WLAN-Aussenantenne: Gefahr durch Blitzschlag?

Gast #613749
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Hallo,

ich möchte gerne mit vier Bekannten ein WLAN aufbauen.

Ich wohne so ziemlich in der Mitte. Daher wollte ich auf meinem Dach 
eine Rundstrahlantenne aufbauen. Die anderen vier haben dann 
Patchantennen, die genau auf meine Antenne ausgerichtet werden.

Wir haben das schon mal mit zwei Antennen ausprobiert. Ich habe eine 
12dbi (ja ja, ich habe die sendeleistung am AP so begrenzt, dass 
ungefähr 100mW rauskommen) Rundstrahlantenne provisorisch an dem Mast 
meiner Sat-Schüssel befestigt.
Der Bekannte konnte mit seiner Patchantenne auf mein WLAN zugreifen. 
Funktionierte sehr gut (54MBit, 54% Signalstärke).

Leider muss die Antenne um 3-4m höher, damit die anderen drei auch eine 
Sichtverbindung haben. Ohne Sichtverbindung (Bäume sind im Weg) 
funktioniert es nicht.

Nun wollte ich die Antenne auf einen Schiebemast 
(http://www.wimo.de/mast-aluminium-teleskop_d.html) setzen. Die Windlast 
für eine Rundstrahlantenne dürfte kein Problem darstellen.

Der Mast und die Antenne wäre dann etwa 4-5m über dem Dach. Ich mache 
mir da Sorgen, dass bei einem Gewitter ein Blitz in die Antenne schlägt.
Zwar wird der Mast mit dem Potentialausgleich des Hauses verbunden 
(16mm²), aber wenn ich Blitz firekt in die Antenne fetzt...

Manche sagen, dass diese Blitzschutz-Mdoule, welche in das Koaxkabel 
gesetzt werden, da helfen.


Wie gross ist das Risiko durch diesen Mast?
Gibt es da überhaupt einen Wirksamen schutz?
Gast #613753
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Ein direkter Blitzschlag ist eh problematisch. Der Strom (Mega-Ampere) 
wird zwar abgeleitet, das induzierte Magnetfeld wiederung induziert in 
irgendwelchen  Leiterschlaufen hohe Spannungen. Das Problem ist sicher 
loesbar, die (Anfangs-)Frage ist nur Spannung gegen was ? Denn die 
Ableitelemente sind bei den betrachteten Frequenzen als Kondenser oder 
so wirksam.
Gast #613770
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Einen Perfekten Schutz wird es nie geben ,
schon gar nicht für einen Drecksteinschlag .
Aber so eine Wlan Antenne auf dem Höchsten punkt ist schon eine
ziemliche Einladung , und vor allen wenn eine direkte Drahtverbindung
(Lan Kabel) bis zu jedem Rechner im Haus besteht, so kann sich eine 
Überspannung halt schön
verteilen und einiges mit in dem „Tot“ reisen .

Ich habe auch so eine Wlan Antenne auf dem Dach,
 und habe die Verbindung AP-- >Netzwerk über
30m LWL gemacht, somit habe ich zumindest kein
Kupfernetzwerkkabel auf dem Dachboden .

Und ich hoffe somit im fall der Fälle nur den AP und den LWL Konverter 
zu verlieren .
zumindest geht es seit 2 Jahren gut und ich wohnen im Blitz Risikogebiet 
(oder wie man das nennt)

Problem bleibt halt die Stromversorgung des AP, dafür müsste man eine
gute durchschlagsfeste  Trennung hinbekommen.
(Akku und Solar reicht leider nicht )

Viel erfolg auf das und der Blitz nie zu nahe kommt
#613788
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"Die Anbringung von Antennen auf Gebäudedächern muss so erfolgen, dass 
die Antenne gegen Blitzschlag gesichert ist. Die Höhe der Antenne muss 
genügend unter der des Blitzableiters liegen, und der Abstand zum 
Blitzableiter muss genügend groß sein. Dies gilt auch für den 
einzuhaltenden Abstand zu Hochspannungsleitungen. Antennen im 
Außenbereich, die möglicherweise von der Gefahr elektrischer Entladungen 
betroffen sind (dies gilt stets für Antennen, die auf Dächern montiert 
werden), sollten über einen speziellen Überspannungsschutz angeschlossen 
werden, der Strom- und Spannungsstöße schnell erkennt und ableitet. 
Dieser Überspannungsschutz wird zwischen Antenne und Access Point 
(typischerweise innerhalb des Gebäudes oder an einem vergleichbar 
geschützten Platz) montiert und muss über eine ausreichende Erdung 
verfügen. Access Points sollten generell nicht in Bereichen installiert 
werden, die von elektrischen Entladungen betroffen sein können."
http://www.bsi.bund.de/gshb/deutsch/m/m01063.htm
Gast #613805
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Danke Rüdiger,

Deine Auskunft war richtig . denn wer außen am Haus rumfummelt, muß den 
straf- und zuivilrechtlich Folgen vorbeugen.
Er darf der Feuerversicherung kein Schlupfloch für Mitschuld bieten oder 
gar dem Staatsanwalt wegen fahrlässiger Tötung.

WLAN und WIMAX, mal eben kaufen und mit 'nem Beenstiel und Schraubklemme 
an der Dachrinne befestigen - das ist Pfusch.

Es ordentlich zu machen braucht Sorgfalt und Mühen, logisch.

Ciao
Wolfgang Horn
Gast #613815
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Blitzschutz ist für ein normales Haus irrelevant. Wichtig ist nur eine 
korrekte Erdung der Antenne (16mm^2 Kupfer) und ein Potentialausgleich 
an der Schirmung der Koaxial-Leitungen.
An eine Dachrinne kann ich soviel anbringen, wie ich will, solange sie 
2m unterhalb des Dachgipfels liegt.
Gast #614053
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In der Antennenleitung selber lassen sich natürlich auch Sicherung und 
Überspannungsableiter einbauen. Im Fehlerfall schießt es die Sicherung 
sofort durch, weshalb die Überspannungsableiter nichts mehr zu tun 
haben. Nur: Wenn die Spannung zu hoch ist, wirkt die Sicherung wohl eher 
als Lichtbogenstrecke und bei den Strömen kann dann auch ein 
Überspannungsableiter nichts mehr begrenzen.

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