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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Fachkräftemangel? Ich weiß warum...


Autor: Bewerber (Gast)
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Habe heute Morgen in der Zeitung gelesen, dass bundesweit 20.000 
Ingenieure arbeitslos gemeldet sind und dennoch händeringend Fachleute 
gesucht werden. Warum ist das so? Ist es vielleicht nur ein Vorwand, um 
ausländische Fachkräfte zu deutlich günstigeren Konditionen beschäftigen 
zu können?

Nun, hatte mich als Dipl.-Ing. (TU) kürzlich bei einem Dienstleister in 
Baden-Württemberg beworben und das Vorstellungsgespräch verlief doch 
sehr ernüchternd. Einige vertragliche Details:

* 40h-Woche
* keinerlei Gratifikationen (Urlaubs- oder Weihnachtsgeld)
* keine Wohnzulage, falls Tätigkeit weiter weg vom Erstwohnsitz
* keine Fahrkostenerstattung
* gleiches Gehalt i. d. Probezeit und dannach
* keine Auszahlung von Überstunden möglich (nur abfeiern)
* Gehalt: 33.600 Euro Brutto pro Jahr

Vielleicht habe ich da auch zu hohe Ansprüche. Aber mal ehrlich, bei 
diesen Konditionen habe ich keinen Bock, mir für eine Firma den Arsch 
aufzureißen.

Autor: The Devil (devil_86)
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Wie alt bist du denn bzw. wieviel Erfahrung hast du??
Betreffend Gratifikation bzw. Fahrtkostenerstattung ist das bei uns in Ö 
wohl anders als in D....

Autor: sdfsd aka (Gast)
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hmm komisch

hast dich wohl schlecht verkauft

ich habe mich auch bei einem dienstleister beworben.

und der hat mir als berufseinsteiger von der fh 38,ooo geboten ohne 
diskusion also wäre noch was drin gewesen.

schon komisch

Autor: The Devil (devil_86)
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@ sdfsd aka

na du hast Nullen...

Autor: Anonymus (Gast)
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Aus welchen Bundesländern kommt ihr denn, wenn ich fragen darf.

Autor: Bewerber (Gast)
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> Wie alt bist du denn bzw. wieviel Erfahrung hast du??

Ich bin 27 und habe 5 Jahre Praxiserfahrung während des Studiums 
gesammelt.

> hast dich wohl schlecht verkauft

Hatte gar keine Gelgenheit, mich zu verkaufen. Die Fakten wurden mir 
gleich zu Beginn unter die Nase gehalten und das war's dann.

Autor: tex (Gast)
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<< Vielleicht habe ich da auch zu hohe Ansprüche. Aber mal ehrlich, bei
diesen Konditionen habe ich keinen Bock, mir für eine Firma den Arsch
aufzureißen. >>

Bei einer derartigen Arbeitseinstellung wundert es mich nicht das 20.000 
Ings arbeitslos sind.
Das erinnert mich an einen Sketch von Dieter Krebs bei dem der 
Gewerkschaftler aus der Tariefverhandlung kommt und sagt:
"Ok. Ich habe für Euch 50% mehr Lohn und 3 Monate Urlaub ausgehandelt 
und ihr müsst nur noch am Freitag zur Arbeit kommen... "

"Wie? Jeden beschissenen Freitag?!"

Autor: The Devil (devil_86)
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Ich zu meinem teil komm aus Österreich; bei uns sind 
Urlaubs/Weihnachtsgeld Pflicht, Pendlerpauschale gibt's ja auch....

@ Bewerber: lass die Finger von dieser Arbeit, mir hat auch einer mal 
klar gesagt, was er mir zahlen will, und jetzt bekomm ich netto mehr als 
der mir brutto geboten hat!!

Autor: Henrik (Gast)
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33,6k€ sind echt ein Scherz. Wenn man nix anderes findet, kann man das 
machen. Aber es heißt auf jeden Fall weitersuchen. Die Differenz zum 
"Standardlohn für Ings" ist einfach zu groß.

Autor: Bewerber (Gast)
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Das hat doch nichts mit Arbeitseinstellung zu tun. Ich denke, 
angemessene Arbeit sollte angemessen bezahlt werden. Schau dir mal an, 
was ein Dienstleister pro Stunde von den Firmen kassiert und schaue an, 
was davon der Ingenieur bekommt und was der Dienstleister. Ich hatte 
während des Studiums einen Nebenjob, der mit 15 Euro pro Stunde bezahlt 
wurde. Und als Ingenieur soll ich dann grad mal 2 Euro mehr bekommen?

Autor: The Devil (devil_86)
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toller nebenjob, soviel bekomm ich ja nichtmal hauptberuflich

Autor: Bewerber (Gast)
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Ja, aber 10-15 Euro sind eigentlich üblich. Ich kenne keinen 
Komilitionen, der weniger bekommt.

Autor: The Devil (devil_86)
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Und warum beschweren sich dann (zumindest in ö) alle über 
studiengebühren??

Autor: tex (Gast)
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<< Das hat doch nichts mit Arbeitseinstellung zu tun. >>

Womit dann?
Als Angestellter beim Bund wärst Du mit dieser Qualifikation etwa mit 
2200 bis 2400 Euro dabei, bei etwa gleichen Kontitionen und der 
zusätzlichen Bedingung der Umzugsbereitschaft nach Berlin.

Autor: Bewerber (Gast)
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Schon klar, nur ist der Bund nicht mit der freien Wirtschaft 
vergleichbar, welche bereit ist, 40-80 Euro für eine Ingenieurstunde zu 
bezahlen.

Autor: Strom Schlag (t4b)
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Ist schon klar dass die momentane "Angstsituation" von den Arbeitgebern 
ausgenutzt wird und natürlich versuchen "die" da raus zu holen was nur 
geht. "Wenn du nicht möchtest... ok, es gibt da noch 19.999 anderen die 
den Job annehmen..."

Auf der anderen Seite kann ich wirklich nicht nachvollziehen, warum die 
meisten Leute in erster Linie nur auf das Geld schauen. Mit meinem Job 
muss (oder darf) ich mich acht bis zehn Std. am Tag auseinander setzen. 
Klar muss ich zusehen dass ich mein täglich Brot bezahlen kann. Aber in 
erster Linie versuche ich doch eine Tätigkeit zu finden die mir Spaß 
macht, bei der ich nicht jeden Morgen denken "Jetzt muss ich wieder zu 
dieser Sch***e und mich quälen... Aber Egal. Ich habe ja mein tolles 
Auto, viele DVD's und den besten Wein im Keller stehen. Das wird mich 
schon wieder aufbauen...".

Ich will damit nicht sagen dass heut zu Tage jeder seinen Traumjob 
finden kann - aber bei der >Suche< sollte das Geld nicht an erster 
Stelle stehen.

Greetz
T4B

Autor: The Devil (devil_86)
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Richtig, Ingo!!!

Aber auch der beste Wein ist nichts gegen ein gutes Bier :-)

Autor: tex (Gast)
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<< Das hat doch nichts mit Arbeitseinstellung zu tun. >>

Da hast Du recht. Der Bund muss sich nicht mit seinen Produkten auf dem 
freien Markt gegen Produkte aus Osteuropa und Fernost behaupten.

Autor: tex (Gast)
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Sorry, falsches Zitat.
<< Schon klar, nur ist der Bund nicht mit der freien Wirtschaft >>

Autor: Bewerber (Gast)
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Ok, dann habe ich wirklich eine falsche Einstellung. Dann werde ich mal 
sehen, dass ich einen Job finde der mir Spaß macht. Naja und wenn ich 
dann halt nur 5 Euro die Stunde bekommen, kann ja immer noch Beihilfe 
zum Lebensunterhalt beantragen. Hauptsache der Job macht Spaß und andere 
verdienen sich eine goldene Nase auf meine Kosten.

Autor: tex (Gast)
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<< und andere
verdienen sich eine goldene Nase auf meine Kosten >>

Damit hast Du nun wirklich die falsche Einstellung. Was hindert Dich 
daran, Dich selbstständig zu machen und von Deinem Kunden zu verlangen 
was Du verdienen möchtest. Dann kannst Du auch z.B. 400 Euro pro Stunde 
verlangen wie es gute Steuerberater und Rechtsanwälte tun, und Dir einen 
Lamborgini als Dienstwagen kaufen.

Autor: Bewerber (Gast)
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> Was hindert Dich daran, Dich selbstständig zu machen

Die abartigen Gesetze und Vorschriften in Deutschland.

Autor: Strom Schlag (t4b)
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Bewerber wrote:
> Hauptsache der Job macht Spaß und andere
> verdienen sich eine goldene Nase auf meine Kosten.

Was interessieren dich denn die Nasen der Anderen?
Mir persönlich (!!!) ist es doch total egal, ob meine Freunde und 
Bekannten eine Nase aus Pappe, Alu, Gold oder Diamanten haben. Wobei die 
mit der Nase aus Pappe immer noch die ehrlichsten und wertvollsten sind!

Und während sich der Freund mit der Goldnase täglich zur Arbeit quält 
gehe ich locker "und frohen Mutes" zu meinem bezahlten Hobby "Arbeit".

Autor: tex (Gast)
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<< Die abartigen Gesetze und Vorschriften in Deutschland.>>

Oh! Komm! Das ist lächerlich! Gibt es Deiner Meinung nach also keine 
Gewerbetreibenden in Dt. mehr, oder stehen die alle unter Denkmalschutz?

Autor: The Devil (devil_86)
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Man kann doch auch Spass an der Arbeit haben UND gut verdienen, oder???
Und wenn die Arbeit schon keinen Spass macht dann muss man sich eben 
einen mit den Kollegen machen!!

Autor: Bewerber (Gast)
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>Gibt es Deiner Meinung nach also keine Gewerbetreibenden in Dt.
>mehr

Natürlich gibt es die noch, nur deren Zahl geht kontinuierlich zurück.

Naja und außerdem wäre es Selbstmord, sich als Absolvent mit "nur" 
Praxiserfahrung selbstständig zu machen. In 8-10 Jahren könnte das mal 
eine Alternative sein, dann allerdings auch gleich im Ausland.

Ich war halt einfach nur geschockt: 33k6 und sonst nichts.

Autor: tex (Gast)
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Also für mich klingt das so, als wollte unser Bewerber gut bezahlt zur 
Arbeit gehen und für das bezahlt werden, was er repräsentiert und nicht 
für das, was er leistet. Die Leistung sollen die anderen Übernehmen, 
aber ihm ordentlich dafür was abgeben, das er da ist. Das hinter einem, 
am Markt etablierten Produkt viel Arbeit und persönliche 
Opferbereitschaft stehen, die sich die Initiatoren eines solchen 
Produktes wenn es dann erfolgreich läuft auch gut bezahlen lassen, kann 
unser Bewerber wohl noch nicht ganz nachvollziehen oder will es nicht.
Ich denke wir würden alle lieber am Erfolg Anderer schmarotzen als 
selbst arbeiten zu gehen, aber dieses Privileg bleibt Politikern und 
Söhnen /Töchtern vorbehalten.

Autor: tex (Gast)
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<< Naja und außerdem wäre es Selbstmord, sich als Absolvent mit "nur"
Praxiserfahrung selbstständig zu machen. >>

Die erfolgreichen Leute die ich kenne, haben in der Regel vor Ihrem 
Abschluss angefangen, sich selbstständig zu machen.

Autor: Peter (Gast)
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Ist eben wie überall: Angebot und Nachfrage
Da Ingenieure eben "nur" einfache Aufgaben erledigen, die eigentlich 
"jeder" machen kann, haben die auch nicht mehr verdient.
Interessant nur, dass die BWLer - wenn sie denn eine Tätigkeit finden - 
mit dem gehalt einsteigen, bei dem altgediente Erfahreungsträger als 
Ingenieure aussteigen. Ein Freund hat mit 26 Jahrend einen BWL Abschluss 
gemacht und fängt mit 85Tsd Euro pro Jahr an (Investmentbank).
Wirtschaftsprüfer kommen nicht für unter 250€ Stundenlohn in die Firmen. 
ABER, wenn eine Firma eine Ingenieurstunde für 100€ verkaufen will, 
bekommt sie schon massve schwierigkeiten. Die Arbeit wird eben nicht 
sehr hochwertig eingeschätzt!

