Hallo,
bei uns im Dorf schaffen es immer mehr Leute ihre (neue) Heizung zu
überhitzen. Das sind moderne Holzheizungen mit so einem Wärmespeicher
(Pufferspeicher). Die haben elektronisch gesteuerte
Übertemperaturschutzsachen drin. Doch irgendwie hat es einer geschaft
das Feuer 18 Stunden lang durchgehend "brennen" (glimmen) zu lassen und
das auch noch im Sommer bei 30 °C im Schatten. Der Klempner hat den
Wärmespeicher schon 3 mal wegen Überhitzung reparieren müssen. Nun hat
der "Heizer" genug davon und heizt halt mit der kaputten Heizung weiter.
Was gehet bei Überhitzung da eigendlich an so einerm Speicher kaputt?
Was passiert, wenn man den kaputten Speicher weiter verwendet?
Wie schaft man es mehrere Schutzeinrichtungen so auszutricksen, dass man
die Heizung schrottet?
Weshalb macht jemand so etwas?
Jetzt sind alle Gas-Wasser-Scheiße-Techniker gefragt....Weeerneeer
Wenn man genug Geld für die Reparatur übrig hat, und wenn's einem Spaß
macht, warum nicht....
Männer, ich glaube, wir haben den Speicher kaputtgeheizt! Wieso wir? Ich
glaube, da waren Sie Meister!
Nimm mal ne Drahtbürste und denn legst Du das Teil auf Lager!
Nee, nee, nee ; Eckard, mein Bestmann, das hätte ich nicht von Dir
gedacht!
Katapulski
bei einer holzheizung kein problem.
tür auf, holz rein, tür zu,
tür auf, holz rein, tür zu,
tür auf, holz rein, tür zu,
tür auf, holz rein, tür zu, usw. bis alles glüht und ausglüht.
ich glaube kaum daß hier eine sicherung vorhanden ist die diese methode
verhindert (verriegelung der türe)
vielleicht die heizung selbst in einem kleinen raum und gut
isoliert damit ja keine wärme verloren geht.
> tür auf, holz rein, tür zu,
Du bist nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik. Auch sowas ist
mittlerweise automatisiert, nämlich bei Heizung mit Holzpellets.
Andreas Kaiser wrote:
>> tür auf, holz rein, tür zu,>> Du bist nicht mehr ganz auf dem Stand der Technik. Auch sowas ist> mittlerweise automatisiert, nämlich bei Heizung mit Holzpellets.
Aber auch nur, damit sich die Öl-Händler diesen Umsatz (bzw. den Gewinn
davon) auch noch unter den Nagel reißen können. Man muss nicht immer
alles kaufen, für das Werbung gemacht wird. Wenn genügend Leute auf
Holzpellets umgestellt haben, dann wird das Heizen damit genauso teuer
wie mit Öl oder Gas.
"Tür auf, Holz rein, Tür zu" (und ab und zu mal die Asche raus) ist aber
schon eine gute Lösung, besonders wenn man die Zeit hat, gelegentlich
(oder wenn's kühl wird) mal nachzulegen.
...
Ist es doch jetzt schon fast. Der Preis für Pellets ist in den letzten
drei Jahren deutlich angestiegen. Tja, wie war das noch mit Nachfrage
und Preis?
Timo wrote:
> Ist es doch jetzt schon fast. Der Preis für Pellets ist in den letzten> drei Jahren deutlich angestiegen. Tja, wie war das noch mit Nachfrage> und Preis?
Geht es hier nicht eher um Anködern und Abkassieren? Vor ein paar Jahren
bekam man Brennholz noch kostenlos in einigen Tischlereien und
Sägewerken.
...
Es ist so eine Heizung ohne Pellets. Nur was ich nicht verstehe ist, was
an so einem Pufferspeicher alles kaputtgehen kann. Wenn es >100 °C heiß
wird kocht doch das Wasser und entweicht zum Sicherheitsventil!? Da muss
der doch geheizt habe obwohl gar kein flüssiges Wasser mehr drin war!?
>Timo wrote:>> Ist es doch jetzt schon fast. Der Preis für Pellets ist in den letzten>> drei Jahren deutlich angestiegen. Tja, wie war das noch mit Nachfrage>> und Preis?>>Geht es hier nicht eher um Anködern und Abkassieren? Vor ein paar Jahren>bekam man Brennholz noch kostenlos in einigen Tischlereien und>Sägewerken.
