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Forum: PC Hard- und Software Echtes Raid 1 System?


Autor: Fly (Gast)
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Hallo Forum!

Vor geraumer Zeit habe ich mir ein Netgear SC101 geleistet. Ist eine 
externe Box, mit zwei Harddisks und LAN Anschluss. Den Habe ich als Raid 
1, also Platte spiegeln konfiguriert.

Soweit so gut, es läuft alles wie es soll, aber: Die Daten auf den 
Platten sind mit einem Netgear eigenen "SAN File System" abgespeichert! 
Wenn der Kontroller hopps geht, sind die Daten auf den beiden Platten 
wertlos?! Das nenne ich nicht gerade Datensicherheit... Im Handbuch 
steht, dass die Platten nicht ausgebaut und mit einem PC ausgelesen 
werden können.

Das ist ja wohl witzlos, hätte ich das vorher gewusst, hätte ich es 
nicht gekauft!

Nun meine Frage, es gibt ja PCI-Raid-Controller. Schon für ca. 40 Euro. 
Taugen die was? Können die Platten an einem anderen / ohne Controller 
ausgelesen werden? Ich möchte keine Lösung, wo ich im Ernstfall auf 
einen funktionierenden Controller angewiesen bin. Die Daten müssen in 
einem "verständlichen" Dateisystem abgespeichert werden.

http://brack.ch/aspx/Shop/lager.aspx?ArtID=41690
taugt der was?

Autor: Fly (Gast)
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Sorry, falscher Link, den Controller meinte ich...

http://brack.ch/aspx/Shop/lager.aspx?ArtID=41683

Autor: Fly (Gast)
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Oder empfiehlt ihr eine Software welche die eine Datenplatte auf die 
andere automatisch spiegelt? Kann das Win Xp nicht von Haus aus?

Autor: wiesi (Gast)
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Bei Hardware-RAID Controllern weiß man meist nicht, wie das Format auf 
der Platte selbst aussieht.
D.h. wenn einer kaputt geht, kann man sich darauf einstellen, dass man 
einen gleichen Ersatz braucht um an die Daten zu kommen, wenn man nicht 
ein Datenrettungsunternehmen beauftragen müssen will.

Ich habe gelesen, dass oft sogar die Controller eines Herstellers nicht 
zueinander kompatibel sind.

Daher wird oft empfohlen, dann man, wenn man nicht die absolute 
Performance braucht (oder HDD controller RAM mit battery backup gegen 
Stromausfälle), man ein Software RAID verwenden soll, weil das kann man 
immer lesen, solange die verwendete Software läuft.

Wie das unter XP funktionert - soweit ich weiß geht es, aber obs von 
haus aus geht: keine Ahnung
Linux kann's von haus aus.

  Wiesi

Autor: Andreas K. (a-k)
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> Kann das Win Xp nicht von Haus aus?

Ob XP das kann weiss ich nicht, mindestens aber der Server 2003. Ich 
habe damit eher schlechte Erfahrungen gemacht.

Aber wenn's die Bootplatte ist, dann kommt nicht das dabei heraus, was 
man sich davon verspricht. Denn wenn die erste der beiden hinüber ist, 
bootet das System trotzdem nicht. Es werden nämlich nicht Platten 
gespiegelt, sonden Volumes (Partitionen sozusagen). Der MBR wird dabei 
netterweise nicht gespiegelt.

Und Microsofts Prozedere, ein solcherart gespiegeltes System mit einer 
defekten Platte wieder grade zu kriegen, sollte man sich besser vorhaer 
genau ansehen. Schreckt nämlich ab.

Zudem erweist es sich mitunter als schwierig, die im Disk Manager 
angezeigten gespiegelten Platten mit konkreter Hardware in Deckung zu 
kriegen. Die Frage "welche von den beiden Platten ist denn nun die mit 
den Problemen" ist nicht immer so ganz einfach zu beantworten.

An einer Stelle hatten wir ausnahmsweise mal was mit einem IDE RAID 
angefangen (Software lief nur mit AMD gut und echte Serverhardware mit 
AMD gab's noch nicht). War glaube ich Promise, bin mir aber nicht 
sicher. Funktionierte auch einigermassen. Was nicht wirklich 
funktionierte war die Überwachungs-Software. Die nagelte das System 
binnen Tagen mit zigtausend offenen Handles zu, bis es tot war.

