Hallo, ich bekomme leider keine Überstunden bezahlt, mich würde aber mal
interssieren, wieviele das wären bzw wie das bei Euch gehandhabt wird am
Wochenende:
Mal angenommen, ich arbeitete regulär 40h, d.h. Mo bis Fr je 8h
Jetzt wünscht der Arbeitgeber, daß ich eine Veranstaltung besuche und
u.a. am Samstag morgen einen Vortrag halte, also Mo-Do wie gehabt, Fr
vormittag 5h Anreise -> 4h Teilnahme an einer Veranstaltung,
Hotelübernachtung, Sa Vortrag (1h) + 5h Teilnahme an einer Veranstaltung
und Rückreise (5h), Ankunft 21:00 Uhr.
Bei mir wäre es so dass ich z.B. irgendwann von mo-do daheim bleiben
würde und der Freitag und Samstag pauschal mit je 8h abgerechnet wird.
kommt aber auch immer auf die Situation an, wenn man die Firma verlassen
will und eine Abfindung will würde man eventuell ein bissle Streß machen
;-)
Also minimal würde ich erwarten, dass es für den Samstag einen Tag
Ausgleich gibt.
Ansonsten haben die Firmen, wo ich bisher war, meist Pauschalregelungen
wie z. B. 10 Stunden pro Reisetag. Allerdings wurden dann auch die
Stunden erfasst.
Gruss
Axel
Streng juristisch ist Reisezeit keine Arbeitszeit.
Bleiben also Freitag 4 Stunden Arbeitszeit und Samstag (Werktag) 6
Stunden Arbeitszeit, in der Summe also 10.
Das sind ganze zwei Mehrstunden, die sind im Gehalt drin.
So kann man das auch sehen.
Gruss
Axel
Kann ich nicht bestätigen. Zwar wird die Bereitschaft zu Überstunden
vorausgesetzt, aber ich habe es bisher noch nicht erlebt, dass diese
Stunden nicht irgendwie bezahlt werden. Sei es eben durch direkte
Bezahlung oder aber durch Freizeitausgleich.
na toll.. ich arbeite am Freitag "Dienst nach Fahrplan" und habe 8
Stunden. Ich binde mir wie oben den ganzen Samstag mit ans Bein und habe
nur 6 Stunden - wofür dann den einen Tag frei? Da fehlen ja eher noch 2
Stunden? grübel
Naja, die deutschen Arbeitszeitgesetze sind schon heftig. Deswegen habe
ich das einfach mal gezeigt.
Ich würde ja einfach mal mit dem Chef reden, normalerweise hat der ja
Interesse an Deiner Motivation, wenn Du da eine Stunde einen Vortrag
halten sollst.
Und fair wäre es schon, dafür einen Tag freizugeben.
Ansonsten einfach einen Betriebsrat gründen. Der kann das dann stoppen.
Aber ich würde mir dann schon überlegen, wo meine Prioritäten liegen.
Gruss
Axel
Wie wäre es einfach mal damit, dass das ganze DEINEM Vorwärtskommen
nützen könnte. Schau mal in den neuen Stern und such dir ne andere
Beschäftigung aus, wo es solchen "Stress" nicht gibt. Besteht das Land
eigentlich nur noch aus Jammerern ?
"Das regelt einzig und allein der Arbeits- bzw. Tarifvertrag."
Nein, dazu gibt es klare Urteile. Reisezeit ist keine Arbeitszeit, es
sei denn, die Reisetätigkeit ist Bestandteil der Arbeit (wie z. B. beim
Vertriebsingenieur oder Monteur) ODER man arbeitet beim Reisen (also z.
B fährt selbst Auto am Steuer, nicht Beifahrer).
Wenn einem der Chef dummkommt, kann man natürlich immer irgendwelche
Akten, Fachzeitschriften, Spezifikationen etc. in der Zeit lesen, dann
ist es wieder Arbeitszeit.
Wenn was im Tarifvertrag steht, ist das natürlich besser, aber dann gibt
es in der Regel sowieso keine unbezahlten Überstunden.
Ich habe da mal ein Urteil zu gelesen, wo der Betriebrat sich gegen die
Idee des Chefs gewehrt hat, alle Mitarbeiter am Sonntag mit dem Bus zu
einer Messe nach Italien zu karren. Der Betriebsrat hat verloren, weil
die Reisezeit am Sonntag eben keine Arbeitszeit ist, damit sind das auch
keine Überstunden und damit braucht der Betriebsrat nicht involviert zu
werden.
Gruss
Axel