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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik Kabelfernsehen


Autor: Sebastian Frank (Gast)
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Hallo an Alle,

ich habe vor in unserem Haus von Kabelfernsehen auf Satellitenfernsehen
umzusteigen. Dabei möchte ich keine neuen Kabel verlegen. Leider haben
wir 3 bzw. 4 Stationen die fernsehen sollen. Wir brauchen aber an jeder
Station einen Receiver. Um das Problem zu lösen dachte ich an
folgendes:

Nahe der Schüssel werden 4 Receiver aufgebaut. Die UHF Modulatoren
werden auf je einen anderen Kanal gestellt. Ein Atmelcontroller soll
auf einer Platine mit Infrarot-Sender dioden. An je einer
Fersehendstation soll auch ein Atmel sein, diesmal allerdings mit
Infrarot-Empfänger. Wenn nun der Empfänger ein Signal von der
Fernbedienung erhält, soll das Signal an den 2ten Controller gesendet
werden. Dies soll über das bereits vorhandene TV-Kabel geschehen.

Soweit mein Vorhaben. Nun meine Fragen.
Hat sowas schonmal jemand gemacht? Welchen Controller nimmt man am
besten? Kann man dabei das Fernsehkabel als Übertragunsmedium nutzen?
Welche Probleme könnte es geben?

Danke schonmal im voraus.
S. Frank

Autor: Peter Fleury (Gast)
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Die UHF Modulatoren von Sat-Receivern sind eigentlich dazu da um alte
Fersehempfänger anzuschliessen, die keinen SCART-Anschluss haben.

Wenn man mehrere solche UHF-Ausgänge von Sat-Receivern aufs gleiche
Kabel schaltet, können sich diese UHF-Kanäle gegegenseitig stören,
selbst wenn je Sat-Receiver eine unterschiedliche UHF Frequenz
eingestellt ist.

Eine bestehende Verkabelung lässt keine Signale im Retour-Weg zu.

Eine Umsetzung auf UHF lässt nur Mono-Ton zu und die Bildqualität ist
schlechter als bei SCART-Anschluss.

Meine Empfehlung ist deshalb Receiver direkt in der Wohnung, dazu
braucht es allerdings neue Kabel sternförming von der Schlüssel zu
jedem Receiver.

Ein Auswechseln der bestehenden Kabel ist natürlich nur möglich kann
diese in einem Leerrohr verlegt sind.

Eine Installation einer Mehrteilnehmer Sat-Empfangsanlage ist
anspruchsvoller als eine Sat-Spiegel auf dem Balkon zu montieren,
deshalb empfehle ich einen Sat-Fachhändler zu kontaktieren.

Autor: Christian Kreuzer (Gast)
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Ich empfehle Dir eine digitale Satanlage ohne Analogteil. Auf die Sat-
Schüssel montiert man einen Quad- LNB mit eingebauten Multiswitch, von
dort verlegt man zu jeden Receiver ein eigenen Koax- Kabel und schließt
dort einen Digital- Receiver an. Viele Sender, wahnsinns Bildqualität
und meiner Meinung nach sehr leicht zu installieren.

Viel Spaß,
Christian

Autor: Henrik (Gast)
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Mache gerade stwas ähnliches, Schüssel (also LNC) und Receiver können
bis zu 100m voneinander entfernt, bei sehr hochwertigem Sat-Kabel sogar
nochmehr, wozu also der Aufwand mit dem Atmel?
Wie C.K. schon sage: einfach einen Quad-LNC verwenden und ein paar neue
Kabel.
@Peter: Warum soll das aufwändiger sein? Der Unterschied zum
Einzelsystem ist doch nur, dass in dem LNC mehrere Empfänger
(jedenfalls beim Twin-LNC) sitzen (und ein paar Kabel mehr
rausgehen).(?)