Weil das so nicht zu gebrauchen war, und ein Server im Schrank von 
Sonstwodraussen ohne Überwachung nicht sicherer ist als ganz ohne RAID 
(RAID bringt nix wenn man es erst merkt wenn auch die zweite hinüber 
ist) kam dann notgedrungen die Windows Variante zum Einsatz. Meiner 
Erinnerung konnte dazu eine Platte einfach vom RAID auf den normalen 
System-IDE-Controller gesteckt werden und lief.

Autor: Fly (Gast)
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Danke für die Infos Leute!

Ich habe mich mal eingelesen. Es gibt einen Patch für Win XP, dann kann 
Win Raid 1 / 5. Das werde ich wohl tun.

http://www.heise.de/ct/ftp/05/03/090/

Zuerst werde ich aber die beiden Platten aus dem Netgear in den PC 
einbauen und danach die eine Platte auf die andere Raid 1 (speigeln).
Es werden nur Daten gespeichert. Für das System behalte ich die schon 
eingebaute Platte.

Mich schreckt es enorm ab, wenn ich nicht weiss ob ein defekter Raid 
Controller meine Daten auf den Platten nutzlos macht.

Allerdings weiss ich nicht und habe auch nicht herausgefunden, wie 
zuverlässig das Win-Software-Raid ist, sowie das Handling im Ernstfall 
aussieht.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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RAID ist nur dazu da, die Verfügbarkeit beim Ausfall von Festplatten zu 
erhöhen, es ist nicht als Ersatz für ein Backup gedacht. Wenn man RAID 
bestimmungsgemäß verwendet dürfte das Format der Platten also eigentlich 
keine Rolle spielen.

Autor: Tobias Paul (Gast)
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Das man bei Hardware-RAID Controller die Festplatten nicht einfach aus 
dem Verbund trennen kann und an einem normalen IDE oder SATA Controller 
auslesen kann, dass verwundert mich jetzt schon.
Bei RAID5 oder RAID0 könnte ich mir das noch vorstellen das es nicht 
geht, aber bei RAID1 wo die Daten einfach nur physikalisch gespiegelt 
werden.

Autor: Fly (Gast)
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@Andreas
Ja, genau darum geht es mir, steigt die Datenfestplatte aus, sind die 
Daten noch gespiegelt auf einer anderen HD vorhanden.
Steigt der Raid-Controller aus und der Controller hat ein eigenes 
Dateisystem, dann schaut man dumm aus der Wäsche :(

Autor: Andreas K. (a-k)
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Kann sein es geht, kann sein es geht nicht. RAID Controller, besonders 
die komplexeren "echten" RAID Controller mit lokaler Verarbeitung, legen 
auf den Platten gern Konfigurationinformation ab. Tun sie das hinter dem 
freigegebenen Bereich, wird man an einem normalen Controller nur 
feststellen, dass die Platte nicht ganz genutzt wurde. Tun sie das 
vorne, dann verschiebt sich der ganze Inhalt und man sieht nur Müll.

Autor: Jorge (Gast)
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Autor: Fly (Gast)
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@ Jorge

Danke Schlaumeier, das weiss ich alles auch schon.

Autor: Jorge (Gast)
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@@ Jorge

@Danke Schlaumeier, das weiss ich alles auch schon.

Dann weiss ich auch nicht warum du fragst. Ich kenne RAID (5) nur von 
$100000 Servern. Das Programmieren dieser Maschinen war aber der Job 
nicht das CD-schieben und Rumschrauben...

Autor: Fly (Gast)
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?

Ich rede von Raid 1. Raid 5 kommt auch bei 0815 Servern für ein paar 
tausend Euro vor...

Autor: Jorge (Gast)
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Hallo Fly,

Gut dann antworte ich dir nochmal anders.

Ich habe Erfahrung mit verschiedenen Promise Controllern. Ich möchte von 
Promise abraten. Promise hat sich als "leeres" Versprechen eingeprägt. 
Ich persönlich bin zwar einigermassen klargekommen, nur haben die 
Festplatten immer ihren Inhalt vergessen. Nach einer Odysee mit 
verschiedenen Modellen habe ich Promise abgehakt, gehe aber davon aus, 
dass auch Pech dabei war.

1. Der Ärger mit der Bootkonfiguration, falls die Systemplatte darunter 
ist, also die Betriebssicherheit wird dadurch nicht gerade erhöht.

