

Ich möchte mir auch eine geregelte Lötstation bauen, und habe mal eine 
Frage zu den Lötkolben:

wenn ich einen 30W Lötkolben habe, dann sind die 30W die Dauerleistung 
die der aushält? Kann ich da aber auch für die Aufheizphase das doppelte 
durchschicken ohne das das Ding sofort kaputt geht?

und kennt jemand einen günstigen, empfehlenswerten Lötkolben mit 
Temperatursensor für 12 oder 24V? Ich möchte den nicht mit Netzspannung 
betreiben. Auf Arbeit haben wir mehrere Weller Stationen rumstehen, und 
ich finde die vom Handling sehr angenehm da die Kabel sehr flexibel 
sind. Bei meiner billig Lötstation ist das quasi ein Starkabel und das 
nervt.
Die Wellerersatzkolben die ich gesehen habe kosten aber ein 
Schweinegeld.
Vielleicht hat ja jemand einen Geheimtipp für eine günstigere Variante?

Autor: 900ss D. (900ss)
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Ich habe mir eine Doppellötstation mit zwei Weller WSP80 gebaut.
Der Kolben hat einen eingebauten Temperatursensor und wird mit 24V~. 
Leitung ist 80W.
Angesteuert wird er über PWM mittels Triac. Es werden immer ganze 
Vollwellen durchgelassen. Der Lötkolben hat einen eingebauten 
Temperatursensor.

Die Lötkolben alleine (ohne Weller Trafo) sind neu noch recht teuer, 
aber bei E... gibt es die oft günstig (auch neu). Ich habe dort 3 Stück 
gekauft, alle zwischen 30 und 70 Euro.

Gruß
900ss

Autor: Heinrich v. Haferstich (Gast)
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Lötstation zum Selberbauen... tssss...
Kaufen ist langweilig, das kann ja jeder, gell!

Macht ihr die "Hardware" auch selber, also den Lötkolben usw.?

Autor: Andrew Taylor (marsufant)
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Heinrich v. Haferstich wrote:
> Lötstation zum Selberbauen... tssss...
> Kaufen ist langweilig, das kann ja jeder, gell!
>
> Macht ihr die "Hardware" auch selber, also den Lötkolben usw.?

Ja selbstverständlich. Ich habe bei meiner den Handgriff aus Elfenbein 
gedrechselt (beim Abriss des Hauses meines Großvaters hatten wir sowas 
noch als Dachboden gefunden).
Die Lötspitzen (oxygenfree copper) drehe ich auf der Drehbank, vernickle 
in eigner Galvanik.
Die Heizwicklung ist aus Kantal handgefertigt. Ein befreundeter 
Ofenbauer hat mich mit dem Schamottzement versorgt, um die Wicklung zu 
fixieren.

Der Ringkerntrafo 230/24V 80VA war etwas anstrengend (handgewickelt), 
aber letztlich erfolgreich selbst gebaut.

Bei der Zuleitung habe ich geschlampert, da nehme ich Silikonkabel (ist 
noch ein Rest vom Saunabau übrig geblieben).

Noch Fragen?

hth,
Andrew

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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Heinrich v. Haferstich wrote:
> Lötstation zum Selberbauen... tssss...
> Kaufen ist langweilig, das kann ja jeder, gell!
>
> Macht ihr die "Hardware" auch selber, also den Lötkolben usw.?

Es geht beim Basteln nicht immer darum, Geld zu sparen. Ja, Kaufen kann 
jeder, ich möchte aber was selbtgebautes haben. Denn gerade das macht 
mehr Spass als in den nächsten Laden zu gehen und was zu kaufen.

Christian

Autor: peter-neu-ulm (Gast)
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Sehr viele der angebotenen Lötkolben für geregelte Lötstationen haben 
24V Nennspannung und ein eingebautes Thermoelement Typ J oder K als 
Temperaturfühler, (vier Adern im Anschlussskabel).

Zum Beispiel:

ERSA TE60 (etwas älter) bei Verwendung am Zweipunktregler ganz gut 
arbeitend. ("Referenz" , aktueller Preis nicht bekannt)

Pollin-Lötstation, Ersatzkolben 60W (ca. 10 €):
Die Lötspitzen werden in das Heizelement gesetzt und durch eine 
Überwurfmutter festgehalten. Der Temperaturfühler (Thermoelement) ist 
dabei in direktem Kontakt mit der Lötspitze, die aktuelle Temperatur 
wird nahezu direkt gemessen. Nur ist zwischen Heizelement und Spitze 
eine relative große Totzeit, sodass bei Zweipunktregelung starkes 
Überschwingen entsteht.

Pollin-Lötstation, Ersatzkolben 48 W (ca.5€)
Die Lötspitze wird über das Heizelement geschoben, so wie beim 
ERSA-Kolben, und mit einer Überwurfmutter festgehalten.
Hier ist die Totzeit zwischen Heizer und Fühler am geringsten, für 
Zweipunktregelung das beste Ergebnis dieser drei Kolbentypen.

