Hallo Leute
ich möchte ich eine Endstufe bauen.
Ich habe folgende Anforderungen:
U_ein = (1...5)Vss -Sinussignal
f_ein = (20...40)kHz Sinussignal
P = 200W
Betriebsspannung = +-50VDC
Verstärkung (10...20) frei
ich hoffe, dass ich alle Angaben angegeben habe.
meine Frage:
-könnt ihr mir eine Seite auf Deutsch angeben, wo ein Beispiel angegeben
ist, wie man eine Endstufe berechnet.
danach werde ich sie bauen.
danke für euere Hilfe
Mister No
Ich kenn nur ein englische, dafür aber interessante Seite....
Hast du schon viel Erfahrung mit Leistungs-Elektronikbau, denn ein
Endstufenbau, gerade in dieser Leistungskategorie, ist kein Spaziergang.
Der LM4702CTA ist ja ein reiner Audioverstärker, Mister No will ja ein
20-40 kHz-Signal verstärken, ob der LM4702 sich darüber freuen wird??
@chris:
http://sound.westhost.com/
Unter Projekte findet sich vieles, die Seite ist aber auch mit ihren
Erklärungen sehr interessant. Vorher hab ich den Link nicht dazu
gegeben, da Mister No ja explizit eine deutsche Seite gefordert
hat....
Elektor hat vor Jahren mal einen
"Car Hifi Booster" rausgebracht.
Das war ein DC/DC-Wandler 12V=>+/-43V 650W
und zwei einkanalige 200W SINUS-Leistungs Klasse A(B) Endstufen.
Diskret aufgebaut.
Falls dich das interessiert, am Wochenende kann ich Infos von zuhause
mitbringen.
@Diplomant
Dafür sollten aber gewisse Kentnisse über Schaltnetzteile vorhanden
sein.
Sonst ist ein Class D Verstärker nicht wirklich einfacher als ein A/B.
Es kommt zwar leistungsmässig auf weniger Bauteile raus, aber der
Aufwand ist nicht kleiner. Man hat dort min ganz anderen Problemen zu
kämpfen.
Wenn jemand 20kHz bis 40kHz auf 200W hochverstärken möchte, folgere ich,
dass es sich nicht direkt um ein Hifi-Audiosignal handelt. Evtl. ein
starker Ultraschallsender? In jedem Fall habe ich Grund zur Annahme,
dass die Verstärkung nicht zwingend linear sein muss. Evtl. kann man mit
dieser Erkenntnis die Schaltung stark vereinfachen. 200W Rechteck in
einen Hochtöner pumpen ist einfach!
Once again, die obligatorische Frage: Wozu diese Endstufe?
Bei Class D fangen die Probleme eigentlich ab 20kHz erst so richtig an
:-)
hatte eigentlich nicht so viele Einträge erwartet aber :).
Dieser Verstärker dient um die Erfahrung wieder einzusammeln, leider hab
ich ziemlich viel vergessen, eigentlich weiss ich gar nichts mehr, alles
vergessen.
die Verstärkertechnik ist ein Schitt, wieder in die Fussstampfen der
klassischen Elektronik zu gelangen.
> Der Devil
Danke für den link!
Geht das nicht schon bis "G"
Habe das so im hinterkopf:
auf der Hannovermesse
war einer, der G-Klasse VBerstärker baute:
sollen sehr effektiv sein!
Schaltnetzteile sind doch auch geregelte Leistungen/Spannungen,
wie ein Verstärker (Takten in den MHz Bereich).
Class F Verstärker werden sogar bei Hf und höher eingesetzt-
sollte bei US kein Problem sein - nur eine Vermutung!!!
Gruss
c.
@chris
Die Verstärkerklassen nach D sind meist "Erfindungen" von Herstellern.
G und H haben in der Regel eine geschaltete bzw. nachgeführte
Spannungsversorgung, damit erreicht man geringere Verluste bei A/B
Verstärkern (Weniger Spannungsabfall im halblast Betrieb).
Klasse D sind PWM-Verstärker. Grundprinzip ist äusserst simpel, per
Dreiecksignal (mit Frequenz ca. 10 x Nutzfrequenz) wird das analoge
Signal an einem Komparator abgetastet und mit dem erzeugten, pulsweiten
moduliertem Rechtecksignal schaltet man eine Mosfet Halb/Vollbrücke. Aus
dem "verstärkten" PWM-Signal wird dann per Tiefpass (LC-Filter) das
analoge Signal wieder heraus geholt. Grösster Vorteil, es wird "nur"
geschaltet -> sehr wenig Verluste.
Nur die benötigten 200-400 kHz machen die Sache etwas kompliziert.
Nettes Forum dazu http://damp.byethost33.com (deutsch)
classG kommt hier auch mal vor - ansonsten sind die Kommentare
ggf. für HiFi Entwickler sinnvoll:
http://www.hifi-forum.de/viewthread-108-3821.html
Wie oben angedeutet:
classG ist auch so etwas wie D
95% halte ich übrigens für fragwürdig - dass machen nur die
sehr guten NT-Teile der PCs (falls überhaupt)
nur für einen gewissen Lastbereich - und das liegt bei Muke wohl kaum
vor - oder man hört nur konst. Sinus (o.s. :-))
Gruss
c.
Class-H
Es geht noch höher: H
im Text sind weitere Infos, etc.
http://www.hifi-forum.de/viewthread-71-2319.html
G : die Spg. wird geschaltet in Stufen - diese dann "zerhackt".