2. Es wird ins Feld geführt, dass RAID zu einer Steigerung der 
Systemleistung führen kann. Dabei muss man sich vor Augen halten, dass 
eine grössere Festplatte auch üblicherweise eine höhere Datendichte und 
damit Performance aufweist, sodass dieser Vorteil zum Nachteil wird, 
weil zusätzlich Lärm, Kosten und eine Temperaturerhöhung auftreten.

3. Ein modernes Mainboard mit SATA und RAID ist wahrscheinlich die 
kostengüntigere und bessere Lösung. Weiterhin unterstützt NTFS und Linux 
RAID.

4. Festplattenspiegelung wäre schon eine Möglichkeit die 
Betriebssicherheit zu erhöhen. Auf die Dauer sieht niemand ein, dass 
eine zweite Festplatte dafür rumjault. Die S.M.A.R.T Fähigkeiten einer 
modernen IDE Festplatte zeigen einem normalerweise rechtzeitig wann es 
Zeit ist sich um einen Ersatz zu kümmern. Wenn komische Geräusche, wie 
Lagerschäden oder Anschlagen des Kopfes auftauchen kann man die Daten 
meistens noch lesen, bzw sie werden fehlerkorrigiert. Festplatten gehen 
meistens nur dann kaputt, wenn man im laufenden Betrieb dagegenhaut.

5. Ein Backup auf anderen Medien wie Band, DVD ist unter dem Aspekt des 
Datenverlustes meiner Erfahrung nach viel schlechter, als bei einer 
Festplatte im Wechselrahmen (zusätzliche Kosten 10-40Euro).

Zusammenfassend: Von RAID 0 und oder 1 halte ich erfahrungsgemäss in der 
Funktion des Systempflegers einer grösseren Unternehmung gar nichts. Es 
wird nicht angenommen.

Autor: Fly (Gast)
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Danke Jorge!

Eigentlich Schade, ich habe es mir simpel vorgestellt, Spiegelung der 
Datendisk war meiner Meinung nach das Einfachste. Dass ich dabei 100% 
Platten-Kapazität verschenke ist mir egal.

Leider bringe ich den Win XP Raid 1 Hack nicht hin. Leider habe ich 
durch HD Crash schon einmal meine Daten verloren. Dieser hat sich leider 
gar nicht angekündigt. Klar ein regelmässiges Backup mache ich, mit 
einer Spiegelung wäre das nicht mehr nötig...

Was schlägt ihr mir vor? Gibt es ein Programm welches einen Bereich / 
ganze Partition voll automatisch auf eine andere Platte spiegelt / 
kopiert?

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Fly wrote:
> Leider bringe ich den Win XP Raid 1 Hack nicht hin. Leider habe ich
> durch HD Crash schon einmal meine Daten verloren. Dieser hat sich leider
> gar nicht angekündigt. Klar ein regelmässiges Backup mache ich, mit
> einer Spiegelung wäre das nicht mehr nötig...

Nochmal: RAID ist kein Ersatz für ein Backup. Wenn du versehentlich eine 
Datei löschst, dein RAID-Controller kaputt geht und Müll auf die Platte 
schreibt, ein Virus Dateien löscht, dann sind die Daten endgültig weg.

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Jorge:
Man muss unterscheiden zwischen PCs und Servern. Wenn bei einem PC die 
Festplatte abraucht ist das nicht so tragisch. Wenn es allerdings ein 
Server ist von dem mehrere (tausend) Benutzer abhängig sind, dann ist 
RAID oder Echtzeitreplizierung auf einen anderen Server unverzichtbar.

Da du Software-RAID erwähnst, eine Frage dazu: wenn eine der Platten 
kaputt geht, schafft es das BIOS dann automatisch von der anderen Platte 
zu booten?

Autor: Minetti (Gast)
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Grad kürzlich ein RAID1 System mit Eisfair (www.eisfair.org) aufgesetzt. 
Nach dem HowTo unter http://ice.computerkramer.de/sync.html 
eingerichtet, startet das System auch mit nur einer Platte, notfalls 
auch in einem fremden Rechner, wenn einem das Mainboard hopps geht.
Lesbar mit jedem System, dass ext3 lesen kann.

Autor: Andreas K. (a-k)
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> Zusammenfassend: Von RAID 0 und oder 1 halte ich erfahrungsgemäss in der
> Funktion des Systempflegers einer grösseren Unternehmung gar nichts. Es
> wird nicht angenommen.

