VHDL vs Schematic

Gast #620608
Guten Tag zusammen.

Zuersteinmal die Vorwarnung, dass ich nicht so tief in der Materie 
programmierbare Logik drinstecke.
Ich hab in meiner Arbeit einen schematischen Schaltungsaufbau, mit VHDL 
"nachgebaut", dabei half es mir, dass etliche benutzte Funktionsblöcke 
eine kurze VHDL-Beschreibung mitlieferten oder zumindest eine 
Logiktabelle hatten.

Jetzt ist der resultierende Logikzellen bedarf aber deutlich größer als 
bei der grafischen Programmierung. Kann man mit VHDL einen ähnlichen 
oder gleichen Bedarf erreichen oder ist es real, dass ich mit eigenem 
Code höher liege?
Gast
Ich würde sagen das hängt von der Fähigkeit des Synthesetools ab. Wenn 
du etwas grafisch zeichnet, dann instanzierst du somit direkt die 
tatsächlich vorhandenen "Primitives". Das Synthesetool hat also gar 
keine Chance auf die Idee zu kommen, andere Bausteine für die grafische 
Beschreibung zu verwenden.

Hingegen bei VHDL muss das Synthesetool schon mehr machen und je nach 
dem kommt es (vorwiegend bei größeren Beschreibungen) auch vor, dass von 
Syntheseschritt zu Syntheseschritt ein unterschiedlicher Platzbedarf 
vorliegt. Wie halt das Synthesetool gerade lustig ist, die gleiche 
Funktion wird aber in allen Fällen gegeben sein.

Mit VHDL hast du halt einen höheren Abstraktionsgrad, manchmal dann zum 
Preis von Platz. Dafür stehst du mit grafischer Beschreibung sehr 
schnell an, wenn du komplexere Sachen machen willst.
@ Chiller (Gast)

>Jetzt ist der resultierende Logikzellen bedarf aber deutlich größer als
>bei der grafischen Programmierung.

Dann ist was schief gelaufen.

> Kann man mit VHDL einen ähnlichen oder gleichen Bedarf erreichen

Aber sicher. Wobei dass ggf. von der Erfahrung des PRogramierers sowei 
vom Synthesetool abhängt.

> oder ist es real, dass ich mit eigenem Code höher liege?

Nicht notwendigerweise.

MFG
Falk
Gast
>Wenn man mit Xilinx Schematics arbeitet, dann wird die Zeichnung von der
>GUI in VHDL umgewandelt und dann kompiliert.

Oh. Das hätte ich nun nicht erwartet.
VHDL steht von der Abstraktionsstufe ja deutlich höher als die Zeichnung 
mit den Logikgattern. Das ist ja fast so, als wenn man einen 
Assembler-Quelltext zunächst nach ADA wandelt, um dann letztendlich die 
ausführbare Binärdatei zu generieren.
Admin Persönliche Seite
Stefan: Das FPGA hat die Logikgatter die du gezeichnet hast gar nicht 
direkt zur Verfügung, sondern nur ein paar spezielle Elemente, auf die 
deine Schaltung abgebildet werden muss. Vergleiche es damit: du willst 
AVR-Assembler-Code auf einem PIC ausführen; eine direkte 1:1-Umsetzung 
geht nicht, deswegen übersetzt man die direkten Anweisungen an den 
AVR-Prozessor erst mal in eine allgemeine Verhaltensbeschreibung (z.B. 
C), und kompiliert das dann für den PIC.
Gast
Ich tendiere zu einem Hersteller-unabhängigen Tool für die SCH. Damit 
kommt am am besten klar und kann importieren. Allerdings ist es auch 
nicht so schlimm, mal ein SCH-Xilinx-Disign zu übersetzen, die *.vhj 
umzubennenen und das ganze ins Altera zu stopfen. Der meiste Aufwand ist 
eh, die Cores auszutauschen.

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