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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik strom-diagramm


Autor: Andreas (Gast)
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Hallo,

welche Angaben muss ich zur Rate ziehen wenn ich schauen möchte ob 
überall die Größe des Stroms passt..

VOH (voltage output highlevel) = mind. 2.9V
VOL (voltage output lowlevel) = max. 0.4V

-> die spannungen sind mir klar...

IIL (current input lowlevel) no pullup = max 3µA
IIH (current input highlevel) no pullup = max 3µA
IOH (current output highlevel) = mind. -4 mA
IOL (current output lowlevel) = mind. 4 mA
IPD (pull-down-current)
IPU (pull-up-current)
IDD( active mode supply current) max. 70mA
ISS (ground current) max. 100mA
IDD (supply current) max. 100mA

-> welche angaben geben mir jetzt an wieviel strom sich auf den 
einzelnen Pins befinden, damit ich schauen kann, ob die angeschlossenen 
ICs an diesen Pins auch strommäßig nicht zu viel oder zu wenig bekommen.
-> wieviel Strom bekommt der µC eigentlich über die VCC? max 3µA - aber 
wie passt das mit dem output-current zusammen von z.B. 100mA bei GND?

gibt es irgendwelche erklärungen welche ströme wann wichtig sind und 
berücksichtigt werden müssen etc.? Damit man eine Schaltung richtig 
dimensioniert etc.

Andreas

Autor: Bernd (Gast)
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also der supply current gibt dir an, wieviel strom über VCC in den µC 
reinkommt... manche µC besitzen von diesen VCCs jedoch mehr, wobei jede 
für einen gewissen Part im Controller verwendet wird (wie z.B. die PLL 
oder so) -> d.h. auch das z.B. dein Controller 100mA für PLL zieht und 
dann auch für die PLL ausgeben kann... nur als Bsp.

ISS ground current wird an allen GNDs sozusagen abgeleitet (jednefalls 
versteh ich das so...) - bitte um korrektur

des weiteren wird natürlich unterschiedlich viel strom an die pins 
gegeben je nach dem ob ein high-level oder low-level also 1 oder 0 
gesendet wird. --> das gilt sowohl für den Ein- als auch für den Ausgang

Bernd

Autor: Andreas (Gast)
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ok...

d.h. IIL IIH heißt, dass max. 3µA pro IO-Pin an den µC angeschlossen 
werden dürfen.

Ilatch? was bedeutet dieser Strom?


das mit dem IOH IOL hab ich noch nicht ganz verstanden; im Lov-Level 
mind. 4mA - ok... aber im High-Level -4mA?? Warum Minus?

Andreas

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

Minus, weil der Strom aus dem IC raus gegen GND fließt, wird gern so 
angegeben.

Ilatch könnte der Strom sein, bei dem es zum LatchUp kommen kann, also 
die parasitäre Tyristor-Struktur einer CMOS-Struktur zünden kann. Wenn 
dann keine Strombegrenzung in der Leitung ist, ist das IC Schrott.

Genauer kann man das aber nur im Kontext mit dem konkreten IC-Typ sagen, 
dort sind dann meist auch passende Symbolbilder, die das weiter 
erklären.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas (Gast)
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>Wenn dann keine Strombegrenzung in der Leitung ist, ist das IC Schrott.

d.h. man macht in jede Leitung zum µC so einen Strombegrenzer? Bildchen 
gibt es keines aber die Conditions werden genannt (-(0.5VDD(3V3)) < VI <
(1.5VDD(3V3)); Tj < 125 °C)

wie sieht so eine Strombegrenzung aus?

beim max. Input Current: muss man I(highlevel) mit I(pull-up-widerstand) 
zusammenzählen oder wie hängen die beiden zusammen?

I(low-level short circuit current) gibt bei VCC den max. Strom an, 
welcher über kurze Zeit anliegen darf?

wie berechnet man den max. zulässigen Output-Current? Im Datenblatt wird 
immer nur ein mindestwert angegeben?

