Hilfe, die LEDs leuchten!

OP #599096
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Hallo,

mich beschäftigt hier etwas und ich ersuche euren Rat :)

Es geht darum, dass ich grad dabei bin, ein paar LEDs (SMD 0805) zu 
bestücken. Ich habe eine Lötstation von Ersa, mit der löte ich die LEDs 
auf eine Platine, welche in keinster Weise mit irgenwas anderem 
verbunden ist. Als Lötunterlage verwende ich ein Stück Pappe auf einem 
Holztisch. Lange Rede kurzer Sinn, sobald ich mit der Lötspitze einen 
Kontakt der LED berühre, leuchtet diese ganz schwach. Übrigens auch 
schon, wenn ich sie einfach auf den Tisch lege und mit der Spitze 
berühre.

Ich mache mir jetzt etwas sorgen, wenn ich mal empfindliche Bauteile 
verlöten will. Besteht da eine Gefahr?

Gruß
Jupp
#599214
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Würde es nicht reichen, die Pappe (normalerweise benutzt man ESD-Matten 
als Unterlage), den Jupp und die Lötstation mit einem Kabel zu 
verbinden?
Dann hätten alle drei das gleiche Potential.
Wenn man dann noch diese Leitung irgendwie erdet (Heizungsrohr), dann 
ist man auf der sicheren Seite...
#599288
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Lötkolben über trenntrafo betreiben wäre eine lösung.

Hat die WELLER-Lötstation einen voll belegten Schuko-Stecker?

Vermutung:
Die Y-Kondensatoren im Netzfilter sind futsch. (zumindest einer davon)
... oder PE ist nicht mit der Gehäusemasse verbunden.

Hast du das Gehäuse mal aufgeschraubt? vielleicht ist ein Kabel innen 
nicht richtig montiert/ Wackelkontakt, Lötauge auf Platine gebrochen?...
#599303
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Rahul Der trollige wrote:
> Würde es nicht reichen, die Pappe (normalerweise benutzt man ESD-Matten
> als Unterlage), den Jupp und die Lötstation mit einem Kabel zu
> verbinden?
> Dann hätten alle drei das gleiche Potential.
> Wenn man dann noch diese Leitung irgendwie erdet (Heizungsrohr), dann
> ist man auf der sicheren Seite...

NIE, niemals sich selbst nur mit einem Draht erden! Das kann ganz böse 
Enden, wenn wirklich mal irgendwo richtig Spannung anliegt. Immer einen 
hochohmigen (>1M) Widerstand dazwischen! Auch alle ESD Armbänder haben 
den eingebaut.
OP #599322
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>Lötkolben über trenntrafo betreiben wäre eine lösung.

Habe aber keinen.

>Hat die WELLER-Lötstation einen voll belegten Schuko-Stecker?

Ist 'ne Ersa mit Eurostecker => kein PE

>Die Y-Kondensatoren im Netzfilter sind futsch. (zumindest einer davon)
>... oder PE ist nicht mit der Gehäusemasse verbunden.

Das Gehäuse ist aus Kunststoff.

>Hast du das Gehäuse mal aufgeschraubt?

Nein.

>vielleicht ist ein Kabel innen nicht richtig montiert/
>Wackelkontakt, Lötauge auf Platine gebrochen?...

Werde ich morgen mal schauen.

Danke!
Gast #599329
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Ich sehe hier kein Problem. Die 22V am DMM können schon von der 
Kapazität zwischen den Trafowicklungen kommen. Wenn die Bauteile 
wirklich so empfindlich sein sollten dann eben die Lötstation über 
Widerstand erden.
Gast #599424
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Entweder kommen die 22V von den Y-Kondensatoren (falls vorhanden), dann 
ist das normal, oder die Heizpatrone hat einen Schluss gegen das 
Gehäuse.

Auf jeden Fall sollte die PE-Buchse an der Lötstation auf Schutzleiter 
gelegt werden, der Löter mittels ESD-Armband und eine ESD-Matte über den 
Druckknopf  mit einem ESD-Kabel an die PE-Buchse der Lötstation gelegt 
werden.

Das ganze Zeug gibt's bei Reichelt, kostet nicht die Welt und spart jede 
Menge Ärger. ;)
Gast #599432
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Negative Einstellung:  Hilfe, die LEDs leuchten!

Warum sich solche Sorgen machen? Dafuer hast du sie doch gekauft.
Leuchten die LEDs,dann waere ich GLUECKLICH dass die Funktionspruefung 
positiv verlaufen ist. Du hast dabei sogar Zeit gespart!

Positive Einstellung:  HURRAa, die LEDs leuchten!
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OP #599440
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>Auf jeden Fall sollte die PE-Buchse an der Lötstation auf Schutzleiter
>gelegt werden, der Löter mittels ESD-Armband und eine ESD-Matte über den
>Druckknopf  mit einem ESD-Kabel an die PE-Buchse der Lötstation gelegt
>werden.

Ok, nochmal ganz konkret gefragt: PE-Buchse der Lötstation DIREKT mit PE 
der Steckdose oder über einen Widerstand?

Noch zur Info, die Messung oben habe ich mit meinem Multimeter gemacht, 
welches 1M Eingangswiderstand hat. D. h. wenn ich hier einen 1M 
Widerstand dazwischen hänge, ändert sich nichts.

So, was die Y-Kondensatoren angeht, so gibt es sowas nicht: 2-polige 
Netzleitung -> einpoliger Netzschalter -> Sicherung -> Trafo -> 
Elektronik -> Kolben.
Gast #599441
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Die 22V deuten auf einen Schluss in der Heizpatrone gegen deren 
Metallhülse hin. Bevor du die PE-Buchse (egal, direkt oder  über 
Widerstand, nur die Matte und das Armband müssen über Widerstand laufen) 
erdest, miss lieber mal den Widerstand von dort zur zur Lötspitze, nicht 
dass da was an der Elektronik kaputtgeht.
OP #599451
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Wobei so richtig in Birne geht mir das nicht.

Die LED liegt auf der Pappe, dazwischen ist ein Holztisch, ein 
Teppischboden, ein PVC-Belag, viel Beton. Und dennoch fließt darüber 
ausreichend Strom, um die LED zum Leuchten zu bringen?

Bei so einem Spannungsprüfer ist das ja noch einleuchtend, da er an 230V 
betrieben wird und die Glimmlampe so gut wie keine Leistung benötigt.

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