Henrik

Autor: Sebastian Frank (Gast)
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Hallo,

ja an eine 4 fache digitale Mehrteilnehmeranlage habe ich auch schon
gedacht. Leider sprengt diese das Budget, wenn man keine 0815 Receiver
nimmt. Ein Multischalter und ein Quad LNC sind schon vorgesehen. Ich
kann zur Zeit keine neuen Kabel verlegen. Der entstehende Aufwand ist
einfach mal zu groß (3 mal Decke und 15 mal Wanddurchbruch) Leerrohre
stehen mir leider auch nicht zur Verfügung. In ca. 1 Jahr steht eine
Renovierung an, bei der das Kabel verlegt werden wird. Bis dahin reicht
mir die "schlechte" analoge Bildqualität, zumal 2 der TV-geräte
keinen Scart anschluß besitzen. Ich könnte natürlich auch das Mini-Ufo
System von Kathrein nehmen oder den Infrarot-Funksender den es bei
Conrad gibt.

Im Prinzip liegt bei mir ein Koaxkabel vom Dach bis zum Keller. Ich
würde einfach gern im Keller Daten auf das Kabel jagen und im Dach
empfangen. Das Videosignal soll dabei vom Dach bis zum Keller parallel
auf dem Kabel laufen. Eigentlich bräuchte ich nur ne kleine Idee wie
man beide Signale koppelt bzw. entkoppelt.

S.Frank

Autor: Marc Donner (Gast)
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Hi

Also erstaml @ Peter ein Koaxkabel lässt natürlich Signale im Retourweg
zu ! z.B. das 22kHz signal zur LO-Frequenzumschaltung get ja auch
"rückwärts" zum LNB.

@Sebastian
Die UHF-Modulatoren müsstest du alle über UHF einschleussglieder
miteinander verbinden. Ganz schön Aufwand.
Du müsstest dann an jedem Fernseher das RC5 Signal deiner Fernbedienung
decodieren, den decodierten Code mit einer Identifikation versehen und
über das Kabel versenden. An der Schüssel muss das Signal dann wieder
in RC5 an den richtigen Reciver gesendet werden.
Um das Signal auf die Koaxleitung zu bringen brauchst du nur einen
Tiefpass der das UHF Signal sperrt.

Ich bin selbst SAT-Fachhändler und im Normalfall lösst man so ein
Problem mit neuen Kabeln.

Marc

Autor: Peter Fleury (Gast)
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@Marc

Sebastion spricht von einer vorhandenen Kabelfernsehverteilanlage,
wahrscheinlich mehrere Steckdosen an einer Leitung.
Diese Steckdosen und eventuelle Verstärker lassen keine 22khz/DiSeq
Signale zurück.

Autor: Vendor2k (Gast)
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Bohr doch einfach die Löcher, das ist weniger Umständlich als das mit
dem Atmel zu proggen.
Wenn du gut bist hast du die Löcher in 3Std aber das mit den 4-5µC
dauert bei deinem Wissensstand viel länger als 1Tag. Ganz davon
abgesehen dass das teuer wird.
 Und was machst du nach diesem Jahr mit deiner Schaltung?
Wegschmeissen! So eine umständliche Lösung braucht keiner, da Lebt man
lieber mit Löchern und Kabeln aus den Wänden.

Ist nur ein Tipp!

mfg
Vendor2k

Autor: Marc Donner (Gast)
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@Peter
eine ganz normale VHF/UHF Steckdose mit durchschleifeweg und
gleichspannungs durchgang (normale Antennendose) lässt sehr wohl ein
z.B. 22KHz signal durch läuft so bei mehreren meiner Kunden. Solch eine
Dose läßt kein Sat signal durch, NF aber sehr wohl.
Verstärker lassen keine Signale durch aber er spricht ja auch von EINER
leitung vom Dach bis zum Keller.