Gerade gefunden:
ob das "normiert ist"
siehe SNT-Opfer
kann ich nicht sagen.
Ein Käfer für 70 W. ist per link zu finden.
Gruss
c.
Also wenn du 200W mit >400kHz schaltest, was für einen PWM basierten
Verstärker tun müsstest (ich hoffe das war jetzt PC genug für diese
Klassnegesellschaft;), wirds echt haarig da is dein Layout wichtiger als
die Wahl der Komponenten und wenn da sonst noch was schief geht hast du
womöglich die Leute mit dem Peilwagen vor der Tür stehen. Das ist
superknifflig, bis 20kHz Nutzsignal geht das heute ganz gut aber danach,
ne erstmal nicht.
Da darfts du schön analog bleiben was ja auch mal wieder ein Spass ist,
die endgültige Auswahl der Endstufen elemente ist allerdings schon auch
nicht ohne bei 200W@50V, entweder du brauchst viel mehr Spannung oder du
hast Lasten (Lautsprecher) mit <1 Ohm. Letzteres nimmt dir jeder
Transistor, der etwas auf sich hält krum, oder sagen wir die meisten
wenn sie alleine sind.
-wiebel
Zum einen, die Verstärker Klassen gut erläutert :
http://www.itwissen.info/definition/lexikon//__amplifier%20class_verst%E4rker-klasse.html
Zu den 95%, die sind bei Klasse D ohne grosse Probleme möglich !
Sie sind eben nicht Lastabhängig, zumindest nicht so stark.
Klar, bei sehr kleiner Leistung dominieren die Schaltverluste, aber im
normalen Arbeitsbereich eines Verstärkers (15-50% Dauerlast) erreicht
man die sehr schnell.
Und PC-Netzteile sind alles andere als optimal, die sind einfach nur
billig, bis auf wenige Ausnahmen.
Zwei Punkte wodurch der Klasse D Verstärker Energie spart sind, erstens
die geringen Verluste durch die geschalteten Mosfets, dort hat man es
nur mit dem Strom über Rds(on) zu tun zweiter Punkt, die EMK des
LS-Chassis wird nicht verheizt sondern "recycled". Alles was der
Lautsprecher zurück schiebt wird von der Induktivität (über den Strom)
"geboostet" und fliesst über die Inversdioden der Mosfets zurück in die
Versorgungsspannung. Kann bei zu kleiner Auslegung der Siebkapazitäten
auch Ärger machen, da sich die Versorgung aufpumpt. Im worst-case Fall
bis die Sperrspannung vom Fet überschritten wird...
Elegant lösen kann man das Problem mit einer Vollbrücke, dort wird die
zurück kommende Energie für die "andere" Halbwelle genutzt.
Sind schon ganz interessante Teile...in 5 Jahren wird es kein
Konsumergerät mehr ohne Class D Endstufen geben !
(Konsumer != High-End)
@ Michael Waiblinger
Jepp, das meinte ich anfangs mit "Grundkenntnisse über den Aufbau von
SNT".
Und ja, das Layout macht gleich nach den Fets die meisten Probleme.
Aber wenn das Ding mal stabil läuft....einfach klasse, werde meinen
Eigenbau nie wieder gegen einen "normalen" AB-verstärker tauschen
wollen.
>Elegant lösen kann man das Problem mit einer Vollbrücke, dort wird die>zurück kommende Energie für die "andere" Halbwelle genutzt.
Passiert meines Wissens in den TDAA (true digital audio amplifers)
automatisch.
zB TAS5110 von Texas Instruments. Sehr feine Teile..
> Auswahl der Endstufen elemente ist allerdings schon auch>nicht ohne bei 200W@50V, entweder2SC29222SA1216
Diese beiden wurden als Stromverstärker in der ELektor eingesetzt. Aber
je zwei parallel, pro Kanal... ;-)
SNT-Opfer wrote:
> Aber wenn das Ding mal stabil läuft....einfach klasse, werde meinen
Ich hab zwar keinen Eigenbai aber den Amp3 von 42hz.com Ich bin schwer
begeistert schicke aber meine NAT endstufe deswegen noch nicht in rente.
Der Amp3 ist auch für einen Bleiakku und mobilen Einsatz bei mir. ;)
> ... Eigenbau nie wieder gegen einen "normalen" AB-verstärker tauschen> wollen.
Eigenbau klingt spannend, selbstschwingend? Wie hast du den gebaut, hast
du Bilder, Schaltplan, mehr Details? -wiebel
@ Michael Waiblinger
Moin....
Selbstschwingend nicht direkt, Dreieck-Rechteck Generator (Integrierer
und Schmitttrigger) und Komparator. Damit gehts dann auf einen IR2110
und dahinter die Mosfet-Halbbrücke.
Das gibts halt zwei mal (R+L) und noch eine separate, langsamer
getaktete Vollbrücke als Subwoofer-Endstufe.
Versorgungsspannung +- 75V bzw. 150V -> "höhere" Leistung 8-)
Subwoofer hat eine aktive Weiche mit 80dB/Dek., Linkwitz-Korrektur und
Phasenkorrektur (kein DSP, mit FPAA realisiert). Digitale Pegelstellung
und Bedienung über µC.
Ist (noch) ein Bastelobjekt alles Lochraster, verbessere ständig etwas
nach.