Hallo zusammen
Wenn am Ausgang Ua von einem RC-Hochpass noch RC-Tiefpass hänge wie
berechnet man dann den Frequenzgang der gesamten Schaltung?
Also:Ue->RC-Hochpass->Ua->->Ue->RC-Tiefpass->Ua
Muss ich einfach zuerst den Frequenzgang von Hochpass ausrechnen und
dann Ue einfach eim Tiefpass einsetzen.
Als einfach jeden Filter einzeln berechnen?
Oder wie macht man dies?
Gruss
Elektrorambo
>Als einfach jeden Filter einzeln berechnen?
Das geht NUR dann, wenn du einen Verstärker (OPV) dazwischen baust
sind diese direkt hintereinandergschaltet, so musst du beide als Einheit
betrachten, weil diese sich GEGENSEITIG beeinflussen.
Also: Gesamtübrtragungsfunktion ermitteln und dann kanns dimensionieren
Dann geht das so nicht. Ein RC ist auch kein Filter sindern ein Pfusch
der irgend was macht. Wenn man ein Filter will, sollte man auch ein
Filter bauen. Da gibt's Buecher drueben mit rationalen Komplexpolynomen
und so weiter.
ALso, Hochpass mit R1, C1 & Tiefpass mit R2, C2
------C1----o-----R2-------o--------
| |
UE R1 C2 UA
| |
------------o--------------o--------
UA(s) R1*C1 * s
----- =
------------------------------------------------------------------
UE(s) [ R1*C1*R2*C2 ] * s^2 + [R1*C1 + R2*C2 + R1*C2] * s +
1
Ergibt also ein (nicht schwingfähiges) DT2-Verhalten.
Ich hoffe, ich hab mich auf die Schnelle nicht verkaspert.
BRauchst noch den Rechenweg?
Was ist die treibende Impedanz, was ist die Lastimpedanz ? Ein passives
RC kan nie schwingen. Bei Einsatz eines OpAmp hat man einiges mehr an
Moeglichkeiten. Bessel, Butterworth, Tchebytcheff, Elliptisch, usw.
Hallo Matthias
Danke für die Formel. Hast du die aus einem Buch oder die selber
abgeleitet ?
Sorry für die blöde Frage bin gerade aufgestanden und noch müde aber was
ist klein "s"?
In Büchern keine Formelzeichen mit s bei Hoch-Tiefpass.
Gruss
Elektrorambo
SNT-Opfer wrote:
> Naja, das "s" ist der Laplace-Operator, wird eingesetzt um die komplexe> Rechnung zu vereinfachen. Steht im Prinzip jw (j=imaginärer Wert; w=> Omega).
Aaaah...Hilfeee
>Naja, das "s" ist der Laplace-Operator, wird eingesetzt um die komplexe
Rechnung zu vereinfachen. Steht im Prinzip jw (j=imaginärer Wert; w=
Omega).
Aaaahhhh .. s ist die komplexe Frequenz, in diesem Falle ohne realteil.
Eine einfache Substitution. Nichts Berauschendes. Bei diesem rationalen
Komplexpolynom muss man nur die Frequenz omega als parameter einseten
und kann so den Amplituden- und Phasengang der Kombination durchrechnen.
Der andere Ansatz ist die Pole und Nullstellen zu bestimmen und so
Gleicheungen fuer die Komponentenm aufzustellen. Noch einfacher ist den
Tietzte -Schenk oder so hervorzuziehen und unter Filtern nachzuschlagen.
Da gibt's geradeaus- Formeln fuer die Komponenten.
Nullpointer wrote:
> Aaaahhhh .. s ist die komplexe Frequenz, in diesem Falle ohne realteil.> Eine einfache Substitution. Nichts Berauschendes. Bei diesem rationalen> Komplexpolynom muss man nur die Frequenz omega als parameter einseten> und kann so den Amplituden- und Phasengang der Kombination durchrechnen.> Der andere Ansatz ist die Pole und Nullstellen zu bestimmen und so> Gleicheungen fuer die Komponentenm aufzustellen. Noch einfacher ist den> Tietzte -Schenk oder so hervorzuziehen und unter Filtern nachzuschlagen.> Da gibt's geradeaus- Formeln fuer die Komponenten.
Aaaaaaahhhhhhh...Hunger
Die hab ich gestern selbst abgeleitet. Deshalb ja ohne GArantie.
Brauchst den Rechenweg?
Wenn du willst, dann teile ich die Formel in Amplituden und Phasengang
Ich hab fast das Gefuehl, der Frager waere in den Komponenten (R&C)
interessiert. Mit dem Amplituden und Phasengang hat er noch lange keine
Komponenten, da gibt's nioch fast unendlich viele Moeglichkeiten. Nicht
von ungefaehr hat eine Tiezte-Schenk das Thema Filter auf 30 Seiten oder
so ...
Also ich möchte das Pickupsignal einer elektronische Zündung eines
2-Takters so verändern dass sich auch der Zündzeitpunkt verändert.
