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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Anfängerfrage: Anschluß einer Wägezelle


Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo!

Ich habe mir jetzt eine fertige Wägezelle gekauft, die ich gerne an
meinen ATMega8 anschließen möchte. Dazu habe ich eine Frage. Eigentlich
ziemlich simpel:

Im Datenblatt sind mir die Anschlußbelegungen der 5 Anschlußkabel
gegeben:

1. Speisung +
2. Speisung -
3. Signal +
4. Signal -
5. Masse (gelb-grün)

1. + 2. ist mir klar: Einmal 10V und einmal GND
Wofür jetzt aber extra nochmal 5. ???

Jetzt mein eigentliches Problem: 3. + 4. ! Wie  oder wo schließe ich
die an? Wäre es nur ein Kabel, hätte ich kein Problem damit. Aber zwei
Kabel?

Matthias

Autor: edi (Gast)
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Matthias,

bist du dir bewusst,dass deine messbruecke nur spannungen in der
groessenordnung von millivolts bringt?....und dass diese signale
etwa 5 volt oberhalb null liegen.gute abschirmung  ist hier wichtig...
ein zusaetzlicher verstaerker wird wohl noetig sein

ed

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Ja, darüber bin ich mir bewusst!
Kannst Du mir einen Tipp zum anschließen geben?

Matthias

Autor: edi (Gast)
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du brauchst einen differenzverstaerker ....sein ausgang ist auf null
bezogen....so kannst du das messsignal auf einfache weise in deinen a/d
wandler geben.
sinnvoll ist etwas verstaerkung im diff-verstaerker oder in einer
separaten verstaerkerstufe.

ed

Autor: Karlheinz Druschel (Gast)
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Na die Anschlüsse 3 und 4 sind das Messignal.
Eine Wägezelle hat doch immer einen definierten Ausgangswert, der sich
auf die Höhe der Spannungsversorgung bezieht.
Die meisten Zellen liegen da wohl in einer Größenordnung von 1 mV/V.
Dies bedeutet, wenn Du eine Zelle mit ihrer Nennlast belastest, dann
beträgt das Signal an den Anschlüssen 3 und 4 für jedes Volt
Versorgungsspannung 1 mV. Beim Betrieb von 24 Volt wären das also 24
mV.


Greetings
Karlheinz

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo Karl-Heinz!

Danke schonmal für Deine Antwort.

Also ich arbeite mit 10V. Meine Wägezelle hat einen Nennkennwert von
2mV/V +-10% .
Das heißt doch, das wenn ich die Waage mit 3kg (Nennlast der Zelle)
belaste, ich über die Messleitungen 20 mV messen kann. Bei
Nichtbelastung 0 mV. Richtig?

Ich habe jetzt hier noch einen OPV LM324. Da schließe ich das Teil
jetzt dran an. Dann müsste ich doch eigentlich schonmal was messen
können, oder?

Matthias

Autor: Bernd Schmidt (Gast)
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Hallo,

schau mal unter AD620 oder INA118 nach. Das sind passende Verstärker
die das Signal auf bauchbare Werte vertärken.

Bernd

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo Bernd!

Ich habe ich noch ein paar LM324. Meinst Du die sind nicht
ausreichend?

Ich habe gerade mal ein wenig mit der Wägezelle rumgespielt. Ohne
Verstärker kann ich im mV- Bereich bei Belastung Veränderungen
feststellen. Ich habe sie also schonmal richtig angeschlossen.

Mit Verstärker (LM324) habe ich das Gefühl, daß die Linearität verloren
geht! Kann man das irgendwie ändern? Habe ich das evtl. falsch
angeschlossen? Ich habe

Pin 1 auf Messausgang
Pin 2 auf - von der Wägezelle
Pin 3 auf + von der Wägezelle
Pin 4 auf 9V
Pin 11 auf GND

gelegt.

Muß ich evtl. irgendwo noch Widerstände einbauen?
Ich erhalte auf Pin 1 eine sehr steil ansteigende Kurve im oberen
Belastungsbereich. Vorher steigt die Kurve relativ langsam an!

Matthias

Autor: edi (Gast)
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differenzverstaerker ! ...subtrahierer zu gut deutsch

schau mal links oben unter artikel\operationsverstaerker..ganz unten

ed

Autor: Bernd Schmidt (Gast)
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Hallo Mathias,

ein Signal aus dem OP zu bekommen was sich "irgendwie" ändert ist
nicht das Problem.
Soll aber die Genauigkeit des Wägezelle ausgenutz werden sind schon ein
bischen mehr aufwand nötig.

Schau dir mal die Datenblätter von Instrumentenverstärker an. Meist ist
dort das Prinzip der OP-Schaltung dargestellt.

So wie dein LM324 verschaltet ist findet keine Rückkopplung statt. Der
Op verstärkt "volle Pulle", wieviel das ist hängt vom Zufall ab.

Schau mal hier:
http://www.elektronik-kompendium.de/public/schaere...


Bernd

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Danke für die Antworten!

Alles klar! Ich habe es jetzt hinbekommen. Ich habe ein paar
Widerstände eingebaut, so das ich eine passende Verstärkung hinbekommen
habe.

Jetzt kommen die geeichten Gewichte dran. Mal sehen, wie genau die
Waage wird! Die Zelle soll angeblich eine Aufösung von 0,6gr haben!

Matthias

Autor: edi (Gast)
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hi

....ziemlich ungenau bei dieser simplen schaltung.

was heisst 0.6 gramm aufloesung ? bis jetzt laeuft alles analog !

ed

Autor: Matthias Hochholzer (Gast)
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Hallo ed!

Das ganze läuft nach der Verstärkung über einen AD- Wandler!

Ich muß halt jetzt mal schauen, wie ungenau die Verstärkung ist! Das
kann ich natürlich nur durch experimentieren rausfinden. Hab ich jetzt
aber noch nicht gemacht! Ich denke mal morgen oder übermorgen, wenn ich
Zeit habe!

Matthias

Autor: Wägezellen - Doc (Gast)
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Wägezellen - Verstärker in einer bebilderten Übersicht gibt es unter
folgendem Link.

Dort ist auch ein Video zu sehen, was den Anschluss, die Anzeige und die
Auswertung des Wägezellen - Signals genau erklärt:

http://www.soemer.de/messverstaerker/messverstaerker.html

Hoffe das hilft!
Grüße aus dem Norden...

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