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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik MHz MIPS AT91RM9200


Autor: Ingo (Gast)
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Hallo,

Warum wird der AT91RM9200 auf ca. 18MHz meistens betrieben? Benötigt man 
keine höhere? Wie hängt die MHz-Zahl mit den 200 MIPS zusammen?

Aus welchen Überlegungen heraus entsteht diese geringe MHz-Zahl?

atmel.com/dyn/resources/prod_documents/doc1768.pdf

Ingo

Autor: JojoS (Gast)
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dürfte die gleichen Gründe wie beim PC haben:

Beitrag "Wie wird der PC Takt erzeugt?"

Autor: opacer (Gast)
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Also der AT91RM9200 wird nicht mit 18MHz betrieben, man nutzt einen 
externen Quarz mit z.B. 18MHz, der mittels PLL intern auf 180(!)MHz 
Core-Takt und 100MHz Bustakt hochgeschraubt wird.

Aufgrund Architektur kann er mehr als eine Instruktion pro Takt 
druchführen weshalb er bei 180MHz 200MIPS liefert.

Autor: Dominic R. (dominic)
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Die 18.432MHz die meistens zum Einsatz kommen erlauben glatte 
Baudrate-Teiler, z.B.: 18432000 / 115200 = 160.

Diese Frequenz wird dann via PLL hochmultipliziert, beim AT91RM9200 
meistens auf ~180MHz, was laut Datasheet das PLL Fout Maximum ist.

Zu den MIPS: ARM behauptet gern, dass der ARM9 1.1MIPS/MHz erreicht, 
woraus sich auch die 200MIPS eines bei 180MHz getakteten AT91RM9200 
(ARM920t Kern) ergeben. Dabei handelt es sich aber um Dhrystone VAX 
MIPS, und nicht um ARM MIPS. Die Cycles per Instruction (CPI) gibt ARM 
beim ARM9 mit ~1.5 an, d.h. das im Schnitt alle 1.5 Takte ein Befehl 
ausgeführt wurde - dieser Wert hängt natürlich wieder vom individuellen 
Instruktions-Mix einer Anwendung ab.

Gruß,

Dominic

Autor: Ingo (Gast)
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ahh ok... und die 180MHz sind auch sinnvoll zu wählen, wenn man mit 
Ethernet und SDRAM arbeitet?

Ingo

Autor: Walter (Gast)
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eine etwas andere frage: wie genau müssen denn die widerstände für die 
PLLRCB / RCA stimmen?

Von Atmel werden ganz krumme werte angegeben 1.96kOhm (1%).


Gruß
Walter

Autor: Ingo (Gast)
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auf die PLL hat man aber nur intern zugriff oder? Bzw. wie kann ich 
sagen, dass ich z.B. 18MHz Quarz extern anschließe aber intern nur einen 
Takt von 75 MHz fahren möchte?

Ingo

Autor: Condi (Gast)
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Also ich kenne mich nicht so aus mit ARM aber ich würde laut deinem 
Datenblatt sagen du musst den PMC entsprechend programmieren.

Da gibt es ein Register in dem ein Multiplikator für die PLL steht, 
glaub Seite 286 im Datenblatt.

Autor: Newbie (Gast)
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welchen Quarz MHz sollte man wählen wenn der angechlossene SDRAM 133 MHz 
hat? Sind dann 18.432 MHz Quarz eine gute Wahl?

Newbie

Autor: Rooney Bob (rooney)
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Verwende 18.432MHz als externen Quarz und konfigurier den PMC auf deine 
gewünschte Frequenz 
(http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...). Die 
Werte für das PLL Filter kannst du mit dem vom ATMEL zur Verfügung 
gestellten Tool berechnen lassen 
(http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...)

Wenn du SDRAM mit 133MHz verwenden möchtest, den Core aber mit 180MHz 
laufen lassen willst, dann kannst eine maximale Frequenz von 180/2MHz 
(90MHz) am externen Speicherbus erreichen.

Autor: Ingo (Gast)
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d.h. den SDRAM kann ich gar nicht mit 133 MHz laufen lassen? Werden 
wahrscheinlich aber 90MHz auch ausreichen...

Ingo

Autor: Rooney Bob (rooney)
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Nein... außerdem habe ich mich selbst geirrt... es sind nur 80MHz 
möglich. Siehe Datenblatt unter EBI Timings und SDRAM CONTROLLER CLOCK 
FREQUENCY

Autor: Ingo (Gast)
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>Verwende 18.432MHz als externen Quarz und konfigurier den PMC auf deine
>gewünschte Frequenz
>(http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...). Die

wenn ich hier Input Frequenz 18,432 MHz und Target PLL Output Frequenz 
180 MHz oder einen anderen Wert 160MHz etc. eingebe, bekomm ich stets 
als DV und MV 1 angezeigt und unter Real Output Frequenz steht NaN

Was mach ich da noch falsch?


>Werte für das PLL Filter kannst du mit dem vom ATMEL zur Verfügung
>gestellten Tool berechnen lassen
>(http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...)

wenn ich Fin 18.432 MHz, DIV =1 bekomm ich ja 184,32 MHz raus - ist das 
noch möglich,weil dieser Wert bereits gelb unterlegt wird, bzw. gesagt 
wird in der Warnung, das max. 180 MHz als Fout sein können?

welchen Wert wählt man am besten für Fn aus? eher im bereich von 30kHz 
oder von 100kHz?

in welchem Zeitrahmen wählt man die Start up time und den damping faktor 
am besten aus?

Ingo

Autor: Dominic R. (dominic)
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18.432 MHz * 39 / 4 = 179.712

Gruß,

Dominic

Autor: Ingo (Gast)
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ah ok - einfach geschicktes verhältnis wählen oder einen 18 MHz Quarz 
wählen (oder gibts die frequenz nicht, bzw. ist nicht so sinnvoll zu 
wählen aus irgendwlechen gründen)?

Autor: Dominic R. (dominic)
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Dominic R. wrote:
> Die 18.432MHz die meistens zum Einsatz kommen erlauben glatte
> Baudrate-Teiler, z.B.: 18432000 / 115200 = 160.

Gruß,

Dominic

Autor: Ingo (Gast)
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kannst du mir noch kurz erklären, warum ich bei dem einem tool immer für 
DV=1 und MV=1 und Output Frequenz NaN rausbekomme?

und welchen wert man fürfür Fn auswählt? eher im bereich von 30kHz
oder von 100kHz?

in welchem Zeitrahmen wählt man die Start up time und den damping faktor
am besten aus?

vielleicht gibt es auch eine quelle im netz, die darüber auskunft gibt, 
welche vor- und nachteile man dadurch hat

Ingo

Autor: Dominic R. (dominic)
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Das Excel Spreadsheet habe ich nie benutzt, eine kurze Suche nach 
"AT91RM9200 damping" brachte aber diesen Hit, der zumindest ein wenig 
dazu erklärt: 
http://www.atmel.com/dyn/resources/prod_documents/...

Gruß,

Dominic

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