Unterstes Bild
http://www.oelsumpfonline.de/kupferwurm/zuend01.html
Ein 2-Takter hat einen bisschen anderen Verlauf des Zündzeitpunktes als
der 4-Takter. Der Zündzeitpunkt sollte muss bei hohen Drehzahlen
zurückgenommen werden (das pure Gegenteil als beim 4-Takter)
Es gibt Leute die schalten einen RC-Tiefpass dazwischen. So hat der
Motor relativ viel Vorzündung beim Start und im mittleren
Drehzahlbereich erst in höhen Drehzahlen kommt es dann zu weniger
Vorzündung.
Das funktioniert angeblich recht gut.
Ein Bekannter von mir möchte nun dass beim Start und bei hohen
Drehzahlen die Vorzündung relativ klein ist, und nur im mittleren
Drehzahlbereich wo die Verbrennung durch viel Altgase im Zylinder
langsam verläuft, ein Zündzeitpunkt mit viel Vorzündung herrscht.
Mit einem RC-Tiefpass geht dies aber nur im mittleren und oberen
Drehzahlbereich.
Gut wäre wenn auch beim Start die Vorzündung möglichst klein wird.
Er möchte was relativ einfaches ohne Microcontroller und Software.
@Nullpointer und The Devil
!!! SORRY !!! an diese Stelle gehört der verbeugende Smiley
Bin nur nen "doofer Techniker" hab damit bisher nur in Regelungstechnik
Kontakt gehabt.
Musste es nie, bzw. kann es nicht mal ableiten oder gar mit rechnen.
vor Schande im Boden vergrab
schluck.... ;-)
@ SNT-Opfer:
War von meiner Seite so gemeint: Wir hatten Laplace auch in der Schule,
und ich erinnere mich mit Schaudern an diese Zeit zurück; wir haben
irgendwie daran herumgewerkelt, der Lehrer konnt' uns kaum helfen.....
Für mich ist Laplace einfach nur ein 'Aaaaahhhh' (im Sinne von Hilfe)
wert.
>ch mit Schaudern an diese Zeit zurück;
Dann hats euch der Lehrer wirklich nicht ordentlich erklärt. Wir hatten
dabei nen super Prof. (aber rückwirkend: der Lehrer in der Fachschule
beim Thema Laplace wusste auch nicht wovon er redet)
Aber wenn mans verstanden hat, ist ne feine einfache Sache!
Ist dann nicht viel mehr als ne Termumformung
Ja eh, ich weiß eh, dass man mit Laplace sauviele schwere Sachen einfach
berechnen kann...nur unser Lehrer (HTL, 5.JG) war halt erst das 2. Jahr
Lehrer, und ihm war's auch egal, ob wir während der Stunde ihm zuhören,
wie er das Lehrbuch an die Tafel malt, oder Voyage-spielen......
Dann bin ich ja beruhigt. Uns wurde es nichtmal näher erleutert, sondern
nur darauf hingewiesen, dass es die Übertragungsfunktionen vereinfacht
wenn man den Laplace Operator einsetzt. Bsp. PT1-Glied : G(s)= Kp
1/(1+s0,1).
Aber wenn die Sache ansich nicht so kompliziert ist, werd ich mir das
nochmal gesondert zu gemühte führen.
BTW:
Falls es nicht auf die Rechnung ankommt....ich simuliere RC bzw. LC
Filter gerne. Man sieht auch in der Simu ganz gut wie sich das Filter
bei Belastung (=Dämpfung) verhält. Lässt man noch in den Bauteilen die
Toleranzen mit einfliessen (Parameter-Sweep) sieht man fast alles, was
einem im realen Leben erwarten kann.
@SNT-Opfer
Mit was für einem Programm simulierst du solche Schaltungen?
Ich kann mir im Moment keines leisten. Gibt es vielelicht ein gutes
Freewareprogramm für solche Analoge Schaltungen ?
Grüsse
Elektronius
@Devil: Das braucht man für die Vektoranalysis, ist eine
mehrdimensionale Ableitung (ähnlich dem gradienten, der zeigt in einem
3D-Hügelgebilde in die Richtung des stärksten Anstiegs/Abfalls) was man
für gewisse Berechnungen braucht (Felder etc). Ist schlecht in Worte zu
fassen ;). Aber ist nen ganz anderes Gebiet als hier das s (ist eher
Funktionentheorie).
Immer wieder gern genommen da kostenlos, SwitcherCAD III von Linear
Technology.
http://www.linear.com/designtools/software/
Ist ursprünglich gedacht, um die Schaltregler von Linear zu simulieren,
aber es lassen sich auch einfache analoge Schaltungen simulieren.
Dieter Bohlen wrote:
> @Devil: Das braucht man für die Vektoranalysis, ist eine> mehrdimensionale Ableitung (ähnlich dem gradienten, der zeigt in einem> 3D-Hügelgebilde in die Richtung des stärksten Anstiegs/Abfalls) was man> für gewisse Berechnungen braucht (Felder etc).
Ah ja, das dachte ich mir eh ;-) überhaupt keine Ahnung hab