Datenblatt Frequenz

Gast #617714
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Hallo Leute,

mein Problem: DATENBLATT LESEN
Ich kann im Datenblatt zu MOSFETs und Treibern nicht finden wie hoch die 
max. Frequenz sein darf.

Ich hoffe es kommt nicht die Antwort steht unter Frequency
Ich kann es wirklich nicht finden.

Vielleicht könnte mir ja jemand die Abkürzung sagen. Oder erklären ob 
ich das berechnen muss oder ähnliches. Villeicht gibts ja auch standard 
angaben oder so.

Habe hier jetzt kein Datenblatt reingesetzt weil ich mehrere benutze.

Bsp. IR2011
     IRFB3306PbF

Vielen Dank.

Steffi
#617725
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Die maximale Frequenz hängt entscheidend von der Gatekapazität der 
verwendeten MOSFETs ab, welche ja bei jedem Schaltvorgang umgeladen 
werden müssen. Deshalb ist es für den Hersteller sinnlos bzw nicht 
möglich, eine maximale Frequenz anzugeben (Leerlaufangebe nicht 
sinnvoll).
Da musst du wohl oder übel deinen Taschenrechner anwerfen und die 
Ladungen und Ströme berechnen und dann daraus auf die maximale Frequenz 
schliessen!

MfG
rayelec
Gast #617727
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Danke für die Antworten.

Ok, also ich habe jetzt rise time max. 25 ns und fall time max. 20 ns

das was ich da raus hab, kann nicht die frequenz sein. muss ich da noch 
irgendwas beachten beim berechnen oder etwas umrechnen und welches der 
beiden ist dann die frequenz die rise oder die fall time?
#617733
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Erstens sind rise und fall time nicht die ganze Wahrheit. Da kommen noch 
turn on delay und turn off delay dazu. Dadurch ergibt sich eine 
(theoretische) Maximalfrequenz. Bei dieser Maximalfrequenz steuert der 
MOSFET aber nie richtig auf, weil er ja schon, wenn er grad komplett 
"an" ist, schon wieder ausgeschaltet wird. Ein sinnvoller Betrieb bei 
dieser Frequenz ist also nicht möglich. Die praktisch anwendbare 
Maximalfrequenz liegt deutlich darunter und hängt u.a. davon ab, wieviel 
Schaltverluste Du zulassen willst.

Zweitens spielt Deine Schaltung eine große Rolle. Das ganze steht und 
fällt mit der Zeit, die Deine Treiberschaltung braucht, um die von 
Christoph bereits angesprochene Gatekapazität umzuladen, m.a.W., wieviel 
Strom Deine Treiberschaltung in kürzester Zeit zur Verfügung stellen 
kann. In vielen Anwendungsfällen ist es auch nicht sinnvoll, die MOSFETs 
"hart" zu schalten (also mit maximalem Strom -> minimale Anstiegszeit), 
weil durch zu hartes Schalten andere Probleme in der Schaltung auftreten 
(Spannungs- bzw. Stromspitzen).

Es ist also v.a. von Deiner Schaltung abhängig, wie hoch Du die Frequenz 
drehen kannst, so dass alles noch so läuft wie es soll.
Gast #617734
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Naja die Aufgabe ist ziemlich simpel. Ich soll einige MOSFETs und einige 
Treiber miteinander vergleichen. Also eine Tabelle anfertigen in der ich 
einige Parameter (Vorgabe) aus dem Datenblatt raussuche. Das wars. Hat 
auch alles super geklappt bis ich jetzt zur Frequenz kam. Ich weiss 
leider nicht wie man die berechnet.

Ach so wenn ich jetzt schon mal dabei bin. Da gibts noch was ;o)
Rds(on) ist ja üblicherweise bei 25°C angegeben. Ich soll den umrechnen 
für 100°C. Da gibt es z.B bei wikipedia die Formel zum 
Temperaturkoeffizienten und unten drunter steht der 
Temperaturkoeffizient für Silizium.
Ich habs berechnet und nen negativen Widerstand raus. Geht also nicht. 
Weiss jemand woran das liegt.

Jetzt bekomm ich die Tabelle vielleicht doch vervollständigt ;0)
Gast #618418
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Halle, der TK des RDSOn ist positiv, was du benutzt hast ist der TK der 
Durchlassspannung.
Oft ist ein Graph im Datenblatt (zB IRF3703) enthalten, der den 
(normierten) Verlauf des On-Widerstands über der Temperatur darstellt. 
Beim gleichen Hersteller dürfte der Verlauf keine größeren Unterschiede 
zwischen verschiedenen Typen aufweisen.

Arno
Gast #618437
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Mosfet werden in der Regel als Schalter benutzt. Daher sind die 
publizierten Groessen auch Schaltzeiten und Delays. Man kann sie auch 
als lineare Steuerelemente benutzen. Dann ist die Frequenz eine Aussage. 
Wie schon erwaehnt, ist die Gatekapazitaet das Begrenzende. Deswegen 
gibt es auch Treiber, die bringen 6A, 10A, 12A, 15A, welche allerdings 
fuer eine linearen Einsatz gaenzlich ungeeignet sind. Eine Treiberstufe 
fuer linearen Einsatz muss die stark kapazitive Last treiben koennen.

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