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Forum: Ausbildung, Studium & Beruf Offensive der Bundesregierung gegen Fachkräftemangel


Autor: Frager Nummer 5 (Gast)
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Laut ARD plant die Bundesregierung eine Qualifizierungsoffensive, um dem 
ach so gigantischen, von der Industrie beschworenen und vielen 
Labertaschen nachgeplatterten Fachkräftemangel zu begegnen.

Hochschulen sollen sich u.a. dazu durchringen, auch Leute ohne Abitur 
das Studium zu ermöglichen.

Wo ist da der Sinn?

Wir haben genug Abiturienten, nach jüngsten Informationen suchen derzeit 
knapp 40% der Schüler eines Jahrgangs den Weg in Gymnasium. Reicht 
dieser Pool nicht, um die technischen Stellen zu besetzen?

Und wie soll das gehen, daß jemand, der kein Abi hat, plötzlich doch 
irgendwie die Fähigkeit (oder die Lust?) aufbringt, gerade eine 
technische Disziplin zu studieren ?

Schon jetzt ist es ja eigentlich so, daß jemand mit (nur) Realschule und 
FOS immerhin die Möglichkeit hat, an einer FH ein Diplom zu machen und 
sich die Fähigkeiten und das Sachwissen zu holen, - WENN ER DENN WILL!

Wollen zu wenige? - Warum ?

Autor: Steffen (Gast)
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Tsja die Dummheit stirbt nicht aus!

Die Bundesregierung will was gegen den Mangel unternehmen und die Länder 
verlangen Studiengebühren...bravo! Sö blöd muss man erstmal sein...

Autor: Aufreger (Gast)
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>Die Bundesregierung will was gegen den Mangel unternehmen und die Länder
>verlangen Studiengebühren...bravo! Sö blöd muss man erstmal sein...

Eben! Studiengebühren sind die Bildungsbremse für Leute mit kleinem 
Geldbeutel. Aber wen wundert's? Die gleiche (verlogene) Diskussion 
herrscht doch im Schulwesen. Jede Lehrkraft weiß wie schwierig es ist 
einen halbwegs vernünftigen Unterricht in überfüllten Klassen abzuhalten 
(gerade bei stetig steigendem Anteil an Migranten). Hinzu kommt die 
allgemein zunehmende Rotzigkeit beim Nachwuchs. Einzig probates Mittel 
dagegen ist die Klassen deutlich kleiner zu machen (12 bis 15 Schüler) - 
das aber kostet Geld. Geld ist zwar vorhanden (für Auslandseinsätze, 
Prestigebauten, sogar Entwicklungshilfe für China und vieles andere), 
nur nicht für die wirklich wichtigen Dinge des Lebens.

Dazu passend das "Zitat der Woche" vom Generalsekretär der CDU, Ronald 
Pofalle, sinngenmäß:

"Einen Zusammenhang zwischen Mindestlohn und den Hartz-Gesetzen gibt es 
nicht"

Nee, nicht wahr?! Wenn man Anwalt und Generalsekretär im Bürgerlichen 
Haufen ist merkt man nicht, dass Millionen Menschen wegen (gewollt) zu 
niedriger Entlohnung gleichzeitig noch Hartz-IV beziehen (müssen) um 
überhaupt über die Runden zu kommen. Während die Billigkraft im 
Luxushotel mit 3 Euro 30 abgespeist wird, logieren dort Gäste, die im 
Hunderttausend-Euro-PKW vorfahren und nicht mal wissen, wie wenig 
Euronen das nette Zimmermädchen für ihre Akkordarbeit erhält. Ein 
Skandal!

(und keine Sau kümmert's!)

Wenigstens einen Unionisten gab es, der Ronald Pofalle öffentlich 
widersprochen hat (war glaube ich Dieter Althaus?) und ganz klar den 
Zusammenhang zwischen Mindestlohn und Hartz-4 zugab.

Autor: Jupp (Gast)
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>Hinzu kommt die allgemein zunehmende Rotzigkeit beim Nachwuchs.

Ja und stell dir vor, die hängen dann demnächst zusammen mit 
einigermaßen vernünftigen Kindern in einer Klasse, wenn die Hauptschulen 
wirklich abgeschafft werden sollten.

Was stellen sich die Volksparteien eigentlich vor? Sollen demnächst 
Gymnasiasten Mülltonnen leeren oder die Straße fegen?

Autor: Fallout-Boy (Gast)
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Die Pisser können mich mal. Die haben doch die ganze Misere verschuldet!

Autor: Hanno Hupmann (Firma: DLR) (hannohupmann)
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Ist doch toll: Erst zahl ich jedes Semester 615€ Studiengebühren (500€ + 
125€ fürs Studentenwerk), zahl einen haufen für meinen 
Studentenlebenunterhalt und fang mit einem riesen Berg Schulden ins 
Berufsleben an.

Wenn man einen Azubi (mit 16 Ausbildung angefangen) gegenrechnet dann 
war es vor den Studiengebühren so, dass der Akademiker mit 40 genauso 
viel verdient hat wie der Azubi (nur hat es der schon mit 16 sein erstes 
Geld bekommen). Mit den Studiengebühren dürfte sich die Grenze richtung 
50 Jahre verschieben.  Erst danach verdient der Akademiker mehr. Lohnt 
sich finanziel also nicht wirklich, außer für ein paar Ausnahmen.

Andersrum wenn wirklich eintritt was der Staat gerade fordert, nämlich 
dass jeder Depp studieren geht (finanziert durch Darlehn oder sonst wie) 
dann kommt gleich das nächste Problem. 16 Jährige in der Ausbildung 
zahlen schon Steuern. Ein Student zahlt bis mitte Zwanzig aber keinen 
Cent Steuern.

Ich seh schon wie die Politiker wieder aufschrein, dass ihnen die 
Steuereinnahmen flöten gehen. Als Folge wird das Studium besteuert.

Wer das Spiel übrigens beim Deutschen Staat nicht mitspielen will, der 
studiert am besten hier und geht nach dem Diplom sofort ins Ausland.

Autor: Fallout-Boy (Gast)
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Genau, will ich ja machen. Mein Traumziel wäre Kanada (Montreal).

Autor: Steffen (Gast)
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Dazu kommt wahrscheinlich auch noch dass der Lernaufwand 
(Schwierigkeitsgrad) bei einem Ingenieurstudiengang im Vergleich zum 
späteren Gehalt zu groß ist. Wieso soll man sich den Streß geben, wenn 
es doch leichtere Studiengänge gibt bei denen man später sogar noch 
besser da steht?

Autor: Fly (Gast)
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Ihr seid doch alle elende Nörgeler. Das Studium in D kostet ja fast 
nichts. Wer es sich trotzdem nicht leisten kann, soll es halt lassen. 
Die Paar hundert Euro Beitrag pro Semester sind symbolisch im Verhältnis 
zu den Kosten welcher die Allgemeinheit für euer Studium übernimmt!

Studiert mal in den USA oder anderen Ländern. Nach dem Studium kannste 
mal über 100'000 Dollar abzahlen.

Euch geht es einfach zu gut.

Autor: Matthias (Gast)
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@Fly: In den USA kann man nach dem Studium tausende von Dollar abzahlen, 
weil man sehr viel mehr verdient. Und außerdem ist es nicht so, daß die 
Amerikaner sich selbst darüber nicht beschwerten. Unterhalte Dich mal 
mit amerikanischen Studenten....

Autor: Schorsch (Gast)
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>Die Paar hundert Euro Beitrag pro Semester sind symbolisch

Symbolisch für wen?

Autor: Fly (Gast)
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@ Matthias: In den USA verdient man nicht sehr viel mehr, im Gegenteil, 
du hast keine Krankenversicherung und Rente.
@ Schnosch: Kannst du nicht lesen oder willst du mich provozieren?

