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Forum: Mikrocontroller und Digitale Elektronik RC-Glied für PWM?


Autor: Heini (Gast)
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Guten Abend

Habe mit einem µC (AVR90S8515) ein PWM-Signal erzeugt mit dem ich über
einen Leistungstreiber (L293D) einen 12V PC-Lüfter ansteuere. So das
ganze soll wenn`s je fertig wird mal ne Lüftersteuerung werden. Leider
musste ich feststellen das der Lüfter Geräusche macht wenn er mit PWM
betrieben wird. So je höher die Frequenz des PWM desto weniger
Geräusche, richtig?
Habe mir sagen lassen das man dieses Prob mit den Geräuschen mit einem
RC-Glied beseitigen kann. Die Frage ist nur wie berechnet man das? Hat
sonst noch jemand ne Idee was man gegen das lästige Geräusch tun kann.


P.S. Die Lüftersteuerung soll zu einem leisen PC beitragen --> wenn die
Lüfter jetzt aber Geräusche machen ist das genau das Gegeteil was ich
erreichen will.

Herzlichen Dank schon mal

Autor: Stefan (Gast)
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Mit RC-Glied kannst Du da nichts machen. Das würde ja bewirken, dass Du
aus dem Rechteck eine Analogspg mittelst, mit der kannst Du die
Leistungstreiber im 293 nicht ansteuern.

Welche PWM-Frequenz benutzt Du? Wichtig ist, dass diese Frequenz in
einem fürs Ohr unkritischen Bereich liegt. Versuch mal, die
High-Speed-PWM zu nehmen, dann sollte eigendlich nichts mehr zu hören
sein.
Alternativ kannst Du auch eine sehr langsame PWM probieren, so um die
100Hz, da aber viele Oberwellen bei PWM entstehen, kannst Du das nur
ausprobieren.

Stefan

Autor: crazy horse (Gast)
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ich würde es trotzdem Analog machen, Portpin->RC-Glied->Verstärker.
Mit dem L293 geht das natürlich nicht, nimm z.B. einen L272, ein
kleiner Doppel-Leistungs-OP. Kommt zwar nur etwa auf 11V bei 12V
Betriebsspannung, aber das sollte reichen.

Autor: Marc Donner (Gast)
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Mach das ganze blos nicht analog! Du willst doch nen leisen Rechner,
wenn du aber mit sinnlosem verbratenvon Energie deinen Rechner noch
unnötig aufheitzt bringt das wohl auch nichts. Die beste lösung um
gleichstrommotoren zu regeln ist nun mal die PWM. Nimm eine PWM
Freqeunz über 22kHZ und absulut keine Probleme mehr. 22KHZ müssten sich
gutr machen lassen mit Timer und Compareregister. Bei z.B. 8MHz
Timertakt und 256 Steps bekommst du
8000KHz / 256 = 31,25KHz
Und das sollte man eigentlich nicht mehr hören!

Marc

Autor: crazy horse (Gast)
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-Lüfter sind aber keine Gleichstrommotoren, sondern elektronisch
kommutierte
-Verlustleistung: 1-2W, hihi. Du meinst allen Ernstes, das würde eine
messbare Erhöhung der Innentemperatur bzw. sogar eine Erhöhung der
Lüfterdrehzahl bringen? Wo lebst du denn.
Schau dir mal die Verlustleistungen von Netzteil, Festplatte, Prozessor
und Grafikchip (um nur die größten Wärmeproduzenten zu nennen) an  und
setz das mal ins Verhältnis...

Autor: Tobias Vaupel (Gast)
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Also ich habe so ein Projekt vor kurzem angefangen(Leider nicht zu ende
gebracht)
Mit purer PWM kommt man bei nem PC Lüfter nicht weit, weil(wie bereits
gesagt wurde) der Motor elektronisch Kommutiert wird.

Ich habe ne Frequenz von 3KHz genommen oder so, weis nicht mehr genau.
Muss ich nachgucken.