Autor: Bewerber (Gast)
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>Also für mich klingt das so, als wollte unser Bewerber gut bezahlt zur
>Arbeit gehen und für das bezahlt werden, was er repräsentiert und nicht
>für das, was er leistet.

Nicht "gut", sondern angemessen. Weniger als 1600 Euro Netto im Monat 
ist meiner Meinung nach nicht angemessen und wer kein Problem hat, für 
dieses Gehalt als Entwicklungsingenieur zu arbeiten, wird auch für 1000 
Euro Netto arbeiten. Bitte sehr, ich mache das definitiv nicht und ich 
muß das ja auch gar nicht.

>Die Leistung sollen die anderen Übernehmen, aber ihm ordentlich dafür
>was abgeben, das er da ist.

Die Leistung, die andere übernehmen, wäre in diesem Fall das Abkassieren 
denn was leistet denn sonst noch der Dienstleister?

Weist du, ich hätte kein Problem damit, für das genannte Gehalt bei der 
Firma, die den Dienstleister in Anspruch nimmt, direkt einzusteigen. 
Aber ich habe definitiv ein Problem damit, wenn der Dienstleister sagt, 
die Bezahlung erfolgt nach BAZ und dann sagt, dass es keine 
Gratifikationen gibt, obwohl diese im BAZ klar geregelt sind. Da komme 
ich mir doch betrogen vor.

Autor: Der Fönig (zotos)
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Peter wrote:
> Ist eben wie überall: Angebot und Nachfrage
> Da Ingenieure eben "nur" einfache Aufgaben erledigen, die eigentlich
> "jeder" machen kann, haben die auch nicht mehr verdient.
> Interessant nur, dass die BWLer - wenn sie denn eine Tätigkeit finden -
> mit dem gehalt einsteigen, bei dem altgediente Erfahreungsträger als
> Ingenieure aussteigen. Ein Freund hat mit 26 Jahrend einen BWL Abschluss
> gemacht und fängt mit 85Tsd Euro pro Jahr an (Investmentbank).
> Wirtschaftsprüfer kommen nicht für unter 250€ Stundenlohn in die Firmen.
> ABER, wenn eine Firma eine Ingenieurstunde für 100€ verkaufen will,
> bekommt sie schon massve schwierigkeiten. Die Arbeit wird eben nicht
> sehr hochwertig eingeschätzt!

Aua das tut weh. Wahrscheinlich hast Du damit sogar recht. Mir ist jetzt 
schlecht und ich bekomme Migräne.

Autor: The Devil (devil_86)
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@Peter: Schöne zahlen, doch ob sie auch stimmen....

@Bewerber: Wenn entwickler das bezahlt bekämen, was sie wirklich 
geleistet haben, würden viele mit sehr wenig geld nach hause gehen....

Autor: Bewerber (Gast)
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>Wenn entwickler das bezahlt bekämen, was sie wirklich
>geleistet haben, würden viele mit sehr wenig geld nach hause
>gehen....

Ws. haben sie nur das geleistet, wofür sie bezahlt wurden :)

Autor: The Devil (devil_86)
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so kann man's auch sehen :-)

Autor: Realist (Gast)
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Hier sind einige Träumer,
einige Realisten
und einige die sich selbst (finanziell) verarschen in diesem Thread!!!


Gruß
Realist

Autor: The Devil (devil_86)
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Sag doch wer deiner meinung nach wer ist!

Autor: Der Hubert (Gast)
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Hier wird immer wieder was von "Arbeitseinstellung" gesagt.

Heute sieht es doch so aus: Wirtschaft steigt rekordartig und analog 
dazu auch die Ausbeuterei ....

Jobs, die vor 1 Jahr noch von Leuten gemacht wurden, die 2000€ netto 
bekommen haben (und mehr), werden jetzt für 1500€ brutto angboten.

Danke fürs Gespräch.

Ich muss dazu sagen, ich bin kein Ing. oder Techniker, ich bin gelernter 
Elektroniker, der direkt nach der Ausbildung in die EDV gegangen ist 
(damals gabs sowas wie IT nicht, nur Programmierer und Informatiker). 
Ich habe dort jahrzehntelang alles gemacht (Vertrieb, Technik, 
Entwicklung, Programmierung, Führungskraft, ....) und das auch auf Grund 
meiner "Basis" nicht zu nem Traumgehalt, mir ist schon lange klar, dass 
Praxis keine Sau mehr interessiert, sondern die Scheine das Gehalt 
bestimmen (immer noch).

Aber zu meiner Befriedigung habe ich Firmen untergehen sehen, die von 
Leuten dirigiert wurden, die eben auf dem Papiert toll rechnen konnten 
aber zu doof waren, ein Feuerzeug zu bedienen, wenn nur die Farbe anders 
war als in der Anleitung abgebildet.

Diese Leute sind heute meistens in Firmen beschäftigt, wo sie 
Entscheidungen treffen dürfen, von denen sie keine Ahnung haben.

Mit denen hatte ich vor Kurzem 2x wieder zu tun ....

Autor: Der Hubert (Gast)
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Wobei ich damit nich sagen möchte, dass alle Akademiker nix drauf haben, 
ich durfte auch Leute kennen lernen, vor denen ziehe ich meinen Hut.

Aber das sind keine Entscheider in irgendwelchen Firmen, sondern 
Selbstständige, die erst ihre Praxis an der Basis erworben und auch mal 
den Menschen vor und vor allem hinter dem Produkt gesehen haben ....

Autor: Jorge (Gast)
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>Wobei ich damit nich sagen möchte, dass alle Akademiker nix drauf haben,
>ich durfte auch Leute kennen lernen, vor denen ziehe ich meinen Hut.

Trotzdem sind die Typen von denen du redest unser aller Untergang. Jeder 
Depp hat heute Abitur und irgendwas studiert. Und weil überall nur 
Deppen rumlungern fällt niemandem mehr was auf. Dies ist ein globaler 
Trend.

Ich denke nur an meinen Abijahrgang. Bei 100 Abgängern waren gerade mal 
6 im LK Physik und davon waren auch noch 2 nur notgedrungen dabei. Die 
anderen haben immer um einen Vierer gebangt.

Das ist doch heute gar nicht anders...

Autor: hackklotz (Gast)
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> Jeder Depp hat heute Abitur

Na und stell dir mal vor, wenn die die Hauptschule wirklich abschaffen. 
Dann hängen die ganzen Spacks* womöglich in der Real- oder Gesamtschule 
rum, ziehen das Niveau in den Keller und schaffen es dann womöglich doch 
noch bis zum Abi. Schon interessant, früher gab's vom Lehrer mit dem 
Rohrstock paar auf die Finger, heute halten die Metzgerlehrlinge** den 
Lehrer aus dem Fenster und drohen ihn fallen zu lassen, wenn er nicht 
irgendwas bestimmtes macht. Und der Lehrer hat praktisch keine Chance, 
sich gegen diese Vollidioten zur Wehr zu setzen.



*) Dies soll nicht heißen, dass alle Hauptschüler Spacks*** sind. Im 
Gegenteil, es sind auch talentierte Leute darunter nur leider erkennt 
niemand deren Potential oder niemand will es erkennen.

**) Nicht alle Metzgerlehrlinge verhalten sich so.

***) Mein Synonym für "enthirntes Lebewesen".

Autor: Hans K. (Gast)
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Hallo

33.600 Euro Brutto pro Jahr für einen Ing sind echt ein Witz, aber in 
Deutschland (auch in Ballungsgebieten) leider die Regel. Für das Geld 
braucht man kein Studium, da gibts Jobs ohne Stress und mit garantierter 
40 Stundenwoche. Der "Fachkräftemangel" ist eine Lüge. Viele Absolventen 
versauern in Hilfsarbeiterjobs, weil sie nichts anständiges finden, 
obwohl sie umzugsbereit sind und auch für weniger als 30000EUR Brutto 
als Ing arbeiten würden. Diese Leute tauchen noch nicht mal in der 
Arbeitslosenstatistik auf, da sie nicht als Arbeitslos sondern als 
Arbeitssuchend zählen. Und wer einen Hilfsarbeiterjob annimmt wird vom 
Arbeitsamt logischerweise nicht mehr geführt.
Die Industrie hat es leider nicht nötig, Absolventen einzuarbeiten. Es 
gibt genug Spezialisten, die woanders entlassen wurden.
Aufgrund dieser miesen Lage, kann ich die jungen Leute nur verstehen, 
wenn sie kein Interesse an einem Ingenieurstudium haben. Das Studium ist 
aufwändig, anstrengend, teuer - und die Jobaussichten sind mies. Und wer 
einen Job als Ing gefunden hat, muss diesen zur Lebensaufgabe machen, 
d.h. 70+ Stundenwoche (nur 40 bezahlt), selbstständige Weiterbildung, 
keine Zeit für Familie,...
Was sind das für Aussichten?

Autor: rg (Gast)
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Also ich versteh euch nicht wirklich. Ihr solltet euch mal bei gscheiden 
Firmen bewerben net bei solchen die keine Ueberstunden bezahlen. Ich 
bekomme hier ueberstunden mit 150% bezahlt...

Autor: The Devil (devil_86)
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dito, und kann mir aussuchen, ob ich eben bezahlt arbeiten möchte oder 
einarbeiten

Autor: Jupp M. (juppp)
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Es ist nur sinnlos, sich bei "gescheiten" Firmen zu bewerben, da diese 
so gut wie keine Leute mehr direkt einstellen sondern sich 
ausschließlich an Dienstleister wenden und letztere ermöglichen nun mal 
nur Freizeitausgleich oder aber Auszahlung der Überstunden zu deutlich 
schlechteren Konditionen.

Autor: Arbeitssuchender (Gast)
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Hallo

> Ihr solltet euch mal bei gscheiden
> Firmen bewerben

Guter Witz. Diese Auswahl hat nur ein erfahrener Spezialist. Welche 
"gescheite Firma" stellt denn Anfänger ohne Vitamin B ein? Selbst bei 
"nicht gescheiten" Firmen hat man als Anfänger fast keine Chance. Da 
nimmt man, was man bekommt. Ihr erfahrenen Leute, wisst echt nicht, wie 
die Realität aussieht.
Ich kenne selbst einige erfahrene Ingenieure, die verdienen zwar 40000 
EUR Brutto, aber an Bezahlung oder Ausgleich von Überstunden ist da 
nicht zu denken. Bei einer 70 Stundenwoche + Nacharbeit und 
Weiterbildung zu Hause sind 40000 Euro nun auch nicht so attraktiv.

Autor: Arbeitssuchender (Gast)
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Hallo

Nachtrag:
Wenn wirklich ein Fachkräftemangel bestünde, müssten ja die Löhne 
steigen, auch die für Anfänger. Außerdem dürften es dann Anfänger nicht 
so schwer haben, überhaupt eine Anstellung zu finden. Irgend was stimmt 
da nicht.
Dieses Gejammer der Industrie dient nur zum Lohndumping. Keiner will 
mehr angemessen bezahlen und keiner will Anfänger einarbeiten. 
Schließlich ist es billiger zu jammern und die Politik zu bewegen 
billige Sklaven aus dem Ausland zu importieren oder gleich die ganze 
Entwicklung und Produktion ins Ausland zu verlagern. In Deutschland wird 
dann nur noch etwas Verwaltung, Support und Marketing gemacht.
Gute Nacht.

Autor: Fritz (Gast)
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Ein besonderes Problem ist es schon in Ingenieursberuf. Neben 50000 
arbeitslosen Ings gibt es offene Stellen. Leider ist einer im Berbau 
tätig gewesener Ing. nicht zum pogrammieren geeignet und auch nicht in 
einem Jahr umgeschult. Die Umschulung ist so kostenintensiv, dass man 
damit mehrere Langzeitarbeitslose wieder in Arbeit bringt. Leider!
Aus diesem Grund ist das Geschrei nach ausländischen Kräften erklärbar.
Die ings. sollten eine Standesvertretung haben, die auch diese Intressen 
unterstützt. Es kann jedem passieren, dass er im Laufe des Berufslebens 
auf einen ungünstigen Weg kommt.
Fritz

Autor: Jupp M. (juppp)
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>dann ist er die gesuchte Person und wird auch dementsprechend bezahlt

Du lebst in einer Traumwelt.

