Hallo,
mich würde es grundsätzlich interessieren, in welchen Dimensionen man
Leistung aus "Elektrosmog" entnehmen kann.
Welche Frequenz (wenn man nur mit einer Antenne arbeitet) ist wohl am
besten dafür geeignet (900MHz, 1800MHz, 2.4GHz,...)?
Durchschnittsstrahlungsdichten im bewohneten Gebieten liegen bei ca. 1 -
100µW/m².
Danke und LG,
Mario
Die Langwellenfrequenzen einer Induktions-Kochplatte dürften noch die
meiste ungeschirmt ausgesandte Energie im Haushalt sein, alles andere
wird wesentlich schwächer abgestrahlt. Das dürften mehrere 100 Watt
sein, die Topf oder Pfanne heizen, vorausghesetzt, sie sind
ferromagnetisch.
Das Magnetfeld eines TV Gerätes ist ganz ordentlich. Auf 15625 Hz
arbeitet der Zeilentrafo, ich habe es mit einer abgestimmten
Rahmenantenne schon geschafft, eine LED zum Leuchten zu bringen. Klappt
bis einige 10cm vom Gerät entfernt.
Die elektromagnetische Energie aus Lichtquellen, UV- und IR-Strahlern
ist ebenfalls viel stärker als alle sogenannten
Elektrosmog-Aussendungen. Wer sich auf der Solarbank "künstlich
voraltern" läßt ist selbst schuld.
Also Solarzelle nehmen.
Hallo Mario,
die erforderlichen Daten hast Du ja bereits geliefert:
>> Durchschnittsstrahlungsdichten im bewohneten Gebieten>> liegen bei ca. 1 -100µW/m².
Damit kann man eine erste Energiebilanz aufstellen.
Nehmen wir einmal an, dass es Dir gelingt die Energie von einem
Quadratmeter bestrahlter Fläche vollständig aufzunehmen und umzuwandeln.
Der Wirkungsgrad deiner Einrichtung möge 100% sein.
Wenn Du die 100µW dann bei 5V zur Verfügung haben solltest, könntest Du
dauerhaft 20 µA verbrauchen.
Wenn Du aber von einer mittleren Strahlungsdichte von 50 µW / m²
ausgehst und einen Wirkungsgrad von 50% ansetzt, dann stehen Dir bei 5 V
genau 5µA zur Verfügung. Es wird so sein, daß Deine Wandlungselektronik
auch etwas Strom benötigt....
Sicher wird es Dir gelingen, das Vorhandensein von Energie nachzuweisen.
Die Nutzung der Energie dürfte jedoch illusorisch sein.
Gruß
Joachim
Man koennte sich theoretisch vorstellen eine Absorbermatter zu nehmen,
die Mikrowellenleistung in Waerme verwandelt. Toll, so kann man die 1W
Pulsleistung des Mobile Phones in Waerme verwandeln. Dabei sollte man
nicht vergessen dass die Sonneneinstarhlung 1kW pro m^2 betraegt. Nicht
dass die Sonnenstrahlung harmlos waere. Wenn das UV in den obersten
0.1mm absorbiert wird, kann doch einiger kaputt gehen, wie wir wissen.
Da würde ich einen der berühmten Elektrosensiblen Menschen vor die
Antenne stellen!
Die können das Feld noch "fühlen" wenn man schon lange nichts mehr
messen kann!
Hans
Hi, DK4MG,
da triffst Du den Kopf des Nagels: "einen der berühmten Elektrosensiblen
Menschen..."
Besonders elektrosensible Menschen fühlen sich auch von Antennen mit
ausgeschalteten oder noch gar nicht aufgebauten Sendern gereizt.
Für solche Personen ist die Zahlenangabe "20 µA" das falsche Vokabular,
man muß stattdessn schreiben 20.000 000 000 fAmtpere!!! Der elektrische
Stuhl hatte dagegeben bloß 10 kA.