Ich denke nicht. Vor einigen Jahren war es für eine Tischlerei billiger
die Reste zu verschenken, sie mussten sich dann nicht um die Entsorgung
kümmern. Heutezutage ist die Nachfrage nach Holz DEUTLICH größer, und
man kann damit echt Geld verdienen. Das ist nicht nur auf Pellets
begrenzt, auch der Preis für Brennholz ist gewaltig angestiegen.
@Hannes Lux
Kleiner Hinweis: Du bist als Hauseigentümer per Verordnung gezwungen
eine Automatische Heizung einzubauen wenn mehr als zwei Wohneinheiten im
Haus sind (Wohnungen). Nun kannst man raten welche Lobby da am Werk, hä
Schotter war ;-)
Es gibt eine Sonderreglung wie ich es verstanden hatte: einsteller von 3
Heizern im Schichtdienst oder so ein Unfug war es. (Ich habe zugegeben
die Teil der Vorschrift nicht weiter genauer durchgelesen .... )
Das ist so eine Kombination aus Ölheizung und Holz, wobei die Heizung
max. 10 KW haben darf um nicht kontrolliert werden zu müssen. Diese
werden staatlich gefördert. Das ist in einem normalen Einfamilienhaus.
Früher hatten wir einen "dummen" Holzkessel: Tür auf, Feuer rein, Holz
rein, Tür zu. Wenn die Wärme aber nicht wegkonnte, dann konnte das schon
passieren, dass das Wasser aus dem (kleinen) Pufferspeicher oben
rausgekocht ist.
Jetzt haben wir einen 30kW Holzkessel
(http://www.hdg-bavaria.com/index.php?id=29). Da steckt eine eigene
Steuerung drin, die mit Luftklappen und einem Lüfter die Leistung
reguliert. Die großen Pufferspeicher und das Brauchwasser werden über
Speicherfühler gefüllt bis zu einer maximalen Temperatur. Wenn alles
voll ist, wird das Feuer im Kessel erstickt, sodass es nurnoch vor sich
hinglüht. Da kann nicht viel passieren.
Außerdem gibt es bei jeder (nicht verpfuschten) Anlage einen STB
(Sicherheits Temperatur Begrenzer), der im Notfall rausspringt.
und wenn es
>nurnoch vor sich hinglüht
dann steigt doch bestimmt über viele Stunden hinweg schwarzer Qualm aus
der Esse bis das Dach schwarzgerust ist und die Fensterscheiben der
umliegenden Häuser!? Wie ist das, lässt du das dann immer 24 Stunden am
Tag glimmen, dass du nur noch nachlegen musst, aber es nicht noch einmal
mit einem Kohlenanzünder und Zeitungspapier entzünden musst? Musst du
Grillanzünder, Benzin oder Spiritus nutzen, damit es zum Brennen kommt
oder die Ofentür offenlassen, dass das Feuer nicht erstickt?
Das Ding brennen (glimmen) lassen ist nicht das Problem, das beherrscht
der Homo-Spaiens seit Jahrhunderten perfekt. Was schlimmer ist ist das
ausdampfen der Wärmesenke (des Kessels). Dann gibt es durch Überhitzung
Spannungen (und Sprödbrüche) im Material, die zu Undichtigkeiten führen.
Dichtungen in Armaturen und Verschraubungen können die hohen
Temperaturen auch nicht ab und werden undicht. Außerdem lagert sich
verstärkt Kalk ab, was durch verstärkte Einspeisung von Frischwasser
(wegen Leckagen) verursacht wird.