Das PWM Signal habe ich dann durch nen RC Glied geschickt, damit da ne
analoge Spannung rauskommt. Das ganze durch nen OP mit ner Verstärkung
von 2.5 und dann noch ne Endstufe(140mA macht nicht jeder OP am Ausgang
mit. Hängt man den Lüfter doch daran gibts ganz böse Spannungseinbrüche
und so ;)

Als Endstufe hab ich nen Darlington genommen, weil der gerade auffem
Tisch lag. Der hat zwar nen Nennstrom von 3.5A, aber das macht dem
Lüfter ja nix g

An der Endstufe den den Lüfter dran und man kann ihn beliebig in der
Drehzahl regeln.
Aber darauf achten, dass der Lüfter immer an Masse ist, musst ihn also
im Emiter einbauen, sonst stimmt das Tachosignal nicht mehr.

Man muss aber dazu sagen, dass der Lüfter erst ab ca. 4V anfägt sich zu
drehen, wenn er vorher im Stillstand war.

Tobias

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Man kann auch versuchen, die PWM-Frequenz in den Infraschallbereich
(<20Hz) zu legen.

Die Trägheit des Lüfterrades müßte das dann rausfiltern.

Einfach mal mit einer variablen Frequenz experimentieren und dann auf
geringstes Geräusch optimieren.

Einen L293 halte ich aber für Perlen vor die Säue. Ein beliebiger
L-MOSFET (RFD14N05L) tuts doch auch und bringt auch volle 12V.


Peter

Autor: Michael (Gast)
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Die Frage nach RC-Glied für PWM muß man mit NEIN beantworten, wenn
dieses direkt vor den Lüfter geschaltet werden soll. Einen Schaltregler
baut man u.a. auch nicht mit RC am Ausgang.

Die einfache Lösung: LC-Glied.

Autor: Heini (Gast)
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Hallo alle zusammen

z.Z. fahre ich mit ca. 25kHz. Das mit den Frequenzen bringt nett viel
was die Geräusche an geht.
Dann werde ich heute Abend mal etwas mit Bauteilen spielen und schaun
was raus kommt.
Ne kleine Frage am Rande (bitte nett lachen oder dumme Kommentare).Habe
mal vor Jahren EEAN gelernt bin aber total raus. Ein RC-Glied filtert
ja nur Frequenzen so viel ich noch in Erinnerung habe. Es lässt nur ein
bestimmtes Frequenzband durch. Habe das mal in die Zeichnung rein
gehaut. Ist die Formel richtig oder wie berechne ich das RC-Glied?

Autor: Stefan (Gast)
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Das RC-Glied ist ein Tiefpass (oder ein Hochpass, wenn Du die Bauteile
umdrehst).

In Deiner Anwendung macht es also das Gewünschte; hinten kommt ein
relativ glattes Analog-Signal raus, je weiter f-PWM und f-RC
auseinanderliegen, umso besser.

Deine Frequenz-Formel ist korrekt.

Nicht aus dem Auge verlieren solltest Du, dass bei Analog-Ansteuerung
Verlustleistung und damit Wärme erzeugt wird. Die hats Du im
PWM-Betrieb nicht, ob das ein Nachteil ist, kommt auf Deine genauen
Werte drauf an.

Stefan

Autor: Marc Donner (Gast)
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also mal was zu elektronisch kommutierten Motoren:
Sie sind ganz normale Gleichstrommotoren und lassen sich im normalfall
via PWM ansteuern. Wenn dies nicht geht braucht man nur eine Diode und
einen C in die Zuleitung zum Steuer IC einfügen. Hab ne Zeit lang bei
PAPST gearbeitet und diese Lüfter sind rundsätzlich mit PWM regelbar.
Eben durch eine gepufferte Stromversorgung des IC's. Mit RC glied
brauchst du deutlich mehr Bauteilaufwand RC glied und Endstufe.

Autor: Heini (Gast)
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@Marc Donner

Ein dreifaches Lob an dich. Deine Idee ist absolut Klasse. 1x 1N4001
hinter den L293 und 1x 1000µF und Ruhe ist im Karton. Jetzt macht mein
PAPST (was auch sonst an Lüfter) keine Geräusche mehr.
Die Diode macht den Sinn das wenn der Ausgang des L293 auf Low geht der
Strom zum Lüfter fließt (ihn puffert) und nicht zum Leistungstreiber,
richtig? So aber wie komm ich jetzt auf die Grösse vom Elko? Das muss
sich doch berechnen lassen.

Autor: Marc Donner (Gast)
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Probieren geht über studieren!
Wenn du anstatt des L293 nen FET oder nen Bipolar verwendest kannst du
dir die Diode und eventuel den C sparen.

