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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Blei-Gel-Akku mit 1V - noch ladbar?


Autor: Strom Schlag (t4b)
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Ich habe hier einen Blei-Gel-Akku mit 12V/7Ah.
Im Leerlauf hat das Teil 0,9xxVolt.

-Kann ich versuchen das Teil noch zum Leben zu erwecken?
-Hat das eh keinen Sinn mehr?
-Ist es vielleicht gefährlich?

Grüße

Autor: Benedikt K. (benedikt) (Moderator)
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Es kommt darauf an, wie lange der Akku so schon rumsteht:
<1 Woche: gute Chancen
etliche Monate: Sondermüll
Versuch einfach mal 14V anzulegen und überwache den Strom.
Wenn dieser innerhalb von 1-2 Tagen nicht ansteigt ist der Akku defekt.

Autor: Peter S. (psavr)
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Das müsste schon gut gehen, wenn Akku nicht kaputt ist. Häng's doch 
einfach mal ans Ladegerät: Plus auf +, Minus auf -

Ich würd's die ersten 1..2 Stunden einfach nicht unbeaufsichtigt lassen, 
bzw. an einem Platz aufstellen, wo nichts passieren kann, falls die 
Batterie abschmorrt oder überkocht. Das Ladegerät selbst sollte in der 
Regel gegen Überlast und Kurzschluss abgesichert sein, damit dieses 
nicht abbrennen kann...

Autor: Andy (Gast)
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ich habe es mal mit einem Blei-Vlies-Akku geschafft. Der hatte auch am 
Anfang so knappe 1V. Hinterher hatte er aber keine volle Leistung wie am 
Anfang.

Andy

Autor: The Devil (devil_86)
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Peter S. wrote:
> [...] überkocht. [...]

Was soll da überkochen???

Autor: Strom Schlag (t4b)
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So, hab das Teil mal an 13,8V mit max 1A gehängt.
Im Moment liegt der Ladestrom bei sagenhaften 0,000A.

Ihr meint das könnte sich noch ändern?

Autor: Peter S. (psavr)
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>Was soll da überkochen???

Wenn der Akku heiss genug ist, wird irgendwann auch die im Gel 
enthaltene Flüssigkeit in den gasförmigen Agregatszustand wechseln. 
Entweder gibt's eine Art "Überdruckventil" wo der "Dampf" raus kann, 
oder es gibt ein schöner Knall! (wie bei grossen Elkos die man falsch 
gepolt an die Speisung schliesst)

Autor: Hans (Gast)
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zu deiner zweiten Frage: JA! Es hat keinen Sinn mehr! Habe das selbst 
schon versucht. Du bekommst den Akku wohl mit viel Mühe (Impulsladung 
etc.) wieder auf die Nennspannung, aber da bleibt er nicht lange. Die 
Kapazität ist meist so dermaßen schlecht, dass sich der ganze Aufwand 
nicht lohnt und vor allem nicht bei dieser Akkugröße: 
http://www.reichelt.de/?SID=25ZnRaMX8AAAIAAD@HGeU0...

Hättest du jetzt richtig teure große Akkus gehabt, würde sich da schon 
evtl. mehr Zeit und Mühe lohnen, aber bei dieser Preisklasse?

Autor: The Devil (devil_86)
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Peter S. wrote:
> Wenn der Akku heiss genug ist, wird irgendwann auch die im Gel
> enthaltene Flüssigkeit in den gasförmigen Agregatszustand wechseln.
> Entweder gibt's eine Art "Überdruckventil" wo der "Dampf" raus kann,
> oder es gibt ein schöner Knall! (wie bei grossen Elkos die man falsch
> gepolt an die Speisung schliesst)

Bei denen die ich bis jetzt hatte, die waren dicht versiegelt, d.h. ein 
schöner Knall wäre das Ende gewesen.

@Sigmund: Ja, vergiss es, der ist tot. Aber warum haste ihn derart 
Tiefentladen??

Autor: Strom Schlag (t4b)
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Ich werfe nicht immer blind alles in die Tonne. Mindestens ein Versuch 
lohnt sich meistens... Hab das Teil nicht absichtlich so tief entladen. 
Ist einer von mehreren die "vor einiger Zeit" noch ok waren.

Das Teil hat jetzt einen Ladestrom von 2,5mA - laaaangsam steigend.

Autor: The Devil (devil_86)
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Sigmund Freundlich wrote:
> [...] Hab das Teil nicht absichtlich so tief entladen.