Andreas

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

nein, macht man normalerweise nicht. Warum nicht? Weil man ja an die 
Pins was konkretes anschließt und das legt ja erstmal mit seinen Daten 
fest, was überhaupt an Strom fließen kann (vom Ausgang in die 
Peripherie) oder was an Spannung anliegen kann (am Eingang vom Ausgang 
der Peripherie).
Normalerweise hält das dann sowieso die Grenzdaten ein, wenn es 
zusammenpaßt. Nur, wenn die externe Beschaltung die Möglichkeit 
beeinhaltet, daß man die Grenzwerte ereichen könnte, muß man über 
Schutzmaßnahmen nachdenken.

Beispiel: ich hänge einen Treibertransistor an ein Ausgangspin Deines 
IC.
Der Basiswiderstand muß dann eben so groß sein, daß der maximale 
Ausgangsstrom bei H-Pegel nicht überschritten werden kann.
Bei 3,3V und 4mA und 0,6V Ube eines Transitrors also 3,3V - 0,6V = 2,7V 
/ 4mA = 675 Ohm.
Solange ich diese nicht unterschreite, bin ich im sicheren Bereich.

Ohne die konkrete Verwendung des Pins sind die Werte nur Zahlen...
Ist das Pin als Eingang programmiert, haben die Ausgangswerte keine 
Bedeutung, ich muß nur dafür sorgen, daß meine Quelle keine Spannungen 
liefert, die die Grenzwerte des IC überschreiten und ich muß 
kontrolleiren, ob die Last des Eingangsstroms auch von meiner Quelle 
geliefert werden kann, ohne das die Spannung soweit zusammenbricht, daß 
der Minimalwert für den H-Pegel unterschritten wird usw.

Wenn z.B. der PullUp aktiv ist, muß die Quelle den L-Pegel unter dem 
zulässigen Maximalwert halten können, wenn aus dem IC-Eingang der Strom 
von IIL + IPU in die Quelle fließen.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas (Gast)
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wenn ich z.B. einen IC hab dessen I(output-highlevel) mind. 4mA hat und 
an einen IC anschließe, der als I(input) max. 50mA angibt.

welche angaben sind noch zu berücksichtigen?

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

welches IC (mit Logikpegeln) zieht am Input 50mA??? Wo sollen die bei 
einem Eingang hinfließen???

IL bei Standard-TTL ist z.B. 1,4mA, bei HCT sind es 0,1µA, bei einem AVR 
sind es 1µA...

Würde also heißem, daß man mit Deinen IC-Ausgang (4mA) 3 TTL-Eingänge 
oder ein paar tausend (theoretisch!) HCT oder AVR-Eingänge treiben 
könnte. Da spielen dann allerdings die maximalen Kapazitäten die größere 
Rolle, weil die Schaltgeschwindigkeit sonst zu klein wird.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas (Gast)
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also beim 74LVC240 steht das im datasheet drinnen - aber vielleicht hab 
ich das falsch gelesen... oder verstanden besser gesagt...

www.standardics.nxp.com/products/lvc/pdf/74lvc240a.pdf

was mich noch interessiert... diese angaben für die Outputs (mind.) 
treten die dann in kraft, wenn alle pins als output-pins konfiguriert 
worden sind? Bzw. max. kann doch nur der Strom an die Outputs anliegen, 
der in den µC reinkommt über VCC... wie rechnet man dann z.B. genau aus, 
wieviel Ampere an einem Output liegen oder rechnet man nicht so genau?

Andreas

Autor: Andreas (Gast)
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als Ströme hab ich zur Verfügung

- Ili = Leckstrom
- Loz = 3-state output OFF-state current
- Ioff = power off leakage current
- Icc = quiescent supply current (Ruhestrom)

-> diese ströme hab ich für VCC=3.3V

bei den maximalangaben

- Iik = input diode current max. 50mA (gilt auch für den Output)
- ICC = 100mA maximal


das sind alle angaben im datenblatt...

