Auch wenn ich es mathematisch nicht sauber begründen kann: Das mit dem
Laplace-Transformieren der Bauelemente funktioniert!
Angenommen, du hast einen Vierpol mit Eingang U_1 und Ausgang U_2 und
brauchst die Übertragungsfunktion U_2/U_1 unter der Bedingung i_2 = 0:
1. Alle Widerstände lauten ganz normal R
2. Alle Induktivitäten haben sL als Widerstandswert
3. Für die Kapazitäten nimmst du 1/(sC)
4. Maschengleichungen für das Netzwerk aufstellen
5. Nach dem Verhältnis U_2/U_1 auflösen
6. Fertig ist deine Übertragungsfunktion!
Funktioniert nicht nur für Spannungsübertragungsverhalten, sondern
genauso für Stromübertragung, (Trans-) Impedanzen, (Trans-) Admittanzen
etc.
Der angesprochene Zusammenhang mit dem aus der komplexen
Wechselstromrechnung bekannten 1 / (j*omega*C) existiert: Hast du als
Übertragungsfunktion das Verhältnis der Laplace-Transformierten von
Ausgangs- zu Eingangssignal, kannst du durch einsetzen des rein
imaginären j*omega für s das Verhältnis der Fourier-Transformierten
erhalten.