Marc

Autor: Sebastian Frank (Gast)
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Jo Danke nochmal,

also wir haben nur einen BK Verstärker im Haus. Der hängt momentan im
Keller direkt nach der "Telekom" Dose am Kabel. Ich habe heute mal 2
Receiver nacheinander geschalten. Also TV-Out vom einen in den TV-In
des anderen. Dann vom TV-Out dieses Receivers, mit ca. 100m Kabel auf
einer Rolle, in den Fernseher. Das Bild war einigermaßen i.O..

Der eine Receiver war von Kathrein der andere von Amstrad.

@Vendor2k
Wenn es gehen würde, wären die Löcher ruck zuck gebohrt. Leider ist das
Haus schon etwas älter (ca. 70J). Als wir das Kabel für BK verlegt
haben, haben wir für 1 Decke 5 Stunden gebraucht. Bei einer Sanierung
vor 8 Jahren oder so, wurden die Decken entfernt und durch ein
tragendes Stahlgerüst ersetzt. Egal wo man in der 25cm Decke bohrt, man
trifft immer auf Eisen.

Eigentlich wollte ich mir noch nen 3ten simplen preiswerten analogen
Receiver holen. Der hat dann ne andere Geräte Kennung im RC5-Code.
Bei den TV Stationen dachte ich da einfach an nen AT90S1200 mit nem
TSOP1836. Dieser empfängt das Signal der Fernbedienung und schickt es
auf das Kabel. Vorausgesetzt auf dem Kabel sendet gerade kein anderer
Atmel. Der AT auf dem Boden wartet nun auf dem Kabel ob was kommt. Wenn
dann sendet er den Empfangenen RC5 Code einfach aus. Mit 3 Sendedioden
sollte das reichen. Die 3 Receiver stehen übereinander. Wenn dann in
einem Jahr renoviert wird kann man den Dreck auf sich nehmen und
Leerrohre legen. Dann kommen auch Digitale Receiver und entsprechende
Kabel.

Wenn ich dann die Schaltungen nicht mehr brauche, kann ich ja nen
Infrarotschalter draus machen oder so. Hab schon ein paar von Siemens
verbaut.

Viele Grüße
Seb

Autor: Vendor2k (Gast)
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Das mit dem Stahl ist sehr schlecht...
Wie willst du dann nächstes Jahr Rohre durchlegen? Kommen da die
Stahlträger wieder raus?

Autor: Sebastian Frank (Gast)
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Nein. Aber da steht der Plan im Sommer mal wieder zu renovieren. Da
kommen alle Sachen aus dem Zimmer raus und man kann Dreck machen wie
man will. :-) Bei der Gelegenheit wird auch noch ne neue Telefonleitung
und ein paar Stromleitungen verlegt. Da wird dann der Putz abgehakt und
da kann man auch das Deckenproblem in Angriff nehmen.

Autor: Vendor2k (Gast)
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:-)

Da gibts doch Geräte (Bohrmaschinen) die kann man mit vier Schrauben an
die Decke fixiren und die Bohren dann 2Std mit Wasseranschloss son
100er Loch. Wie heißen die nochmal?
Mit sonem Ding hab ich auch mal das Loch für ein Abluftrohr durch nen
Sturtz gebohrt.

Autor: Sebastian Frank (Gast)
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Nee sonen Luxus hatten wir nicht. :-)
Bohrhammer und Bolzenschneider für das kleine gerödel und
Trennschleifer oder Schweißgerät für die dickeren Stahldrähte. Wird
schon irgendwie werden.

Autor: Vendor2k (Gast)
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Na dann wünsch ich schon mal gut gelingen.