Kleine Anmerkung:
Ich studiere in der Schweiz. Die Semestergebühren sind ähnlich wie in D. 
Bei uns hat es ca. 10% Deutsche Studis. Die Deutschen Studis haben bei 
den Schweizer Studis den Ruf, dass sie dauernd meckern, dass alles "so" 
teuer ist. Wenn mal organisatorisch etwas nicht klappt oder die IT nicht 
richtig tut, meckern die immer sofort: unverschämt, wofür zahlen wir 
überhaupt Semestergebühren?!

Zu mir:
Ich wohne zu Hause. Meine Eltern unterstützen mich mit ca. 500 Euro pro 
Monat. In den Ferien gehe ich immer arbeiten und unter dem Semester auch 
so viel ich kann. Klar, ich habe kein Geld vörig für Luxus. Aber ich 
komme durch und die Studiengebühren sind wirklich tief, das belastet 
mich am wenigsten, im Verhältnis zu all den anderen 
Lebensunterhalt-Kosten...

Autor: Timo (Gast)
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>Ich wohne zu Hause. Meine Eltern unterstützen mich mit ca. 500 Euro pro
>Monat. In den Ferien gehe ich immer arbeiten und unter dem Semester auch
>so viel ich kann. Klar, ich habe kein Geld vörig für Luxus. Aber ich
>komme durch und die Studiengebühren sind wirklich tief, das belastet
>mich am wenigsten, im Verhältnis zu all den anderen
>Lebensunterhalt-Kosten...

Muhahaha, ich mach mich nass! Wohnt bei Mutti und kriegt auch noch 500 € 
Unterhalt! Dann ist auch klar, dass die Studiengebühren dich im 
Vergleich zu deinen Lebenshaltungskosten am wenigsten belasten. Ist nur 
die Frage, ob deine "Lebenshaltungskosten" bei den meisten anderen 
Studenten nicht pure Luxusausgaben sind, die sie sich nie leisten 
können!

Autor: dave (Gast)
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"
Ich wohne zu Hause. Meine Eltern unterstützen mich mit ca. 500 Euro pro
Monat. In den Ferien gehe ich immer arbeiten und unter dem Semester auch
so viel ich kann. Klar, ich habe kein Geld vörig für Luxus. Aber ich
komme durch und die Studiengebühren sind wirklich tief, das belastet
mich am wenigsten, im Verhältnis zu all den anderen
Lebensunterhalt-Kosten... "

Wie goldig.
Du kannst kostenlos wohnen und bekommst auch noch Geld geschenkt.
Wenn du dein Studium selbst finanzieren müsstest, könntest du evtl. auch 
nachvollziehen, dass für Andere die Studiengebühren durchaus eine 
Belastung sind. Die haben nämlich z.T. weniger als deine 500€, nur 
müssen sie von denen ihren gesamten Lebensunterhalt bestreiten. Also 
auch Wohnen und Essen, nix bei Mutti. Da tun die ~100€ / Monat 
Studiengebühren nämlich bisserl mehr weh.

Kopfschüttel

Grüße,
David

Autor: Fly (Gast)
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Genau, das meine ich ja. Wer sich die ca. 100 Euro pro Monat zusätzlich 
nicht leisten kann, der soll nicht studieren.
Weshalb wohne ich wohl zu Hause? Nein nicht weil ich nicht weg will, 
sondern weil ich mit 500 im Monat + ein wenig Arbeiten auskommen muss 
und das geht halt nur so.

Autor: Jens (Gast)
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So ist es! Zumal ja zu den Studiengebühren noch die Semestergebühr sowie 
die Verwaltungsbebühr zum Einzug der Studiengebühren hinzukommen, je 
nach Hochschule nochmal zusätzlich bis zu 250 Euro.

Autor: Fly (Gast)
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Jaja und wenn ihr nicht studieren würdet, so würdet ihr meckern, dass 
die Studenten praktisch nichts zahlen müssen und die Allgemeinheit, also 
"ihr Arbeiteten" dass auch noch finanzieren müsst!

Autor: Meckerer (Gast)
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Daß die Deutschen ständeig meckern, liget am hohen Anspruch. Wer keinen 
Anspruch hat, verbessert auch nichts. Seht euch doch die ganzen 
südländischen Nationen an, mit ihrem lockeren Arbeitstil - da kommt kaum 
was bei raus.

Autor: Jens (Gast)
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>so würdet ihr meckern

Tja, das unterscheidet uns halt von den Schweizern. Wenn ihr so blöd 
seid, und zu allem "ja und amen" sagt, bitte...

Autor: Joe (Gast)
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>> Genau, das meine ich ja. Wer sich die ca. 100 Euro pro Monat zusätzlich
>> nicht leisten kann, der soll nicht studieren.

Üblicherweise diskutiere ich bei solchen Threads nicht mit. Nachdem ich 
allerdings diese Äußerung gesehen habe, packt mich die Wut.

Was soll man sagen ? Snob, Arschl..., Dumpfbacke. Die Politiker die 
heute derartiges beschließen haben seinerzeit auf Bafög (ohne 
Rückzahlung) studiert. Besitzstandswahrung nennt man so etwas.

Nur weiter Richtung Egoismus. Was machtst du hier im Forum ? willste für 
lau hier knowhow abstauben. Nur für zahlende Mitglieder sollte es hier 
Zugang geben. 100 Euro sind doch für dich kein Problem.

So etwas wie "open source" ist für dich doch ne Einbahnstrasse !!! nur 
raffen und nichts geben.

Schonen Gruß in die Schweiz.

Autor: Galenus (Gast)
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Hallo Frager Nummer 5,
in den Hochschule wird zwar die Theorie auf Wissemschaftlichem Boden 
gelernt und gelehrt aber was ist mit der Praxis und den Erfahrungen. Die 
kommen im Laufe der Jahre und viele Studenten sind jung und nur wenige 
kommen aus der Praxis der Realität zur Uni und können dort schon gar 
nicht ihr Wissen weitergeben. Es gibt keine offenen Universitäten wie in 
den Niederlanden. Es gibt sehr schlechte Ausstattung. Viele 
Fachhochschulen haben zur zwei oder drei Studiengänge und wenn es etwas 
grössere Projekte gibt die fächerübergreifend sind oder Länder oder gar 
Bundesübergreifend wie hier am Niederrhein in Bocholt mit den 
Niederlanden dann klappt es nicht mit den Fachkräften. Wer meckert muss 
auch einen Verbesserungsvorschlag machen sonst zählt seine Kritik nicht. 
Wenn das Essen in der Mensa schlecht ist Abzug von den Studiengebühren. 
Wenn Bücher nicht vorhanden sind abzug. Wenn Professoren und Vorlesungen 
ausfallen abzug. Wenn Laboreinrichtungen nicht vorhanden sind abzug. 
Wenn einen Vorlesung verpasst wird abzug. Wenn Verbesserungsvorschläge 
nicht geprüft werden abzug. Wenn Pfusch am Bau oder Gebäuden gemacht 
wird abzug. Und viel mehr freien Zugang zur Uni für alle. Ob nun 
Schüler, Studenten, Arbeiter, Angestellte, Senioren, Funkamateure oder 
wer auch immer in Europa. Länder und Fächerübergreifende Zusammenarbeit. 
Den Amerikaner ging es schon immer gut. Sie haben Bodenschätze, 
Umweltschätze, Technikschätze ...Wer sich an der Mutter Natur oder 
Väterchen Zeit vergreift muss sogar mehr als 100000 Dollar abzahlen. 
Hauptschüler können auch Professoren werden. Es kommt immer auf die 
Lehrer an, wenn man gute und viele hat.

Autor: Emil (Gast)
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Wer Studiengebühren befürwortet, gehört wirklich erschossen!
Bildung sollte der Allgemeinheit zugänglich sein und nicht nur denen, 
die es sich leisten können. Schließlich macht heute jeder Depp erstmal 
Abitur um dann später doch eine Ausbildung zum Industriekaufmann zu 
machen, dafür sollte man eher mal Gebühren kassieren...

Ich kenne im Übrigen einige Studenten, die unter dem Sozialhilfesatz 
leben, was denen dann auch noch zum Verhängnis wird, weil die GEZ nicht 
glaubt, dass sie mit dem wenigen Geld über die Runden kommen und 
folglich Einnahmen verschweigen.