In ähnlicher Funktion bin ich, was Serversysteme angeht, deutlich 
anderer Ansicht. RAID 1 oder 5 auf SCSI/SAS-Basis wird aus gutem Grund 
und mit überwiegend guten Erfahrungen in fast allen Serversystemen 
verwendet, in Einzelfällen auch RAID 10. IDE/SATA wird in Servern 
nirgends (mehr) verwendet.

Bei Clients gibt es freilich kein RAID. Ergibt es mangels lokaler Daten 
und dank automatisierter Installation schlicht keinen Sinn.

Eine Vorwarnung durch die Platte ist erfahrungsgemäss die Ausnahme, 
nicht die Regel.

Autor: Markus Teubner (toybaer) Benutzerseite
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Fly wrote:

> Klar ein regelmässiges Backup mache ich, mit
> einer Spiegelung wäre das nicht mehr nötig...

Genau das ist aus den o.g. Gründen falsch.
Verfügbarkeit != Sicherheit

> Was schlägt ihr mir vor?

Sich klar werden, was genau man mit dem Raid erreichen will.

Wenn es darum geht, im laufenden Betrieb "erstmal" weiter arbeiten zu 
können, halte ich Raid1 für brauchbar. Zumindest im privaten Umfeld wäre 
mir das bischen Luxus der Mehraufwand aber nicht wert.

Datensicherung betreibe ich daheim zwar auch mit einer zusätzlichen 
Festplatte, die wird aber nur dann angestöpselt, wenn ich wirklich den 
Datenbestand abgleichen will. Dazu alle paar Wochen mal die wichtigsten 
Sachen auf dvd-ram und gut.

> Gibt es ein Programm welches einen Bereich /
> ganze Partition voll automatisch auf eine andere Platte spiegelt /
> kopiert?

XCOPY QUELLE ZIEL /S /E /C /H /O /R /Y /D /V
;-)

Grüße,
Markus

Autor: Jorge (Gast)
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Hallo,

@Andreas
>Man muss unterscheiden zwischen PCs und Servern.

Da gibt es allerdings Unterschiede. PCs sind meiner bescheidenen 
Erfahrung nach nicht für den Dauerbetrieb 24/7 ausgelegt. Obwohl ich 
exklusive Komponenten, reduzierten Takt und Wasserkühlung + Luftkühlung 
im klimatisierten Raum (Luftfeuchtigkeit 30%-50%, Temperatur 5-10 Grad) 
angewendet habe ist nach 2-3 Monaten Dauerbetrieb Totalschaden der CPU 
aufgetreten. Die CPU hatte 30 Minuten nach dem Abschalten immer noch 
über 100 Grad obwohl sie einwandfrei funktionierte. Nur das Gepiepse war 
unerträglich.

Ich lasse nie mehr einen PC zuhause unbeaufsichtigt durchlaufen. Im 
gleichen klitzekleinen Raum stehen noch mehrere Doppel-XEON Maschinen 
mit RAID 5. Die sind zwar nicht ganz so schnell wie der PC im 19" 
Gehäuse aber laufen tun sie immer noch. Normalerweise hat man Glück, 
wenn so ein System fehlerfrei durchläuft und kenne auch Leute in einer 
Internetbude, die das so handhaben, ich halte es aber für fahrlässig 
ohne ein entsprechendes Brandschutzgehäuse unbeaufsichtigt einen PC 
durchlaufen zu lassen.


@Andreas
>Da du Software-RAID erwähnst, eine Frage dazu: wenn eine der Platten
>kaputt geht, schafft es das BIOS dann automatisch von der anderen Platte
>zu booten?

Nee, dass geht bei unserem System nur mit der RAID5-Hardwarelösung. Das 
bootfähige Betriebssystem lässt sich aber als Image (Ghost) innerhalb 
von 5 Minuten von der CD aufspielen. Ob es generell auf anderen Systemen 
mit Softwareraid geht weiss ich grad nicht.

Ansonsten mache ich es privat und im Auftrag sonst immer so, dass es 
eine Systemplatte oder mindestens eine Systempartition gibt und eine 
Partition mit reinen Nutzerdaten.

@Andreas Kaiser
>In ähnlicher Funktion bin ich, was Serversysteme angeht, deutlich
>anderer Ansicht. RAID 1 oder 5 auf SCSI/SAS-Basis wird aus gutem Grund
>und mit überwiegend guten Erfahrungen in fast allen Serversystemen
>verwendet, in Einzelfällen auch RAID 10. IDE/SATA wird in Servern
>nirgends (mehr) verwendet.