Marc

Autor: Marc Donner (Gast)
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Hab was vergessen:
Dein L293 schließt nämlich während der Low Phase den Lüfter kurz.

Marc

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Das mit der sehr niedrigen Frequenz ist kein Witz sondern ernst
gemeint.

Sowas wird auch durchaus in der Praxis angewendet, um sehr langsame
Drehzahlen und damit einen hohen Variationsbereich zu errreichen.

Wenn man nämlich die kleinste Impulsweite so wählt, daß der Motor immer
die Haftreibung überwindet, hat man keine Schwellspanung mehr, d.h. der
Motor dreht von >0V (Mittelwert) an.


Aber Du darfst mit der Frequenz auch nicht soweit runtergehen, bis
hörbare An- und Auslaufgeräusche auftreten.


Peter

Autor: thkais (Gast)
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Ich habe die Erfahrung gemacht, daß es sehr auf die Bauweise des Motors
ankommt. Als ich einen Motor mit im Modellbau üblichen 3 kHz ansteuern
wollte, war er kraftlos und wurde eigentlich nur warm. Mit 200 Hz läuft
das Ding prima. Andere Motoren wiederum können mit den Frequenzen
umgehen, da gab es keine Probleme.

Autor: Vendor2k (Gast)
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Wie ist es mit PWM und einem Kondesator? Dürfte doch eine Lineare Spng.
geben?

Autor: Marc Donner (Gast)
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@Vendor2k

Das hat er doch gerade ausprobiert. Aber Mit dem L293 und nur nem C
gehts nicht. da der L293 bei Low Pegel den Ausgang auf masse potential
zieht. braucht desshalb noch ne diode

Marc

Autor: buz11 (Gast)
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@Heini

"So aber wie komm ich jetzt auf die Grösse vom Elko? Das muss
sich doch berechnen lassen."

So pi mal Daumen =  ca. 1000yF / A  ...

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Also Elko direkt an L293 läßt entweder den Elko oder den L293 oder auch
beide in Kürze Puff machen.

Elko mit Diode macht Spitzenwertgleichrichtung und aus ists mit PWM.

Einzig Elko mit Drossel hinter dem L293 könnte gehen.


Wirklich hübsch, wie hier untaugliche Ideen gewälzt werden anstatt mal
den Rat anderer auszuprobieren. Das Ohr hat nun mal auch eine untere
Grenzfrequenz, warum soll man das nicht ausnutzen ?


Peter

Autor: Marc Donner (Gast)
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@Peter

Wenn du meinst du wärst der elektrotechnik Checker dann wüsstet du auch
das der C hinter dem L293 mit ner diode dazwischen überhaupt nicht
stört. Hierbei wird die PWM zwar in eine Gleichspannung gewandelt, aber
ohne größere verlustleistung.

Und dann sag mir doch mal bitte warum ein elko Puff macht wenn er die
ganze zeit geladen und entladen wird. da stirbt der L293 vieleicht
wegen zu hoher impulsstrome aber nicht der Elko. der Stirbt dir erst
bei einer städigen umpolung der Ladung.

und ne Drossel hinter dem L293 und dann nen C hat das Problem dass du
durch den Gleichstrominnenwiderstand der Drossel den C in der Low Phase
wieder entlädst. Ideale Spulen gibt es nun mal bei 20°C nun mal nicht.

Marc

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Der Elko explodiert zwar nicht, aber Ripple-Ströme machen ihm in der
Tat zu schaffen.  Das liegt daran, daß Elkos (im Vergleich zu anderen
Kondensatoren) einen recht hohen effektiven Serienwiderstand (ESR)
haben, und an dem entsteht durch die Umladung Verlustleistung.

Sogenannte low-ESR-Typen, die für Schaltnetzteile konzipiert sind,
sind hier im Vorteil.

Autor: Michael (Gast)
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>>das(s) der C hinter dem L293 mit ner diode dazwischen überhaupt
>>nicht stört. Hierbei wird die PWM zwar in eine Gleichspannung
>>gewandelt, aber ohne größere verlustleistung.

Solch eine Schaltung läßt sich aber noch optimieren: die Diode gleich
an V+ anschließen, dann kann man sich die PWM-Erzeugung sparen.
Weiterhin kann man die Diode durch eine Drahtbrücke ersetzen, das spart
Verlustleistung. Und wenn der Elko von V+ schon groß genug ist, kann
man auch den Elko hinter der Drahtbrücke sparen !
Na ja und die Drahtbrücke, die kostet nicht viel.