Andreas

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

der Leckstrom ist der tatsächlich in den Eingang fleißende Strom, 
eigentlich könnte der 0 sein bei CMOS, praktisch ist nichts ideal.
Input Diode dürfte eine interne Klemmdiode gegen GND und/oder VCC sein, 
die leitend wird, wenn die Eingangsspannung höher als VCC + 0,5V wird.
Das sollte im Normalbetrieb garnicht passieren (reine interne 
Schutzbeschaltung). Da ich keine Ahnung habe, um welche ICs es geht, 
kann ich manches nur raten, die Datenblätter siehts ja nur Du...

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas (Gast)
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hab doch den link zum Datenblatt geschickt...
www.standardics.nxp.com/products/lvc/pdf/74lvc240a.pdf

Andreas

Autor: Andreas (Gast)
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also der Output-Strom wird 100µA sein bei VCC = 3.3V

der Input-Strom ist aber nicht der Leckstrom, oder?

Andreas

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

sorry, hatte ich übersehen...

Also um den geht es. Das ist ein simpler 8Bit-Bustreiber, der ab 1,2V 
betrieben werden kann und 5V-tolerante Ein- und Ausgänge hat.

Wenn also ein mit 5V betriebener µC eine SD-Card mit 3,3V bedienen soll, 
wäre er ein Kandidat. Der 240 mit 3,3V betrieben würde die Karte mit 
passenden Pegeln bedienen und stört sich nicht daran, wenn an seinen 
Eingängen 5V-Pegel vom µC liegen. Für solche Sachen ist er gebaut. Nun 
bleibt noch die Frage, was Du mit ihm vorhast, ob bestimmte Werte 
relevant sind, hängt doch erstmal davon ab, ob sie in einer konkreten 
Schaltung überhaupt auftreten können.

Im Normalbetrieb fließen an den Eingangen maximal 10µA rein oder raus, 
wenn maximal 5,5V anliegen, egal, welche Betriebsspannung am LVC240 
anliegt (0...5,5V).

Als Ausgangsströme sind maximal 50mA rein oder raus zulässig, egal, 
welche Betriebsspannung am LVC240 anliegt (0...5,5V), allerdings darf 
die Summe an allen Ausgängen 100mA nicht übersteigen.

Wieviel fließen kann, hängt doch von der Betriebsspannung ab, die Du 
benutzen willst, wie hoch dabei der H oder L-pegel des LVC240 ist und 
was Du an den Ausgang dranhängst (letztlich ohmsches Gesetz).

Die Tabelle für H und L-Pegel bei verschiedenen Betriebsspannungen bei 
verschiedenen Lastströmen am Ausgang sagt den Rest (in der Tabelle Seite 
7).

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas (Gast)
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welche Stromangabe sagt mir genau, dass max. 10µA rein oder rausfließen 
können?

wenn ich in Tabelle7 nachschaue, seh ich bei einer VCC=3.3V dass IO = 
100µA sein soll? also der Strom der pro Pin rausfließt?

Über VCC kommt 100mA rein = max. zur Verfügung stehender Strom im IC. 
Wenn ein IC mehrere VCC hat muss man das addieren?

Und wie gesagt, die Angabe über den Inputstrom finde ich nicht... nur 
dass die Diode max. 50mA abkann...aber ansonsten weiß ich nicht, wie ich 
die anderen Ströme wie Ruhestrom etc. deuten soll... Ein Leckstrom ist 
ja eigentlich ein Strom, der zwar auftritt aber nicht gewohlt ist bzw. 
bauteil-toleranz ist...


am Ausgang hängt der MAX3480 dran. Aber interessieren würde mich ein 
allgemeiner Weg, wie ich in Zukunft ohne Hilfe die richtigen Werte 
herauspicke aus dem Datasheet und weiß wie ich alles berechnen muss...

normalerweise muss das mit dem MAX3480 auf jeden Fall passen, aber ich 
wollte es verstehen, wie es berechnet wird; um eine Sicherheit und 
Wissen zu bekommen.