Das ist natürlich eine ganz andere Liga und da stimmt es.

>Eine Vorwarnung durch die Platte ist erfahrungsgemäss die Ausnahme,
>nicht die Regel.

Mir fällt es meistens auf, den Nutzern nicht so, die haben ein 
Heidenvertrauen in die schon kaputte Technologie. Allerdings ist mir bis 
jezt nur ein paarmal eine Platte über den Jordan gegangen: Eine IBM SCSI 
(Lagerschaden mit Maschinenöl zum Backup bewogen) eine Maxtor IDE (die 
wurde ohne Vorwarnung vergesslich) und eine WDC SATA (die Elektronik 
wurde viel zu heiss).

Mit optischen Medien habe ich keine so guten Erfahrungen. Das ist immer 
ein Glücksspiel. Ein Faktor ist Staub ein anderer Kondensat von 
Zigaretten, dann gibt es noch Kratzer durch unsachgemässes Handling. Bei 
den Medien wird dann auch immer mehr gespart auch um die 
Brenngeschwindigkeit erhöhen zu können, die Beschichtung wird immer 
unzuverlässiger. Man kann einem Mitarbeiter nicht vorschreiben nichts 
vom Aldi zu kaufen wenn TDK und Verbatim plötzlich auch nicht mehr geht. 
Mit Bändern gibt es auch viel Ärger: zu teuer, heterogene Standards, 
Insellösungen.

Wie Andreas schon erwähnte. Es geht um ein gutes Backup und die 
entsprechende Disziplin im Umgang damit. CVS ist auch eine Möglichkeit, 
wird aber oft als zu kompliziert empfunden.

Hellhörig werde ich, wenn die Anwender ein Tischlein-Deck-Dich möchten. 
Ich weiss zum Backup gehört Disziplin und ein produktiver Arbeitsstil. 
In den Händen von Chaoten ist es wertlos oder aber die Zugriffsrechte 
müssen systematisch vergeben werden, was die Produktivität dann aber 
wieder einschränkt.

Autor: Fly (Gast)
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Guter Beitrag, Danke.

Also gut, ich gebes es auf, verzichte auf meine Idee.
Du wirst mir allerdings zu stimmen, dass der Netgear (Anfangspost), 
keine brauchbare Lösung ist?

Autor: Jorge (Gast)
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Hallo Fly

Hier nochmal Step By Step auch für Leute wie mich :-)

http://www.wintotal.de/Artikel/datentraegerverwalt...

>Also gut, ich gebes es auf, verzichte auf meine Idee.
>Du wirst mir allerdings zu stimmen, dass der Netgear (Anfangspost),>
>keine brauchbare Lösung ist?

Man kann so verfahren bis es kracht, wenn man die Risiken und Nachteile 
akzeptiert ist es eigentlich kein Problem. In meinen Augen sind diese 
propietären Lösungen eine Möglichkeit etwas verkaufen zu können. 
Deswegen hat dein Netgear einen hohen Wiederverkaufswert.

Allerdings finde ich die Anschaffung eines Wechselrahmens für eine 
Backupplatte die dann meistens abgeschaltet ist besser investiert.

Ich bin schließlich auch deshalb in dem Laden angesehen, weil der Chef 
routinemässig dann und wann den Supergau erzeugt. Ich hatte meine Images 
und Backups und war nach spätestens 30 Minuten wieder auf dem letzten 
Stand. Erst später habe ich rausgekriegt, dass der das absichtlich 
bringt.

Archivieren tuen sie alle in ZIP-Files, die man locker mit der rechten 
Maustaste und Drag'n'Drop verwalten kann, ausser man hat versehentlich 
mal Winzip installiert. Die Dateinamen bestehen nur aus Datum und 
Verzeichnissen.

Eine Möglichkeit etwas gefahrlos zu testen - für Setuproutinen - ist der 
Virtual PC bzw. der Virtual Server, der kostenlos von Microsoft 
bereitgestellt wird und auf dem läuft sogar mein Linux (allerdings nur 
eine alte SuSE 8.1 im Consolenmodus, die dann hochgerüstet ist).

Autor: JojoS (Gast)
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ein gutes Raid1 System gibts von Raidsonic: 
http://www.raidsonic.de/de/pages/products/soho-rai...

