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Forum: Platinen Ätzgerät bauen und automatisieren


Autor: Alexander Ofner (Gast)
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Hi Leute,

Ich hab mir vor kurzem mal gedacht, dass ich mir ein neues Ätzgerät 
anschaffen möchte. Ich hab mir zwar schon mal eine Küvette aus Plexiglas 
gebaut, jedoch konnte ich keinen geeigneten Kleber finden, der gegen die 
Ätzflüssigkeit auf längere Zeit resistent gewesen wäre.

Nun hab ich mir mal überlegt, dass ich mir Glasplatten (oder wieder 
Plexiglas?) zuschneiden lasse, die ich dann mit Aquariumsilikon (das 
soll gegen die Ätzflüssigkeit resistent sein) verklebe und dann den 
gesamten Ätzvorgang automatisiere.

Unter automatisieren würde ich in diesem Fall verstehen:
1. Ätzflüssigkeit mit Aquariumheizstab auf Temperatur bringen. Der 
gesamte Vorgang wird natürlich mit einem µC überwacht.

2. Wenn die Ätztemperatur erreicht ist, wird eine Pumpe ein Gang 
gebracht und die Flüssigkeit in die Küvette gepumpt. Hier wird die 
Temperatur natürlich weiterhin überwacht.

3. Dann wird die Platine in die Küvette eingebracht und so ein 
Blubberblasenstreifen für Küvetten eingeschaltet.

4. Nach Beenden des Ätzvorganges wird die Ätzflüssigkeit über ein 
elektronisch gesteuertes Ventil abgelassen und die Platine entnommen.

Gegebenenfalls würde ich noch einen Behälter für Wasser und einen für 
ein Reinigungsmittel anbringen, deren Inhalte über die selbe Pumpe, wie 
in Punkt 1 beschrieben, in die Küvette gepumpt werden können, um die 
Küvette nach erfolgreichem Ätzvorgang zu reinigen. Natürlich müsste noch 
ein weiteres Auslassventil angebracht werden, da das Ventil für die 
Ätzflüssigkeit ja wieder in den Behälter, in dem sich die Ätzflüssigkeit 
befindet, zurückfließt. Das Wasser zum Reinigen kann ja abgelassen 
werden, aber man wird ja nicht für jeden Ätzvorgang eine neue Ätztinktur 
anrühren oder ein neue Reinigungsflüssigkeit verwenden.

Wenn ihr ein Paar Fragen zu meiner Idee habt, oder ein paar Ideen für 
mich habt schreibt einfach drauf los.
Vielen Dank im Voraus, Alex

Autor: Mario Hagen (djacme)
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>>1. Ätzflüssigkeit mit Aquariumheizstab auf Temperatur bringen. Der
>>gesamte Vorgang wird natürlich mit einem µC überwacht.

>>2. Wenn die Ätztemperatur erreicht ist, wird eine Pumpe ein Gang
>>gebracht und die Flüssigkeit in die Küvette gepumpt. Hier wird die
>>Temperatur natürlich weiterhin überwacht.

habe ich das richtig verstanden? Der Heizstabe ist in der Küvette, damit 
willst du im ersten Schritt die Flüssigkeit aufheizen die noch garnicht 
drin ist (weil erst im 2. Schritt eingepumpt). ???

Aquariumheizstab is nicht so der Hit, die machen im allgemeinen nur 
laufwarm weil im Fischbecken keine 60° gebraucht werden. ;-)

Temperaturüberwachung mit µC.-> Wieviele Platinen ätzt du denn bzw wie 
eng sind deine Parameter? Der Bimetallschalter in meiner Isel-Heizung 
ist hält das Becken auf ca 80° mit einer Toleranz von etwas weniger als 
10°.(lass mein Messgerät lügen, vieliecht sind es 15°) Ich denke 10-15° 
Unterschied sind für Bastler total egal.

>>3. Dann wird die Platine in die Küvette eingebracht und so ein
>>Blubberblasenstreifen für Küvetten eingeschaltet.

Sollte schon beim Aufheizen an sein, durch die Bewegugn des Wassers wird 
das Becken schneller bzw gleichmässiger warm. Und den Stecker von der 
Bluberpumpe kannst du wenn es ganz Hart kommt auch von Hand einstecken, 
dazu brauchts kein µc :-)

>>4. Nach Beenden des Ätzvorganges wird die Ätzflüssigkeit über ein
>>elektronisch gesteuertes Ventil abgelassen und die Platine entnommen.