Der erste 5€-Kolben war nach einem halben Jahr defekt, mit dem zweiten 
löte ich auf einer selbstgebauten Lötstation (mit einem atmega8) schon 
zwei Jahre lang

Autor: be-cool (Gast)
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Hallo Peter,
wie hast Du Deine Regelung aufgebaut? Als reine 
Zweipoltemperaturregelung mit Hysterese oder hast Du noch andere 
Regelmechanismen eingebaut? Denn gerade bei Regelung von Heizelementen 
gibt es ja immmer eine gewisse Trägheit der Messung. Ich habe bei Pollin 
auch so einen Ersatzlötkolben erstanden und möchte nun was Sinnvolles 
damit anstellen.

Jürgen

Autor: sven (Gast)
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Was war eigentlich zuerst da, die Steuerung oder der Lötkolben? ........ 
;)

Autor: andy (Gast)
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Solche Lötkolben gibts von JBC. Die heizen innerhalb 2sec auf die 
eingestellte Temp. Haben ein Parktemperatur von ca 120°C und wenn man 
sie aus der Halterung nimmt sind die auf Betriebstempratur schneller als 
man sie zur Lötstelle führt. Kosten ein Wahnsinngeld (ab 450Eur ohne 
Spitze, je Spitze 35Eur) aber echt HIGH END. Bei uns wird nur mit 
solchen Lötern gefertigt. Wir ham alle ERSA, WELLER und Konsorten 
abgeschafft.
Man kann dann auch noch die Spitzen "on the fly" wechseln die haben das 
Heizelement und den Tempfühler direkt in der Spitze.
Ich meine die Dinger laufen mit 24V. Bin mir aber nicht ganz sicher.

So nun mein Tip:
Besorg dir beim allseits bekannten Auktionshaus eine Spitze für den JBC 
(Heizelement und Fühler schon drin) und strick dir die Ansteuerung 
drumrum. Machmal sind auch passende Handgriffel für die Spitzen drin.

Vielleicht bin ich jetzt auch zu spät mit meiner Antwort. Aber wenn 
einer noch sowas nachbauen möchte denk ich ist das ganz hilfreich.

Autor: peter-neu-ulm (Gast)
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>be-cool

Zuerst war,nach 6 Jahren Betrieb, die alte analog arbeitende 
Regelstation mit dem TE60 kaputt.

Dann kam eben das atmega8-Projekt. Der Regler arbeitet als 
Zweipunktregler, allerdings nur mit dem 48-W-Kolben gut.

Der Ersa TE60 machts auch, hat aber beim allerersten Hochlaufen einen 
saftigen Temperatur-Überlauf.

Der 60-W-Kolben von Pollin schießt beim ersten Hochfahren weit über 
Solltemperatur und hat sehr hohes Temperaturspiel.

Wenn ich Zeit habe (???, da Rentner), will ich den Zweipunkt-Algorithmus 
mal durch einen netzsynchronen PWM- Algorithmus ersetzen, dann dürften 
alle drei Kolbentypen brauchbar sein.

Autor: Christian H. (netzwanze) Benutzerseite
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@andy:
Interessante Information. Danke.
Griffstücke kosten ca 60-70€. Für einen sehr guten Lötkolben also noch 
im Rahmen. Kartuschen gibt es in der Bucht tatsächlich günstig.

Leider finde ich (jetzt auf die schnelle) keine genaueren Daten.
Die verwendete Spannung und ggf die Anschlussbelegung der Handgriffe bzw 
Kartuschen wären sehr hilfreich.

Vielleicht stößt ja mal jemand auf diese Daten.

Christian

Autor: funky (Gast)
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ok, ich muss doch nochmal Fragen:

Was genau sagt die Leistung bei den Lötkolben aus?
Wenn ich einen 230V 30W Lötkolben habe, kann ich den dann auch 
Problemlos mit 24V und 1,3 A betreiben? Oder wird der dann nicht heiß, 
bzw behindern da irgendwelche anderen Interna die Benutzung?

Autor: Philipp Burch (philipp_burch)
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funky wrote:
> ok, ich muss doch nochmal Fragen:
>
> Was genau sagt die Leistung bei den Lötkolben aus?
> Wenn ich einen 230V 30W Lötkolben habe, kann ich den dann auch
> Problemlos mit 24V und 1,3 A betreiben? Oder wird der dann nicht heiß,
> bzw behindern da irgendwelche anderen Interna die Benutzung?

Kannst du schon, nur überleg dir mal wie du durch ein Heizelement für 
230V deine 1.3A durchbringen willst. Georg Simon lässt grüssen.

Autor: Christian (Gast)
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30W bei 230V ergibt einen Heizwiderstand von 1,8kOhm.
Bei 24V fließt da nur ein Strom von 13mA, was einer Leistung von 312mW 
entspricht. Strom fließt halt; mann kann keinen Strom hineindrücken, wo 
er nicht durchgeht.

Autor: Nobody (Gast)
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@Andy
Könntest Du mal den Widerstand einer Heizkartusche (die haben ja 
scheinbar drei Anschlüsse) durchmessen (also die drei Möglichkeiten)? 
Einer ist ja die Heizung und ein zweiter das Thermolement.

Bei den Kartuschen müsste ja auch noch eine Leitung angegeben sein oder? 
Welche bei der ausgemessenen?

Ach ja, zur Sicherheit auch noch die ungefähre Spitzentemperatur 
(Raumtemperatur reicht erstmal).

Ich weiß zwar nicht, welche Kennline das Thermolement hat, möchte aber 
trotzdem mal alle Widerstandwerte wissen.

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