Mir scheint, der Mensch stammt aus dem Osten der BRD, da hat man das
Fenster aufgemacht wenn's zu warm wurde. Heizung 'runterdrehen war da
wohl unbekannt. ;)
Es geht um einige Einwohner in unserem Dorf, die das haben, weil sie
sich kein Öl/Gas leisten können. Leider heizen wir immer noch mit Öl,
weil Heizung neugekauft. Das Fenster wird nicht zum Kühlen aufgemacht,
sondern damit das Feuer nicht erstickt. Damits trotz brennender Heizung
nicht im Zimmer warm wird, sind halt die Heizkörpr zugedreht, die
Heizung muss aber für warmes Brauchwasser weiterbrennen. - Und wohl auch
um das etwas zuviel angeschafte brennmaterial loszuwerden, da es die
Einfahrt zum Grundstück versperrt. Außerdem haben manche ja eine gelbe
Heizung und einen Schwarzen Kamin um Mülltrennung betreiben zu können
(Autoreifen, Batterien = Hausmüll -> Kamin; Verpackungen ->Heizung)
>(Autoreifen, Batterien = Hausmüll -> Kamin; Verpackungen ->Heizung)
Wow! Lass' das mal den Umweltminister nicht hören! ;)
Die Anlagen scheinen mir schlicht und ergreifend überdimensioniert zu
sein!
Wenn mit der Strahlungswärme der Feuerstätte zur Warmwassererzeugung
schon mehr als die benötigte Heizenergie erzeugt wird, dann ist das
ganze System komplett falsch ausgelegt! Ein richtiger Fachmann wäre hier
gefragt!
Gelbe Seiten machen's möglich!
Das waren ja oftmals auch gebrauchte Billigheizanlagen. Ich frag mich
nur warum jemand seine bestehende Heizung verkauft, wenn sie gut
funktionieren würde. Aber ich denke, dass da absichtlich was verändert
wurde um die Heizung zu schrotten, z. B. könnte ja jemand den Regel-
oder Schutzmechanismus blockiert haben, weil aus irgend einem anderen
Grund die Heizung keine Wärme brachte.
>Wenn mit der Strahlungswärme der Feuerstätte zur Warmwassererzeugung>schon mehr als die benötigte Heizenergie erzeugt wird, dann ist das>ganze System komplett falsch ausgelegt! Ein richtiger Fachmann wäre hier>gefragt!
Wieso Strahlungswärme, das Brauchwasser wird doch im Pufferspeicher
geheizt. (Denk ich mal, weil ich kein Heizungsexperte bin.) Es ist
jedenfalls so eine Anlage Wo die Ölheizung zum normalen Heizen dient und
die Holzheizung nur zum zuheizen an sehr kalten Tage. Da hat der
Besitzer nach Kauf und Abgreifen der Fördermittel einfach den Ölkessel
abgeschaltet und heizt nur noch mit (lackiertem Abfall-) Holz und
Kohlen.
Verrückt finde ich und auch meine ehemaligen Lehrer, dass unsere
(Mittel-) Schule (Marienberg OT Rübenau, >100 Jahre alt) mit Kohle
beheizt wurde und auf Grund fehlender Absperrventile zur
Wärmeregulierung die Fenster geöffnet werden mussten. Diese (Dampf-)
Heizung war aber wirklich schon ziemlich alt. Auch in unserer neu
restaurierten Schule (BSZ für Technik 2 in Chemnitz) gab es ziemlich
Heizproblem. Aus Geldmangel konnte plötzlich doch keine
Temperaturregelung pro Zimmer erfolgen. Es gab dann EINEN
Temperatursensor und alle Heizkörper war voll aufgedreht (man konnte sie
manuell nicht zudrehen, da Ventil fehlt). So war nur die Temperatur in
einem der >100 Räume stabil und beeinflusste alle restlichen
Raumtemperaturen. Naja im Computerkabinet war es unerträglich heiß (weil
gerade niemand zum Fensteraufmachen drin war) und in anderen
Klassenzimmern wieder zu erfrischend. Und diese Heizung wurde vor einem
Jahr erst auf DIESEM Stand gebracht.
Irgendwie glaube ich fast ihr habt als Elektronik-/Informatikexperten
schon mehr Ahnung von Heizungsanlagen, als die Klemptner und
Heizungsexperten selbst!
Hallo Stefan,
ich glaube schon, dass die meisten(sicher nicht alle) Heizungsbauer
Wissen und Erfahrung haben eine gut funktionierende Heizung zu liefern.
Wie Du selbst schon schreibst liegt es meist an den Finanzen des
Anlagenbetreibers, dass bei der Heizung nicht das optimale im Betrieb
ist.
Zu Deiner ersten Frage:
Sicher ist es möglich bei Missachtung der Bedinungsanleitung und
ausserkraftsetzen der Sicherheitseinrichtungen einen (Holz-)Heizkessel
zu zerstören; auch bei fehlerfreier Installation.