Das spiegelt die Platten einfach, ist OS unabhängig und die Platten 
lassen sich noch standalone betreiben. Um ein Backup zu machen braucht 
man nur im laufenden Betrieb eine zweite Platte reinzustecken und 
fertig. Die Bios Lösungen oder der Promise Controller verwalten die zwei 
Platten schon zu aufwändig, wenn das Array einmal getrennt war muss erst 
wieder synchronisiert werden bevor der Rechner gebootet werden kann.

Autor: Fly (Gast)
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Danke Leute!

Den Raid 1 bring ich nicht hin und der hat auch seine Unsicherheiten. 
Ich habe jetzt ein Backup Programm (Acronis), welches jeden Tag 
automatisch ein inkrementelles Backup der Datendisk auf die andere Disk 
absichert. Das geht schnell und ist meiner Meinung nach am 
zuverlässigsten.

Autor: Andreas K. (a-k)
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> automatisch ein inkrementelles Backup der Datendisk auf die andere Disk

Besser als nichts, aber solange der gleiche Strom dranhängt reicht ein 
defektes Netzteil und beide Platten sind im Jenseits.

Autor: Fly (Gast)
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Ja, da gebe ich dir absolut Recht.
Sicher ist jedoch nichts ausser Steuernzahlen und der Tod :)
Ich habe noch nie gehört, dass ein defektes NT eine Platte gekillt hat.

Autor: JojoS (Gast)
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>Ich habe noch nie gehört, dass ein defektes NT eine Platte gekillt hat.

Warum soll das so ungewöhnlich sein? Rechner schreibt gerade auf die 
Platte(n) -> NT kaputt -> Platte hinüber. Offizieller Schuldiger: das 
NT.
Glück gehabt, alle wichtige Daten gesichert, aber: neues System 
aufsetzen und alles installieren (incl. zig Online Updates) dauert zwei 
Tage: das gibt Mecker vom Chef.
Raid 1 : Reserveplatte in den Rechner, weiter gehts. Wenn jetzt noch 
aktuelle Daten von einem Server oder anderen Backuprechner geholt werden 
können macht so ein 'GAU' keine Angst mehr.

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Nichts spricht dagegen, die zweite Platte, auf die hier mit Acronis 
TrueImage gesichert wird, in einem NAS oder in einem USB-Gehäuse 
unterzubringen.
Wird im USB-Gehäuse mit Wechselrahmen gearbeitet, kann sogar die 
Backupplatte ohne große Probleme im Betrieb ausgetauscht werden.

Und wenn man Glück hat, versteht sich die Acronis-Boot-CD auch auf die 
aktuelle Kombination aus Motherboard und USB-Festplatte ... so daß eine 
Wiederherstellung recht flott erledigt ist.

Mir ist allerdings die Acronis-Boot-CD bei just dieser Konstellation 
erstaunlich oft abgestürzt. Das ist leider nicht sehr zuverlässig.

Autor: Fly (Gast)
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Bei mir gehts zum Glück, Acronis mag meine USB-Platte :)
Acronis rocks!

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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Das Problem von Acronis scheint weniger an der USB-IDE-Bridge der 
angeschlossenen USB-Platten zu liegen, sondern vielmehr an der 
Kombination aus Motherboard/USB-Controller und USB-Platte.

Ich hatte einen pIII-600, der ganz vorzüglich mit Acronis und 'ner 
USB2-Steckkarte mit NEC-Chip darauf funktionierte. Die gleiche 
Acronisversion stürzte auf einem P4-2800 bereits beim Booten ab.

Eine etwas neuere Version sicherte munter seine Image-Dateien, meinte 
aber beim Versuch, sie zurückzuspielen, daß sie defekt wären.

Das hielt ich nicht für sehr vertrauenerweckend.

Autor: Sven (Gast)
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@Rufus

> Eine etwas neuere Version sicherte munter seine Image-Dateien, meinte
> aber beim Versuch, sie zurückzuspielen, daß sie defekt wären.

Dieses Problem hatte ich auch schon. Aber das habe ich schon beim Testen
gemerkt und nicht am Produktiv-System!!!

Schuld daran waren zu billige CHIPs in externen USB-Gehäusen.
Teures Gehäuse mit Firewire und USB2 Schnittstelle gekauft,
und siehe da die Probleme waren weg.

Übrigens Windows hatte mit dem billigen USB-Gehäuse extern scheinbar 
kein Problem.