Die "Elektrosensibilität" ist der direkte Nachfolger der
"Hexensensibilität" und der späteren "Judensensibilität".
Logische Erklärung: Unsere Menschheit, wohl alle lernfähigen Arten,
haben im Zuge der Evolution die Fähigkeit ener Art "Wissenslücken-Angst"
erworben.
Deutlich spüren wir die, wenn wir in eine fremde Stadt fahren, die
Stadtkarte aus der Tasche nehmen und entdecken, da sind Seiten
herausgerissen.
Die richtige, die lebenbejahende Reaktion auf dies Alarmsignal ist
natürlich, diese Lücke füllen zu wollen mit verläßlichem Wissen. So, wie
Galilei seinen Wissenslückenalarm angesichts rollender Oliven, Erbsen
oder was auch immer, abstellte mit den Experimenten, an deren Ende das
Fallgesetz stand.
Die falsche Reaktion ist natürlich, seine Angst auf Sündenböcke zu
projizieren. Ob das die Kräutertante im Wald ist, die Volksgruppe der
Juden oder die Antennenmasten.
Wenn meine Analyse eher richtig ist, dann wäre
"Umwelterforschungsspielzeug" eine zweckmäßige Antwort.
Ich habe mir zum Spaß einen "Feldmelder" gebaut - zeigt mit Tonhöhe
seines Pfeifens die Feldstärke bei 50 Hz an. Die Kinder tobten damit
lachend durch den Biergarten und hatten ihren Spaß, Elektrokabel zu
orten - und der Wirt erschrak, als wir ihm zeigten, seine Lichterkette
war einseitig ständig an Phase.
Für wichtig halte ich daran, daß solch ein Gerät die Sinne erweitert,
hier der akustische Sinn, und nicht nur den Intellekt mit einer
Ziffernanzeige.
Daß man auf Drehung des Dipols sofort hört, wie die gemessene Feldstärke
zunimmt.
Daß die Feldstärke zusammenbricht, wenn man den Feldmelder in einen
Müllcontainer stellt und den Deckel schließt. Abschirmwirkung.
Ein Danke der AAtis und allen, die sich engagieren, Kindern das Feld der
Elektrik erfahrbar zu machen.
Ciao
Wolfgang Horn
50 µW / m² tönt doch gar nicht so schlecht... wenn man nur 1.8v braucht,
ergibt das (wieder mit Wirkungsgrad von 50%) 13 µA
Einfacher temperaturlogger sollte doch damit gehen.
Ein Atmega48V mit einem 32khz externen Quarz verbraucht 15µA bei 1.8v,
plus 12µA für den ADC (abschaltbar), 4µA für den Timer. Idle nur 0.1µA
(plus Timer). Wenn man den jetzt die meiste Zeit abgeschaltet lässt und
nur nen kondensator aufladen lässt, sollte das doch irgendwie machbar
sein
Ja, der gute Herr Kächele hat ganz allein entdeckt dass es neben
Silizium- und Germaniumdioden noch Schottkydioden gibt, und hat dann
ganz alleine ne Antenne drangetackert.
Ok, die gemessenen Spannungen und der Kurzschlussstrom ist noch relativ
interessant.
Aber im Allgemeinen ist die ganze Seite eher zum schmunzeln, Herr
Kächele glaubt z.B. nicht an Elektronen. Und auch nicht an das Bohrsche
Atommodell (was auch bei der Unzulänglichkeit desselben nicht so
verwunderlich ist...), stattdessen an ein Modell eines Hellsehers, der
dieses mit eigenen Augen gesehen hat (Heisenbergsche
Unschärferelation?). Und Ockhams Rasiermesser scheint ihm auch fremd zu
sein... das alternative Atommodell erklärt nichts besser als das
Bohrsche Modell.
Nunja, genug rumgemotzt ;). Einfach alles andere als die gemessenen
Spannungen und Ströme ignorieren, dann ist die Seite recht nützlich.