Warum nicht einfach drin lassen?

Autor: Alexander Ofner (Gast)
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Sry, war etwas schlecht erklärt.

Die Ätzflüssigkeit befindet sich zuerst in einem Behälter, wo auch mein 
Aquariumheizstab drinnen ist (Also der erreicht locker die zum Ätzen 
notwendige Temperatur, habs schon ausprobiert), und dann wird die 
Flüssigkeit in die Küvette gepumpt, da ich die Küvette so dünn wie 
möglich bauen möchte, um Flüssigkeit zu sparen, weil ich manchmal 
Platinen ätzen muss, die größer sind als eine normale Europlatine.

Das Problem ist einfach, dass ich relativ genau und in größeren 
Stückzahlen Ätzen muss und die Platinen manchmal kryptische Maße haben.

Autor: Mario Hagen (djacme)
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Ok, Heizung ausserhalb des eigendlichen Bades. Wenn die Teperatur im 
Becken zu weit gesunken ist dann saugst du die Lösung ab und heizt sie 
ausserhlab neu auf? Was passiert in der Zeit mit der angeätzen karte im 
Becken?

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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Wenn du einfach H2O2+HCl als Ätzmittel nimmst, kannst du den ganzen 
Trödel mit Heizung und Pumpe und Luftbläschen und 
was-weiß-ich-noch-alles sparen.

Einfach Reinhängen, warten und fertig. Evtl. mal etwas H2O2 
nachfüllen...

Autor: Chris S. (-fx-)
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Habe mich mal über die Titan-Heizzstäbe informiert,doch noch nicht 
probiert. Müssten sehr gut geeignet sein (Ätzmittelbeständig, Tauchfähig 
und unzerberchlich), Regelungselektronik ist da allerdings Pflicht ...

Gibt´s im besseren (Online-)Fachhandel für Aquarientechnik. Man sollte 
beim Hersteller anfragen, bei welcher Temparatur die 
Sicherheitsabschaltung einsetzt, wenn ich mich recht erinnere waren das 
aber erst so um die 80 Grad.

Wenn´s jemand probiert: Ergebnisse bitte hier bekanntgeben ...

Autor: Timo (Gast)
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Also du sprichst genau dass Thema an, was mich auch beschäftigt hat.
Meine Idee ist aber soweit umgesetzt bzw befindet sich grade in der 
Umsetzung.

Also ich habe mir folgende Einheit aufgebaut:

Herz der Platine ist ein ATMega16. Ich habe ein 2 x 16 Zeichen Display 
angebracht (Kann aber auch ein 4 zeiliges anbringen ... werd ich auch 
noch .. dass für 5 € von Pollin).
Weiter sind 4 Taster angebracht.

Belegung der Taster:

Taster 1:   Up
Taster 2:   Down
Taster 3:   Save/Löschen
Taster 4:   Start/Beenden

Folgende Ausgänge hat die Platine:

1. Triac - Ausgang zum Schalten des Heizstabes
2. Triac - Ausgang zum Schalten der Pumpe
3. Relais - Ausgang zum Schalten des UV-Belichtungsgerätes
4. Transistor - Ausgang zum Schalten eines Akustischen Signals

Folgende Sensoren sind vorhanden:

1. DS1820 ... misst die Temperatur in der Isel Ätzküvette

Meine Einheit ist in einem Alugehäuse eingebettet. Dieses steht auf 
einem Tisch ... schön weg von der Säure .. Über Kaltgerätebuchsen werden 
die Pumpe, der Heizstab und das Belichtungsgerät angebracht.

Der ganze Vorgang beginnt so:

Ich wähle in einem Menü aus, ob ich 1.Belichten , 2. Ätzen, oder 3. 
Spülen möchte.

Fall 1:
Fürs Belichten ist es möglich die Dauer einzustellen (Up oder Down) .. 
oder aus einem Speicher abgespeicherte Zeiten zu laden. Der 
Belichtungsvorgang läuft. Wenn ich nun auswähle, dass ich anschließend 
gleich Entwickeln und ätzen möchte wir dass Ätzbad vorgeheizt.

Fall 2:
Wenn ich manuell "Ätzen" wähle, dann wird mein Ätzbad auf die von mir 
eingestellte Temperatur gebracht. Die Temperatur wird gehalten. Der 
Sensor misst nach. Der Sprudler wird eingeschaltet.