Jeder Arbeitslose und Schmarotzer wird vom Staat unterstützt (was ja so 
falsch auch nicht ist), aber Leute, die was aus ihrem Leben machen 
wollen und dem Staat später nicht auf der Tasche liegen wollen, werden 
mit allen erdenklichen Möglichkeiten daran gehindert, nur um kurzfristig 
etwas Geld zu sparen.

Autor: Fly (Gast)
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@ Emil
"Wer Studiengebühren befürwortet, gehört wirklich erschossen!"

Leute die nicht mal bereit sind ein paar Euro pro Jahr für ihre Bildung 
zu investieren (die Allgemeinheit übernimmt zig Zehntausende jedes 
Jahr), gehören meiner Meinung nach erschossen.

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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Fly, bevor du den nächsten Post verfasst, denke bitte über die hier 
gegebenen Antworten nach. Ich finde es absolut vermessen, hier solche 
Parolen wie
>Leute die nicht mal bereit sind ein paar Euro pro Jahr für ihre Bildung
>zu investieren...
zu verbreiten. Du sagst, du wohnst zu Hause. Schön und gut und dafür 
wird dich keiner kritisieren, solang du dich fair verhältst.

Deiner Argumentation nach sollte niemand studieren dürfen, der keine Uni 
im Ort und keine Eltern hat, die ihm dies ermöglichen? Allein mit 
"nebenbei arbeiten" ist es hier, in Deutschland, nicht getan (ich weiß 
nicht, wie es bei euch in der Schweiz ist).

Wie gesagt, schön dass du das Glück hast, zu Hause wohnen zu können, zu 
studieren und noch 500 Euro im Monat zu bekommen. Aber bitte, bitte 
denke mal über deinen Tellerrand hinaus (welcher wirklich sehr klein zu 
sein scheint). Dann wirst du erkennen, dass Bildung nichts mit dem 
finanziellem Background der Familie (an dem du nicht den geringsten 
Anteil hast) zu tun haben sollte, sondern mit den Fähigkeiten und den 
Interessen des Studenten!

Autor: Joe (Gast)
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>> Leute die nicht mal bereit sind ein paar Euro pro Jahr für ihre Bildung
>> zu investieren...

Ich glaub du schmeißt dein Geld zum Fenster raus... Deiner Bildung hats 
nichts gebracht !!!

Autor: Fly (Gast)
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Ich finde es einfach nicht in Ordnung das einige alles umsonst wollen. 
Mein Gott die Allgemeinheit übernimmt zig Tausemd pro Studi pro Semester 
und trotzdem gibt es Leute, die sich über die Studiengebühren aufregen. 
Die paar Euro sind meiner Meinung nach wirklich nur symbolisch.


Die Studiengebühren betragen nicht mal 7 Euro im Tag. Wer nicht bereit 
ist das zu investieren...

Autor: Hmm... (Gast)
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@Fly:

Wie würde es dir gehen,wenn deine Eltern keine 500€ jeden Monat für dich 
über hätten?Da du umsonst wohnst und sicher auch aus Muttis Kühlschrank 
dich verköstigst,sollte dir doch weiter ein gutes Leben möglich sein,von 
dem was du nebenbei verdienst,oder?

Autor: Fly (Gast)
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Dann wäre ich wohl gezwungen nebenbei noch mehr zu arbeiten, meine 
Ausgaben weiter zu drosseln oder auf das Berufs-Begleitete Studium 
umzusteigen.
Dies hätte den Nachteil, dass es 4 Jahre dauern würde und nicht mehr 3.
Mit dem Berufsbegleiteten kann max. 80% arbeiten. Dann hätte ich zwar 
genug Kohle um auszuziehen, jedoch wäre es wahrscheinlich 
anstrengenderes Pensum und eben es dauert länger.

Übrigens reise ich jeden Tag fast 70 km (ein Weg) zur Schule. Und nein, 
dass Generalabo für den Zug, welches 2200.- im Jahr kostet, zahlt mir 
auch niemand. Auch die Krankenkasse nicht, dass Essensgeld über Mittag 
nicht, keine Kleider nichts...

Die meisten meiner Kollegen machen es gleich. Wohnen zu Hause, bekommen 
von zu Hause etwas und arbeiten nebenbei so viel sie können. Diejenigen 
denen es nicht reicht, studieren Berufsbegleitend.

Wir führten die Diskussion in der Schule auch schon (mit Deutschen die 
sich aufregten) und waren dankbar, dass wir für diesen symbolischen 
Beitrag an dieser Schule Gäste sein dürfen. Ein Prof hörte die 
Diskussion mit an. Eine Woche später tauchte er mit einem Papier auf, 
auf dem man die Kosten der Ausbildung sah und wer wieviel übernimmt, es 
wurde auf Seiten der Nörgeler ziemlich ruhig.

Autor: Thomas B. (yahp) Benutzerseite
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Don't feed the troll/Schweizer/Snob (nicht zutreffendes streichen).

Aus seiner luxuriösen Position kann er ja gut große Töne spucken.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>päter tauchte er mit einem Papier auf..

Poste das doch mal (sinngemäß)!

Autor: Hinterfrager (Gast)
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>Die Studiengebühren betragen nicht mal 7 Euro im Tag.

Bedürftigen in D steht nicht mal die Hälfte pro Tag für Nahrung zu.

Autor: Fly (Gast)
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http://www.sbf.admin.ch/htm/dokumentation/publikat...

S.27: Ausgaben im Jahr 2003 pro Student "Technik" 32'173.
Der Prof nannte eine Zahl um die 40'000, wenn ich mich recht erinnere, 
zu 3/4 getragen von Bund und Kantonen...

Autor: u_d (Gast)
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@fly

Opportunitätskosten des Studiums geschätzt 100 TE und von den Studenten 
zu tragen.

Auf der anderen Seite die Steuerprogression. Da gehen beim aktuellen 
Grenzsteuersatz von 40 % von jedem mehr verdienten Euro 0,40 E für die 
Lohnsteuer drauf. Nebenbei wird bei gleicher Krankenkassenleistung diese 
nochmal mit 10 % gesponsort. Das nenne Solidarität der Studenten an der 
Gesellschaft!

Autor: Kritiker (Gast)
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Die Studiengebühren bringen den UNIs fast garnichts Für jemanden, der 
mit jedem Euro rechnen muss, können einige hunderte Euro im Monat aber 
fatal sein!

Beim Vergleich mit anderen Bildungsystemem muss man auch mal Bedenken, 
daß der Staat an den gut ausgebildeten Akademikern auch kräftig 
verdient. Hierzulande sind die Steuern hoch und die Gehälter erst recht. 
Ich zahle z.B. 3500,- im Jahr mehr Lohnsteuer, als ich es in den Staaten 
tun würde.

Jeden Monat, den ein Studi verliert, weil er ein paar Kröten einarbeiten 
muss, um Studiengebüren zu zahlen, kosten den Staat doppelt Geld: Er 
zahlt keine Steuern und kostet noch anteilige Unikosten, die der Staat 
finanzieren muss. Wenn er ein Semester länger braucht, kostet das den 
Staat sicher um die 5000,-, während er nicht einmal ein Zehntel davon 
einzahlt!

Während er aber die rund 5000,- Euro an Zusatzkosten, die er während 
eines Studiums hat, einarbeitet, nimmt er anderen den Arbeitsplatz weg: 
Entweder einem Minderqualifizierten oder gar einem fertigen Ingenieur 
-siehe Praktikumsplätze bei Bosch.

Autor: Emil (Gast)
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Klar kostet ein Studium dem Staat richtig viel Geld, dies hängt aber 
auch zum Einen daran, dass sehr kostenintensive Studiengänge wie Medizin 
den Schnitt stark nach oben reißen. Wenn es danach ginge, müsste ein 
Medizinstudent jeden Monat 500,- zahlen.