Autor: Jupp M. (juppp)
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>>Habe heute Morgen in der Zeitung gelesen, dass bundesweit 20.000
>>Ingenieure arbeitslos gemeldet sind und dennoch händeringend Fachleute
>>gesucht werden. Warum ist das so? Ist es vielleicht nur ein Vorwand, um
>>ausländische Fachkräfte zu deutlich günstigeren Konditionen beschäftigen
>>zu können?

>Ich verstehe auch nicht, warum in Deutschland Bauingenieure keine PCBs
>routen und Vertriebsingenieure keine Maschinen konstruieren können.

@Steven

Verstehe jetzt nicht, was du sagen willst. Es geht doch um den 
Gesamtzustand. 20000 Ings sind arbeitslos und dennoch müssen bzw. sollen 
Fachkräfte aus dem Ausland angeheuert werden.

Autor: Fritz (Gast)
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Was ich sagen will:

Ein Ing. der z.B. jahrelang in einer Fertigung für Kabelbäume tätig war 
und nachdem diese Tätigleit jetzt im Osten genacht wird, hat nicht die 
Qualifikation zur Entwicklung neuer Produkte. Eine Umschulung ist sehr 
kostenintensiv. Vor allem im Vergleich zu anderen Berufen. (Schätze mit 
einem Jahr Umschulung ist es noch nicht getan, sondern es sind zwei 
Jahre nötig)
Mit diesem Aufwand kann man vielleicht schon zwei oder drei 
Langzeitarbeitlose in Arbeit bringen. Ings. benötigen zum Wiedereinstieg 
einen höheren Aufwand (Geld, Zeit). Aus diesem Grund sollten sich die 
Ing. stark machen um spezielle Umschulungsprogramme zu erhalten.
Der Weg, aus dem Ausland neue und billige Kräfte anzuwerben und 
diejenigen, die technologisch in einen ungünstigen Bereich geraten sind 
als Langzeitarbeitslose zu betrachten, sollte nicht sein.
(In Österreich hat z.B. jeder, der 4 Jahre gearbeitet hat, ein Recht auf 
ein zumindest bescheidenes Stipendium und kann sich neu qualifizieren.)

Gruß
Fritz

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Hallo,

für mich besteht ein weiteres Problem in der Suche nach "Spezialisten".
Was ist ein Spezialist? Ein Spezialist ist jemand, der sich auf einem 
(!) Gebiet sehr sehr gut auskennt und es im Schlaf beherrscht.

Gut, sehen wir uns mal um. Ich zum Beispiel werde bald Absolvent, wurde 
umfassend ausgebildet und mir wurde eine Menge 
nachrichtentechnikrelevantes Zeug beigebracht, wobei alles mal 
angesprochen wurde. Ein Spezialist bin ich somit mal gar nicht.

Sehen wir uns weiter um, großflächiger. Man stellt fest dass es erstens 
sehr viele Ingenieurszweige gibt und sich diese zudem nochmals extrem 
untergliedern. Wie kann man denn erwarten, jeden Job mit Spezialisten zu 
besetzen?

In meinen Augen zeichnet sich ein Ingenieur durch seine Fähigkeit aus, 
sich rational in Problemstellungen einzuarbeiten und diese ebenso 
rational zu lösen. Das sollte den Unternehmen mal klar werden.

Nur weil ich gern in Matlab programmiere und gern mit Eagle Platinen 
entwerfe, bin ich nicht zu dumm, einen Mikrocontroller zu programmieren. 
Ich bräuchte nur einen Moment der Einarbeitung.

Ich bin langsam hochgradig frustriert. Meine Bewerbungen auf 
Diplomarbeitsstellen liefen auch schief. Vielleicht lag es an mir. Ich 
habe noch nicht so oft Bewerbungen geschrieben...aber irgendwie 
frustriert einen diese Situation und man fragt sich langsam, wofür man 
sich da 5 Jahre durchgebüffelt hat.

Und damit komme ich auf den ersten Post vom "Bewerber", den ich somit 
gut verstehen kann. Irgendwie erwartet man doch, dass man besser bezahlt 
wird als der Fließbandarbeiter bei VW. :(

Autor: hackklotz (Gast)
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>Und damit komme ich auf den ersten Post vom "Bewerber", den ich somit
>gut verstehen kann. Irgendwie erwartet man doch, dass man besser bezahlt
>wird als der Fließbandarbeiter bei VW. :(

Und jetzt halte dich fest: die Callcenter-Mitarbeiter eines großen 
deutschen Kommunikationsdienstleisters verdienen 40000 Euro bei einer 
35h Woche.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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> Und jetzt halte dich fest: die Callcenter-Mitarbeiter eines großen
> deutschen Kommunikationsdienstleisters verdienen 40000 Euro bei einer
> 35h Woche.

Genau das ist doch das Problem. Was sollte einen jungen Abiturienten 
dazu bewegen, Ingenieur zu werden wenn er dafür 5 oder 6 Jahre studiert 
um dann immernoch weniger bekommt als jemand der mit 16 aus der Schule 
ist und von da an gutes Geld verdient.

Sicher ist es die Berufung "Ingenieur" die einen treibt aber das ist 
doch irgendwie ungerecht oder nicht?

Autor: ösi (Gast)
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@  Steven Wetzel
dann sag doch mal in welchen bereichen  ing fehlen
mfg ösi

Autor: hackklotz (Gast)
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Soziales Engagement an Hochschulen bedeutet längere Studiendauer und die 
wird sich bald eh keiner mehr leisten können.

Autor: Dieter (Gast)
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>Und jetzt halte dich fest: die Callcenter-Mitarbeiter eines großen
>deutschen Kommunikationsdienstleisters verdienen 40000 Euro bei einer
>35h Woche.

Ausnahmen bestätigen die Regel, es gibt auch Callcenter mit einem 
Verdienst von 12000 im Jahr ...

Autor: Der Hubert (Gast)
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Die Problematik der Leute "zwischendrin", also die, die keine 2 
Studiengänge hinter sich haben und/oder ab Hauptschule oberhalb:

Zu schlecht für die guten Jobs, zu gut für die schlechten Jobs ....

Mal was zu den "gescheiten" Firmen:

Bei vielen "gescheiten" Firmen hat man mir beim VG was von Kommunikation 
und "Mitarbeiter das Kapital der Firma" erzählt. Von diesen Firmen habe 
ich nicht mal eine Absage bekommen ....

So viel zum Thema "Kommunikation". Und zum Thema "gescheite" Firmen.

Autor: Der Hubert (Gast)
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>> ich nicht mal eine Absage bekommen ....

.... geschweige denn ein Ergebnis oder sonstwas. Auch nicht auf 
Nachfrage.

Autor: krawi (Gast)
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Lieber Hubert was willst du eigentlich
ohne techniker meister kannst du dir das bewerben sparen
ich kenn keine firma die facharbeiter sucht
mfg

Autor: Der Hubert (Gast)
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Ich sehe das genauso aber auch bei den "normalen" Jobs sieht es nicht 
besser aus ....

Autor: Der Hubert (Gast)
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Ich habe in diversen Projekten (humaner Ausdruck für Zeitverträge) 
erlebt, wie die Vitamin B Geschichte ganze Abteilungen gelähmt hat. 
Hinterher waren es natürlich wieder die "Externen".

Autor: krawi (Gast)
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ne techniker ausbildung
ist heutzutage schon fast pflicht
in deutschland zählt in erster linie der wisch

was man tatsächlich kann ist zweitranig

Autor: ösi (Gast)
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das ist ne nische
erzähl mas was von bereichen

Autor: Smörre (Gast)
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>  Aus Erfahrung weiß ich, dass
> DSP-Programmierer sehr selten sind. Die Grundlagen der
> Signalverarbeitung werden zwar an Hochschulen vermittelt, dann muss aber
> jeder persönlich ran, um sein Wissen zu vertiefen.
Das ist vielleicht gerade jetzt so, morgen kann das schon wieder anders 
sein, dann hast Du umsonst Arbeit und Geld investiert.
Außerdem wirst Du es nie bis zum Vorstellungsgespräch schaffen, nur weil 
Du Dich zuhause Tag und Nacht mit DSP beschäftigt hast, die lachen sich 
kaputt - das kann jeder behaupten. Du mußt schon einen certifizierten 
Lehrgang besucht und erfolgreich absolviert haben, also schriftliche 
Nachweise mit den entsprechenden Noten bringen - das mach mal als 
arbeitsloser Berufsanfänger ohne Geld in der Tasche - das A-Amt wird Dir 
dann schon was erzählen!

> Heute kommt fast keine Elektronik mehr ohne Regelsysteme aus. Wer hier
> über gutes Wissen (in Hard- und Software) verfügt, dass über das an den
> Hochschulen vermittelte hinausgeht, kann klar für sich punkten.
Die Hochschule, ja wenigstens die Fachhochschule ist doch dafür da nicht 
am Leben vorbei Ihre Lehre zu betreiben, oder ??!
Irgendwann muß ich dann wohl auch noch Geld mitbringen, um arbeiten zu 
dürfen !!!
Das kann's ja wohl nicht sein!

Autor: Smörre (Gast)
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> Vielleicht habe ich da auch zu hohe Ansprüche. Aber mal ehrlich, bei
> diesen Konditionen habe ich keinen Bock, mir für eine Firma den Arsch
> aufzureißen.

Deine Einstellung ist okay (ich fühle mich gensuso vera..) , nur leider 
ist das heute so.
Traumberuf Ing. das war früher mal - heute kannst Du froh sein, wenn Du 
zum Hilfsarbeiterlohn irgendwo anfangen kannst als Ing.
Deine Hochschulkenntnisse sind quasi nichts wert!
Die Chance zur Einarbeitung wird in aller Regel nicht gewährt, Du mußt 
schon ausreichend Berufserfahrung im Bereich X mitbringen, dann hast Du 
eine gewisse Chance oder eben Vitamin B.
Ansonsten bleibt nur noch eine Consulterstelle oder ewiges 
Praktikantentum, etc., Hauptsache schön billig!

Autor: frankio (Gast)
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hi
auf welche stellen schreibt ihr eure bewerbungen?
bewerbt ihr euch blind bei Firmen
ich mein ich kann mir kaum Vorstellen
das ne Firma wie zb Siemens
im internet stellen ausschreibt
und dann keinen einstellt
oder seh ich das falsch
mfg

Autor: Jupp M. (juppp)
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Leider sind sehr viele ausgeschriebene Stellen nicht vakant. 
Dienstleister nutzen solche Methoden einfach nur, um ihren Bewerberpool 
zu füllen. Und von anderen "normalen" Firmen weis ich, das sie selbst 
dann Stellenanzeigen schalten, wenn kurz vorher ein Einstellungsstop 
verhängt wurde. Ist mir ein Rätsel, warum die das tun. Evtl. wollen sie 
der Konkurenz was vörtäuschen? Keine Ahnung...

Autor: frankio (Gast)
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hi
das würde bedeuten das wenn ich mich bei siemens
auf so eine stelle bewerben sollte
das ich dann pech habe oder wie

sollte man dann da besser vorher anrufen
oder direkt hinfahren?
oder wie macht man das dann

mfg

Autor: Jupp M. (juppp)
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Ja, telef. Kontakt mögen die von der Personalabteilung sehr.

Bei älteren Stellenanzeigen unbedingt anrufen denn viele Firmen machen 
sich nicht die Mühe, obsolete Anzeigen wieder zu löschen.

Autor: Gast123 (Gast)
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Naja, es kommt auch vor, dass Stellen schon intern besetzt sind, aber 
trotzdem nochmal ausgeschrieben werden. Das ist dann aber einfach 
Bürokratie glaube ich - eine Hand weiß nicht was die andere macht.

Gescheite Firmen gibts schon, ich kann diese ganze Schwarzmalerei nicht 
verstehen. Vielleicht kommts auch einfach auf die Region an, aber in 
Süddeutschland hast du schon gute Chancen.

Mein Schnitt als Anfänger war 2 Bewerbungen, ein Bewerbungsgespräch 
(einmal keine Antwort, aber vielleicht ist die E-Mail einfach 
untergegangen) und zwei Stellenangebote. Das zweite Angebot kam von 
meiner Diplomarbeitsstelle, die haben mich quasi gebeten zu bleiben.

