Erstens sind rise und fall time nicht die ganze Wahrheit. Da kommen noch
turn on delay und turn off delay dazu. Dadurch ergibt sich eine
(theoretische) Maximalfrequenz. Bei dieser Maximalfrequenz steuert der
MOSFET aber nie richtig auf, weil er ja schon, wenn er grad komplett
"an" ist, schon wieder ausgeschaltet wird. Ein sinnvoller Betrieb bei
dieser Frequenz ist also nicht möglich. Die praktisch anwendbare
Maximalfrequenz liegt deutlich darunter und hängt u.a. davon ab, wieviel
Schaltverluste Du zulassen willst.
Zweitens spielt Deine Schaltung eine große Rolle. Das ganze steht und
fällt mit der Zeit, die Deine Treiberschaltung braucht, um die von
Christoph bereits angesprochene Gatekapazität umzuladen, m.a.W., wieviel
Strom Deine Treiberschaltung in kürzester Zeit zur Verfügung stellen
kann. In vielen Anwendungsfällen ist es auch nicht sinnvoll, die MOSFETs
"hart" zu schalten (also mit maximalem Strom -> minimale Anstiegszeit),
weil durch zu hartes Schalten andere Probleme in der Schaltung auftreten
(Spannungs- bzw. Stromspitzen).
Es ist also v.a. von Deiner Schaltung abhängig, wie hoch Du die Frequenz
drehen kannst, so dass alles noch so läuft wie es soll.