Als Student verzichtet man auf so vieles, tritt erst mit Mitte zwanzig 
in den Beruf ein und hat bis dahin noch nichts gespart, während andere 
25-jährige sich überlegen, ein Haus zu bauen.

Und zu den Studenten die nebenbei arbeiten: @fly, ich weiß ja nicht, ob 
das Studium bei euch so einfach ist. Ich habe für meinen Theorieteil 
wöchentlich sicherlich mehr als 40 Stunden pro Woche benötigt und werde 
ein Semester über der Regelstudienzeit fertig (8 Semester). In den 
Ferien hatte ich Gelegenheit, zum Geld verdienen. Hätte ich während der 
Vorlesungszeiten noch nebenbei gearbeitet und hätte meine Zeit damit 
verschwendet, jeden Tag zwei bis drei Stunden im Zug zu sitzen, wäre es 
mir sicher wie manch anderen Kommilitonen gegangen, die dann drei bis 4 
Semester dran hängen, bzw. das Studium ganz schmeißen.
Dabei möchte ich noch nicht mal sagen, dass meine FH eine äußerst 
anspruchsvolle ist, es gibt sicher noch welche, bei denen das Studium 
noch schwieriger ist, von TU's und ähnlichem ganz zu schweigen.

Aber ihr Schweizer habts ja scheinbar so gut wie die Ami's, habt 
Studiengebühren, freut euch noch drüber, aber beim Studium kommt nix 
halbes und nix ganzes bei raus. Aber vorallem habt ihr die Kohle, um mit 
deren Hilfe euren Besitzstand halten zu können, ganz nach dem Motto: 
"Wenn deine Eltern sich Bildung nicht leisten können, dann geh doch zur 
Army oder werd Hilfsarbeiter, da bekommt man auch Geld"

Autor: Blume - konkret Aster (Gast)
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Angemessene Studiengebühren ok, sofern sie auch wirklich artgerecht 
verwendet werden. Aber ich sehe nicht ein diese zu bezahlen, um damit 
den Landeshaushalt zu sanieren. Und genau aus diesem Grund wurden sie 
eingeführt!

Autor: Sabb (Gast)
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Medizin teuer ? Was soll an Medizin teuer sein ? Deren Studiengaenge 
sind ja dermassen ueberfuellt, dass 1 Prof 200 Studenten unterrichtet in 
einem grossen Hoersaal. Teuer sind Studiengaenge mit kleinen Klassen, zB 
20 Studenten pro Professor, in einem Raum. Die Studiengebuehren sind das 
kleinere Problem als die Jobs. Die werden weniger und schlechter 
bezahlt.

Aus den USA. Die Studentendarlehen machen schnell mal 50-100k Dollar 
aus, und die scheinen wirlich ein Problem zu sein. Diese Schuld wird man 
nicht los, auch mit einem Konkurs nicht, und da sind teilweise 
mafiamaessig hohe Zinsen drauf. Wenn man das etwas verzoegert. Zb 
Familie, Kinder, Hauskaufen, hat sich die Summe nach 10 Jahren kurz 
verdoppelt.

Autor: Timo (Gast)
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@Sabb

Okay, du hast keine Ahnung!

Vielleicht solltest du dir mal Statistiken zu den Kosten für 
Studiengängen ansehen. Der Pädagogoik Studiengang, bei dem man in 
lockerer Zehner Runde bei einem Kännchen Tee mit dem Prof zusammen 
sitzt, kostet NICHTS im Vergleich zu einem Studiengang wie Medizin, bei 
dem vielleicht bei den Einführungsveranstaltungen ein paar hundert 
Studenten sitzen. Weißt du was so eine kleine Uni Klinik (ja, die heißt 
nicht nur so, die ist auch wirklich für die Studenten da) mit ein paar 
hundert bis über tausend Betten im Monat kostet? Du glaubst doch nicht, 
dass die kostendeckend mit den Zahlungen von den Krankenkassen arbeiten 
könnte?!

Autor: STS (Gast)
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Wenn man die Uni's und FH's für Leute ohne Hochschulzugangsberechtigung 
öffnet, sollte allerdings der Anspruch und Schwierigkeitsgrad an den 
Hochschulen nicht sinken. Dadurch wird sich das Problem bei den wirklich 
Schwachen von selbst lösen (Exma). Die, die auch ohne Abi u. ä. einen 
Hochschulstudiengang packen: Hut ab, die haben es sich auch verdient. 
Mit diesen Leuten hätte ich keinerlei Probleme, weil sie durch ihre 
Arbeit und Können fair den Abschluß erreicht haben.
Allerdings berfürchte ich, daß nach Freigabe der Hochschulen für alle, 
das Niveau so abgesenkt wird, daß es auch alle packen können und das 
fände ich nicht OK.

Autor: Kritiker (Gast)
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Zum Them ExMA: Schon jetzt ies es ja so, daß 40% der Anfänger an FHs und 
UNi nicht das Studium der E-Technik packen. Wie soll sich das rechnen, 
daß da noch andere anfangen, die ausgerechnet "Praktiker" sind, während 
die Bildungsstätten faktisch nur Theorie vermitteln, was den Praktikern 
ja nicht so liegt, sonst wären sie nicht erstmal in den studienfreien 
Weg eingebogen - ausserdem sind sie eine Weile aus der Schule raus und 
so vom Lernen weg gewesen. (????)

Noch doller dies: Obwohl wie oben gesagt 40% ausgesiebt werden, sind den 
Firmen die Abgänger meist falsch ausgebilddet (angeblich). Wie passt 
das?

Wieso die erfolgreichen Praktiker auf nutzlose Theoretiker umschulen, 
wenn ie es a) nicht packen und man sie b) angeblich SO nicht braucht?

Wo ist da der Sinn?

Wie soll sich eine Hochschule "öffnen"?  Die sind doch "offen"!
Fachabi nachmachen kann ja nicht das Problem für die Jungs sein, wenn 
sie sich anschicken, ein Studium nachzuschieben.

Autor: glücklicher (Gast)
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Sehe ich genauso. Die, die wirklich wollen bekommen ihr Fachabi. Wer 
schon an dieser Hürde scheitert, schafft niemals ein Studium. Solche 
Ideen enstammen nur Politikern, die selbst nie Abi gemacht geschweige 
denn studiert haben.

Autor: Steffen (Gast)
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@Fly

Du bist ganz schön egoistisch und arrogant, was sollen denn die armen 
Familien und die Familien mit vielen Kindern machen? Die schütteln das 
Geld nicht so einfach aus der Tasche. Hast du Angst das diese Kinder 
vielleicht sogar besser sind als du? Schon mal daran gedacht dass
Deine 7€ all inclusive Bildungspauschaule geht auch nicht auf, oder 
musst du keine Bücher, Papier, Stifte, Druckerpatronen (oder Toner) usw. 
kaufen?

Glaubst du wirklich es bleibt bei den 500€ Studiengebühren??? Wie naiv 
muss man sein... Die 500€ sind doch erst der Anfang!

P.S. Was studierst du eigentlich, BWL?

Autor: Blume - konkret Aster (Gast)
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>Was studierst du eigentlich, BWL?

Glaube ich nicht, ein BWLer verirrt sich nicht in so einem Forum.

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>Aber ich sehe nicht ein diese zu bezahlen, um damit
>den Landeshaushalt zu sanieren. Und genau aus diesem Grund wurden sie
>eingeführt!

Nicht nur die Studiengebühren!

Wir rasen für die Rente..
Rauchen für das Mutterschaftsgeld...

Autor: Conputerspezialist (Gast)
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Nicht zu vergessen, die Wein, Sekt- und Hundesteuer,die alle brav 
bezahlen, obwohl der Grund dafür längst entfallen ist.

Ach ja, dann gibt es ja noch die 5% Ossisteuer ...

Autor: Daniel (x2) (Gast)
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>Ach ja, dann gibt es ja noch die 5% Ossisteuer ...

Irgendwie sollte Dummheit auch besteuert werden oder?

Autor: mr.x (Gast)
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Bis 1848 gab es in deutschen Landen den Brücken- und Wegezoll.

Bildung gab es nur für Bonzenkinder.