Andreas

Autor: Andreas (Gast)
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beim MAX3480B ist der Output-Strom

Receiver Output High Current: 250µA (ist damit DI gemeint?)
Und die Angabe über dne Input-Strom sehe ich nicht...


Input Current für A/B: max. 0.25mA

Operating Supply Current: 200mA (was bedeutet der RL-widerstand?)

www.maxim-ic.com/getds.cfm?qv_pk=1011&ln=en

Andreas

Autor: Johannes M. (johnny-m)
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Ich glaube, Du hast immer noch einige grundlegende Verständnisprobleme. 
Im Datenblatt sind einerseits Maximalwerte (Limiting Values) angegeben, 
bei deren Überschreitung das Bauteil beschädigt oder zerstört werden 
kann. Das sind die Werte in der Tabelle auf Seite 6. Andererseits gibt 
es charakteristische Werte (DC Characteristics). Die stehen in der 
Tabelle auf Seite 7 und beschreiben das typische Verhalten des 
Bausteins. Diese Werte darf man nicht durcheinanderbringen.

Der maximale Strom für GND und VCC (auf Seite 6 ICC) ist der Höchstwert, 
der in diese Pins hinein (bzw. aus ihnen heraus) fließen darf. Das 
heißt nicht, dass dieser Strom im Betrieb auch fließt. Der fließende 
Strom wird aber durch die Beschaltung und Ansteuerung der Ausgänge 
bestimmt. Die Ausgänge können jeweils maximal 50 mA treiben. Wenn jetzt 
allerdings zwei der Ausgänge je 50 mA gegen Masse (Ausgang High-Pegel) 
treiben müssen, ist der Maximalwert für den Strom in den VCC-Pin bereits 
erreicht (schließlich muss jeder Strom, der aus einem Pin im 
High-Zustand gegen Masse herausfließt, durch den VCC-Pin in den Baustein 
hineinfließen). Das heißt dann, dass man darauf achten muss, dass die 
Summe aller Ausgangsströme die Maximalwerte für die Versorgungspins 
nicht überschreitet.

Welcher Strom jetzt aber wirklich fließt, das hängt von der externen 
Beschaltung ab. Und da liegt vermutlich Dein zweites Verständnisproblem: 
Ein Strom liegt nicht an einem Pin an (wie Du oben irgendwo geschrieben 
hast), sondern er fließt in Abhängigkeit vom Zustand des Ausgangs, der 
Spannung, die der Ausgang ausgibt und von der Beschaltung des Ausgangs 
(also ob eine Last daranhängt). Ausgegeben werden von so einem Baustein 
Spannungspegel und keine Ströme. Beispiel: Du hast an einem Ausgang 
einen 100 Ohm-Widerstand gegen Masse angeschlossen. Die Betriebsspannung 
des Bausteins beträgt 3,3 V. Wenn der Ausgang mit dem Widerstand dran 
jetzt einen High-Pegel ausgibt, liegen an dem Widerstand 3,3 V an. Jetzt 
kommt das Ohmsche Gesetz: I = U/R, was für das Beipiel bedeutet
Es fließen also 33 mA aus dem Ausgang heraus durch den Widerstand nach 
Masse (was für den Ausgangspin an sich im zulässigen Bereich liegt, 
Maximalwert 50 mA). Diese 33 mA fließen aber auch durch den VCC-Pin in 
den Baustein hinein. Wenn Du jetzt an anderen Ausgängen auch 100 
Ohm-Widerstände dran hast und mehr als drei der Ausgänge auf High-Pegel 
sind, fließen mehr als die erlaubten 100 mA über VCC und das Bauteil 
kann kaputt gehen, und das, obwohl die einzelnen Ausgänge nach wie vor 
innerhalb der Spezifikationen liegen.