Beides gescheite Firmen (wobei ichs bei der einen nur von außen bewerten 
kann). Bezahlung und alles nach Tarifbedingungen (ich denke, da kann 
sich jeder ausrechnen, dass das ein super Einstiegsgehalt gibt), 
ordentliche Einarbeitung usw. Also nix mit geiz ist geil.

Autor: Timo (Gast)
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@Smörre

Meine Fres.., bist du frustriert!

Autor: hackklotz (Gast)
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Smörre hat schon Recht.

>Traumberuf Ing. das war früher mal - heute kannst Du froh sein,
>wenn Du zum Hilfsarbeiterlohn irgendwo anfangen kannst als Ing.
>Deine Hochschulkenntnisse sind quasi nichts wert!

Zumal noch dazu kommt, dass die Arbeitsagentur dir im Falle der 
Arbeitslosigkeit sogar vorschreibt, dich um einen Praktikumsplatz zu 
bewerben und dies trotz guter Ausbildung.

Autor: hackklotz (Gast)
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>Monatlich ein Fachbuch zu lesen, dürfte kaum die finanziellen
>Möglichkeiten übersteigen.

Toll, nur bringt dir das dann erst nach Einstellung was. Vorher brauchst 
du Fakten, Zeugnisse und Zertifikate, um dein Wissen zu dokumentieren.

Wenn du im  VG sagst, dass du jeden Monat ein Buch gelesen hast, dann 
zeigt sich bei den Personaleren ein mildes Lächeln und weiter geht's mit 
der nächsten Frage. Bei einer Direktbewerbung hingegen (also nicht über 
Zeitarbeitsfirmen) hättest du bessere Chancen, da du dein angelesenes 
Wissen kurz erläutern kannst und die Wahrscheinlichkeit sehr viel höher 
ist, dass mindestens einer deiner Gesprächspartner ungefähr versteht, 
wovon du redest.

Autor: Smörre (Gast)
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@ Timo
> Meine Fres.., bist du frustriert!
Ich denk mal das ist normal, insbesondere dann wenn man dann das 
Gestöhne vom Fachkräftemangel hört.
Einarbeitungszeit nicht mehr erwünscht, alles just in time.
Außerdem bin ich ja nicht alleine, andere haben ja offenbar die gleichen 
Probleme.

@ hackklotz
> Zumal noch dazu kommt, dass die Arbeitsagentur dir im Falle der
> Arbeitslosigkeit sogar vorschreibt, dich um einen Praktikumsplatz zu
> bewerben und dies trotz guter Ausbildung.
Leider wahr, oder 1 Euro Job und andere Zwangsmaßnahmen.
Selbst wenn man kein Hartz IV bezieht, ist das Amt bestrebt Dich mit 
allen Mitteln aus der Statistik zu kicken, nur darum geht es.
Die Dunkelziffern sind also noch viel höher.
Früher war ich mal neutral bzw. positiv gegenüber der Arbeitsagentur 
eingestellt, heute kann ich nur dem Herrn Niebel von der FDP 
beipflichten, die BA gehört abgeschafft.

@ Steven Wetzel
> Nein, wird es nicht so sein. Man sollte schon ein wenig die Glaskugel
> benutzen. Man braucht nur mit offenen Augen durch die Welt zu gehen und
> sieht, welche Probleme in den nächsten Jahren auf uns zukommen.
Ich sag mal jein - für eine Firma bist Du dann in aller Regel (es gibt 
natürlich Ausnahmen) schon zu alt - Du mußt dann schon die Sprung in die 
Selbstständigkeit wagen, dann kann es klappen.
Ob Deutschland dafür ein guter Standort ist, daran hab ich meine 
ernsthaften Zweifel.

> Das ist Unsinn. Denn dann dürften embedded C-Programmierer niemals eine
> Stelle finden. Genauso wenig wie Hardwaredesigner oder Layouter. Wenn
> das fachliche Profil stimmt, wird weiteres in Vorstellungsgesprächen
> festgestellt.
Es finden ja auch die ein oder anderen Programmierer mit den 
entsprechenden Referenzen eine Stelle, keine Frage.
Nur Du solltest mal bedenken, daß sich da 100 Leute oder bei einfachen 
Anforderungen auch mal 5000 Leute und mehr drauf bewerben und exakt nur 
einer bekommt die Stelle.
Es sind immer Wellenbewegungen bei der Nachfrage nach Programmierern, 
usw. und Du brauchst eben auch Glück! Oder Beziehungen :-)

> Die Hochschulen bringen dir vor allem das Prinzip des Lernens bei.
Irrtum, Lernprinzipien mußt Du schon selber finden - die Hochschulen 
vermitteln Dir die Grundlagen eines Faches, bisweilen in extrem 
überzogenen Maße - deswegen dauert es ja auch so lange.
Lernstrategien mußt Du schon selber umsetzen bzw. finden.

> Wenn du der Meinung bist, dass dein angelerntes Wissen aus der Hochschule > auch 
noch nach 20 Jahren universell eingesetzt werden kann, dann kannst
> du dich schon mal auf eine vorprogrammierte Arbeitslosigkeit vorbereiten.
Bei Informatik stimmt das, in Bezug auf Etechnik ändert sich hingegen 
wenig - deshalb spulen die Professoren ja auch immer zu Recht das 
gleiche Programm ab. Mit etwas Querdenken nützen Dir die alten 
Kenntnisse u.U. doch noch eine Menge, 80 % sind überflüssig für den 
späteren Job oder gar noch mehr je nach Job.
Die Arbeitlosigkeit wird umso wahrscheinlicher, je älter Du wirst - wenn 
Du dann aus Kostengründen, etc. entlassen wirst, dann wird's schwierig.
So ab 50 hast Du dann aufgrund der Gesetzgebung (niederiger 
Arbeitgeberanteil) wieder bessere Karten.

Autor: Gast (Gast)
Datum:

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Hallo

@ Steven Wetzel
> In deiner Berufslaufbahn werden sich
> aber wenige bis niemand für deine Zertifikate interessieren.

Ohne die passenden Papiere und/oder ohne die passenden Vitamin B Pillen, 
wird man aber erst gar nicht zum Vorstellungsgespräch eingeladen.

Autor: Smörre (Gast)
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> Die meisten fallen durchs Raster wegen unvollständigen
> Bewerbungsunterlagen.
Ich würde eher sagen hauptsächlich wegen Alter und/oder wegen mangelnder 
Berufserfahrung, so genau weiß man es ja nie.
Aber wenn es so sein sollte, dann haben die Firmen offenbar kein Problem 
mit Bewerbern!

> Wenn die Auswahl zu groß ist, kann dem noch durch Tests begegnet werden.
das wäre eigentlich die sinnvollste Art, wird aber nur selten 
praktiziert, so scheiden einige fähige Bewerber bereits in der 
Vorauswahl aufgrund von Lapalien aus, davon kann man ausgehen.

> DSP-Programmierer sind nach wie vor Mangelware. In meiner alten Firma
> haben wir in Russland eingekauft. In Deutschland interessierten sich nur
> wenige dafür.
das wird auch so bleiben, nicht weil sich in Deutschland keiner dafür 
interessiert, sondern weil das ein absolutes Nischensegment ist und Du 
dann ja auch noch gegen die globale Konkurrenz aus Rußland bestehen 
mußt, die nun mal das bessere Image hat, und das zählt! - keine Chance, 
wenn da nicht alle Parameter stimmen.
Das wär ungefähr so als ob eine Firma aus Deutschland sich anmaßen würde 
Intel oder AMD Konkurrenz in Ihrem Segment zu machen ;-)

> Nein, die Hochschulen zeigen dir auch, wie man an das Wissen kommt. Wie
> man Wege zur Lösung beschreitet. So wird dir z.B. in der Physik erklärt,
> wie man an die DGLs kommt. Die Grundlagen dazu kommen aus der
> Mathematik, den Weg zur Lösung dagegen aus der Physik.
Okay, Formelherleitungen, Lösungswege, etc. gehören natürlich auch dazu,
wobei da auch vieles vereinfacht bzw. unterschlagen wird - kann 
natürlich an der Hochschule liegen.

> Bioelektronik und Bionik sind zwei neue Fächer ...
... und wahrscheinlich auch komplette Studiengänge, die nur noch was 
entfernt was mit Etechnik zu tun haben - d.h. Du mußt dieses Fach 
studiert haben, sonst wird das kaum was bei einer späteren Bewerbung.
Private Weiterbildung in einem Subbereich und dann Selbstständigkeit, 
das könnte gehen, alles andere ist vertane Zeit.

> wir hätten sonst einen 55-jährigen nicht eingestellt).
Wie ich schon sagte, ab 50 Jahren wirst Du wieder interessant für den 
Arbeitgeber wegen geringerer Aufwendungen für den Arbeitnehmer - das 
haben sie ja geändert.
So zwischen 30 bie 50 Jahren kann es kritisch werden.

> Man sollte sich auch mal fragen, warum man abgelehnt wurde und daraus
> lernen. An der fehlenden Zertifikaten hängt es am wenigsten.
Es gibt genügend Bewerber und Deine zuhause erworbenen Kenntnisse nützen 
Dir wenig - Du müßtest dann schon einiges fälschen, um Deine Mitbewerber 
auszustechen bzw. die Vorauswahl zu überstehen, weil man ja keine 
Schwachpunkte haben darf - sowas ist mir zu doof und ist ja auch u.U. 
strafrechtlich relevant.
Zu 80% Prozent zählt Vitamin B.
Eine externe Bewerbung muß schon punktgenau auf die Stelle passen, sonst 
lohnt es die Mühe nicht.
Der Rest ist bestenfalls eine Art Lotteriespiel, nicht jedermann's 
Sache.
Es müssen ja nicht gleich 6 Richtige sein, aber selbst bei 5 Richtigen 
kannst Du endlos lange scheitern.

Ma ja, trotz allem optimistisch bleiben, notfalls was ganz anderes 
machen, weniger wird man da auch nicht verdienen, hat sich alles 
angeglichen im Laufe der Zeit - das verlorene Geld für's Studium holt 
man nicht mehr rein.
Ich hab jedenfalls meine Ziele und die ziehe ich auch durch.

Autor: Gast123 (Gast)
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Naja mit dieser Schwarzmaler-Einstellung kanns ja nicht werden. Ein 
bisschen Optimismus ist auch schon angebracht.

Vitamin B würde ich es nicht bezeichnen, wenn Stellen intern besetzt 
werden. Und dass in Firmen Ingenieursstellen so bestetzt werden ist eher 
unwahrcheinlich. Bei uns laufen so Geschichten vielleicht bei 
Azubi-Stellen, aber das wars dann auch schon.

Vielleicht wohnst du auch einfach nur in der falschen Gegend?

Autor: Chrisi Bi (ihisg)
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is doch alles topfen wie man bei ins sagt. Schaud euch mal die 
Stellenangebote in OÖ an..... Nix wie techniker was da gesucht werden.

und zu all jenen die da mit traumhaften gehaltsvorstellungen kommen. 
Gehalt ist vergütung der Leistung. Leistung ist Arbeit pro Zeit. Also 
das ist doch ganz normal dass ich (und nicht nur in der probezeit) am 
Anfang mit wenig Gehalt auskommen muss. ICH muss ja erst meinen 
Dienstnehmer beweisen, dass ich mehr wert bin. Wenn ich das wirklich bin 
wird er mir auch mehr bezahlen weil ersetzen kann er mich dann ja nicht 
auf die schnelle.

So sieht aus meine Herren. Und wenn bei einem Vorstellungsgespräch 
jemand mit einer negativen Einstellung kommt.... Na was glaubts da wie 
das ausgeht.

Und den Steven geb ich absolut recht.. Moderne Regelungstechnik ist be 
weiten keine Niesche sonderen über 50% aller Elektronikprodukte....

Autor: hackklotz (Gast)
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@ Steven Wetzel
> In deiner Berufslaufbahn werden sich
> aber wenige bis niemand für deine Zertifikate interessieren.

Wenn du in einer Bewerbung angibst, dass du sehr gute Kenntnisse in der 
Anwendung und Programmierung von 32-Bit Fließkomma-DSPs hast (nur als 
Beispiel), kommt spätestens im VG die Frage, wo du die Kenntnisse 
erworben hast. Deine Antwort: "Ich habe es vor drei Monaten in einem 
Buch gelesen." Kann mir nicht vorstellen, dass dich dann irgendwer ernst 
nimmt.