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Sehr sinnvoll.  Du hast bloß noch nicht begriffen, daß die Variante
mit Diode und Elko im Gegensatz zu Deiner wirklich funktioniert...  Es
entsteht nämlich keine reine Gleichspannung, schließlich wird der Elko
ja durch die Belastung mit dem Lüfter auch wieder entladen.  Es
entsteht eine pulsierende Wechselspannung, deren Amplitude
wahrscheinlich gering genug ist, daß der Lüfter nicht mehr pfeift,
aber deren Mittelwert nach wie vor vom Tastverhältnis des PWM abhängt.

Allerdings stimme ich Peter Danneggers Vorschlag mit dem extrem
langsamen PWM zu, den halte ich für den sinnvollsten Kompromiß, da er
eben auf all so 'nen Zirkus wie Elko und Diode verzichten kann.

Autor: Stefan (Gast)
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... soll nochmal jemand sagen, Elektronik würde keinen Spaß machen ...

;-)

Autor: Peter Dannegger (peda)
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@Marc,

schau Dir einfach mal das Datenblatt eines Elkos an, da wird auch ein
maximaler Ripplestrom angegeben, der nicht überschritten werden darf.
Und bei einigen kHz PWM-Frequenz dürften ne Menge Amperes fließen.

Es stimmt natürlich, bei Überstrom krepieren die Elkos nicht so schön,
wie bei Falschpolung. Sie werden langsam heiß und das Überdruckventil
kann langsam öffnen.


Wie schon gesagt, eine Diode bewirkt nur eine Aufladung auf den
Spitzenwert. D.h. egal ob 10% oder 100% PWM, der Elko hat immer 12V.
Nur bei sehr kleinem Tastverhältnis sinkt die Spannung bedingt durch
die Verluste in der Diode und dem L293 etwas ab.



Das mit der Drossel funktioniert sehr wohl, sowas nennt man nämlich
einen Abwärts-Wandler (step down converter) und dafür gibt es auch
entsprechende Speicherdrosseln.
Und ab einer Mindestlast ändert sich die Stromrichtung in der Drossel
nicht. D.h. die Drossel gibt in den Pausen die Energie ab, die sie
gespeichert hat während der obere Transistor leitend war.


Peter

Autor: Marc Donner (Gast)
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Das der c immer 12V hat stimmt nicht. Der Elko wird zwar immer auf 12V
geladen was er aber bei kurzem Tastverhältnis nicht erreicht,wenn du
schon von datenblättern sprichst dann solltest du auchwissen, das die
Ladungsänderung eines C's von dem Strom pro Zeitinterval abhängt. Das
bedeutet um den Kondensator in t=0 auf 12V zu bringen brauchte einen
undlichen Strom.
Auserdem wird der Kondensator bei der LowPhase vom Lüfter entladen und
hat somit keine 12V mehr.

Bei der sache mit dem Ripplestrom muss ich dir recht geben hab ich
nicht drangedacht. Aber fliesen werden da auch keine paar Ampere,
aufgrund der Innenwiderstäde des Treibers.

Marc

Autor: Michael (Gast)
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@Jörg:
Für mich ist es ein sehr großer Unterschied, ob eine Schaltung einen
Effekt zeigt, oder ob sie auch funktioniert.
 Nimm ein Programm, das die Eingabe der Tasten '1', '2' und '3'
erwartet. Gibt man diese Ziffern ein, läuft die Anlage einwandfrei.
Tippt man allerdings zwischendurch die Leertaste, stürzt der Rechner ab
und muß ausgeschaltet werden. Ist dies nun ein funktionierndes Programm
? Der geniale Programmierer sagt ja und kann es auch 'beweisen'. Der
Benutzer flucht hingegen - zu Recht.

Elektronik ist nicht das wahllose Zusammenschalten irgendwelcher
Komponenten, und wenn es nicht klappt, noch einen Kondensator hier und
einen Widerstand dort. Das ist ganz üble Bastelei. Hinzu kommen dann
noch die Halbwahrheiten, die erfunden werden, um die eigene Idee zu
rechtfertigen. z.B.: Gleichrichtung der PWM, pulsierende
Wechselspannung, ...