Bei offenen Anlagen (heute nicht mehr gebräuchlich) kann man Heizen bis
kein Wasser mehr in der Anlage ist.
Bei geschlossenen Anlagen (mit Ausdehnungsgefäß) kann man der
thermischen
Ablaufsicherung das Wasser abdrehen und Heizen bis das Überdruckventil
abbläst. Und wer dann noch die Ausblaseleitung des Überdruckventils
verschließt der hat eine sehr wirkungsvolle Bombe im Keller. Achtung
Lebensgefahr!!
Gruß
Heizer
Nur schaffen es irgendwie fast alle Leute hier die Heizung die ganze
Nacht durchgehend rußen zu lassen. Es fliegen Funken aus der Esse. Wie
machen die das, dass die Heizung extrem stark qualmt und welchen Vorteil
bringt das, etwa einen besonders hohen Wirkungsgrad?
Vieleicht liegt es doch am Heizungsbauer vor Ort; Vieleicht hat er den
Betreibern die Funktion nicht richtig erklärt, oder die
Bedinungsanleitung
zum anheizen benutzt.
Die von Dir beschriebene Betriebsweise bringt für den Betreiber keine
Vorteile.(Schlechter Wirkungsgrad, verrußter Kessel und Kamin,
verärgerte
Nachbarn)
Wenn es dich stört, kannst Du die Betreiber ja mal darauf hinweisen.
Und wenn das nicht hilft, dann ist der Kaminkehrer noch eine
Anlaufstation.
Heizer
Beide, der Betrieber wie auch Essenkehrer wurden daraufhingewiesen, aber
denen interessiert es nicht so richtig. Der Betreiber glaubt fest daran
eine Heizung müsse qualmen, wenn sie nicht qualmt, muss sie wohl kaputt
sein. Der Essenkehrer meint, die Heizung sei in Ordnung und das seien
nur Bedienfehler, da könne man halt nichts Machen. Das Umweltamt sagte
uns es sei nicht zuständig (bei Ämtern so üblich) und die Häuser da
seien ja auch nichts wert, da ist es halt nicht so schlimm, wenn die
verrußt werde und ein Anwalt würd sowieso nur drüber lachen, wenn man
klagt und beide Parteien (wir und Betreiber) müssten das dann noch
bezahlen. Schließlich raucht ein Feuer nunmal, das sei so normal. (Das
glauben alle hier im Ort.) Geheizt werden nasse Kohlen, faulige
Holzbalken... und alles was weg muss, dafür sei so eine Heizung doch da,
um den Wertlosen Mist loszuwerden.
@Stefan
So genau habe ich das noch nicht beobachtet, könnte schon hinhauen ;)
Aber das ist eigentlich weniger das Problem. Solange mein Opa nicht
anheizt, der das nicht mehr ganz kapiert und immer voll macht, auch wenn
die Speicher schon voll sind, dann gibts sowas.
Dieses quasi Notabschalten gibts ja nur, wenn alle Speicher voll sind,
aber die sind relativ gut dimensioniert.
Außerdem wohne ich auch auf dem Dorf und die Häuser außenrum sind wohl
weit genug entfernt.
Hat wohl schon was mit dem Dorf zu tun!
Ich bin in der Stadt aufgewachsen, unser neu zugezogener Nachbar (vom
Land) hat auch für seinen Holzofen regelmäßig alte lackierte Türzargen
usw. von der Verwandtschaft geliefert bekommen. Tolle Farbeffekte im
Qualm! :)
Wenn da solche Funken aus der Esse kommen, besteht da eigendlich die
Gefahr, dass ein Haus/Garage daneben abfackelt? Kann der Mensch dafür
verantwortlich gemacht werden?
Eigendlich ist der Kaminfeger auch gegen solche "Protest-Heiz-Orgien",
aber er wird von den Leuten bedrängt. Als wir ihn einmal darüber
informiert hatten, war Sekunden später der Ofen aus. Er kam dann die
Heizung zu kontrollieren und meinte alles sei in Ordnung. Als er wieder
weg war Qualmte es wieder, als würden die Nachbar Holzkohle erzeugen.
Der Kaminkehrer hat die Leute also vorher informiert. Jetzt will er den
Job an den Nagel hängen, weil er von den betroffenen und den "Tätern"
immer mehr bedrängt wird.