2007 gibt es in Deutschland wieder den Wegezoll ( heisst jetzt Maut ).

Laut Unesco-Studie zum deutschen Bildungssystem veröffentlicht im Jahr 
2007 hängt die Bildungs-Chance für Kinder in keinem Land der Welt so 
stark vom Einkommen/Vermögen der Eltern ab.

Selbstverständlich haben alle im Bundestag vertetenen Parteien 
geschrien, das man sowas nicht laut sagen darf.

159 Jahre deutsche Geschichte und was hat sich gebessert?

Ach ja, wenn jemand fragt, wo das ganze Geld eigentlich bleibt.

Irgend jemand muss sich doch all die aufgezeichneten Telefongespräche 
anhören, die Überwachungsvideos anschauen und die aufgezeichneten 
Internetdaten durchschnüffeln. Die Geräte und Leute kosten halt. Die 
sollen ja auch verschwiegen sein.

Geld in sinnvolle Bildung zu investieren wär da echt fehl am Platz.

Autor: Emil (Gast)
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@ mr.x:
das ist ja nun auch nicht alles so ganz richtig... Meines Wissens nach 
sind die Bildungschancen nicht vermögender Kinder nur europaweit am 
schlechtesten, nicht weltweit

Autor: Matthias Lipinsky (lippy)
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>nur europaweit am schlechtesten, nicht weltweit

Das reicht ja auch schon..

Autor: Gast (Gast)
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>Wir führten die Diskussion in der Schule auch schon (mit Deutschen die
>sich aufregten) und waren dankbar, dass wir für diesen symbolischen
>Beitrag an dieser Schule Gäste sein dürfen.

Oha. Du bezahlst freiwillig Geld um an einer Schule Gast zu sein. -> Du 
musst zu viel Geld haben!
Die heutigen Schulen würden keinen Cent von mir sehen!
Wieso sollte ich einem Politiker die Rente noch weiter aufstocken, wenn 
er im Gegenzug mir Lehrkräfte vor die Nase setzt, die sich nichts mehr 
trauen.

Ich reihe mich klaglos in die Kette der "Deutschen Nörgler" ein. Aber, 
wieso soll ich immer mehr Geld für immer weniger Bildung zahlen.
Beispiel sei eine Schule in Niedersachsen:
Im Politikunterricht wird aus einem Buch von 1996 unterrichtet 
(Leihgebühr: 30€. Kaufpreis 40€, Leihgebühr bekommste nicht wieder...). 
Unter anderem wird der Haushaltsplan einer Gemeinde an der Ostsee 
auswendig gelernt und in einer Klassenarbeit abgefragt. Dumm nur, das 
2006 (Datum der Klassenarbeit) die Haushaltspläne anders aussehen und 
die "kleine Gemeinde an der Ostsee" seit fünf Jahren pleite ist, also 
keinen Haushaltsplan mehr hat.
Für den Lehrer wäre es ein leichtes, von mir aus in der Kaffeepause vor 
dem Unterricht, kurz im Internet eine aktuellen Haushaltsplan zu 
besorgen und zu kopieren. Was will die Schule sonst mit 30€ Kopiergeld 
pro Halbjahr?
Nach zwei Schülern die das Buch leihen wären 60€ zusammen, davon könnte 
man problemlos ein neues Buch anschaffen, vor allem ein moderneres. Und 
vor mir haben schon 3 Leute die Schwarte kostenpflichtig geliehen, das 
hab ich in Erfahrung bringen können!)

Ach und bevor ich es vergesse, ja es ist gerecht das man bestraft wird, 
wenn man den Unterricht stört oder das Schuleigentum beschädigt. Über 
die Strafen kann man sich streiten, aber das Prinzip zählt. Die 
Abgeschriebene Hausordnung juckt heute eh keinen mehr.
Aber WIESO dürfen zwei arme Kinder mit ach so schrecklichem 
Migrationshintergrund (der Eltern, die Mutter fuhr hoch Schwanger in das 
Land mit T, damit ihr Sohn auch daher kommt. Sonst wäre er von Anfang 
einer aus dem Land mit D geworden, so kann man gleich die Behörden 
ärgern!) quer durch die Klasse brüllen, ihre Kaugummis in alle 
erdenklichen Ritzen schmieren und im Unterricht mit dem Handy Musik (per 
Lautsprecher, versteht sich) hören?
Während ein deutsches Kind schon bei der Rektorin der Schule landet, 
wenn es im Winter einen per Hausordnung verbotenen Schneeball an die 
Klinkermauer (im übrigen vollkommen frei von Fenstern, weil dahinter der 
per Oberlicht beleuchtete Flur liegt) befördert. Übrigens, die Bewohner 
aus dem Land mit T haben neben dem einen kleinen weissen Punkt schon 
ihre Flagge mit Schnee an die Wand gemalt bzw. geschmissen.

Ich will garnicht gegen unsere Nachbarländer wettern, ich selbst schätze 
ihr Essen und ihre Gastfreundschaft sehr. Aber: Wenn ich schon 
zusätzliches Geld für die Lehrkräfte zahlen soll und muss, dann würde 
ich mir schon wünschen das die so kompetent währen und zumindest 
versuchen würden, alle Leute gleich zu behandeln. Den miesen Unterricht 
würde man dann zumindest ein bisschen besser verkraften.
Oder haben die Lehrer Angst, das die T-Land-Bewohner mit dem Onkel, dem 
Vater, der Oma und der kranken Katze nach der Schule auflauern?
Dann kann ich nur sagen, wie wäre es mit ein bisschen mehr Zusammenhalt, 
liebe D-Land-Bewohner?

So, nun habe ich ein paar schöne Geschichten von einer Schule erzählt... 
Und ja, auf der Uni ist es genau das Selbe Spiel nur mit Studiengebühren 
und mehr Lernaufwand dazu! Und jetzt sag mir mal einer, was zum Teufel 
machen die mit den Gebühren? Die Dozenten werden nicht kompetenter 
davon, die Ausrüstung der Uni ist schon seit Jahren marode und zerfällt 
immer mehr und das Gebäube sieht aus wie ein notdürftig nach dem Krieg 
hingestellter Plattenbau!
Von dem Unsinn, hier im Ort ein evangelisches(!) Gymnasium zu bauen, und 
zwar nicht auf dem dafür vor Jahre gekauften Bauplatz, sondern dafür 
während dem Schulbetrieb das Haupt/ Realschulzentrum umzubauen und die 
örtliche Haupt- und Realschule ca. 10 km weiter weg an ein anderes altes 
Schulzentrum anzugliedern will ich garnicht reden.
Die Schulgebühr, das verpflichtende Morgengebet sowie der Andachtsraum 
im Schulgebäube verstehen sich bei dem neuen Gymnasium natürlich von 
selbst.
Ich möchte mal sehen wann der Streit losgeht, weil die "blöde 
Banknachbarin" im Unterricht ein Kopftuch tragen darf, nicht morgens 
früher kommen muss um zu beten, keine Schulgebühren zahlt (sind ja so 
arm, die armen Haus- und Mercedes-Besitzer) und Nachmittags früher gehen 
darf, weil der Religionsunterricht entfällt.

Genug davon, wenn ihr was dran ändern könnt, sei es in der Schule oder 
Uni, ändert was! Ansonsten wird HartIV bald zum Standard erklärt ;-)

Autor: Bewunderer (Gast)
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@Gast,

ist schon interessant, daß Du Deine Kritik am deutschen Schulsystem 
ausgerechnet an Kindern mit Migrationshintergund festmachst.

„Oha. Du bezahlst freiwillig Geld um an einer Schule Gast zu sein. -> Du
musst zu viel Geld haben!“
- Vielleicht hat er im Gegensatz zu Dir auch nur den Wert von Bildung 
erkannt.