Bei absurden Schaltungsvorschlägen muß man manchmal auch absurd
kommentieren.

Autor: Joerg Wunsch (Gast)
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Michael, wenn Du's auch nicht glaubst: die Schaltung wird (im
Gegensatz zu Deiner Metapher) durchaus funktionieren.  Was Du ganz
genauso wie Peter komplett ignorierst ist, daß der Elko ja
zwischendurch wieder entladen wird (durch den Lüfter).  Damit bewirkt
die Gleichrichtung eben nicht, daß dort +12 V Dauergleichspannung
am Elko liegen, sondern die effektive Gleichspannung hängt vom
Tastverhältnis ab.

Daß ich selbst die low-frequency PWM bevorzugen würde, die Peter
vorgeschlagen hat (eben aus genannten Gründen wie Ripple-Strom durch
den Elko, sowie der möglichen Bauelementeeinsparung überhaupt), ist
eine andere Sache, aber deshalb die unsinnige Behauptung aufzustelle,
man könne statt Diode + Elko ja gleich den Lüfter an +12 V schalten,
zeugt leider nur von Unkenntnis (oder Ignoranz) Deinerseits (und
Peters ganz genauso).

Keine Sorge, ich mach' das schon paar Jahre und habe es sogar mal
studiert...  Du kannst mir also gut & gern zutrauen, daß ich mehr als
das ,,wahllose Aneinanderschalten von Bauteilen'' beherrsche.

Sorry übrigens, die ,,pulsierende Wechselspannung'' sollte
selbstverständlich ,,pulsierende Gleichspannung'' heißen, das war
ein
Schreibfehler.

Autor: Peter Dannegger (peda)
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Ich war natürlich davon ausgegangen, daß der Elko die PWM-Frequenz
rausfiltern soll, d.h. sich während einer PWM-Periode nicht nennenswert
entlädt.
Und da hat man dann eine Spitzenwertgleichrichtung, genauso, wie sich
ein üblicher 50Hz Netzteilelko auf den Spitzenwert (1,4 * Effektivwert)
auflädt.

Wenn er sich nun doch immer stark entladen soll, dann hat er aber doch
keine Filterwirkung mehr.


@Marc,

"t=0" gibts in der Praxis nicht, d.h. Deine PWM wird schon eine
minimale Schrittweite haben müssen und der L293 kann auch ganz
ordentlich Amperes. Wenn also der Elko ohne was direkt am L293 wäre,
müßte er jede PWM-Periode komplett geladen und entladen werden und das
könnte ihn durchaus überlasten.

Einmalige Stromstöße (z.B. Einschaltstrom eines Netzteils) könne die
Elkos auch gut ab, aber eben keine hohe Dauerbelastung.


Peter

Autor: Michael (Gast)
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>>Ein dreifaches Lob an dich. Deine Idee ist absolut Klasse. 1x 1N4001
>>hinter den L293 und 1x 1000µF und Ruhe ist im Karton. Jetzt macht
>>mein PAPST (was auch sonst an Lüfter) keine Geräusche mehr.

Das ist weiter oben zu finden.

Ich glaube nicht an Gott und weiß auch nicht welcher Papst gemeint ist.
Aber so ein kleiner Lüfter dürfte mit 1000µF schon 1/10tel Sekunde
laufen.

Im Datenblatt des L293D ist zu finden: Peak output current (100µs non
repetitive) 1,2 A; abs. max. ratings. Aber das muß man ja nicht
beachten.

Übrigens: draußen scheint die Sonne !

Autor: Heini (Gast)
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@Michael

Was ich jetzt auf gut deutsch "absolut scheisse" finde ist, das du
meinen Post nieder machst. Ich habe hier ne Frage rein gestellt wo ich
Antworten drauf bekommen habe. Die habe ich getestet und sie haben
funktioniert! Darum habe ich geschrieben "ein dreifaches Lob..."!
Wenn diese Lösungen nicht das gelbe vom Ei sind gut, wenn ich Sachen im
Datenblatt des L293D übersehen habe gut, aber drumm must hier nett über
meinen Post her ziehen!!!!
Tut mir sorry das ich nett mehr die Ahnung habe wie du! Habe mal EEAN
gelernt und 6Jahre nix mehr damit zu tun gehabt!
Diese Frage steht auch bei "das Elko" drin wo auch die Aussgabe kamm
das ein Elko mit Diode nix bringt! Ein Drosselwandler oder besser (step
down converter) ist die bessere Lösung geb ich zu, nur habe ich dann am
Ausgang keine 12Volt mehr da ich ja nur 12V Eingangsspannung habe!
Suche schon ne ganze Zeit nach ner Lösung! Aus diesem Grund habe ich
diesen Threand aus den Augen verloren und erst jetzt wieder gefunden!