Das ICC auf Seite 7 dagegen ist der typische Wert für die Stromaufnahme 
im Ruhezustand. Das sind die Werte, die man für den Schaltungsentwurf 
(Spannungsversorgung) benötigt.

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

Der Leckstrom ist sogar nur 5µA, war in der falschen Spalte.

Den Strom, der am Ausgang rein- oder rausfließt, bestimmt der 
Lastwiderstand der da draußen dranhängt.

Die Tabelle sagt nur, welche Ausgangsspannungen der Hersteller bei 
welchen Lastströmen garantiert. Also z.B. bei Vcc 2,7...3,6V und einer 
Last am Ausgang gegen GND, die 100µA flie0en läßt, garantiert der 
Hersteller eine Spannung am Ausgang von Vcc-0,2V, also bei 3,3V Vcc eben 
min. 3,1V.
Bei Vcc 3V und einer Last, die 24mA fließeb läßt, garantiert er 
Vcc-0,8V, also min. 2,2V usw.

Die 100mA dürfen maximal fließen, bestimmt wird der Strom doch vom 
Eigenverbrauch des LVC240 (bei 3,6V max. 10µA wenn er eben nur so 
rumliegt) und den Strömen, die an den Ausgängen durch die dranhängende 
Last gezogen werden.

Zum Leckstrom: genau so ist es ja auch. Das Ding ist CMOS-Technologie, 
theoretisch fließt da garnichts, weil ein MOS-Gate nur ein Kondensator 
ist. Praktisch fließen eben auch da sehr kleine Ströme. Diese steigen 
auch noch mit der Schaltfrequenz, weil die internen Kapazitäten ja 
umgeladen werden usw.

Ich habe gerade mal in das Datenblatt des MAX3480 geschaut, da wird der 
74HC240 benutzt, macht das geliche, nur keine 5V-toleranten 
Ein-/Ausgänge.

das Ding treibt 2 LED der internen Koppler des MAX über die angegeben 
Vorwiderstände. Strom bei H-Pegel ist also leicht zu berechnen, der Rest 
völlig uninteressant, weil er in dieser Schaltung nie eine Rolle spielen 
kann.

Der Eingang wird vom Fototransistor eines Kopplers gesteuert, mit 
Widerstand nach Tabelle als PullUp und Transistor gegen GND. Das ist 
also auch eindeutig und kann keine ungewollten Verhältnisse annehmen.

Somit sind in dieser Anwendung die meisten Parameter des 74LVC240 völlig 
ohne Bedeutung, da sie in dieser Schaltung nie überschritten werden 
können.

Der LED-Strom kann bei 150 Ohm und 3,3V schon ohne LED nur max. 22mA 
betragen, mit ca. 1,2...1,6V Flußspannung der LED nur noch rund 11mA.

Gruß aus Berlin
Michael


Autor: Andreas (Gast)
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>Ich glaube, Du hast immer noch einige grundlegende Verständnisprobleme.

ja das stimmt.

>Im Datenblatt sind einerseits Maximalwerte (Limiting Values) angegeben,
>bei deren Überschreitung das Bauteil beschädigt oder zerstört werden
>kann. Das sind die Werte in der Tabelle auf Seite 6. Andererseits gibt
>es charakteristische Werte (DC Characteristics).

Diese Unterteilung verstehe ich.

>Der fließende Strom wird aber durch die Beschaltung und Ansteuerung der >Ausgänge 
bestimmt.

Ich glaube genau, hier liegt mein Verständnisproblem... also das ohmsche 
gesetz kenn ich und weiß ich auch anzuwenden... daher hat mir dein bsp. 
schon etwas geholfen, aber noch nicht ganz... was mir jetzt klarer 
geworden ist, ist dass abhängig von der Last am Out-Pin ein xy-Strom 
fließt. Die Spannung kann ich hier ja als feste Größe angeben, da sie in 
meiner Schaltung stets 3.3V beträgt.