„Die heutigen Schulen würden keinen Cent von mir sehen! Wieso sollte ich 
einem Politiker die Rente noch weiter aufstocken, wenn er im Gegenzug 
mir Lehrkräfte vor die Nase setzt, die sich nichts mehr
trauen.“
- Wusste ich noch gar nicht, daß die Studiengebühren direkt in die 
Diäten der Politiker einfliessen. Aber Du hast sicher 
Insiderinformationen. Daß sich Lehrer immer weniger trauen liegt 
übrigens auch an den Eltern (ja, auch an deutschen Eltern), die im 
Konfliktfall eher ihre missratenen (ja, auch Deutsche) Sprösslinge in 
Schutz nehmen und den Lehrer für die Probleme verantwortlich machen. 
Erziehung ist übrigens Aufgabe der Eltern und nicht der Schule. Ich weiß 
aus eigener Erfahrung, daß es durchaus kräftezehrend ist, Kinder z.B. zu 
Hausaufgaben anzuhalten als um der eigenen Bequemlichkeit willen vor den 
Gameboy oder Fernseher zu setzen.

„Ich reihe mich klaglos in die Kette der "Deutschen Nörgler" ein.“
- Klaglos? Dann möchte ich mal wissen wie Du Dich beklagst.

„Aber,wieso soll ich immer mehr Geld für immer weniger Bildung zahlen.“
- Momentan zahlst Du außer Deinen Steuern kein Geld für Bildung.

„Beispiel sei eine Schule in Niedersachsen: Im Politikunterricht wird 
aus einem Buch von 1996 unterrichtet(Leihgebühr: 30€. Kaufpreis 40€, 
Leihgebühr bekommste nicht wieder...).Unter anderem wird der 
Haushaltsplan einer Gemeinde an der Ostsee auswendig gelernt und in 
einer Klassenarbeit abgefragt. Dumm nur, das2006 (Datum der 
Klassenarbeit) die Haushaltspläne anders aussehen unddie "kleine 
Gemeinde an der Ostsee" seit fünf Jahren pleite ist, also keinen 
Haushaltsplan mehr hat.

- War das die gesamte Klassenarbeit? Man kann auch aus alten 
Haushaltsplänen einiges über den Haushaltsaufbau lernen. Oder ist ein 
Mathematikbuch sachlich veraltet, wenn noch in DM statt Euro gerechnet 
wird.

Und jetzt kommen wir zum Kern des Beitrages:

„Ach und bevor ich es vergesse, ja es ist gerecht das man bestraft wird,
wenn man den Unterricht stört oder das Schuleigentum beschädigt. Über
die Strafen kann man sich streiten, aber das Prinzip zählt. Die
Abgeschriebene Hausordnung juckt heute eh keinen mehr.
Aber WIESO dürfen zwei arme Kinder mit ach so schrecklichem
Migrationshintergrund (der Eltern, die Mutter fuhr hoch Schwanger in das
Land mit T, damit ihr Sohn auch daher kommt. Sonst wäre er von Anfang
einer aus dem Land mit D geworden, so kann man gleich die Behörden
ärgern!) quer durch die Klasse brüllen, ihre Kaugummis in alle
erdenklichen Ritzen schmieren und im Unterricht mit dem Handy Musik (per
Lautsprecher, versteht sich) hören?
Während ein deutsches Kind schon bei der Rektorin der Schule landet,
wenn es im Winter einen per Hausordnung verbotenen Schneeball an die
Klinkermauer (im übrigen vollkommen frei von Fenstern, weil dahinter der
per Oberlicht beleuchtete Flur liegt) befördert. Übrigens, die Bewohner
aus dem Land mit T haben neben dem einen kleinen weissen Punkt schon
ihre Flagge mit Schnee an die Wand gemalt bzw. geschmissen.“

-Respekt, die türkische Flagge incl. Halbmond mit Schnee an der Wand zu 
verewigen. Wie viele deutsche Schüler würden das mit unserer Flagge 
schaffen, und zwar der ohne Bundesadler. Spaß beiseite, ich bin in den 
70er und 80er Jahren in die Schule gegangen und damals war 
Schneeballwerfen auf dem Schulhof grundsätzlich verboten. Nicht wegen 
zerbrochener Fensterscheiben sondern wegen Verletzungsgefahr (z.B. 
Schneeball im Auge). Aufgrund Deiner heftigen Reaktion nehme ich mal an, 
daß Dein Sohn erwischt wurde.

I“ch will garnicht gegen unsere Nachbarländer wettern, ich selbst 
schätze
ihr Essen und ihre Gastfreundschaft sehr. Aber: Wenn ich schon
zusätzliches Geld für die Lehrkräfte zahlen soll und muss, dann würde
ich mir schon wünschen das die so kompetent währen und zumindest
versuchen würden, alle Leute gleich zu behandeln. Den miesen Unterricht
würde man dann zumindest ein bisschen besser verkraften.“

- Miesen Unterricht sollte man nie verkraften, es geht doch um Deine 
Kinder oder?

„Oder haben die Lehrer Angst, das die T-Land-Bewohner mit dem Onkel, dem
Vater, der Oma und der kranken Katze nach der Schule auflauern?
Dann kann ich nur sagen, wie wäre es mit ein bisschen mehr Zusammenhalt,
liebe D-Land-Bewohner?“

- Wie sähe denn der Zusammenhalt aus? Bürgerwehren?

„Von dem Unsinn, hier im Ort ein evangelisches(!)Gymnasium zu bauen,

- Was will uns das Ausrufezeichen sagen?

„zwar nicht auf dem dafür vor Jahre gekauften Bauplatz, sondern dafür
während dem Schulbetrieb das Haupt/ Realschulzentrum umzubauen und die
örtliche Haupt- und Realschule ca. 10 km weiter weg an ein anderes altes
Schulzentrum anzugliedern will ich garnicht reden.“

- Könnte vielleicht aus Kostengründen sein.“

„Die Schulgebühr, das verpflichtende Morgengebet sowie der Andachtsraum
im Schulgebäube verstehen sich bei dem neuen Gymnasium natürlich von
selbst.“

- Was willst Du uns damit sagen? Daß in einem konfessionellen Gymnasium 
entsprechende Regeln gelten?

„Ich möchte mal sehen wann der Streit losgeht, weil die "blöde
Banknachbarin" im Unterricht ein Kopftuch tragen darf, nicht morgens
früher kommen muss um zu beten, keine Schulgebühren zahlt (sind ja so
arm, die armen Haus- und Mercedes-Besitzer) und Nachmittags früher gehen
darf, weil der Religionsunterricht entfällt.“

- Was hat jetz die Automarke mit dem Kopftuch zu tun? Bist Du neidisch?

„Genug davon, wenn ihr was dran ändern könnt, sei es in der Schule oder
Uni, ändert was! Ansonsten wird HartIV bald zum Standard erklärt ;-)“

- Was tust Du? Außer hier im Forum rumzupolemisieren?

Autor: mr.x (Gast)
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@ Emil (Gast)

Ok, Du hast einen kleinen Fehler gefunden.

Doch was sagt Deine Korrektur denn aus:

Genaugenommen doch folgendes, europaweit am schlechtesten ist immer noch 
ein hervorragender Platz unter den Entwicklungsländern dieser Welt.

Wobei man das auch nicht so genau weiß, da mit denen noch kein direkter 
Vergleich stattgefunden hat.

Sollen wir darauf stolz sein??????????????????????????

Die Misere ist ja auch nicht über Nacht entstanden. Aber wenn man 
bedenkt, das die entscheidenden Personen im Schulwesen zur Generation 
der sog. 68er gehören wird es etwas klarer.

Und eine nicht allzu alte Meldung aus den Medien besagt, das sich unsere 
geliebten Parteien einfach so mal eben 15% mehr Geld genehmigen wollen, 
weil angeblich deren Kosten gestiegen sind.

Steuergeld ist halt zur Selbstbedienung für Parteien und deren Personal 
da.

Und wenn es dann für Bildung nicht mehr reicht:  -> Studiengebühren.

Autor: Akademiker (Gast)
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> Die Misere ist ja auch nicht über Nacht entstanden. Aber wenn man
> bedenkt, das die entscheidenden Personen im Schulwesen zur Generation
> der sog. 68er gehören wird es etwas klarer.