Seit diesem Zeitpunkt kaufe ich zum Test erst ein Gehäuse, wenn
es erfolgreich läuft, noch weitere 4 Stück für den Schrank als Reserve.
Damit hat man dann 2-3 Jahre Ruhe.

gruß Sven

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> Aber das habe ich schon beim Testen gemerkt und nicht
> am Produktiv-System!!!

Was lässt Dich darauf schließen, daß das bei mir anders gewesen wäre?

> Schuld daran waren zu billige CHIPs in externen USB-Gehäusen.
> Teures Gehäuse mit Firewire und USB2 Schnittstelle gekauft,
> und siehe da die Probleme waren weg.

Nö, bei mir reichte eine sich um wenige Dezimalstellen in der 
Versionsnummer unterscheidende Acronis-Version, und die Probleme waren 
weg.

Autor: Sven (Gast)
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@Rufus:

> Was lässt Dich darauf schließen, daß das bei mir anders gewesen wäre?

Sorry, war nicht auf Dich bezogen.

> Nö, bei mir reichte eine sich um wenige Dezimalstellen in der
> Versionsnummer unterscheidende Acronis-Version, und die Probleme waren
> weg.

Das ist ja gut zu hören (d.h. die Acronis Menschen haben ein Update
herausgebracht)...
Zu dem Zeitpunkt als ich das testete und der 9.x.xxx Version gab es 
lange kein Update und die Hotline meinte, das als nächstes die 10er 
Version kommen würde. Also habe ich angefangen das mit den verschiedenen 
Chipsätzen zu testen.

Gruß Sven

Autor: Rufus Τ. Firefly (rufus) (Moderator) Benutzerseite
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> > Nö, bei mir reichte eine sich um wenige Dezimalstellen in der
> > Versionsnummer unterscheidende Acronis-Version, und die Probleme waren
> > weg.
>
> Das ist ja gut zu hören (d.h. die Acronis Menschen haben ein Update
> herausgebracht)...

Nein, leider nicht, weil durchaus auch eine neuere Version ein 
interessanteres Fehlerverhalten aufweisen konnte.

"Das ist eine neue Version unserer Software."

"Was ist da neu dran?"

"Neue Fehler."

Autor: Hans (Gast)
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Hallo Forum,

ich wende mich an euren Beitrag, in der Hoffnung auf schnelle Hilfe.
Bei mir läuft ein Server im Raid 1 Verbund. Betriebssystem SuSE 10.2, 
die SATA Platten an einen Controller (3ware 8006-2LP)angeschlossen. Die 
Einrichtung war eigentlich nicht kompliziert.
Meine Frage: Wie erkenne ich eine defekte Platte im allgemeinen und 
insbesondere bei Linux?

Autor: Bernd (Gast)
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Hallo Hans,

deine Frage würde mich auch interessieren....oder wie kann ich 
eigentlich überprüfen, ob auf die zweite platte "richtig" gespiegelt 
wurde ?

Danke und Gruß
Bernd

Autor: Andreas Schwarz (andreas) (Admin) Benutzerseite Flattr this
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Installier 3dm2.

Autor: Hans (Gast)
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Hallo Bernd,

du kannst im Betrieb die Platten einzeln abziehen und solltet trotzdem 
an deine Daten kommen. Bei mir laufen die Platten in einem SATA Back 
Plane, wo über Power ein- und ausgeschlalten werden kann. Sehr 
komfortabel, besonders beim eventuellen Wechsel.

Andreas, vielen Dank für deinen Hinweis. Auf der Treiber CD habe ich 3dm 
gefunden. Habe erst morgen Zeit die Sache auszuprobieren.

Gruß Hans

Autor: Hans (Gast)
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Hallo Andreas,

habe erst heute Zeit gehabt 3dm2 zu installieren.
Das Tool entpackt, installiert und die Fragen beantwortet.
Jetzt kann ich über den IE meinen Raid Contoller einsehen, Infos über 
Controller, Unit, Drive usw.
Funktionstest - Kabel an einer Platte abgezogen und anschließend das 
3dm2
aufgerufen, doch zu meiner Überraschung keine Fehlermeldung alle 
Statusanzeigen OK.

Wie erkenne ich eine defekte Platte, habe ich was übersehen, bringt 
linux keine eigenen Fehlermeldungen?

Für schelle Hilfe bin ich dankbar und hoffe das der Thread noch gelesen 
wird.

Gruß Hans

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