Fall 3:
Nach dem Ätzen erscheint ein Signal ... es wird gespült ... wasser läuft 
aus einer vorrichtung in eine Spülschale.

Nach jedem erfolgreichen Vorgang ertönt ein akustisches Signal.

Was ich noch als Spielerrei "versuchen" möchte: Mit einem Lichtsensor, 
Laser oder ähnlichem soll erkannt werden wie weit die Platine ist.

Spielerrei... war mein erstes Controller Projekt.

Autor: Mario Hagen (djacme)
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Wie wäre es noch mit einem Messvorgang um die Sättigung der Ätzlösung zu 
erkennen?

Autor: Timo (Gast)
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Ich weiß, dass man dass alles "NICHT BRAUCHT" .. aber ich habe Spass 
daran es zu bauen, zu programmieren .. sehe es als Hobby halt.

Und kein Scherz über einen Sensor zur Sättigungsmessung habe ich auch 
nachgedacht. Ein PH-Sensor. Aber irgendwie gibt es sowas nicht 
preisgünstig und zum selbstbasteln. Vielleicht lässt es sich ja über den 
Leitwert der Säure bestimmen.

Autor: Mario Hagen (djacme)
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ja, an Leitwert dachte ich auch, müssten aber recht edle Elektroden 
sein. Evntl lässt sich das ja auch otpisch ermitteln(led+photodiode)? 
müsste man mal ausprobieren

Autor: Timo (Gast)
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Led -Photodiode .. meinst du "die Trübung des Bades" messen und darauf 
auf die Sättigung schließen ? Ich denke, dass das problematisch werden 
kann,da das Bad zu Anfang sehr schnell Trübung aufweist. Dannach ändert 
sich sehr langsam etwas.

Dass könnt schwer werden.

Noch ne Idee ..hmm

Autor: T. H. (mctx)
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Hallo,

schau Dir mal den folgenden Beitrag im Forum "Markt" an:

Professionelle Kleinätzanlage ELO Chemie T80

Die Mascine ist noch zu haben. Vielleicht kannst Du sie als Plaform 
hernehmen

Autor: Chris S. (-fx-)
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>müssten aber recht edle Elektroden
>sein

Titan (z.B. Titanschrauben)
Ob eine Betsimmung der Sättigung über den Leitfähigkeit allerdings 
möglich ist würde mich auch mal interessieren ...

Autor: Nullpainter (Gast)
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Zur Leistungsregelung wuerde ich keinen Triac, sondern ein Optorelays 
mit Nulldurchgangsschalter verwenden.

Autor: Peter S. (stachow)
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ist es geigentlich ne sinnfolle alternatieve anstatt einem tauchbad die 
platiene eingach mit den natriumpersulfat anzusprühen??? das wäre 
aufjeden sparsamer.

Autor: mcfloppy (Gast)
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Hmmm...... wieso gehst du nicht hin und machst eine ausbuchtung für den 
heizstab? dann kannste dort wo die platine steht dünn bauen, und halt an 
einem ende einen "kasten" ansetzen wo der heizstab reinpasst.... finde 
ich am einfachsten. kannst unten auch noch einen "hahn" dranmachen und 
gut ist.

gruß floppy

Autor: Tobias Binkowski (tc-soundnlight)
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Statt aussparung an der Seite würde ich den Heizstab entweder unten 
hinmachen.. oder ausserhalb vom bad diese termofolien aufkleben... weiß 
allerdings nicht wie lange es dann dauert, bis das bad warm ist... ich 
hatte auch schon die idee so eine heizfolie "einzuschweißen" in folie 
und dann innen im ätzbad anzubringen um die wärmeübertragung zu 
verbessern...

hat das schon jemand probiert? (ich bin leider noch am suchen ner 
geeigneten küvette xD)

Autor: Olli R. (xenusion)
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Leichenfledderer :-)

Autor: Tobias Binkowski (tc-soundnlight)
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what? ach jetz... ja sry war überd suche draufkommen tumdidum

Autor: Chris S. (schris)
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Was haltest du von Schamätzgeräten.
Im Web gibt es auch Selbstbauanleitungen.
Das würde deiner Idee sehr nahe kommen, wenn nach der Ätzzeit einfach
die Pumpe abgeschaltet wird.

Autor: Olli R. (xenusion)
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Leute, der Thread ist ueber ein Jahr alt.

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