Komisch, meine Lehrer und Professoren stammten auch aus dieser Zeit und 
ich habe heute einen super Job und verdiene sehr gut Geld. Liegt 
vermutlich daran, dass ich nach dem Studium noch ein wenig Zeit in den 
kostenlosen Bibliotheken verbracht habe, in denen man die wenigsten 
Deutschen sieht, obwohl die immer jammern und meckern und nicht wissen, 
wofür sie bezahlen müssen, sondern man sieht dort sehr viele 
Austauschstudenten.

Autor: Timo (Gast)
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Ja, die Austauschstudenten. Von unserem Geld gefüttert und beschult, 
damit im Innland und im Ausland die Konkurrenz beigezüchtet.

Autor: Akademiker (Gast)
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> Ja, die Austauschstudenten. Von unserem Geld gefüttert und beschult,
> damit im Innland und im Ausland die Konkurrenz beigezüchtet.

Denkst du auch mit, wenn du was schreibst? Wie soll das eine Konkurrenz 
werden, wenn die die gleiche Ausbildung bekommen und diese doch in 
Deutschland angeblich so schlecht ist?

Wenn die Deutschen zu faul sind und denken, Bildung ist Staatssache, da 
können die fleißigen Austauschstudenten nichts dafür. Jedem steht der 
Zugang zu Bibliothek frei. Ganz kostenlos, oder ein besseres Wort für 
die Deutschen, günstig, billig, umsonst, frei. Nur kapieren tun sie es 
nicht. Stattdessen meckern, motzen und jammern sie in Foren auf den 
Staat rum, anstatt ihren Arsch mal von der Couch zu heben und selber 
etwas in die Hand zu nehmen.

Wenn schon ein gigantisches, kostenloses Angebot besteht, warum wird es 
nicht genutzt?

Autor: Timo (Gast)
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Deine Argumentation mit den BiBos ist ja richtig, aber ich halte das 
nicht für so bedeutend, wie den Umstand, daß jemand überhaupt hier 
ausgildet wird.

Es ist nunmal eine Tatsache, dass wir rohstoffarmen Deutschen von einem 
starken Bildungsvorsprung profitiert haben. Dieser war verantwortlich 
für en industriellen Aufbau und den Wohlstand, von / in dem wir leben. 
Und dieser Bildungsvorsprung kommt nicht immer von einer jungen Elite, 
sondern ist die Summe ganzer Generationen von Wissenschaftlern. Nicht 
umsonst haben viele Nobelpreisträger immer gute Professoren, die selber 
vorne mit dran waren.

Wenn man nun das Wissen an die Ausländer herschenkt, hat man 
Konkurrenten für die eigene Leute und zudem wandern die Ausländer eher 
ins Ausland ab, als ein Deutscher, sodaß man potentiell auch für die 
Firma mehr Konkurrenz bekommt.

Natürlich kann man jetzt sagen, Student ist Student und jeder hat 
dieselben Chancen. aber von einer Mutter erwartet man irgendwie, daß sie 
die eignene Kinder füttert nicht nicht alle gleich.

Und dann gobt es ja noch die Rechung der Nichtakademiker, die mit ihren 
Steuern die Studenten bezahlen: Wenn die deutschen Akademiker hinterher 
keine Steuern zahlen, weil sie arbeitslos sind oder die Löhne gedrückt 
wurden, dann kommt wenig von dem zurück, was dort investiert wird. 
Dasselbe gilt für die Firmen, die Dank Konkurrenz immer weniger Steuern 
zahlen, wenn sie überhaupt noch welche zahlen.

WER SOLL DENN DEN STAAT AM ENDE FINANZIEREN ?

Autor: Gast (Gast)
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> Wenn man nun das Wissen an die Ausländer herschenkt, hat man
> Konkurrenten für die eigene Leute und zudem wandern die Ausländer eher
> ins Ausland ab, als ein Deutscher, sodaß man potentiell auch für die
> Firma mehr Konkurrenz bekommt.

Das wird nicht hergeschenkt. Es ist ein Austausch. Und da profitiert 
jeder davon. Unsere deutschen Studenten kommen aus dem Ausland nicht 
dümmer wieder und fast alle, die im Ausland eine Weile waren, haben 
erheblich höhere Chancen später im Beruf.

Man muss sich nur den Vorlesungsinhalt anderer Länder anschauen. Da ist 
das Studium in Deutschland Kindergarten. Montag erst ab Mittag 
Vorlesungen? Freitag nur bis Mittag? Was ist das für ein Mist? Warum 
keine Vorlesungen von 8.00 - 18.00, wobei hinten die Projekte kommen? Es 
soll keine Erholungsreise sein.

Und schon den Brain Drain vergessen?  Sehr viele deutsche Ingenieure 
wandern ins Ausland ab. Wenn du dagegen bist, dass Ausländer in D 
ausgebildet werden, dann musst du auch dagegen sein, das Deutsche ins 
Ausland gehen. Das hatten wir schon mal, hat sich aber nicht bewährt.

> Und dann gobt es ja noch die Rechung der Nichtakademiker, die mit ihren
> Steuern die Studenten bezahlen: Wenn die deutschen Akademiker hinterher
> keine Steuern zahlen, weil sie arbeitslos sind oder die Löhne gedrückt
> wurden, dann kommt wenig von dem zurück, was dort investiert wird.

Die Rechnung geht nicht auf. Auch wenn Akademiker arbeitslos werden, ist 
deren zahl um einiges geringer und eine Chance auf Arbeit um einiges 
höher, wie die der Nichtakademiker. Die Akademiker im Beruf zahlen 
jedoch durch ihren hohen Verdienst auch die höchsten Steuern. Die 
Akademiker sind dafür verantwortlich, dass die Nichtakademiker einen Job 
bekommen, außer man möchte Landwirt werden, wobei das auch schon eine 
Studienfach ist. Somit ist eine derartige Investition immer profitabel. 
Ein anderes Land vor nicht allzu langer Zeit hat sich ja gerühmt, ein 
Staat für die Arbeiter und Bauern zu sein. Was dann passiert ist, weil 
man die falschen Leute gefördert hat, ist Geschichte.

Die Studiengebühren sind als Eintrittsbarriere zu sehen. Sie sind 
bezahlbar. Und wer es ernst nimmt, zahlt diese auch. Es ist dann 
wenigstens vorbei mit "Ich probier heute mal studieren." oder "ich 
studiere schon im 40. Semester." Von diesen Leuten redet komischerweise 
keiner. Es ist als Investition in die Zukunft zu sehen und von jedem 
bezahlbar. Es besteht während des heutigen Studiums die Möglichkeit auf 
BaföG und des Arbeitens. In Deutschland ist kein Fall bekannt, dass 
jemand aufgrund der Gebühren, zu wenig BaföGs und keiner Arbeit nicht 
studieren konnte.

Autor: Emil (Gast)
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@Timo

Ich bin der Meinung, wenn man am Ende des Studiums 25 ist, anschließend 
40 Jahre arbeitet und in dieser Zeit vergleichsweise hohe Steuern 
bezahlt, weniger arbeitslos ist und mehr Rentenbeiträge und 
Krankenversicherung zahlt, dann muss doch irgendwann der Zeitpunkt 
erreicht sein, in dem sich die Ausbildung bezahlt gemacht hat, oder?

Mal abgesehen davon zieht ein nicht vorhandener Akademiker auch noch 
andere Effekte mit sich:
- der nicht vorhandene Akademiker arbeitet in einem anderen Beruf, womit 
dieser für andere nicht zur Verfügung steht, die haben dann unter 
anderem einen schlechteren Job oder garkeinen
- Werden z.B. keine Produkte entwickelt, können diese auch nicht gekauft 
werden. Öffentlich wurde mal gesagt, dass an einem Akademiker 5 andere 
Arbeitsplätze anhängen.
- Werden keine hochwertigen Ingenieursleistungen erwirtschaftet, fließen 
weniger Devisen nach Deutschland, dann gibts weniger Bananen.