Der Punkt ist, wenn du spezifische Kenntnisse angibst, die zudem für die 
angestrebte Stelle wichtig sind, dann sind die IMMER zu belegen. Sei es 
durch Diplom-/Studienarbeit, Praktikum, Vorlesung/Übung, 
Nebenbeschäftigung. Der Personler, welcher fachlich i. d. R. keine 
Ahnung hat, muß ja auch eine Chance haben, deine Fähigkeiten zu 
beurteilen. Er kann außerdem nicht wissen, wie ernst du dein Hobby 
nimmst.

Autor: hackklotz (Gast)
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@ Steven Wetzel
>Deshalb sollte man nach jeder Ablehnung sich für die zeit bedanken
>und höflich fragen, warum man abgelehnt wurde.

Das wiederum ist Zeitverschwendung, denn alle Absagen sind 
Textbausteine, welche antidiskrimierungsgesetzkonform sind. Die wahren 
Gründe wirst du sehr selten erfahren und vor allem ist es schwierig zu 
entscheiden, ob es es tatsächlich die fehlende Qualifikation oder aber 
das Alter oder die 6 Monate Leerlaufzeit zwischen Zivildienst und 
Studiumbeginn war, die zur Absage geführt haben.

Autor: hackklotz (Gast)
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> War es bei mir damals nie.

Früher war alles anders. Ich erhielt Ende letzten Jahres von einem 
großen internationalen Elektronikkonzern folgende Absage:


Sehr geehrter Herr Mustermann,

wir kommen noch einmal auf Ihre Bewerbung zurück und müssen Ihnen heute
leider absagen.

Wir wünschen Ihnen bei Ihrer weiteren Stellensuche viel Erfolg.

Mit freundlichen Grüßen


Leider ist dies aus o. g. Gründen zur gängigen Praxis geworden.

Autor: STK500-Besitzer (Gast)
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>Sehr geehrter Herr Mustermann,

Wieder vergessen, den Namen im Musterbrief zu ändern? :D
Jobs gibt es inzwischen in der Warteschlange bei Aldi an der Kasse.
Da habe ich meinen her.

Autor: hackklotz (Gast)
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Sorry, kam nicht so klar raus.

> Leider ist dies aus o. g. Gründen zur gängigen Praxis geworden.

Dieser Satz gehörte natürlich nicht zur Absage.

Autor: Piccoz (Gast)
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Hallo,

die Mustermann-Absage ist im gewissen Sinne nachvollziehbar.

Der Grund ist schlicht im Sinne von Diskriminierung zu sehen.

Natürlich gibt es immer noch Firmen die auch heute "nicht wissen
wo wir Ingenieure hinstecken" sollen.

Oder mittlererweile gewisse Abteilungen drittklassig besetzt sind,
daß manchen es noch einfällt der Wunschklientel unbedingt absagen zu
müssen .... weil Intelligenz gefährdet nunmal fast jede Firma.

Was ich nach wie vor für bedenklich halte ist die Assoziierung von
(abgesessener) Berufszeit mit Können. Letzteres führt bei vielen
zur schnellstmöglichen Suspendierung - es läuft ja jetzt und der
Kerl will gar noch mehr Geld etc sehen.

Wenn dann noch "schrille" Zeugnisse ausgestellt werden ist dies
der perfekte Weg fürs berufliche Frühableben.

Hier hilft selbst ein angeblicher Mangelzustand wie derzeit nicht
weiter ,weil die Borniertheit der Checklistenbedenkenträger vulgo
Personalabteilung eher psychopathische Führungsfuzzis bevorzugt...

Autor: Smörre (Gast)
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> Dann müssten wenigstens die personaler die Bewerbung gelesen haben.
Auch Personaler sind Menschen und wollen sich Arbeit sparen, ein Blatt 
an die Vorzimmerdame mit den Vorab-Auswahlkriterien und schon hat man 
viel Zeit gespart.

> tatsächlich ist es aber immer noch so, dass Bewerbungen im
> katastrophalen Stil abgeliefert werden.
Kann ich nicht beurteilen, was heißt katastrophal, dazu kann auch Alter 
und Berufserfahrung zählen - das ist Interpretationssache des 
Personalers oder der Sekräterin.

> Die Firmen haben ja auch keins. Es kommen zu viele und die Messlatte ist
> hoch. Die Firmen haben ein Problem, gute Kräfte zu finden.
Es gibt ja genügend gute Kräfte, nur der Personaler muß das auch richtig 
einschätzen können und in dem Bereich passieren Fehler, weil 
Idealkandidaten gesucht werden, die es nicht gibt.

> Wenn es ein Nischensegment wäre, wären die Dinger nicht in fast jedem
> gerät drin.
Schau Dir die Stellenanzeigen und deren Vorstellungen an,da sieht das 
Ranking doch wohl etwas anders, SPS, Java, C++, CAD, SAP, usw. - über 
DSP hab ich bisher sehr wenig in Stellenanzeigen gelesen. Aber okay, mag 
sein, daß das in den nächsten Jahren noch zunimmt.

>Du willst doch nicht behaupten,
>dass Autos Nischensegmente sind. Wie sieht es in der Luft + Raumfahrt
>aus? In Waschmaschinen, Schaltreglern, Audioverstärkern,
>Motorsteurerungen, Temperatursteuerungen. Alles Nischensegmente?
>Deshalb sollte ja auch Regelungstechnik/Control Systems als sehr wichtig
>angesehen werden.
Also wenn Du jetzt Hardwareentwickler in diesem Bereich meinst, dann 
stimme ich Dir zu, daß es dort Engpässe gibt, weil das weit über 
Hochschulwissen hinausgeht - Du mußt dann schon über einschlägige 
Berufserfahrung verfügen oder falls es die gibt, die entsprechenden 
zertifizierten Lehrgänge besucht haben - ich nehme an, in Rußland können 
sie derartiges nachweisen - also sind diese Leute im Vorteil - das ist 
auch schon ein Imagevorteil, deswegen sagte ich ja das man extrem gute 
Karten haben muß; angelese Kenntnisse werden auf keinen Fall reichen!
Bestes Beispiel sind ja die Mathematiker - diese werden von USA aus 
Europa geholt - in USA wird auch Mathematik gelehrt, offenbar nicht so 
gut.

Die Russen arbeiten hier in Deutschland.
> weil da die Ausbildung in diesem Bereich offenbar besser war

> Die einzige Konkurrenz besteht
> im Wissen und wie wir da abschneiden, wissen wir nicht erst seit PISA.
> Die Defizite sind klar erkennbar.
Das stimmt nur zum Teil, ich kann einen Test immer so gestalten, daß 
bestimmte Länder schlechter abschneiden werden, etc., das würde ich 
nicht überbewerten - wobei ich Dir zustimme, daß heutzutage vieles 
schlechter geworden ist; das liegt leider aber auch an den verbeamteten 
Lehrkräften, die ihre Idealvorstellungen durchpauken wollen!

Aber Fakt ist auch, daß die Bezahlung im Bereich Ingenieurwissenschaften 
nicht mehr die beste ist, gerade als Anfänger!
Vergleich das mal mit den Gehältern anderer Berufsgruppen und dem 
Schwierigkeitsgrad!

> Und was wäre daran falsch? Du benötigst mehr Selbstwertgefühl.
Irrtum, ich schätze eine Situation nur realistisch ein!
Und Du weißt ganz genau, daß man als LTD. bzw. GmbH keine Chance im 
einem abgegrasten Segment hat.
Schon gar nicht in Deutschland! Apple und Microsoft waren ganz zu Anfang 
mal Garagenfirmen; das wäre in Deutschland unmöglich gewesen!
Hierzulande wirst Du behördlich sofort platt gemacht, wenn was nicht 
stimmt und dann kommen auch noch einige Verbände auf Dich zu, die 
mitverdienen wollen - die Zwangsgelder mußt Du aber erst mal zahlen. 
Anderswo ja, hier ist das zu stressig aufgrund der Steuergesetzgebung 
und den ganzen Auflagen.

Deutschland hat in den meisten High-Tech-Gebieten das Ruder aus der Hand
gegeben.
s.o, ist klar, warum. Zuviel Bürokratie und Vorschriften machen alles 
platt.

>Es gibt zu viele Schwarzmaler und Pessimisten, die daran Schuld
>sind.
Die Schwarzmaler und Pessimisten (so wie ich), machen sich dann 
irgendwann aus dem Staub - wenn man Kritik oder Beschreibung von Mängeln 
als Unsinn oder Schwarzmalerei abtut, kommt irgendwann die Quittung.
Die fähigen Leute suchen dann Ihr Glück dort, wo die Lebensbedingungen 
insgesamt besser sind.

>Du beeindruckst Personaler ungemein, wenn
>du zum Beispiel vorweisen kannst, dass du diverse Lehrprojekte an
>Schulen und Hochschulen aufgebaut hast.
Es gibt da noch bessere Möglichkeiten, letztendlich kann man mit 
Beziehugen immer am meisten erreichen.

> Schon mal die Frage gestellt, warum die anderen besser sind? Bisschen
> mehr Ehrgeiz. "Was die anderen können, kann ich schon lange und besser"
Die sind nicht besser, sondern haben eine andere Ausbildung mit anderen 
Prioritäten gehabt.
UND: Hast Du Dich schon mal gefragt, warum Deutschland nicht so beliebt 
ist im globalen Ranking  - sie suchen ja verzweifelt nach 
Top-Fachkräften mit dem besseren Wissen, und was sagen die ?
Zahl mir netto, was Du brutto bietest, dann ich bin ich dabei - tja, 
dumm wenn die Staatsquote zu hoch ist und das Geld von der Regierung 
überall verpulvert wird.
Anderswo bekommst Du netto mehr!
Oder aber die Top-Fachkräfte aus dem Ausland erweisen sich in der 
Probezeit dann doch als Nieten! Dumm gelaufen, wenn man den inländischen 
Bewerbern nichts mehr zutraut!!!

> Zu 80% Prozent zählt Vitamin B.
> Nein. Der Personaler müsste in einem Unternehmen wie Siemens einen
> großen Bekanntenkreis haben.
Ich nehme mal, Du arbeitest in einer kleinen Firma!
In einer Großfirma läuft das etwas anders - da gibt es den Sohn oder die 
Tochter des Abteilungsleiter, des Meisters, usw. und die suchen eine 
Stelle als Praktikant, Lehrling, Ing,, usw.
Tja, wer wird da wohl bei gleichem Ausbildungsgrad genommen?
Der große Unbekannte von außerhalb, das glaubst Du doch selbst nicht ...
Das finde ich auch richtig so.
Und wenn er oder sie es absolut nicht bringen sollte, kann er immer noch 
in der Probezeit rausfliegen, kein Problem.

> Wenn die anderen besser sind und besser passen, liegt das nicht an
> denen, sondern an der eigenen Person.
In der Regel nicht - die anderen hatten Pluspunkte, die Du nicht bringen 
konntest. Der Fehler muß eben nicht in Deiner Person liegen - es besteht 
entweder ein Bewerberüberschuß oder die Firma hat noch Zeit für die 
Suche oder aber der Personaler hat besondere Wünsche unf Vorstellungen, 
das grenzt dasn aber an Kaffeesatzleserei.

>Deshalb sollte man nach jeder
>Ablehnung sich für die zeit bedanken und höflich fragen, warum man
>abgelehnt wurde. Den Grund sollte man dann als Ziel nehmen.
Das kann bei der nächsten Bewerbung wieder ganz anders aussehen.
Fakt ist, daß die Bewerberzahlen auf eine Stelle sehr hoch sind.
Einarbeitungszeit wird in der Regel nicht gewährt - da gibt's dann 
Probleme insbesondere für die Kleinfirmen, die den Superkandidaten auf 
LowCost-Basis suchen . ein versierteter Fachmann weiß, was er wert ist 
und arbeitet nicht zum Witzpreis, wenn er nicht muß.

> ... - das verlorene Geld für's Studium holt man nicht mehr rein.
> Das ist wieder Schwarzmalerei. Was hast du denn studiert und mit welcher
> Richtung?

