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Forum: Offtopic Hilfe beim verstehen einer Schaltung


Autor: Andreas Spitznagel (Gast) (Gast)
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Sehr geehrtes Forum.
Ich muss in wenigen Tagen die Abschlussprüfung meiner Schule (10.Klasse)
ablegen und als Teil dieser eine Schaltung anfertigen und ihre Funktion 
erklären. Wie die meisten meiner Klasse habe ich mich für einen Bausatz 
von "Conrad Electronic" entschieden. Das Problem ist nun, dass im 
Lieferumfang nicht, wie mein Freund mir erklärt hatte, eine Beschreibung 
der GENAUEN Funktion beilag. Obwohl es mir gelungen ist das Meiste 
selbstständig herauszufinden jedoch verstehe ich noch nicht alles und es 
wäre mir sehr unangenehm mit fast leeren Händen dazustehen. Also lange 
Rede kurzer Sinn, ich würde die Bitte an die Mitglieder dieses Forums 
richten mir die Schaltung genau zu erklären, so damit ich sie verstehe, 
also "wenn Transistor 1 durchschaltet dann liegt bei Transistor 2 genung 
Spannung an, damit ... usw."
Ich würde mich schon im Voraus für Hilfe bedanken.
Die Schaltskizze und ein paar Infos zur Schaltung stehen in dieser PDF.
http://www.kemo-electronic.de/pdf/b214/b214.pdf

Autor: EZ81__ (Gast)
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Scheibchenweise wird es einfacher und Du lernst mehr als wenn es jemand 
vorbetet:

Was passiert, wenn Schall auf U2 trifft? 
http://de.wikipedia.org/wiki/Dynamisches_Mikrofon (Man möge mich 
berichtigen, wenn diese Ultraschallteile anders funktionieren.)
Findest Du R6, P2, T3 hier wieder? ( 
http://www.elektronikinfo.de/strom/emitterschaltung.htm ) Was macht 
dieser Schaltungsteil mit dem, was U2 liefert?
Was ändert sich, wenn P2 verstellt wird?
Was tut C3?
T2, R4, R5 müssten Dir jetzt schon bekannt vorkommen...
Jetzt U1 betrachten: Was passiert hier?

Autor: Andreas Spitznagel (Gast) (Gast)
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Erstmal danke für die Hilfe.
Ok mal überlegen, wenn Schnall auf U2 trifft entsteht durch Induktion 
Spannung.
T3 ist dort der mittlere Transistor, R6 ist R2 und P2 ist glaube ich 
?R4?.
Wenn nicht bitte ich um korrektur.
Nun müsste die vom Mikro erzeugte Spannung eigentlich durch die 
"Emmiterschaltung" verstärkt werden.
Durch P2 kann man theoretisch die Spannungsvertsärkung also den 
Wirkungsradius der Schaltung verändern.
Zu C3 weiß ich leider keine Antwort, denke aber es hat was mit dem 
Audiosignal des Mikros zu tun, da dieses als Wechselstrom ja 
durchgelassen würde.
Das selbe tut sich nun links, bei U1.

Ich merke das das ganze ziemlich schwer ist, Induktion und 
Emmiterschaltung als solche haben wir kaum behandelt. Ich bitte also 
Gedult mit mir zu haben, auch wenn wohl wenig von den obigen Antworten 
stimmen sollte.
MfG Andreas

Autor: TOM (Gast)
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So viel ich weiß sind Ultraschallkapsel meist Piezos, d.h. die Spannung 
entsteht nicht durch Induktion, sondern durch den Piezoeffekt. (Ein 
Kristall der derer mechanischen Spannung (hier Schall) ausgesetzt wird, 
erzeugt eine Spannung.)
Du hast doch schon richtig angefangen. C3 ist dafür da, dass nur 
Wechselspannung zur Basis von T2 gelangt und Geleichspannung 
zurückgehalten wird.


Autor: Andreas Spitznagel (Gast) (Gast)
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Gut soweit bin ich, kann mir dann einer erklären was dann weiter 
geschieht.
Am Dienstag ist Prüfung und ich sollte das bis Sonntag spätestens ein 
wenig verstehen.
MfG Andreas

Autor: fnah (Gast)
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Autor: cui apu (Gast)
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moin

kenn die Schaltung doch und war der Meinung das es eine bessere 
Schaltungsbeschreibung gibt als die die du hast.

http://www2.produktinfo.conrad.com/datenblaetter/1...

hoffe das dir diese Beschreibung mehr liegt....

Autor: Andreas W. (Gast)
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du bist auf den richtigen weg.

durch P2 und R6 fließt ein strom durch die basis-emiter-strecke des 
transistors. dieser strom wird durch U2 in der Amplitude moduliert. also 
es wird ein wechselstromsignal raufgepackt.
dieses wechselstromsignal wird durch den transistor verstärkt, was ihn 
teilweise mehr schließt oder öffnet. (dies führt über R6 zu einer 
rückkoplung)

An den abgriff des potis wirkt das wechselsignal auch. über die 
Verstärkung mit T2 wird auf U2 dieses signal als schall ausgegeben.
Dies ist ein verstärkener effekt, also U2 empfängt Signal, U1 sendet 
wieder, U2 sendet, usw.
das führt zu einer rückkopplung, genauso als wenn du ein mikro an einen 
lautsprecher hälst, das fängt ja auch plötzlich an.