P.S. nimms nett persönlich aber eventuell kommt mal einer hier rein der
dich nieder putzt für nen Fehler!!!!!

Autor: Heini (Gast)
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@Michael

Aber wenn du voll die Ahnung hast sag mir halt die Lösung!

Aufgabe: Eingangsspannung +12V
         Drezahlregelung eines PC-Lüfters
         Ausgangsspannung 4-12V

Mit PWM habe ich alles getestet--> immer Geräusche vom Lüfter!
Sobald das PWM "geglättet" wird und weiter verarbeitet bekomme ich am
Ausgang keine 12V mehr (Spannungsfall an Bauteilen)!

P.S. habe nix gegen dich, aber wenn jemand über einen her zieht nur
weil er nicht die Ahnung hat wie er brennt mir die Sicherung durch!!!!!
Habe privat sehr zu kämpfen das bei meinem jetzigen Job mir alle
Kenntnisse über den Jordan gegangen sind! Eventuell verstehst jetzt
meine Reaktion!

Autor: Michael (Gast)
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@Heini, wenn Du mich anmachen willst, darfste Dich aber nicht gleich
wieder dafür entschuldigen. Meine Kritik richtig sich nicht gegen Dich,
sondern den, der Dir diesen Vorschlag gemacht hat und seine
'Lüfterkompetenz' damit begründet, daß er beim Papst gearbeitet hat.

Du hast oben kompetente Auskünfte bekommen, die sich von den
Bastellösungen absetzen. Ich hatte Dir vorgeschlagen, ein LC-Glied zur
Filterung des PWM-Signals zu nehmen. Das funktioniert dann so, daß die
pulsierende Gleichspannung (PWM) gefiltert wird und am Elko der
Mittelwert ansteht. Beispiel: ein 12V PWM-Signal mit 60% Tastverhältnis
liefert am Elko 7,2V (12 x 0,6). Das Prinzip ist wie beim RC-Glied mit
dem wesentlichen Vorteil, daß die Verluste vermieden werden, wie sie am
Widerstand auftreten.
Wenn Du kannst, nimm die PWM-Frequenz so hoch wie möglich > 16kHz und
filtere mit einer Drossel >=1mH und 100µF. Die Drossel darf nicht in
die Sättigung gehen, sodaß Miniaturdrosseln ungeeignet sind.
Ringkerndrosseln, wie sie auch in Schaltreglern eingesetzt werden, sind
ok.

Autor: Heini (Gast)
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Danke schon mal Michael

Das dürfte schon funktionieren. Habe die letzten Tage das ganze Netz
nach Drosselwandlern durchsucht (Funktion, Berechnung, was zu beachten
ist usw.)! Das einzige was mir Sorgen bereitet ist das ich mit dieser
Lösung keine Volldrehzahl erreiche da ich ja immer den ohmschen
Widerstand der Drossel drin habe. Da aber ne ander Regelung wegen hoher
Verlustleistung ausscheidet und das erhöhen der Betriebsspannung von
nem PC-Netzteil wenig Sinn macht werde ich es so machen müssen! Mal
schauen wo ich die Drosseln her bekomm (Drosseln sind das einzige was
man bei meinem Bauteillager nett findet)!

P.S. darf man fragen was du von Beruf bist, Ingeneur Techniker?

Autor: Heini (Gast)
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Habe grad nochmal deinen Post überflogen. Dabei kam mir wie ein Blitz in
den Sinn -->

ein 12V PWM-Signal mit 60% Tastverhältnis
liefert am Elko 7,2V (12 x 0,6)

Ist die Formel 100% genau oder nur über den Daumen? Habe ja immer wo
einen Spannungsfall in ner elektronischen Schaltung drum frag ich!
Des weiteren reden wir über diese Schaltung oder?

http://www.user.fh-stralsund.de/~emasch/800x600/Do...

Da der "Dateianhang" vorübergehend deaktiviert ist muss ich einen
Link setzen1

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