Das ist nur eine realistische Einschätzung!
Etechnik mit Schwerpunkt Informationsverarbeitung - d.h. ich sitze genau 
zwischen zwei Stühlen, gegen einen Nachrichtentechniker habe ich keine 
Chance und gegen einen Informatiker erst recht nicht - aber wir haben ja 
Aufschung, kann ja nur noch besser werden.

Autor: Der Hubert (Gast)
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>> Der große Unbekannte von außerhalb, das glaubst Du doch selbst nicht ...
>> Das finde ich auch richtig so.
>> Und wenn er oder sie es absolut nicht bringen sollte,
>> kann er immer noch in der Probezeit rausfliegen, kein Problem.

Doch, das ist ein Problem, selbst die werden selten ruasgeworfen, weil 
man sonst den "guten" Verwandten auch noch verlieren oder sich dessen 
Leistung verschlechtern könnte.

Leider herrscht in Großfirmen Vetternwirtschaft bis (oft) zum Ruin ....

Autor: Der Hubert (Gast)
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Oder eben auf Kosten aller ....

Autor: gara (Gast)
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DSP ist der renner

Autor: Smörre (Gast)
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> Geforderte Stile werden nicht eingehalten, Zeugnisse fehlen, Anschreiben
> fehlt, nicht schlicht sondern bunt, bei Bewerbungsmappe nicht
> unterschrieben, falsches Datum, falsche Anrede, Rechtschreibfehler,
> falsche Adresse oder sogar ganz falsche Bewerbung. Alles schon erlebt.

Also ich stimme Dir zu, daß das keinen guten Eindruck macht! Wenn es 
genug Bewerber gibt ist sowas sicherlich ein sofortiges 
Ausschlußkriterium.
Offenbar ist Bewerberüberschuß ja die Regel ?!
Bei einer Mangelsituation sollte allerdings auch der Personaler mal 
umdenken - sonst dürfte kein ausländischer Bewerber mit lückenhaftem 
Deutsch, etc. eingestellt werden, egal wie gut er in seinem Fach auch 
sein mag.
Eines würde mich mal interessieren: Was hat es zu bedeuten, wenn der 
Stellenausschreiber mir eine freundliche Absage schreibt und meine 
Bewerbungsunterlagen (mit meiner stillschweigenden Zustimmung) behält - 
kann man das positiv deuten oder ist das belanglos?

> Du musst keine zertifizierten Lehrgänge besuchen. Du musst dieses Wissen
> mitbringen, z.B. durch Selbststudium. Das zeichnet eine Ingenieur aus.
Ein zertifizierter Lehrgang (und ich rede hier nicht von Wischiwaschi 
Zertifikaten) bringt Dir ganz klar Vorteile - wenn Du einen Sun oder SAP 
Lehrgang in der Tasche hast, dann ist das ein klarer Vorteil gegenüber 
jemanden, der über diffuse Eigen-Kenntnisse verfügt!
Und solche Lehrgänge kosten nun mal Geld, nicht zu wenig.
Im Mikrocontroller Bereich bzw. Hardwarebereich mag das noch anders 
sein, so gesehen hast Du Recht.
Noch besser ist es allerdings, wenn Du über Berufserfahrung im 
beworbenen Bereich verfügst - dann haben die anderen Bewerber Pech 
gehabt, das dürfte ja wohl klar sein.

Autor: Smörre (Gast)
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> Ein Hobbybastler, der jahrelang sich mit dem
> Malprogramm Eagle beschäftigt hat, wird sehr gute Karten auf eine Stelle
> haben, die einen Hardwareentwickler mit Eaglekenntnissen sucht. Keiner
> versteift sich da auf die Zertifikate.
Er muß sich dann schon sehr gut verkaufen können, können wohl nur die 
wenigsten - im Prinzip müßten die Firmen mal einen spezifischen 
Einstellungstest entwickeln, der das gewünschte Anforderungsprofil 
abfragt und der die generelle Vorabhürde sein müßte unabhängig davon wie 
katastrophal die Bewerbung war.
Das wäre dann auch ein "An sp o r n"  (manche harmlosen Wörter mit 
anderer Bedeutung  .... Your post seems to contain Spam: "p o r n" - 
aha, das war's also!) für die Bewerber mehr zu tun - so kann man aber 
nur mutmaßen, was die Gründe für eine Absage wohl sein mögen ?!

> Die Russen arbeiten hier in Deutschland.
>> weil da die Ausbildung in diesem Bereich offenbar besser war
> Die Ausbildung war in Russland.
na also, hab ich doch Recht behalten - normalerweise eigentlich auch mal 
ein Grund für Firmen Einfluß auf die Ausbildung in Deutschland zu 
nehmen, wenn sie anderswo wirklich besser ist ?!
Man könnte ein Studium in Deutschland wesentlich kürzer gestalten, aber 
das ist politisch nicht gewollt - sonst gäbe es ja noch mehr 
Arbeitslose!

> Wie soll denn das funktionieren? Das sind allgemeine Grundfragen
> gewesen, keine länderspezifischen. Eine PISA-Verschwörung gibt es nicht.
Also ich stimme Dir, daß der Test Berechtigung hat und das vieles im 
argen liegt - aber das hat andere Ursachen.
Mal ein Beispiel: Wenn Dir auf dem Gymnasium in Erdkunde irgenwwelche 
sozialwissenschaftlichen Fragen gestellt werden, dann mußt Du Dich wohl 
oder übel damit auseindersetzen, sonst versagst Du in der Prüfung.
Überflüssiges Wissen ist somit an der Tagesordnung und Kompetenz einiger 
Lehrer läßt bisweilen auch zu wünschen übrig.
Topographie wird Dir in Erdkunde aber bestenfalls am Rande vermittelt - 
wenn Du im Pisatest dann mit Topographiefragen konfrontiert wirst, mußt 
Du Dich schon in Deiner Freizeit damit auseinandergesetzt haben, das tun 
sicherlich nur wenige.
Bei den anderen Fächern sieht es nicht besser aus, es wird noch noch 
bedingt Allgemeinwissen vermittelt!
Genauso sieht es mit der Rechtschreibung aus; Du kannst heutzutage das 
Abi mit 1000 Rechtsschreibfehlern bestehen (eigentlich ein Unding) und 
wenn dann doch ein paar Linguisten in der Führungshierachie über den 
Kopf der Bevölkerung hinweg eine Rechtsschreibreform in die Welt setzen 
, die alles ruiniert und das politisch auch noch durchgedrückt wird, 
dann ist das Chaos perfekt, dann spielt Rechtschreibung keine Rolle mehr 
und jeder soll schreiben wie er will!
Da darf man sich nicht wundern, wenn die Bewerbungen immer elender 
werden - das sind die Auswirkungen einer verfehlten Schul- und 
Hochschulpolitik und dafür tragen die Schüler und Studenten nicht die 
Schuld.

> An denen liegt es bestimmt nicht. "Wenn es keinen Wind gibt, rudere".
> Ein Fach fehlt den Deutschen an den Schulen "Selbständiges Arbeiten",
> denn das scheinen sie nicht zu können. Sie machen nur das, was man ihnen
> sagt.
Dann hattest Du sehr viel Glück mit Deinen Lehrern oder Professoren! Das 
kann aber auch anders sein und dann viel Spaß!
Selbständiges Arbeiten hat an der Schule nichts zu suchen, dort gilt es 
den Stoff zu beherrschen und umsetzen zu können, selbstständiges 
Arbeiten lernst Du nachher an der Hochschule quasi nebenbei da Du dort 
mehr Freiheiten hast.

> Sie machen nur das, was man ihnen sagt.
Das ist im Ausland (China, England, etc.) sogar noch restriktiver, 
insofern kann das nicht das Problem sein.
Ich würde in Deutschland eher das Gegenteil behaupten, sie machen nicht, 
was man Ihnen sagt, zu wenig Disziplin.

> ... Es gibt so viele neue Bereiche. Nur Ideen muss man haben.
> Diese lernt man jedoch nicht in Lehrgängen oder an den Schulen.
Da lerne ich hoffentlich die entsprechenden Grundlagen, die ich dann 
später mit neuen Ideen umsetzen kann - wobei es da Überfrachtungen gibt, 
nach dem Motto "viel ist immer gut." Das wirkt zersetzend auf die 
Psyche.
Im übrigen nützt die beste Idee nichts, wenn die Rahmenbedingungen nicht 
stimmen und man Defizite in anderen Bereichen hat - dazu zählen BWL und 
Jura, usw. - bei den meisten Elektoing., Informatikern,... ist das der 
Fall, das merke ich in diesem Forum und anderswo immer wieder.
Man muß BWL technisch und juristisch "denken" können, dazu brauch man 
Jahre.
Konnen nur sehr wenige.

> Nein, war es nicht. SAP ist auch groß´geworden. Wie sieht es mit Amazon
> aus? Mit Ebay? Mit Jamba? Ideen sind ab und zu mal da, jedoch geht es
> dabei nur ums schnelle Geld und dann ausruhen, Sonne, Strand, Sekt,
> schöne Frauen, nie mehr arbeiten. In Amerika ist man da etwas
> intelligenter.

Bestes Gegenbeispiel ist DocMorris - die sind in die Niederlande 
gegangen, weil das hier keinen Sinn hatte.
Auch in Amerika verhindert mittlerweile die Bush-Regierung Innovation, 
führende Wissenschaftler setzen sich ab nach Kanada und andere Staaten 
ab, wo sie machen können was sie wollen - aus Deutschland ebenfalls.

> Scheinbar eine bessere Ausbildung. Also sind sie doch besser. Wenn ich
> in die deutschen Uni-Bibs schaue, herrscht dort gähnende Leere, außer
> ein paar ausländischen Studenten sitzt dort niemand. Wozu auch. Der
> Staat scheint ja dafür verantwortlich gemacht zu werden, dass die
> Studenten lernen.
Die Studenten lernen ja, um die Klausuren zu bestehen - Bibliothek nützt 
da nur bedingt etwas!
Du kannst die ganze Bibliothek gelesen haben und wirst die Prüfung u.U. 
nicht bestehen, weil in der Vorlesung der Stoff anders vermittelt wird 
oder Du schon vor lauter Fachwissen schon vor der Prüfung ausgebrannt 
bist, das ist bestenfalls mal eine Ergänzung zum Verständnis - da muß 
man Prioritäten setzen und Lerntechniken beherrschen. Ein psychischer 
Ausgleich und lange Pausen sind sehr wichtig - es führen immer 
verschiedene Wege zum Ziel, wichtig ist Disziplin und 
Zeitplanmanagement.

> Anderswo bekommst Du netto mehr!
> Sicherlich. Und trotzdem muss man sich dort bewerben. Und muss
> entsprechendes Wissen vorweisen. Keiner bindet sich einen deutschen
> Klotz ans Bein, der im eigenen Lande keinen Job finden würde.
In Bezug auf Ing. kannst Du Recht haben, das hängt vom Image ab - und 
leider nimmt das immer weiter ab, weil das ja bald zur jedermann's 
Ausbildung wird.
Facharbeiter, Handwerker, etc. sieht es aber ganz anders aus, manche 
bekommen ja schon vom Ausland her eine Zusage trotz jahrelanger 
Arbeitslosigkeit!
Also stimmt hier doch wohl was nicht!

> Also liegt es doch an der eigenen Person. Warum hat diese nicht diese
> Pluspunkte?
Jeder hat nun mal Defizite oder Leichen im Keller, wenn er nicht gerade 
zur Creme de la Creme gehört, die man auch nur bedingt vertuschen kann.
Soll ich jetzt Arbeitszeugnisse fälschen, um Berufserfahrung im Bereich 
X vorzutäuschen?
Mach ich nicht, das wär ja auch noch strafbar.
Nur darum scheint es ja heute noch zu gehen, Einarbeitungszeit 
Fehlanzeige.
Das kann's ja wohl nicht sein ...
ich weiß, wo meine Stärken sind, auch in andere unliebsame Bereiche kann 
ich mich schnell einarbeiten und eine ausreichende Leistung wird auch 
dabei rumkommen - aber auch ich hab auch meine unflexiblen Seiten, das 
Ganze muß sich unterm Strich noch lohnen, für einen Apfel und ein Ei 
arbeite ich nur, wenn es wirklich nicht anders geht. Consulterclown oder 
Hilfsarbeiterlohn das muß nicht sein.
Arbeit und Hobby sind immer zwei verschiedene Paar Schuhe.
Wenn beides zusammentrifft ist das eine angenehme Sache, das wird aber 
nur in den seltensten Fällen klappen.