Danach wird es wieder einfach ist das wechselsignal groß genug, wird 
über IC1 (weiß gerade nicht was das ist) der transistor durchgeschalten 
und die LED leuchtet.

Autor: cui apu (Gast)
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toll, ein wenig zu langsam, was solls....

Autor: fnah (Gast)
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Autor: Axel R. (axelr) Flattr this
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Hast Du ein Mikrofoneingang an deiner Stereoanlage?
Dreh die Lautstärke zurück.
Steck ein Mikrofon drann und halte es in die Nähe der Lautsprecherbox.
Jetzt drehst Du langsam auf.

Was passiert?

Logisch, das Mikrofon nimmt das auf, was aus dem Lautsprecher kommt. Das 
Signal wird verstärkt und erneut durch den Lautsprecher wiedergegeben.
Es pfeifft und koppelt. Aber nur, wenn Du dicht genug an der 
Lautsprecherbox drann bist.

Haargenau das gleiche passiert hier auch. Die Frequenz ist so hoch 
gewählt, dass es uns nicht nervt (40Khz).

Das Mikrofon ist U2 und der Lautsprecher ist U1.
Deine Stereoanlage sind die beiden Transistoren T2 und T3.

Beim IC verarscht man uns wieder, es handelt sich um eine doppeldiode 
mit Mittelanzapfung (BAV199?). Diese richten zusammen mit C1 und C2 den 
40khzTon gleich und Transistor T1 bringt die entstandene Gleichspannung 
über die LED zur Anzeige.

Autor: Florian (Gast)
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Also auf die Schnelle:

U2 ist quasi der Empfänger und steuert T3. Mit P2 und C3 greifst Du das 
empfangene Signal ab und führst es T2 und damit U1 zu. C3 und die beiden 
Piezos bestimmen die Resonanzfrequenz.  IC1 ist mit nicht bekannt, aber 
soll laut Beschreibung die Wechselspannung zu einer Gleichspannung 
umwandeln (evtl. f/U-Wandler?) Die Wechselspannung wird also über C1 
ausgekoppelt, d.h. der Gleichspannungsanteil wird entfernt. R3 und P1 
bilden einen Spannungsteiler, genauso wie R2, R7 und P1. Hierducrh wird 
T1 bei genügend großem Pegel und entsprechender Einstellung von P1 
durchgesteuert. R1 dient sowohl als Widerstand für die LED als auch zur 
Begrenzung des Basisstroms durch T1.

Allerdings hätte ich für ein Schulprojekt sicherlich eine einfachere 
Schaltung gewählt.

Ohne genaue Bauteilwerte kann ich leider keine weiteren Angaben machen.

Autor: Jörg Wunsch (dl8dtl) (Moderator) Benutzerseite
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> Beim IC verarscht man uns wieder, es handelt sich um eine doppeldiode
> mit Mittelanzapfung (BAV199?).

Nein, eine SAL41B aus DDR-Produktion.  Die müssen da den Rest aus dem
HFO aufgekauft haben...  Das ganze ist also kein IC, sondern ein
einfacher Gleichrichter in Spannungsverdoppler-Schaltung.  Aufgedruckt
auf diese Dioden war nur das "41B", das SAL davon musste man implizit
wissen.

Autor: Andreas Spitznagel (Gast) (Gast)
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@Forum: Vielen dank für die Zahlreiche hilfe, wie ich bereits in meinem 
anderen Thread geschrieben habe habt ihr mir sehr geholfen, nun kann ich 
mich an die Arbeit machen. Ich bitte darum das dieser Beutrag ruhig 
weitergeführt werden kann, scheint auch für die Forumsmitglieder 
interessant zu sein und mich würde es freuen wenn noch mehr nützliche 
Hilfe kommen würde.

p.s. Aber das mit dem IC wo im anderen Plan zwei Dioden sind hat mich 
ziemlich verwirrt, bei uns Schülern sollte man wie Florian eben gesagt 
hat eigentlich etwas einfacheres nehmen, nur das Problem war das der 
Lehrer ziemlich entäuscht über die anderen Projekte war und ich etwas 
besonderes machen wollte.

MfG Andreas Spitznagel

Autor: xlr. (Gast)
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Wenn ich so ein Teil in der Hand gehabt hätte: ich hätte das "SAL", wie 
sagtest Du so schön, implizit gewusst.

Hätte jetzt allerdings nicht mit gerechnet, das die da tasächlicht eine 
DDR-Doppeldiode verwendet haben. deshalb schrieb ich  BAV199, da mit SAL 
41 sicher niemand was hätte anfangen können.

axelr.

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