Was mir noch nicht klar ist: den Widerstand aus deinem Bsp. muss ich ja 
durch den IC (in meinem Bsp. den MAX3480B) austauschen. Als Spannung 
fließen die 3.3V zwischen den beiden ICs. Aber den "Widerstand" des ICs 
weiß ich ja nicht... sprich wieviel Strom er im normalen Zustand von 
meinem anderen IC zieht? Aus welcher Angabe bekomm ich diese 
Information.

-> daraus folgt, dass man bei einer Stromanalyse immer ganz außen 
anfängt und sich zum Mittelpunkt (meistens µC) hinarbeitet?

Andreas


Autor: Andreas (Gast)
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vielen dank für die hilfe:

also der 240-IC nimmt 100mA auf über VCC. Wenn nichts angeschlossen ist 
(nichts passiert) verbraucht er 10µA bei max. Spannung 3.6V zusätzlich 
wird noch ein Leckstrom von 5µA produziert -> ohne das was an dem 240-IC 
dranhängt werden 15µA von den 100mA verbraucht.

über dem Ausgang hängt der 150Ohm-Widerstand dran -> es ergibt sich ein 
Strom von 22mA, der aus dem 240-IC gezogen wird.

soweit hab ich es nachvollziehen können.

Der MAXIM selber bekommt über VCC 200mA max. zugeliefert (mit dem RL 
kann ich noch nichts anfangen). Der Leckstrom beträgt 10pA. Seine 
Ausgänge A/B werden mit max. 0.25mA belastet -> also 0.5mA maximal für 
beide Ausgänge.

Hinter DI befindet sich eine LED, die noch betrieben werden muss... 
nimmt man da als Strom den LED FORWARD CURRENT mit 50mA - was allderings 
schon wieder der maximalwert ist?

könntest du mir das noch einmal vorkauen, damit ich es vollständig 
verstanden habe? Warum werden zwei LEDs angetrieben, bei der zwieten LED 
kommt doch über VCC4 schon wieder Spannung und damit Strom dazu??

Wieviel Strom zieht der MAXIM maximal? die 200mA pro VCC oder 
insgesamt??? da hab ich auch noch ein verständnisproblem, da der MAXIM 
ja mehrere VCC eingänge besitzt?

Andreas

Autor: Andreas (Gast)
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und wenn der 240-IC direkt an einen µC angeschlossen wird (hab noch 
keinen ausgewählt), welche Last muss dieser dann genau ziehen...

- max. dürfen 50mA als InputStrom auftreten beim 240-IC
- bei 3.3V VCC


hmm da hängts bei mir noch... wie ich das berechne bzw. welche werte ich 
hierfür aus der tabelle auf seite 7 benötige...

Andreas

Autor: Andreas (Gast)
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hab mich jetzt noch mal drangesetzt... aber ich glaub genau das ist noch 
mein problem wo ich noch falsch denke... könnte mir da jmd. noch ein 
bsp. nennen...

und wenn der 240-IC direkt an einen µC angeschlossen wird (hab noch
keinen ausgewählt), welche Last muss dieser dann genau ziehen...

- max. dürfen 50mA als InputStrom auftreten beim 240-IC
- bei 3.3V VCC

Autor: Michael U. (Gast)
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Hallo,

na genau wie auch am anderen Ende...
Der Ausgang des µC muß die L und H-Pegel liefern, die der 240 zum 
sicheren erkennen derselben braucht und den Strom, den ein Eingang des 
240 zieht (die paar µA). Der 240-Ausgang muß die Pegel liefern können, 
die der µC-Eingang erwartet und dessen Eingansstrom, sind normalerweise 
auch ein paar µA.