> Und warum änderst du nichts daran? Warum lernst du nichts über
> Nachrichtentechnik dazu? Warum nichts über Informatik? Warum versuchst
> du nicht, dich aus der Masse abzuheben? Wer im Strom mit schwimmt, geht
> darin unter.

Ich picke mir schon angrenzende Bereiche heraus, die noch nicht 
überlaufen sind und in dehnen ich mich selbst weiterbilde - auch völlig 
artfremde, da ich nicht zum Fachidioten mutieren möchte und dort auch 
u.U. viel größere Chancen bestehen.
Insofern bleibe ich leicht optimistisch - wobei die Zukunkt nicht hier 
in Deutschland sein wird, das ist mal sicher.

Autor: Erwin (Gast)
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@Steven
Sag mal, Du scheinst selbst in einer Personalabteilung zu arbeiten?!
Menschen, die ihr Geld mit Arbeit verdienen müssen, haben sicher nicht 
die Zeit, um 9:04 Uhr ellenlange Pamphlete zu verfassen.

>Zitat:Was viele selbst in ihrem Berufsleben kaum mach ist, einfach mal
Bewerbungen an Firmen abschicken, auch wenn man keine Stelle sucht. So
bleibt man mental fit, kann im Gespräch durch Selbstbewusstsein punkten.

Was ist das denn für ein Unsinn? Soll man es Firmen nachmachen, die 
Dummyanzeigen mit freien Stellen schalten und Dummybewerbungen schicken?

Sehr geehrte Damen und/oder Herren,
ich bin zwar heilfroh, meinen jetzigen Arbeitsplatz noch innezuhaben,
wollte mich aber mal vorsorglich bei einer anderen Firma bewerben.
Hauptgrund dafür ist meine mangelnde mentale Fitness. :-)


In diesem Sinne

Erwin

Autor: Meister Eder (edson)
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>Da du mich so von der Seite ankotzt, kotze ich gleich mal zurück.

!Toll gekontert(gähn), zeugt für mich nicht von mentaler Fitness...

Autor: Chrisi Bi (ihisg)
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also ich kann den Steven nur unterstützen.
Bewerbungsgespräche lernt man wie alles andere nur durch Praxis.
und da gilt eines : Überzeugen, überzeugen überzeugen!

in amerika gibt's da die goldene Verkaufsregel(und Bewerbung ist nichts 
anderes als ein Verkaufsgespräch). Jeder hat genau Zeit einen 
potentiellen Kunden (Firma) zu finden so lange wie der Lift von der 
Tiefgarage in den 17 Stock benötigt. Also wiedermal der erste Eindruck.
Den Personaler fängt man sich geistig in den ersten 2 min. Da muss das 
Interesse da sein........ Alles weitere sind details...

Autor: Meister Eder (edson)
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>in amerika gibt's da die goldene Verkaufsregel

Ich lebe in Mitteleuropa und nicht in Amerika. Es gibt auch schlaue 
Sprüche und Weisheiten aus Asien oder Afrika, warum immer der Verweis 
auf 'Amerika', wo doch eh meist die USA gemeint sind, wo derzeit ein 
Trend zur zweisprachigen Erziehung Englisch/Chinesisch anhält?

>(und Bewerbung ist nichts anderes als ein Verkaufsgespräch)

Ich behaupte, eine Bewerbung ist sehr wohl etwas anderes als ein 
Verkaufsgespräch.

Autor: Der Hubert (Gast)
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>> Ich behaupte, eine Bewerbung ist sehr wohl etwas anderes
>> als ein Verkaufsgespräch.

Tja, dann hast Du wohl weder den Sinn eines Verkaufsgespräches oder den 
eines Bewerbungsgespräches oder beides nicht verstanden ....

Bei einem guten Arbeitgeber verkaufst Du Dich, bei einem schlechten 
Deine Seele ....

Autor: Erwin (Gast)
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@Steven
Na dann nur zu: Vergeude Deinen Urlaub weiter damit, Deine Strategien
auf die Menschheit loszulassen.

Ein Hinweis vielleicht noch: Wir sind hier im realen Kapitalismus und 
nicht in Wolkenkuckucksheim. Kratzen, schleimen, fetzen und potemkin´
sche Dörfer bauen ist angesagt.

...und weg
Erwin

Autor: hackklotz (Gast)
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>Ich hatte mal einen Rechtschreibfehler drin, absolut peinlich und
>sollte eigentlich nicht vorkommen. Es war das K.O.-Kriterium.

Woher weist du das?

Autor: hackklotz (Gast)
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Und die haben dir tatsächlich gesagt, dass du ein Rechtschreibfehler in 
der Bewerbung hattest? LOL

Autor: hackklotz (Gast)
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Ich hätte nicht erwartet, dass sich ein Personaler und somit eine Firma 
tatsächlich als so ein Korintenkakker darstellt.

Autor: hackklotz (Gast)
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>Schließlich möchte man ja die Begründung der Ablehnung wissen.

Die steht aber doch normalerweise in der Absage drin. D. h. du frast 
nochmal nach, was denn die wahren Gründe sind oder wie muß ich mir das 
vorstellen?

Autor: Chrisi Bi (ihisg)
Datum:

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ich versteh jetzt die ungehaltenen Leute hier nicht.

Natürlich ist ein Bewerbungsgespräch ähnlich einer Verkaufssituation.
Ich als Bewerber habe meine Arbeitsleistung anzubieten, und will dafür 
etwas haben (mein Gehalt).

Nun gibt es mehrere Möglichkeiten für den Ausgang dieser Situation:

Wenn ich Obst anbiete (in meinen Unterlagen), der Kunde eine Birne will 
beim Gespräch draufkommt dass ich aber nur Äpfel habe naja dann wird er 
sich einen anderen Obsthändler suchen (wenn er Glück hat findet er sogar 
einen spezialisierten Birnenhändler).

Nun muss ich aber als Anbieter in dieser Situation nicht traurig sein. 
Denn wohin würde denn das ganz führen: Ich wäre in einem Job den ich 
eigentlich nicht machen möcht (denn über eines sind wir uns schon einig, 
keine Firma (außer in außergewöhnlichen Situationen) wird einen 
geeigneten Job für den Bewerber schaffen, sondern sucht für einen Job 
den passenden Bewerber) nicht glücklich.
Was für Möglichkeiten hab ich also: Ich überlege mir mein Angebot zu 
erweitern (und das bitte VOR dem Bewerbungsgespräch), oder suche weiter 
einen Käufer für meine Ware.
Je kleiner mein Angebot und je kleiner mein "Auslieferkreis" nun desto 
weniger potentielle Kunden habe ich.
Und noch was: Für die meisten "guten" Job's im mittleren Management 
bewirbt man sich nicht, sondern steigt entweder firmenintern auf oder 
wird von einer Partnerfirma aufgrund seiner Leistungen abgeworben...

So und jetzt dürfts über mich herfallen.

Autor: Meister Eder (edson)
Datum:

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steven wetzel:
>Wenn man sich auf eine Stelle
>bewirbt,. sollte man auch die nötige Sorgfalt walten lassen.

Du sagst es und jetzt kommts:

>Mein Rechtschreibfehler steckte übrigens in der Anrede. Böses Foul.

Ok. Engagierst Du Dich deshalb so für dieses Thema, weil Du Anderen 
diese Peinlichkeit ersparen willst?
Dann möchte ich Dich beruhigen: Die Wahrscheinlichkeit ist wirklich 
gering.

Gruss,
Edson

P.S: Ich lebe nicht auf einer Insel und lehne es ab diese 
'Verkaufsargumentation' zur Diskussion werden zu lassen. Mir gefällt 
diese Rethorik einfach nicht. Verkauft werden Sachen, keine Menschen.

P.S.S: Auch Dienstleister sind Menschen...

Autor: hackklotz (Gast)
Datum:

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>Auch Dienstleister sind Menschen...

...die verdienen wollen und das um jeden Preis!

Glaubst du ernsthaft, denen geht es um dein persönliches Wohl und deine 
Zufriedenheit?

Autor: Meister Eder (edson)
Datum:

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>Glaubst du ernsthaft, denen geht es um dein persönliches Wohl und deine
>Zufriedenheit?

(Redundant:) GÄHN!

Hab ich das denn irgendwo geschrieben? Nein, also zitiere mich bitte 
nicht.

Autor: hackklotz (Gast)
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Wo bitte hab ich dich zitiert?

Du hast einfach eine völlig falsche Vorstellung, denn dein Kommentar

>Verkauft werden Sachen, keine Menschen.

spricht ja wohl für sich.

Autor: Jorge (Gast)
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Ich glaube es einfach nicht mit dem Fachkräftemangel. Genausowenig wie 
ich irgendeinem Politiker noch irgendetwas glaube.

Die Stabilitätskriterien für den Euro fordern eine Begrenzung der 
Nettoneuverschuldung, damit fällt der keynesianische Regelmechanismus 
aus.

Stattdessen ist man dazu übergegangen die Leute medienwirksam zu 
betrügen. Man möchte vielleicht nicht, dass der letzte potentielle 
Investor auch noch abspringt. Investoren sind aber reich, denen ist das 
völlig wurscht solange sie eine Möglichkeit zum Geldmachen sehen. 
Insofern ist die Masche völlig sinnlos und erreicht höchstens Azubis 
hierzulande.

Der Qualifikationswahnsinn dient der Kanalisierung der Azubis in offene 
Ausbildungsplätze damit nicht alle in die gleiche Richtung rennen.

Die hohe Arbeitslosigkeit hat viele Ursachen:

- armes Volk, kein Konsum
- billige Produktion in Drittweltländern
- aufgeblähte Bürokratie
- veraltete Bevölkerung
- ...

Qualifikation ist zwar wichtig und es geht auch nicht ohne.
Das Problem heisst aber Bewerberüberhang.

Keiner der etwas auf sich hält glaubt den Quatsch vom 
Fachkräftemangel...

Autor: Meister Eder (edson)
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hackklotz wrote:
> Wo bitte hab ich dich zitiert?

Na hier zum Bleistift:

>Autor: hackklotz (Gast)
>Datum: 12.07.2007 17:08
>
>>Auch Dienstleister sind Menschen...
>
>...die verdienen wollen und das um jeden Preis!

Jetzt zitier ich Dich:

> Du hast einfach eine völlig falsche Vorstellung, denn dein Kommentar
>
>>Verkauft werden Sachen, keine Menschen.
>
> spricht ja wohl für sich.

Jawohl, das spricht für sich. Also hättest Du nichts dazu sagen 
müssen...

Autor: hackklotz (Gast)
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>Jawohl, das spricht für sich.

**gähn**

Autor: Chrisi Bi (ihisg)
Datum:

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Lieber Meister Eder

Menschen werden nicht verkauft, deren Arbeitskraft, Wissen und Einsatz 
sehr wohl. Und darum geht's

Autor: Meister Eder (edson)
Datum:

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ACK

Autor: Mario G. (maggyver)
Datum:

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Genau™,

die Sklavenhändler von heute haben dazugelernt, wozu Menschen verkaufen, 
wenn man sie weiterhin besitzen kann und trotzdem Geld verdient

die Unabhängigkeit der Maximalpigmentierten Baumwollpflücker hätte 
damals wirksam vermieden werden können, wenn deren Besitzer außerhalb 
der USA gewesen wären, und somit die anti-sklaverei-Gesetze nicht 
gegriffen hätten, den "Fehler" macht man heute nicht nochmal, und 
Unterkunft + Essen spart man sich heute ebenfalls... brech

Autor: Rolf Magnus (Gast)
Datum:

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> Verkauft werden Sachen, keine Menschen.

Du verkaufst ja auch nicht dich, sondern deine Leistung.
Du hast was anzubieten (deine Arbeitskraft) und möchtest dafür bezahlt 
werden. Deine Aufgabe im Gespräch ist es, die Firma davon überzeugen, 
daß sich das auch für sie lohnt. Falls du es noch nicht bemerkt hast: Es 
hat einen Grund, warum in "Bewerbung" das Wort "Werbung" steckt.

Autor: Meister Eder (edson)
Datum:

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@steven, rolf etc.


>Falls du es noch nicht bemerkt hast...