Sorry, wollte 'tiefentladen lassen' schreiben.

> Ist einer von mehreren die "vor einiger Zeit" noch ok waren.

Vor einiger Zeit...vor dem Fall der Mauer??

> Das Teil hat jetzt einen Ladestrom von 2,5mA - laaaangsam steigend.

Viel Glück noch.

Autor: Michael Waiblinger (wiebel42)
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Ich würd den mal ganz bitter mit irgendwas um die 30V konfrontieren, der 
Innenwiderstand erlaubt ja keinen grossen Strom im moment und um 
trotzdem was reinzubekommen würde ich einfach an der Spannungsschraube 
drehen. Klar sobald wieder Strom (>200mA) fliesst, die Spannung wieder 
auf 14,*V runternehmen. Nicht grade galant aber mehr als kaputtgehen 
kann er ja auch nicht und das wäre nach dem aktuellen Stand ja nicht 
unbedingt eine Verschlechterung.
Seit ich bei Instructables gesehen hab wie die einem unschuldigen NiCd 
Akku mit nem Schweissgerät (iirc 48V) zu Leibe gerückt sind bin ich aber 
vielleicht auch etwas übermütig, naja jedenfalls viel Spass beim 
wiederbeleben. -wiebel

Autor: Strom Schlag (t4b)
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"Vor einiger Zeit..."
Als Produktionsdatum steht auf dem Teil: 31. Feb. 1902 ;-)
Nee, so vor ca. 4 Monaten war der Akku noch in Gebrauch. Den 
"Abnutzungszustand" seiner Zeit kennen ich aber auch nicht. Ich hab Zeit 
und kann nur daraus lernen...

30V ??? Hm... nee, lass mal. Habe keine Lust die ganze Sauerei weg zu 
machen. Vor allem bin ich nicht in einem Raum in dem ich mir sowas 
leisten könnte.

Hab grade mal testweise auf 20V hochgedreht. Da bin ich ruck zuck bei 
21mA und auch der Anstieg des Stromes geht erheblich schneller. Will ich 
aber wirklich nicht riskieren.

Stand der Dinge: 14V, 8,5 mA

Autor: Florian (Gast)
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Das mit den 20V ist für den Akku gar kein Problem, vorallem bei 28 mA. 
Solange der Strom nicht auf Werte von 0,5 oder 1A steigt und der Akku 
nicht merklich warm wird kannst du ruhig mehr Spannung drauf geben.

Autor: Lupin (Gast)
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mach doch einfach 20V 100 mA...

Autor: Michael Waiblinger (wiebel42)
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Der Akku ist ist über 100Jahre alt????? 8O
Hossa, dann wäre es ja umso doller wenn der wieder was von sich gibt, 
sowas find ich ja immer besonder genial. Vielleicht findest du ja dann 
noch so einen Century Glühbirne die du damit betreiben kannst ;))

Viel Erfolg

Autor: Strom Schlag (t4b)
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Michael, wenn du mir abnimmst, dass es 1902 einen 31. Feb. gegeben hat, 
dann darfst du mir auch glauben, dass das Datum mit einem 
Antimaterie-Laser eingebrannt wurde... ;-)

Noch ein kurzer Bericht zum Feierabend:

Bis grade mit 14V geladen.
Zum Schluss waren es etwa 22mA Ladestrom.

Danach hatte ich eine Leerlaufspg. von 7V.
Allerdings fallend (etwa 0,01V alle 5sec.).

Über Nacht lasse ich das Teil nicht laden. Das ist mir hier in diesen 
Räumen trotz der geringen Spannung zu gefährlich.
Ja ja, Angsthase. Ich weiß... ;-)

Grüße und danke für die Kommentare!
T4B

Autor: Michael Waiblinger (wiebel42)
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Ooch menno, manchmal bin ich doch einfach zu leichtgläubig, ich hab auch 
ernsthafte Probleme mit den Aprilscherzen in einschlägigen 
Zeitschriften.
Schade So ein Alter Akku sieht bestimmt klasse aus. Naja die 100Jahre 
alte Glühbirene gibt's wenigstens, und mach ein Motor aus der vorletzten 
Jahrhundertwende soll auch noch im Betrieb sein. Schweinewelt. :P 
-wiebel

Autor: Thomas O. (kosmos)
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ich muss Michael Waiblinger absolut recht geben da hilft es nur die 
Spannung hochzudrehen ansonsten wirst du den hohen Innenwiderstand nicht 
überwinden können und auch keinen Strom wieder in den Akku bekommen.

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