Logik-ICs sind dazu hergestellt, um benutzt werden zu können. ;)
Vereinbarungen für Logikpegel (was ist die maximale Spannung, die noch 
als L erkannt wird, was ist die minimale Spannung, der sicher als H 
erkannt wird) sind "genormt". Die gänsefüßchen, weil es heutzutage nicht 
mehr 100% klappt.

TTL sagt z.B., daß die ICs mit 5V betrieben werden und der L-Pegel 
kleiner also 0,8V sein muß, der H-Pegel muß größer als 2V sein.
Das halten alle TTL-kompatibeln ICs auch ein. 7400 (das gute alte 
Standard-TTL), 74H00, 74S00, 74F00 und alle 74xxT00 arbeiten alle mit 
diesen Pegeln.

74xx00 ohne T (74HC00) sind dann die CMOS-kompatiblen, µC auch. Da sind 
die grenzen für L und H in abhöngigkeit der benutzten Betriebsspannung 
definiert, weil diese nicht auf 5V festgelegt ist.

CMOS-Pegel-kompatible IC-Serien sind untereinander mit den Pegeln auch 
kompatibel, ein µC, der CMOS-Pegel kann, redet also auch bei 3,3V mit 
einem 74HC00.

Zu den Strömen: früher wurde mit dem Lastfaktor gearbeitet (FanIn, 
FanOut). Der sagte sehr einfach aus, wieviele kompatible Gattereingänge 
ein Ausgang treiben konnte (FanOut) oder wieviele Lasten ein Eingang 
darstellte (FanIn).

Wenn also ein 7400 ein FanOut von 10 hatte und ein FanIn von 1 konnte 
man 10 7400-Eingänge parallel von einem Eingang treiben und der 
Hersteller aht garantiert, daß die Pegel eingehalten wurden.

Inzwischen ist das nicht mehr ganz so einheitlich, bei CMOS spielen die 
Kapazitäten der IC-Eingänge eine größere Rolle als die Ströme, das kommt 
aber auch erst zum Tragen, wenn man entweder viele Eingänge parallel 
ansteuert, die Leitungen sehr lang werden oder die Schaltfrequenz sehr 
hoch wird.

Eine Ausnahme stellt die Ansteuerung Deines MAX dar, da wird kein 
Logikeingang gesteuert, sondern ein Optokoppler. Es ist also ein 
Leistungstreiber, der Strom haben will, damit die LED leuchtet.

Genauso ist es, wenn man eine Anzeige-LED oder ein Relais oder ähnliches 
ansteuern will, da spielt dann auch der mögliche Ausgangstrom eine 
Rolle.

Da spielt dann aber auch die Einhaltung der Logikpegel keine Rolle mehr, 
die LED interessiert sich nicht dafür, ob der H-Pegel noch eingehalten 
wird.
Da liegt dann die Grenze beim Strom des IC oder bei der Verlustleistung.

Nimm Dir das Datenblatt der 74HC-Serie, der LVC240 ist ja als 
Pegelconverter entwickelt, da gibt es wesentlich mehr Werte, die eine 
Rolle spielen.

In Deiner Schaltung ist diese Zusatzfunktion aber eigentlich garnicht 
nötig, Du hast nur den Fall Vcc=3,3V, alle anderen Angaben sind somit 
für Dich erstmal ohne Bedeutung.

Gruß aus Berlin
Michael

Autor: Andreas (Gast)
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ok...

gibt es für die Diode noch eine Kennlinie - kann im Datasheet so nichts 
finden?

Andreas

Autor: Andreas (Gast)
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aus welchem Diagramm geht hervor, wieviel Ampere die Diode braucht um 
Durchschalten zu können -> und wieviel Spannung fällt dann an der Diode 
ab? --> beim 240-IC kommen 3.3V raus, die sich doch dann auf den 
Vorwiderstand R (150 Ohm) und die Diode im MAX3480 aufteilen..

Andreas

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