...würg! Erspart mir bitte diesen Oberlehrer-Ton. Ich wollte bei der 
ganzen Sache nur drauf hinweisen, dass im Verkaufsgespräch ein 
Gegenstand, Dienstleistung, etc. dem Kunden auch ohne Konsequenzen 
'angedreht' werden kann, wenn dieser das gar nicht braucht. Den Fall 
kann ich mir bei einem Bewerbungsgespräch nicht gut vorstellen, oder 
wollt ihr mir erzählen mit eurem grossartigen ersten Eindruck stellt man 
euch ein selbst wenn keine Stelle frei ist?

Autor: Axel (Gast)
Datum:

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"oder wollt ihr mir erzählen mit eurem grossartigen ersten Eindruck 
stellt man euch ein selbst wenn keine Stelle frei ist?"

Ist mir schon passiert. Die Stelle auf die ich mich beworben hatte, 
wollte ich nach dem Gespräch doch nicht, dann hat man mir eine andere 
angeboten, die besser zu meinen Wünschen passte.

Gruss
Axel

Autor: Condi (Gast)
Datum:

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Alles ganz nett. Ich bin kein Ing., hab wenig Berufserfahrung usw. Ich 
arbeite in einer großen Firma und natürlich gibt es Einstellungen mit 
Vitamin B.
Klar sind 33k€ vielleicht nicht viel, aber was bekommt man vom Amt?
Und sieht es nicht besser aus in einer Bewerbung, 1 Jahr da gearbeitet 
zu haben, als 1 Jahr arbeitslos zu Hause? In so einem Jahr lernt man 
viele Leute kennen und kann so auch Vitamin B aufbauen, zu Hause eher 
schlecht möglich.

Ja wir leben in einer Markwirtschaft und wer Chancen nutzt wird auch 
Geld verdienen.

Und ja es gibt Fachkräftemangel. Wir suchen seit 2 Jahren einen 
Mediengestalter. Es waren viele zum Gespräch da, einige zum 
Probearbeiten, alle hatten tolle Zeugnisse, Kurse in allem Möglichem. 
Schon bei einfachen Präsentationen war es dann aus.(Ich hatte eine 
andere Version...., wir haben das damals aber anders gemacht....) Wenn 
irgendwas nicht bekannt ist, dann wollen alle eine Schulung und 
natürlich von der Firma bezahlt. Hallo? Wo ist denn die Leistung die man 
bezahlen soll?

Und ja es gibt Fahrkostenerstattung, Sonderzahlungen,.....

Condi

Autor: Schulung (Gast)
Datum:

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>Wenn irgendwas nicht bekannt ist, dann wollen alle eine Schulung und
>natürlich von der Firma bezahlt.

Wer soll die Schulung denn sonst bezahlen? Der Bewerber selbst? Ja nach 
Art der Schulung wird er dann erst mal einen Kredit aufnehmen müssen.

Autor: Hans (Gast)
Datum:

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was am Anfang beschrieben wird ist mir auch passiert.
Im ersten Vorstellungsgespräch nach dem Gehaltswunsch gefragt wurde mir 
gesagt das dieser durchaus realistisch wäre (38k€).
Im 2 als es mit dem Vertrag los ging stand da was anderes drin ( ca 
30k€).
DA habe ich erstmal überlegt ob ich sofort wieder gehen sollte, aber als 
ich gesehen habe das die Kündigungsfrist 14 Tage beträgt war das Angebot 
doch wieder interessant: erstmal Geldverdienen.
War dann nur knapp einen Monat da und schon hatte ich etwas was mir mehr 
zugesagt hat.

Für den Dienstleister war es nun recht ärgerlich aber es herrscht halt 
Fachkräftemangel und wer nicht Marktüblich bezahlt und keine 
marktüblichen Arbeitsbedingungen bietet muss sich nicht wundern das die 
Mitarbeiter nicht übermässig lange bleiben

Autor: Franz (Gast)
Datum:

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> Leider sind sehr viele ausgeschriebene Stellen nicht vakant.
> Dienstleister nutzen solche Methoden einfach nur, um ihren Bewerberpool
> zu füllen.

Die Erfahrung habe ich auch gemacht.

Autor: Tom (Gast)
Datum:

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>War dann nur knapp einen Monat da und schon hatte ich etwas was mir
>mehr zugesagt hat.

D. h. du hast dich während dieser 4 Wochen bei anderen Firmen beworben? 
Wie hast du das mit dem Vorstellungsgespräch gemacht? Urlaub genommen, 
frei bekommen, auf den Abend gelegt?

Autor: Michael (Gast)
Datum:

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Hallo "Bewerber",

ich gebe Dir da vollkommen recht. Für das Geld würde ich auch nicht 
anfangen wollen, vor allem nicht wenn man einen Uni-Abschluß hat. Also 
40k und mehr sollten für den Anfang schon drin sein. Urlaubs- und 
Weihnachtsgeld ist im Prinzip irrelevant, da es letztlich auf das 
Jahresentgeld ankommt. Ob Du nun das Geld durch 12 oder 13 oder 14 
dividierst, spielt prinzipiell keine Rolle. Diesbezüglich solltest Du 
bei Arbeitsangeboten jedoch sehr genau hinschauen ws die 
"Freiwilligkeit" angeht.

Gruß,
Michael

Autor: Michael (Gast)
Datum:

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>Für den Dienstleister war es nun recht ärgerlich aber es herrscht halt
>Fachkräftemangel und wer nicht Marktüblich bezahlt und keine
>marktüblichen Arbeitsbedingungen bietet muss sich nicht wundern das die
>Mitarbeiter nicht übermässig lange bleiben.

Wir haben in Deutschland zumindest in der ET/IT-Branche endlich wieder 
einen Arbeitnehmermarkt, wobei ich mich persönlich vorsichtig freue, da 
immer noch zuviele (ältere) Ingenieure auf der Straße stehen. Wenn der 
Jugend- und Profilwahn vieler Firmen mal endlich ein Ende hätte, dann 
dürften Politiker zumindest hier das Wörtchen Vollbeschäftigung mal 
wieder in den Mund nehmen.

Und von der (vorzeititen) Aufhebung der "Greencard"-Beschränkungen von 
wenigstens 85k/p.a. halte ich nichts, da sie uns im Prinzip nur vor 
Mittelmaß schützt, denn es soll Firmen aus anderen Staaten geben die 
wirklich guten Leuten mehr Geld geben als in D.

Autor: Condi (Gast)
Datum:

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@Schulung

>Wer soll die Schulung denn sonst bezahlen? Der Bewerber selbst? Ja nach
>Art der Schulung wird er dann erst mal einen Kredit aufnehmen müssen.

Wer sagt das man für alles eine Schulung brauch? Wenn man die ganze Zeit 
immer mit Gimp gearbeitet habe, kann man sich auch schnell in Corel, 
Fireworks usw. einarbeiten. Natürlich wird man da nicht alles sofort 
rausholen können, aber für jemanden der studiert hat, sollte das kein 
Thema sein.

Autor: hans (Gast)
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@ Tom
Das Vorstellungsgespräch habe ich auf den frühen Nachmittag gelegt und 
dank Gleitzeit war das überhaupt kein Problem.

Die Bewerbung allerdings hab ich vorher geschrieben so 2 bis 3 Wochen 
vor antritt des ersten Jobs.

Autor: Renner (Gast)
Datum:

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>Und von der (vorzeititen) Aufhebung der "Greencard"-Beschränkungen
>von wenigstens 85k/p.a. halte ich nichts, da sie uns im Prinzip nur
>vor Mittelmaß schützt, denn es soll Firmen aus anderen Staaten geben
>die wirklich guten Leuten mehr Geld geben als in D.

Sehr richtig! Die meisten ausländischen Entwickler sind wirklich 
Mittelmaß und ich kann mir irgendwie kaum vorstellen, daß die 85k im 
Jahr bekommen. Irgendwo passt doch dort etwas nicht.

Wenn ich mir ansehe, daß viele ältere Ingenieure arbeitslos sind, mir 
aber gleichzeig Projektmanagementjobs in Branchen angeboten werden, von 
denen ich keine Ahnung habe, nur weil ich jünger bin, dann muss ich 
schon sagen, daß die Firmen irgendwo einen Schlag haben. Ich kriege über 
mein Monsterprofil sogar Anfragen aus dem Metall-Elektrobereich, wo ich 
noch nie gearbeitet hat. Offenbar gibt es da so großen Bedarf, daß die 
Personalvermittler nach jedem Strohhalmprofil greifen. Ich kann mir kaum 
vorstellen, daß es unter den alten Hasen nicht ein paar aus der Branche 
geben soll. Irre ...

Autor: Gastangebot (Gast)
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Ich habe diesen Thread mit Interesse gelesen, insbesondere die vielen 
frustrierenden Erlebnisse von Jobsuchenden vor einigen Monaten.
Ist das jetzt plötzlich alles vorbei, Elektronik- und 
Software-Entwickler haben alle einen gutbezahlten Job? Mir will es fast 
so scheinen. Mein Arbeitgeber sucht derzeit Entwickler im Bereich 
Embedded Control, Signalprocessing, Steuerungstechnik, mit 
Programmierkenntnissen in C++, einige Jahre Berufserfahrung gewünscht. 
Anzeige in Monster, sauber formuliert, realistische Beschreibung des 
Anforderungsspektrums. Das Zwischenergebnis eine Woche nach Erscheinen 
der Anzeige ist wenig erfolgversprechend: nicht mal ein Dutzend 
Bewerber, kein einziger der arbeitslosen älteren Ingenieure. Wir würden 
auch einen nehmen, der über 50 ist. Er müsste sich bloß mal bewerben!

Autor: Sorglos (Gast)
Datum:

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Ich denke, daß die knapp 12 Angebote schon recht viel sind! Es gibt eben 
momentan viele Angebote auf Monster und überall wird man sich auch nicht 
bewerben, schon garnicht auf Festpositionen, die knapp kalkuliert sind 
und meist einen Umzug erfordern.

Warum überhaupt sollte ein Erfahrener seinen Job jetzt wechseln? Der 
boom hält ja schon 2 Jahre an und wer bis dato noch unterbezahlt war, 
hat ja schon gewechselt und liegt jetzt finanziell gut. Wäre 
unvernüftig,gleich wieder zu wechseln. Und wer nicht gewechselt hat, der 
wird es auch jetzt nicht tun, jedenfalls nicht zu "normalen" Gehältern! 
Die Wechselphase ist längst vorbei! Das hat auch Siemens erkannt und 
beitet z.T. 3000,- Prämie für einen Entwickler in Sonderbereichen.

Der Markt ist eben kein kontinuierlicher sondern es gibt Phasen, wo sich 
viel tut und solche wo sich wenig tut. Da gibt es eben Trigger, die 
einen regelrechten Umschwung auslösen. Das war so um 2004/2005. Man muss 
- wie bei der Börse - dann gleich zu Beginn des Aufschwungs "kaufen" 
oder man kauft eben die teuren Aktien oder man wartet gar bis nach der 
nächsten Talsohle. Da der Hochpunkt so langsam erreicht sein drüfte, 
wird die sicher um 2009 kommen und um 2011 durchschritten sein. Solange 
werdet ihr aber nicht warten wollen, oder ?

Wie viele Entickler haben eure Firma in den letzten 3 Jahren verlassen?
Was hatten die im Jahr?
Was müsst ihr jetzt drauflegen ?
Müsstet ihr jemanden suchen, wenn die noch da wären?

Autor: Heinz (Gast)
Datum:

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Wir wären froh, wenn wir mal 12 hätten. Wir haben schon 3x 
Stellenanzeigen geschaltet und bekommen einfach keine vernüftige 
Rückmeldung. Am Gehalt kann es nicht liegen, da es nicht mal zu solchen 
Gesprächen kommt. Es scheitert momentan einfach an der Qualität der 
Bewerber: Die Tools und die Grundlagen sind oft komplett unbekannt.

Autor: Gerhard (Gast)
Datum:

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>>Bewerber: Die Tools und die Grundlagen sind oft komplett unbekannt.

Welche Tools und Grundlagen werden denn von euch erwartet. Und im 
übrigen
sollten Tools nicht die grosse Schwierigkeit für Ings. sein. Spätestens 
nach einer Woche sollten auch Newbies die Grundlagen für die tägliche 
Arbeit beherrschen.

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