Autor: Dingens (Gast)
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sagmal so'ne fernbedienung is doch eigentlich net sonderlich
gesprächig. volume wird man ohnehin am fernseher regeln wollen, und
alle anderen signale tauchen eher punktuell auf, selbst wenn man bissl
ungeduldiger zappt. spricht also net wirklich was dagegen auf
kollisionserkennung zu verzichten (wozu auch? 'n vermurkstes signal
erkennt der receiver eh nich) und man kann sich auchn haufen aufwand
sparen indem man das signal 1:1 vom ir-empfänger aufs kabel gibt,
vielleicht maximal nochmal mitm quarztakt der schaltung moduliert. da
receiver ohnehin digital arbeiten sieht man dabei nichmal'n knistern
im bild, es hält nur'n sekundenbruchteil mal an. (so isses zumindest
bei unserem, wenn störungen auf der leitung sind. und das is so dat
billigste wasses an receiver gibt)

Autor: Marc Donner (Gast)
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@Dingens

Dann braucht er aber 4 Receiver mit unterschiedlichen RC5 Codes!

Autor: Dingens (Gast)
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die alternative ist ein ir-transmitter pro receiver. nimmt sich net
viel. aber is auch net so der dramatische aufwand 'ne id
voranzustellen oder so. was ich jedenfalls meine ist dass es net gross
stören dürfte, das signal ohne grosse faxen direkt aufs kabel zu
pusten, statt irgendwelche tollen einspeisglieder anzuschaffen.

Autor: Marc Donner (Gast)
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@Dingens

Einspeisglieder brauchst du für die HF. Für die LF(RC5 Code) brauchst
einen ganz normalen Tiefpass damit die HF nicht in deiner Schaltung
landet und bedämpft wird.

Autor: Dingens (Gast)
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wobei "ganz normaler tiefpass" sicher relativ ist.. das übliche
rc-glied dürfte wohl verheerende wirkung haben.. ;) aber ja. so meint
ichs halt. reicht doch völlig, die ir-empfänger mehr oder weniger als
signalwandler zu entwerfen, vielleicht nochn id-byte vorne dran und
dann ab damit via rl-tiefpass aufs kabel. da grossartig erst nochn
busprotokoll aufzusetzen oder tolle modulationen scheint mir
übertrieben.

Autor: Marc Donner (Gast)
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wenn du en ID Byte vornedrann setzt musst du trotzdem die RC5 Decodieren
um sie zwischenzuspeichern.

Natürlich miss es ein RL Tiefpass sein. Bei HF verwendet man fast nur
Tiefpass Filter mit Induktivitäten. Wegen HF Kurzschluss

Autor: Sebastian Frank (Gast)
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Ja so in der art dachte ich mir das. Wir haben übrigens 3 verschiedene
Receiver und jeder hat andere RC5 Signaturen. Nur wie soll ich den
Atmel an das Kabel anschließen? 1 Portpin an den Leiter und den Schirm
auf Masse? Das sollte nicht wirklich gehen.

Autor: Marc Donner (Gast)
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also wenn jeder Receiver ein anderes RC5 signal hat dann brauchst du gar
keinen µC. Speis einfach das Durch einem Normalen IR Empfänger nen
Verstärker und RL-Tiefpass das Signal aufs Koax. Oben wieder nen
Tiefpass, Verstärker und eine IR-Diode, fertig.

Autor: René Klepsch (Gast)
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Hallo Sebastian

Dies könnte was für dich sein ohne das du alles aufbohren mußt.

http://www.satland.de/Themen/DISICON/disicon.html

Tschö

René

Autor: mbeyer (Gast)
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Hi!

Im conrad - Katalog im Kapitel Sat-Technik gibt es auch sowas ähnliches
wie oben beschrieben.
Allerdings steht in der Beschreibung nix von wegen Spezial - LNB.

Grüsse
Matthias

Autor: Peter (Gast)
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Hallo zusammen,
du kannst auch von deinem Empfänger aus nur mit einem Kabel in deine
Wohnung gehen und auch in mehreren Zimmern unterschiedliche Programme
schauen, dur brauchst halt einen Zerhacker nach der Schüssel und am
anderen ende einen Filter der aus dem zerhackten Signal (zerhackte
Gleichspannung)wieder eine Gleichspannung liefert.
(nicht bezogen auf nutzsignal)

Gruß peter

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