Also mal wirklich, man kann doch nicht ein volkswirtschaftliches 
Gesamtproblem immer nur auf einen winzig kleinen Aspekt 
zusammen-vereinfachen:
Studium kostet Geld, also muss man dafür bezahlen? Wie schauts denn z.B. 
mit Sicherheit aus? Kostet auch Geld, vielleicht muss man demnächst den 
Polizisten erstmal 100€ Gebühr bezahlen, bevor sie die Verfolgung eines 
Taschendiebs aufnehmen. Wenn jeder für alles aus eigener Tasche bezahlen 
muss, dann braucht man den gemeinsamen Topf namens Staat nicht mehr.

Autor: Freak (Gast)
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>Wenn jeder für alles aus eigener Tasche bezahlen
>muss, dann braucht man den gemeinsamen Topf namens Staat nicht mehr.

Sehr gute Schlussfolgerung! Aber genau da gehen wir hin! Auch was 
Krankenkassen angeht!

Autor: klaus (Gast)
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Vor 10 Jahren war schon bekannt, dass es bald zu wenig Ingenieuter 
(gerade Elektrotechnik / MaschBau) gibt. Wieso wurde das nicht 
gefördert? Ich selber bin an der Uni in der Fachschaft sehr aktiv.
Da gerade die ersten Semester sehr schwer sind, gibt es nun viele, die 
bei nichtbestehen einer klausur in den ersten zwei semestern alles 
schmeissen, weil sie Angst vor einer Verschuldung haben.

Ich habe die Zahlen gesehen: Seit dem es Studiengebühren gibt, sind die 
neueunschreibungen ET gesunken und es gibt mehr Abbrecher nach 2 
semestern. daran merkt man, dass die Gebühren "Erfolg" zeigen.

Wer macht dann noch ein schwieriges Ing-Studium, wenn er angst haben 
muss nach 5 Jahren studium und viel schulden durch eine fachkraft aus 
dem ausland ersetz zu werden?

Meiner Meinung nach sollten Mangelfächer gefördert werden!!! Viele 
versuchen es schon gar nicht mehr. Und das ist schade!!

Ich kann niemanden mehr mit gutem Gewissen zu einem Ing-Studium raten!!

Meine Eltern haben nicht viel Geld. Ich finanziere mir mein ganzes 
Studium selber (viel Arbeit neben dem Studium)! Natürlich gibt es BaFög. 
Nur ist mein BaFög geringer als HarzIV. Der Lebensunterhalt wird von 
Jahr zu Jahr teurer, aber mehr BaFög?? Nö.

Und ein Ing-Studium ist nicht gerade billig. Ich denke, dass die meisten 
wissen, was ein gutes Lehrbuch kostet, die in der Bib zur Klausurzeit 
immer weg sind. Einen halbwegs funktionierenden Computer braucht man 
auch. Wenn mann Elektrotechnik (wie ich) studiert, möchte man sich zu 
Hause vielleicht auch mal ein bisschen Praxis aneignen. Das kostet auch. 
Miete für mein 20qm Zimmer + Lebensmittel sind auch nicht umsonst.

Zusammengefasst:
Seit mehr als 10 Jahren ist der Regierung bekannt, dass es zu wenig 
Ingenieure geben wird.

Damit es noch weniger werden, gibts jetzt Studiengebühren

Da das immer noch zu viele sind, werden die freien Stellen jetzt 
anderweitig gefüllt


Dabei geht es den Politikern immer nur darum:
Hauptsache die nächsten Jahre sieht es gut aus, denn die Wirtschaft wird 
erst einmal angekurbelt. Was dann in 5 Jahren ist, ist mir egal: da 
bekomm ich ja schon 80000€ Rente!


das gute:
vielleicht können sichn ja bald alle, die zur zeit in Deuschland wohnen 
(natürlich alle nationalitäten), entspannt zurück legen (HarzVII) und 
andere arbeiten lassen. Die Regierung macht uns arbeitslos.

Autor: Jupp M. (juppp)
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>Die Regierung macht uns arbeitslos.

Arbeit gibt sie uns genug, und wenn es nur als unbefristeter und 
unbezahlter  Praktikant in einem Unternehmen ist, was natürlich nur der 
"vorübergehenden" Weiterbildung dient.

Autor: STS (Gast)
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@Klaus:

Ich glaube nicht, daß es mit Förderung allein getan ist. Bei den pot. 
Studenten muß auch das Interesse vorhanden sein. Es gibt sonst einige 
"Lern-ET-Studenten", die zwar die Klausr bestehen, weil sie die Formel 
herleiten konnten, aber ihr Wissen nie anwenden können, weil sie gar 
keinen Bezug zum späteren Beruf durch Hobby o. ä. hatten. Da werden nur 
Papiererzeuger (meist Teamleiter) produziert, die in der Entwicklung 
keinen richtigen Punkt bringen. Den meisten Wert zeigen meiner Erfahrung 
nach in der Entwicklung Absolventen, die schon vor oder während ihres 
Studiums sich mit Elektronik als Hobby beschäftigt haben. Sie verbinden 
auf ideale Weise ihr praktisches Bastlergeschick mit wissenschaftlichen 
Methoden und Arbeitsweisen, die sie an der Uni/FH gelernt haben.

Mein Motto: Klasse statt Masse! Ich kann Studierendenzahlen nicht mit 
der Brechstange erreichen.

Autor: klaus (Gast)
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gut, mein beitrag ist vielleicht an einigen stellen leicht übertrieben, 
aber ich denke, es ist besser ein paar "Lern-ET_Studenten" durchzuziehen 
als auf einen zu verzichten, der ein Super Ingenieur abgeben würde, es 
sich aber nicht leisten kann

Autor: klaus (Gast)
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da ich im kommenden semester fertig werde, musste ich nur 3 Semester 
Studiengebühren zahlen. Andere haben da nicht soviel "Glück". Wenn ich 
von anfang an hätte zahlen müssen hätte ich es nicht gemacht!! Dann 
hätte ich micht zum Elektriker oder Mechatroniker ausbilden lassen!

Autor: Gast (Gast)
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http://www.abgeordnetenwatch.de/

Auf dieser Seite kann man direkt Fragen an die Abgeordneten Stellen, von 
den Abgeordneten meines Wahlkreises werden diese auch beantworte. Also 
leute Aufgehts schreibt da mal zu dem Thema.

Autor: David (Gast)
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>Autor: Jens (Gast)
>Datum: 20.08.2007 18:31

>so würdet ihr meckern

>Tja, das unterscheidet uns halt von den Schweizern. Wenn ihr so blöd
>seid, und zu allem "ja und amen" sagt, bitte...

Halt zwar nicht viel von den pauschal-klisches, aber du unterstreichst 
das, was in der schweiz so von den deutschen gesagt wird ziemlich 
deutlicht mit deinem statement (arrogant, grosskotzig, besserwisserisch, 
billigarbeiter). Hab ja schon vieles gehört, aber "ja und amen" sagen 
gehört wohl nicht zu dem, was man dem schweizer zusprechen kann.
P.S. will ja nix böses über dei deutschen sagen, aber wenn man bürger 
eines landes ist, wo parteien wie die NPD und deren gedankengut auf 
stetigem vormarsch ist, würd ich mal erst vor meiner eigenen türe 
kehren...

Autor: Salmiakgeist (Gast)
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Jens Kommentar bezog sich ja auf diese Diskussion hier und Flys 
Äußerungen machen ja schon den EIndruck, dass mindestens mal er alles 
hinnimmt, was kommt. Egal...

Und was die NPD jetzt damit zu tun hat, ist mir ja ein völliges Rätsel. 
Aber das ist ja schließlich gerade in aller Munde, also plappert man es 
halt mal nach.

Autor: Salmiakgeist (Gast)
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>arrogant, grosskotzig, besserwisserisch, billigarbeiter

LOL trotzdem überschwemmen deutsche Fachkräfte den schweizer 
Arbeitsmarkt.

Autor: SNT-Opfer (Gast)
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Vielleicht wegen dem letzten Punkt....

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