Hallo,
ich habe folgendes Problem zu bewältigen: Für den Anschluss eines
Mikrofons an den A/D-Eingang meines Mikrocontrollers benötige ich eine
Phantomspeisung mit 48Volt. Ich würde das Problem gerne mit einem
invertierenden Verstärker (Single Supply) lösen (siehe angehängte
Schaltung).
Vcc/2 liegt hierbei auf einer Spannung von 1,15 Volt, sodass bei einer
Verstärkung von 10 eine maximale Eingangsspannung von 0,33Volt(SS) an
der Schaltung anliegen können (das Signal wird später noch weiter
verstärkt..)
Die Phantomspeisung wird über zwei Widerstände eingespeist und ist über
zwei Kondesatoren von der weiteren Signalkette getrennt. R17 auf Vcc/2
dient der Symmetrie, sodass das Mikrofon zwei impedanzmäßig
gleichwertige Eingangs-Pins sieht. An Pin5 des OP wird die Referenz auf
Vcc/2 angelegt um den "Nullpunkt" des Signals zu definieren.
Nun zu den Fragen:
- Meiner Ansicht nach liegt der Eingangswiderstand der Schaltung bei
20kOhm. Liege ich da falsch?
- Kann die Schaltung mit der Referenz auf 1,15Volt überhaupt so
funktionieren?
Gruss,
Max
Hallo,
ist mir auch gerade aufgefallen: Die Widerstände zur Phantomspeisung
kommen noch dazu (naja, erst denken dann posten..). Das müsste dann so
ca. 8 kOhm Eingangswiderstand ergeben, natürlich nur für
Wechselspannung...
@Düsentrieb: Wo fehlt denn Deiner Meinung nach der Widerstand? Ich lege
ja den nichtinvertierenden Eingang auf die Referenzspannung um damit das
Potential am invertierenden Eingang zu definieren.
@Horst Müller: Weshalb siehtst Du ein Problem im Betrieb als
Mikrofon-Vorversärker. Wegen der Verstärkung? Wie erwähnt wird das
Signal später noch weiter verstärkt. Oder wegen der Potentialangleichung
über den nichtinvertierenden Eingang. Das liese sich ändern, allerdings
ist dann die eingangsseitige Symmetrie nicht mehr gegeben. Ich werde die
Schaltung übrigens schon auch aufbauen, ich wollte mir nur noch eine
zweite oder dritte Meinung einholen.
Gruss,
Max
Du verlierst die Symetrie in deiner Schaltung, da du das Signal
am nichtinvertierenden Eingang gegen VCC/2 kurzschließt.
An der Stelle fehlt ein Widerstand gegen VCC/2. Am Potential für
den invertierenden Eingang ändert der nichts.
- Michael
Hallo,
dann habe ich doch noch eine Verständnisfrage: Wieso verliere ich hier
die Symmetrie? Die Spannung zwischen den Eingängen des OP kann doch als
Null angenommen werden.
Wenn also ein Widerstand vom nichtinvertierenden Eingang gegen Vcc/2
geschaltet würde, wäre dieser in einem Zweig hinzuzuaddieren, im anderen
aber nicht, oder sehe ich das falsch.
Gruss,
Max
Hallo Max,
in Deiner Schaltung liegt der +Eingang auf Masse (für Wechselspannung).
Rechne mal nach, wie Gleichtaktsignale (also die rechten Pins von C8+C9
verbunden und ein Signal dort angelegt) mit und ohne diesen Widerstand
verstärkt werden.
Mit dem besagten Widerstand ist zwar die Eingangsimpedanz der Eingänge
unterschiedlich, dafür heben sich Gleichtaktsignale auf, was in diesem
Fall wichtiger ist. Die identischen Impedanzen sind WIMRE eher bei
Ausgängen wichtig (impedance balanced output).
Grüße
P.S. Die Belegung der Eingangsbuchse sieht seltsam aus, ich habe
1=Masse, 2=+, 3=- in Erinnerung.
Hallo Max,
in Deiner Schaltung liegt der +Eingang auf Masse (für Wechselspannung).
Rechne mal nach, wie Gleichtaktsignale (also die rechten Pins von C8+C9
verbunden und ein Signal dort angelegt) mit und ohne diesen Widerstand
verstärkt werden.
Mit dem besagten Widerstand ist zwar die Eingangsimpedanz der Eingänge
unterschiedlich, dafür heben sich Gleichtaktsignale auf, was in diesem
Fall wichtiger ist. Die identischen Impedanzen sind WIMRE eher bei
Ausgängen wichtig (impedance balanced output).
Grüße
P.S. Die Belegung der Eingangsbuchse sieht seltsam aus, ich habe
1=Masse, 2=+, 3=- in Erinnerung.
Sorry, beim ersten Mal kam eine wild blinkende rote Fehlermeldung, die
sich über die Länge des Subjects beschwert hat. Dass der Beitrag
trotzdem ankam, hatte ich übersehen.
Hallo,
ich hab nochmals nachgedacht und -gerechnet: Mein Entwurf war doch etwas
vorschnell. Vielen Dank für Eure Hilfestellung.
@EZ81__: Das stimmt, die XLR-Belegung ist anders. Danke für den Hinweis.
Gruss,
Max