Langsam verstehe ich die Pisa-Studie. In den Schulen werden heutzutage
wohl keinerlei Grundlagen mehr gelehrt, armes Deutschland.
Ich hatte jedenfalls noch Schwingkreise kennengelernt, so richtig mit
riesen Luftspule, Plattenkondensator und EC91 als Oszillatorröhre.
Kurzer Abriß:
Ein Schwingkreis besteht aus L und C, zwischen denen die Energie
zyklisch hin und her fließt. Um einen Oszillator aufzubauen, muß man
nun etwas von dieser Energie abnehmen, verstärken und phasenrichtig
wieder zuführen und zwar genauso viel, um die Verluste in L und C
auszugleichen.
Teilt man z.B. den Kondensator in 2 Kondensatoren auf, wird auch die
Energie und damit die Spannung entsprechend aufgeteilt. Nimmt man nun
die Mitte der beiden Cs als Bezugspotential, steht an dem Ende des
einen eine negative Spannung, sobald an dem Ende des anderen eine
positive Spannung anliegt. Anders gesagt zwischen beiden besteht eine
Phasenverschiebung von 180°.
Ein einfacher Transistor in Emitterschaltung bzw. MOSFET in
Sourceschaltung verstärkt und dreht dabei die Phase auch um 180°.
Zusammen ergibt das 360° bzw. wieder 0° und voila man hat einen
Oszillator.
Ein Quarz ist auch nichts anderes als ein Reihenschwingkreis, bloß eben
kleiner und mit viel höherer Güte als ein LC-Schwingkreis, wie man
leicht an dessen Ersatzschaltung erkennen kann.
Die beiden Kondensatoren sind also Bestandteil des Schwingkreises und
damit erklärt sich auch deren Einfluß auf die Resonanzfrequenz.
Die Schulen sollten doch besser das Verstehen lehren, was dahinter
steht, d.h. die Grundlagen, also was die Welt in ihrem Innersten
zusammenhält.
Ballerspiele meistern und im Web surfen lernen die Kids von ganz
alleine. Deshalb sind Computer in der Schule völlig überflüssig.
Peter